Run, Fatboy, Run (2210)

Heute Morgen habe ich mir schwer überlegt, ob ich noch eine Runde laufen gehen soll. Drinnen war es warm, ich habe mit dem Zwergofanten ein wenig gepuzzelt und einen Kaffee getrunken. Draußen hatte es deutliche Minusgrade und mein Rücken hat auch gezwickt. Dennoch bin ich nach dem Kaffee noch eine Runde raus. Der Sonnenschein war einfach zu verlockend. ☀️

Mit diesem frostigen Lauf beschließe ich mein Laufjahr mit 2.710 km

Mit diesem frostigen Lauf beschließe ich mein Laufjahr mit 2.710 km

Distanz: 8.29 km
Zeit: 00:52:17
Anstieg: 93 m
Ø Pace: 6:19 min/km
Ø Geschwindigkeit: 9.5 km/h
Ø Herzfrequenz: 148 bpm
Ø Schrittfrequenz: 152 spm
Temperatur: -2.8 °C
Kalorien: 712 kcal

Training: Basis
Ausführungswert: 89%

2025: 2710 km
Dezember: 168 km
KW 1: 8 km

Ich kam teils nur schwerfällig voran und es war auch zu kalt für meinen Geschmack. Zumindest zu Beginn. Nach dem Warmlaufen ging es dann doch. Die Luft war klar. Ich liebe das. Dennoch habe ich beschlossen, dass dies der letzte Lauf im Jahr 2025 war. Morgen steht eine Geburtstagsfeier an und davor will ich noch einen Jahresrückblick schreiben. Dann ist auch schon Silvester und es gilt einiges vorzubereiten. Deshalb lesen wir uns in dieser Kategorie erst wieder 2026. Sprich in drei Tagen. 🏃‍♂️

Im ersten Ohr: Sneakpod 905 – Frankenstein
Im zweiten Ohr: The Mountain Goats

Media Monday #757 – Kinobesuch, Rückenschmerzen und Geschenke

Bei der letzten Ausgabe des Media Monday war die Vorfreude noch groß. Eine Woche später liegt das Fest, dem wir mindestens einen Monat lang entgegengefiebert haben, auch schon wieder hinter uns. Inzwischen fühle ich mich sogar etwas erholt und die Rückenschmerzen sind auch schon etwas besser. Es geht langsam aufwärts. Allerdings ist die Hälfte meines Urlaubs bereits vorbei und ich mag und kann mich gedanklich noch nicht mit einer Rückkehr zur Arbeit beschäftigen. Somit blicke ich lieber auf „Festschmaus & Konsumrausch 2025“ zurück und betreibe exzessiven Eskapismus. Sogar ins Kino habe ich es vor Weihnachten noch geschafft (siehe Frage X). In der zweiten Ferienwoche stehen bei uns noch zwei Geburtstage an und dazwischen natürlich der Jahreswechsel. Ich werde auch an den Jahresrückblicken für das Blog schreiben und freue mich auf weitere Filme sowie den Austausch mit euch. Nun aber zu den aktuellen Fragen des Medienjournals und euch weiterhin eine schöne Tage zwischen den Jahren. Kommt gut rüber! 🎇

Media Monday #757

  1. Am zurückliegenden Jahr waren vor allem meine Laufbemühungen konsistent, so dass ich es letztendlich auf 2.700 km gebracht habe.
  2. Meine Superheldin wird mich noch lange begleiten und deshalb habe ich ihr die letzte Ausgabe des „Projekt 52“ im Jahr 2025 gewidmet.
  3. Für die kommenden Monate würde ich mir weniger Technofeudalismus und mehr Sozialpolitik wünschen.
  4. Auch wenn der Film nicht perfekt war: Unser Kinobesuch von „Avatar: Fire and Ash“ hat mich ziemlich begeistert weil James Camerons Werk im IMAX seine Wirkung voll entfalten konnte.
  5. Im kommenden Jahr werde ich bestimmt wieder „Schöne Bescherung“ schauen.
  6. Auch der eine oder andere Familienfilm für die Feiertage wird bestimmt über unseren Fernseher flimmern.
  7. Zuletzt habe ich den dritten, vierten, fünften und sechsten Teil der „Harry Potter“-Reihe gesehen und das war gemütliche Unterhaltung, weil die Zauberwelt inszenatorisch wunderbar eingefangen wurde.

Meine Weihnachtsgeschenke stelle ich auch in einem Blogartikel ausführlicher vor (mehr Einblicke dieser Art findet ihr auf meinem Instagram-Account):

Harry Potter und der Halbblutprinz – OT: Harry Potter and the Half-Blood Prince (2009) (WS1)

Die Zeit rennt. Heute haben wir die Halbzeit der Ferien bzw. des Urlaubs erreicht. Erfahrungsgemäß geht es nun schnell. Bevor es jedoch soweit ist, haben wir uns „Harry Potter und der Halbblutprinz“ angeschaut. Der erste Film der Reihe, den ich bisher nur einmal und zwar damals im Kino gesehen habe. Vor unglaublichen 16 Jahren und damit so lange her, dass ich mich kaum noch an ihn erinnern konnte. 🪄

Harry Potter und der Halbblutprinz (2009) | © Warner Home Video

Harry Potter und der Halbblutprinz (2009) | © Warner Home Video

Düsternis überzieht jeden Winkel von Hogwarts

War bereits „Harry Potter und der Orden des Phönix“ ein recht düsterer Film, so hat David Yates in „Harry Potter und der Halbblutprinz“ die Sättigung beinahe komplett rausgedreht. Der Film wirkt in 90% alles Szenen fast schon monochrom und teils so düster, dass es schwer fällt, etwas zu erkennen. Der visuelle Eindruck reflektiert die Handlung. Auch wenn es noch ein paar witzige und emotionale Szenen gibt, so liegt über dem Film ein Schleier der Vorahnung. Ich kann mich noch dunkel an die Buchvorlage erinnern und dass ich damals wirklich betroffen war, was das Finale angeht. Ein großer Teil Hoffnung und Sicherheit fällt nun für unsere Hauptfiguren weg. Ein geschickter Schachzug, der durchaus auch emotional in der Verfilmung umgesetzt wurde. Deutlich besser als eine ähnliche Szene im Vorgänger.

Im Gegensatz zu diesem wirkt die Handlung nicht zu sehr eingedampft. Die Figuren bekommen Raum zum Atmen und auch neue Charaktere, wie Professor Horace Slughorn, werden ausreichend ausführlich eingeführt. Wunderbar fand ich auch die Reise von Harry und Dumbledore, die Yates herrlich abenteuerlich und gruselig inszeniert hat. Davon hätte ich gerne mehr gesehen. Ansonsten wurde die Erklärung der Horkruxe auf ein Minimum reduziert und ich meine mich zu erinnern, dass diese im Buch deutlich ausführlicher war. Aber ich mag mich auch täuschen.

Fazit

Ich mochte „Harry Potter und der Halbblutprinz“ wirklich sehr gerne. David Yates lehnt sich komplett in die Düsternis und das funktioniert erstaunlich gut. Auch die Kinder hatten viel Freude mit dem Film und konnten den Ausgang nicht fassen. Mir ging es damals, nach dem Lesen der Vorlage, nicht anders. Nun freuen wir uns schon auf das große Finale in zwei Teilen: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte;  Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Projekt 52 – 2025 #52: Meine Superheldin

Projekt 52 LogoDie letzte Ausgabe des Projekt 52 in diesem Jahr. Schon verrückt, wenn ich mir vor Augen führe, wie im Januar alles angefangen hat. Inzwischen habe ich in dieser Kategorie 52 Fotos samt ihrer Geschichten hinterlegt, welche ihr euch gesammelt hier anschauen könnt. Die letzte Aufgabe des Jahres lautet mein Superheld bzw. meine Superheldin und dieses Thema umzusetzen war gar nicht so einfach. Mir war klar, dass ich eine reale Person aus meinem Leben nehmen würde. Letztendlich habe ich das Zappelinchen gewählt. Weil wir ein schwieriges Jahr zusammen hatten. Weil sie mich trotz aller Konflikte immer wieder positiv überrascht hat. Weil sie mutiger ist, als ich es in ihrem Alter jemals gewesen bin. Weil sie jeden Tag kämpft und das wahrlich nicht ohne Verluste. Wenn sie als Schulsanitäterin oder im Rahmen des BRK-Bereitschaftsdienstes ehrenamtlich tätig ist oder als Klassensprecherin schwierige Themen bei Lehrkräften anspricht oder an einem Erasmus-Austauschprogramm teilnimmt, dann ist sie meine Superheldin. Als solche ist ihre größte Schwäche wohl der Selbstzweifel. Gerade außerhalb der Familie. Manchmal könnte sie auch als Superschurkin durchgehen, doch die Grenze ist eben manchmal fließend. Für diese Aufgabe habe ich auf ein Archivbild zurückgegriffen, als das Zappelinchen mit kurzer und dünner Wanderhose ganz oben auf dem Gletscher des Kitzsteinhorns stand. Eine meiner Lieblingserinnerungen des Jahres 2025:

Das Zappelinchen ganz oben auf dem Kitzsteinhorn

Das Zappelinchen ganz oben auf dem Kitzsteinhorn

Motiv: Das Zappelinchen ganz oben auf dem Kitzsteinhorn
Kamera: Realme 8 via Frau bullion
Bildbearbeitung: Adobe Lightroom 3.6, Adobe Photoshop CS2

Relevante Links von Initiatorin Sari auf Heldenhaushalt:

Ihr wollt mehr?
Meine bisherigen Beiträge zu Projekt 52…

Run, Fatboy, Run (2209)

Gestern Abend bin ich ungewöhnlich vernünftig früh ins Bett gegangen. Somit war ich heute morgen bereits um kurz nach 8 Uhr wunderbar ausgeschlafen. Nach dem Morgenkaffee hat der Rest der Familie zum Puzzlen angefangen. Ich habe noch über den Film des Vorabends geschrieben und mich danach zu einer kurzen Laufrunde aufgemacht. Mein Rücken ist zwar besser, aber noch weit nicht gut. 🏃‍♂️

Beim vielleicht letzten Lauf des Jahres noch die 2.700 km geknackt

Beim vielleicht letzten Lauf des Jahres noch die 2.700 km geknackt

Distanz: 8.54 km
Zeit: 00:52:53
Anstieg: 75 m
Ø Pace: 6:12 min/km
Ø Geschwindigkeit: 9.7 km/h
Ø Herzfrequenz: 155 bpm
Ø Schrittfrequenz: 153 spm
Temperatur: -1.1 °C
Kalorien: 730 kcal

2025: 2702 km
Dezember: 160 km
KW 52: 18 km

Das Wetter war erneut perfekt und wenn ich in körperlich besserer Verfassung gewesen wäre, hätte ich mich vielleicht an einem letzten Halbmarathon des Jahres versucht. So wollte ich nur die 2.700 km knacken. Ob ich mir die nächsten Tage als Pause gönne oder doch noch einen weiteren Lauf einlege? Mal sehen. Je nach Lust und Laune. Und Rücken. ☀️

Im ersten Ohr: Sneakpod 905 – Frankenstein
Im zweiten Ohr: Skye Wallace

Harry Potter und der Orden des Phönix – OT: Harry Potter and the Order of the Phoenix (2007) (WS2)

Nach einem recht entspannten Samstag zwischen den Jahren ging es abends natürlich mit unserer aktuellen Filmreihe weiter: „Harry Potter und der Orden des Phönix“ gehört zu den Filmen des Franchises, die ich schon mehrfach auf meinem Blog besprochen habe. Weil sie einfach in diese Zeitspanne fallen. Da möchte ich gar nicht drüber nachdenken, was das über mein Alter aussagt. Also lieber zum Film… 🔮

Harry Potter und der Orden des Phönix (2007) | © Warner Home Video

Harry Potter und der Orden des Phönix (2007) | © Warner Home Video

Ein zu effizient erzählter Mittelteil

Mit David Yates sitzt hier erstmals der Regisseur auf dem Regiestuhl, der den größten Teil der „Harry Potter“-Filme inszeniert hat. Dabei hat er die Reihe interessanterweise am wenigsten geprägt. Yates ist ein famoser Handwerker, der viel von Alfonso Cuaróns etabliertem Stil aufgreift. Der Look ist stimmig und auch die Geschichte wird greifbar. Dabei ist „Harry Potter und der Orden des Phönix“ das dickste Buch der Reihe, die Verfilmung jedoch die kürzeste. Somit bleibt vermutlich (ich kann mich kaum noch an die Vorlage erinnern) einiges auf der Strecke und auch die Essenz fühlt sich stark eingedampft an. Als würde Yates die einzelnen Stationen nur abhaken.

Was gezeigt wird sieht toll aus und ist auch wirklich stimmungsvoll umgesetzt. Einzig würde ich mir wünschen, dass wir an den Schauplätzen ein wenig länger verharren dürften. Selbst der große Verlust des Films wirkt viel zu schnell abgehandelt. Es gibt keine Zeit für Trauer. Zudem erinnern die Zauberkämpfe eher an Sci-Fi-Blaster-Schüsse oder auch „Ghostbusters“-Action und weniger an heraufbeschworene Magie. Auch hier wird viel der zeitlichen Effizienz geopfert. Fantastisch fand ich dagegen Dolores Umbridge, welche großartig von Imelda Staunton (u.a. „The Crown“) verkörpert wird. Eine wahrlich hassenswerte Figur. Auch der erneut aufziehende Faschismus ist ein großer Teil der Geschichte und selbst in der verkürzten Version wird die Bedrohung greifbar. Heute leider relevanter denn je.

Fazit

Auch wenn David Yates „Harry Potter und der Orden des Phönix“ zu wenig Raum gibt, und ich nicht mehr so angetan bin wie bei der letzten Sichtung vor 16 Jahren, so funktioniert die Geschichte und Inszenierung dennoch. Neue Impulse darf man hier allerdings nicht erwarten und doch ist es ein Kunststück die ausufernde Geschichte auf gut zwei Stunden einzudampfen: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Festschmaus & Konsumrausch 2025

Ehe man sich versieht, sind die drei Weihnachtstage auch schon wieder vorbei. Ich finde das jedes Jahr aufs Neue unglaublich. Eben noch die Weihnachtsgrüße verbloggt und schon ist es Zeit für den Rückblick auf die Feiertage: Wir hatten drei wirklich schöne Tage, voll guter Gesellschaft und leckerem Essen. Normalerweise gibt es an dieser Stelle nur einen kurzen Blick auf die Geschenke, doch dieses Jahr möchte ich euch auch einen Eindruck des Festschmauses geben. An Heiligabend haben wir bei uns zu Hause ein Dreigängemenü gezaubert, das hier festlich verspeist wurde:

Der festlich gedeckte Tisch an Heiligabend

Der festlich gedeckte Tisch an Heiligabend

Am ersten Weihnachtsfeiertag waren wir zunächst auswärts essen und nachmittags kam die Familie dann bei uns zusammen, wo es Weihnachtsstollen, Gewürzschnitten und leckere Plätzchen gab:

Leckere Plätzchen am ersten Weihnachtsfeiertag

Leckere Plätzchen am ersten Weihnachtsfeiertag

Den zweiten Weihnachtsfeiertag haben wir bei der Familie meiner Schwägerin verbracht, wo wir den ganzen Tag zusammen gebruncht und gespielt habe:

Ein Teil des unfassbar leckeren Brunch

Ein Teil des unfassbar leckeren Brunch

Wie im letzten Jahr und in den Jahren davor darf natürlich auch der Überblick über meine fantastischen Geschenke nicht fehlen. Schon alleine, um mich in einem Jahr noch daran zu erinnern:

Meine wundervollen Weihnachtsgeschenke im Jahr 2025

Meine wundervollen Weihnachtsgeschenke im Jahr 2025

Die Geschichte sind in diesem Jahr sehr von LEGO dominiert, was ich wundervoll finde. Von Frau bullion gab es das Mini-Millennium-Falcon-Set sowie Karten für die neue Show von Hazel Brugger, nachdem uns dieses Jahr ihr Programm „Immer noch wach“ bereits begeistert hatte. Da freue ich mich jetzt schon drauf! Dazu gesellten sich noch exquisit geröstete Kaffeebohnen. Meine Kinder haben mir ein Brettspiel zu „Zurück in die Zukunft“ geschenkt, was ich in den kommenden Tagen unbedingt ausprobieren will, einen besonderen Whisky und ein selbst gestaltetes Mauspad. Von den Schwiegereltern gab es einen Decathlon-Gutschein sowie einen Korb voller Leckereien. Von der Schwägerin lag das LEGO-Set zu „WALL·E“ unter dem Baum und von unserem Patenkind die Christmas-Songs-Ausgabe von Hitster. Ich bin also erst einmal beschäftigt. Wieder einmal muss ich mich fragen: Bin ich so brav gewesen, um all das zu verdienen? 🎄🎁

Wie habt ihr die Feiertage verbracht? Habt ihr den Festschmaus schon verdaut? Was steht bei euch zwischen den Jahren an? Was lag bei euch unter dem Weihnachtsbaum? Schreibt es gerne in die Kommentare…

Run, Fatboy, Run (2208)

Weihnachten ist vorbei. Wir befinden uns in dieser seltsamen Zeit zwischen den Jahren. Ich war seit fünf Tagen nicht laufen, habe aber mehr gegessen denn je. Keine gesunde Mischung. Heute wollte ich es jedoch wissen und habe mich einmal wieder an einem Lauf versucht. In strahlendem Sonnenschein. ☀️

Nach fünf Tagen Pause der erste vorsichtige Wiedereinstieg

Nach fünf Tagen Pause der erste vorsichtige Wiedereinstieg

Distanz: 10.08 km
Zeit: 01:03:45
Anstieg: 98 m
Ø Pace: 6:19 min/km
Ø Geschwindigkeit: 9.5 km/h
Ø Herzfrequenz: 154 bpm
Ø Schrittfrequenz: 153 spm
Temperatur: 1.1 °C
Kalorien: 888 kcal

2025: 2694 km
Dezember: 151 km
KW 52: 10 km

Mein Rücken hat einigermaßen mitgespielt. Nur teilweise hatte er sich noch verkrampft. Auch der Schlaf wird langsam besser. Der Lauf hat mir gut getan, schnell oder energetisch war er aber nicht. Ich will es nun weiterhin langsam angehen. Dann hoffe ich, dass ich bis zum Jahreswechsel wieder 100% fit bin. 🏃‍♂️

Im ersten Ohr: Sneakpod 905 – Frankenstein
Im zweiten Ohr: Skye Wallace

Harry Potter und der Feuerkelch – OT: Harry Potter and the Goblet of Fire (2005) (WS1)

Der zweite Weihnachtsfeiertag liegt hinter uns. Wir waren bei meiner Schwägerin eingeladen und haben dort einen schönen (und kalorienreichen) Tag verbracht. Abends war ich noch eine kurze Runde spazieren und danach hat sich die Familie auf dem Sofa versammelt, um „Harry Potter und der Feuerkelch“ zu schauen. Da meine letzte Sichtung bereits 18 Jahre zurückliegt, war ich sehr gespannt, wie mir der Film heute gefallen würde… 🏆

Harry Potter und der Feuerkelch (2005) | © Warner Home Video

Harry Potter und der Feuerkelch (2005) | © Warner Home Video

Vier Champions und ein Todesfall

„Harry Potter und der Feuerkelch“ kommt bei Fans der Buchvorlage nicht sonderlich gut weg. Drehbuchautor Steve Kloves scheint einige Handlungsstränge verändert bzw. eingedampft zu haben. Ich selbst kann mich an das Buch nicht mehr gut genug erinnern, um das einschätzen zu können. Als Film an sich betrachtet funktioniert Mike Newells Adaption ausgezeichnet. Dem Regisseur, der u.a. für „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“ bekannt ist, gelingt es wunderbar, eine Coming-of-Age-Geschichte mit einem Fantasy-Abenteuer zu verknüpfen. Die Hormone spielen bei unseren Figuren verrückt und das wird für mich gekonnt in den Film eingebracht. Insgesamt wirkt „Harry Potter und der Feuerkelch“ dadurch ein wenig leichter als noch der düstere Vorgänger „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“. Am Ende wartet dennoch ein Todesfalls, der die Zauberwelt von Hogwarts erschüttert.

Das erste Auftauchen von Voldemort ist, mit Ralph Fiennes in der Rolle des untoten Magiers, gekonnt inszeniert. Die Bedrohung wird spürbar und diese bleibt nicht ohne Konsequenzen. Auch sehr gut gefallen hat mir Brendan Gleeson als Mad-Eye Moody, der eine fantastische Performance abliefert. Mike Newells Film nimmt sich somit insgesamt Zeit für seine Figuren und peitscht die größere Handlung trotz zweieinhalb Stunden Laufzeit ziemlich durch. All das funktioniert für mich wirklich gut, auch wenn weder der unverwechselbare Stil eines Chris Columbus noch eines Alfonso Cuarón erreicht wird. Das kommt mit dem Disclaimer, dass ich mich an die Buchvorlage kaum noch erinnern kann. Fans sehen das somit bestimmt anders.

Fazit

Wir ich erwartet hatte, war „Harry Potter und der Feuerkelch“ ein voller Erfolg beim Zappelinchen. Dem Zwergofant hat der Vorgänger dagegen etwas besser gefallen. Ich selbst wurde wunderbar unterhalten, auch wenn der Film teils wie Malen nach Zahlen wirkt. Ein packender Mittelteil der Reihe: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Harry Potter und der Gefangene von Askaban – OT: Harry Potter and the Prisoner of Azkaban (2004)

Der erste Weihnachtsfeiertag liegt hinter uns. Ich habe wieder einmal viel zu viel gegessen. Es war ein schöner Tag und dennoch habe ich mich abends auf ein wenig Ruhe und „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ gefreut. Seltsamerweise übrigens der einzige Film der Reihe, den ich bisher noch überhaupt nicht auf meinem Blog besprochen habe. An der Qualität kann das nicht liegen. 🕒

Harry Potter und der Gefangene von Askaban (2004) | © Warner Home Video

Harry Potter und der Gefangene von Askaban (2004) | © Warner Home Video

Ein neuer Regisseur sorgt für frischen Wind

Zu Beginn meiner Besprechung möchte ich noch einmal festhalten, wie sehr ich die ersten beiden Filme der Reihe und damit auch Chris Columbus‘ Vision des „Harry Potter“-Universums schätze. Ohne ihn, seine Besetzung der Hauptfiguren und die audiovisuelle Ausgestaltung wäre die Reihe nicht die, die wir sie heute kennen und lieben. Dennoch hat Alfonso Cuarón mit „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ den nötigen frischen Wind dazu gebracht: Plötzlich ist die Farbpalette düsterer, man sieht die Teenager:innen in Straßenkleidung, Hogwarts wurde verändert und der Ton auch inhaltlich düsterer. Natürlich war dies bereits in der Vorlage so angelegt, doch hat Cuarón mit seiner Inszenierung den Weg für die nachfolgenden Filme geöffnet. Der Regisseur hat später mit „Children of Men“ und „Gravity“ noch bewiesen, dass er Geschichten ganz besonders erzählen kann und sein visueller Stil extrem ausgeprägt ist.

Ich erinnere mich noch daran, dass ich nach der ersten Sichtung fast ein wenig enttäuscht war. Das Buch hatte mich einfach zu sehr beeindruckt. Zudem mochte ich die Änderungen an Hogwarts nicht. Die Filmwelt wirkte dadurch nicht mehr konsistent. Heute jedoch weiß ich Cuaróns Einfluss auf die Reihe zu schätzen. Er erzählt die komplexe Geschichte stringent und lässt bewusst Teilaspekte fallen. Die Kernelemente bleiben jedoch vorhanden und verbinden sich mit den düsteren Bildern zu einem Jugendabenteuer, das einen unglaublichen Sog entfaltet. Auch die drei Hauptdarsteller:innen können zum ersten Mal zeigen, was in ihnen steckt. Auch das schreibe ich Alfonso Cuaróns Regieführung zu. So sehr ich auch die ersten beiden Filme liebe, „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ ist objektiv betrachtet der bisher beste Teil der Reihe. Am meisten hat mich inhaltlich wieder der Zeitreiseaspekt begeistert. Damit bekommt man mich einfach immer.

Fazit

Es war wundervoll mit „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ nach einem vollen Tag wieder in die Zauberwelt abzutauchen. Auch die Kinder waren begeistert. Speziell der Zwergofant. Dem Zappelinchen war fast zu wenig Handlung in dem Film. Eine interessante Perspektive. Ich würde vermuten, dass den beiden der folgende „Harry Potter und der Feuerkelch“ noch besser gefällt. Mein Favorit ist aktuell Cuaróns einziger Beitrag zum Franchise: 9/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)