Glücklicherweise kann ich zum heutigen Thema mehr sagen als zu den besten Horror-Videospiel-Verfilmungen von letzter Woche. Bei Die 5 BESTEN am DONNERSTAG stehen heute nämlich die fünf einflussreichsten Personen des Horrorfilms auf der Liste. Einerseits habe ich global gedacht, letztendlich habe ich mich aber doch für die fünf Personen (alles Regisseure) entschieden, die mein Verständnis von Horror am meisten geprägt sowie auch das Genre nach vorne gebracht haben. 🎃

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG 434 | © Passion of Arts, Gorona Guiboud, Studiogstock (Freepik.com)
Das Thema für Ausgabe 434 lautet:
Die 5 einflussreichsten Personen des Horrorfilms
- George A. Romero u.a. „Night of the Living Dead“ (1968) und „Dawn of the Dead“ (1978) – Der Erfinder des modernen Zombiefilms darf natürlich nicht fehlen. Er hat das Horrorgenre bis heute geprägt und Serienerfolge wie „The Walking Dead“ wären ohne Romero unvorstellbar gewesen. Sein Einfluss ist somit in jedem Zombiefilm, der veröffentlicht wird, spürbar. Auch weit über seinen Tod hinaus.
- John Carpenter u.a. „Halloween“ (1978) und „Das Ding aus einer anderen Welt“ (1982) – John Carpenter ist mir für diese Liste als erstes eingefallen. Er hat sich im Horrorfilm ausgetobt und zeichnet sich für so manchen Klassiker verantwortlich. Das Horrorkino würde ohne ihn definitiv anders aussehen. Filme wie die oben genannten oder auch „Die Mächte des Wahnsinns“ zeugen für ein breites Verständnis des Genres, das bis heute nachhallt.
- Peter Jackson u.a. „Braindead“ (1992) und „The Frighteners“ (1996) – Noch weit vor seiner kongenialen „Der Herr der Ringe“-Adaption war Peter Jackson für mich eine feste Regiegröße. „Braindead“ hatte ich mir damals auf Kursfahrt in der Kollegstufe auf VHS aus London mitgebracht (immer noch in meiner Sammlung) und „Bad Taste“ habe ich sogar im lokalen Kino bei einer Wiederaufführung gesehen. Leider ein Jahr zu spät, denn im Vorjahr war Peter Jackson noch persönlich anwesend, um seinen Film vorzustellen. Das verpasst zu haben, ärgert mich bis heute.
- Sam Raimi u.a. „Tanz der Teufel“ (1981) und „Drag Me to Hell“ (2009) – Lange Zeit war „The Evil Dead“ bzw. „Tanz der Teufel“ einer der mythischen Filme für mich. Ungeschnitten an ihn heranzukommen, war nahezu unmöglich. Doch irgendwann habe ich die DVD aufgetan, für die ich eine halbe Weltreise in Kauf nehmen und viel zu viel Geld (50 DM) hinblättern musste. Heute ist der Film ab 16 freigegeben und kinderleicht über den Versandhandel zu erwerben. Neben Sam Raimis prägender Trilogie, mag ich auch seinen „The Gift: Die dunkle Gabe“ sehr und hatte viel Spaß mit dem oben verlinkten „Drag Me to Hell“.
- Wes Craven u.a. „A Nightmare on Elm Street“ (1984) und „Scream“ (1996) – Schon alleine mit den beiden genannten Werken hat Wes Craven Kinogeschichte geschrieben. Nie werde ich meinen Kinobesuch des ersten „Scream“ vergessen, völlig zerstört nach einer durchgemachten Nacht. Was für ein Erlebnis! Craven hat zweimal das Slasher-Genre neu definiert und mit „Scream 4“ kann sich selbst seine letzte Regiearbeit auch sehen lassen. Definitiv einer der Großen des Genres.
Anmerkung: Die Liste ist rein alphabetisch, nicht nach Wertung, sortiert und die Besprechungen der Filme, Serien und/oder Bücher sind jeweils über den Titel verlinkt.
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Carpenter und Romero haben es auch in meine Liste geschafft, Craven in die erweiterte. Sam Raimi hatte sicherlich Einfluss mit Tanz der Teufel, vielleicht hätte ich ihn doch auch erwähnen sollen. Bei Jackson sehe ich das allerdings anders, Brain Dead ist eine Splatter-Comedy und wenig horribel, The Frighteners ist toll, scheint mir aber mehr eine Verneigung vor Steven Spielberg als großer Kinomagier. Wegweisend war der Film auch nicht wirklich. Aber gut, das sieht sicherlich jeder anders.
Hier meine Liste:
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Wie gesagt ist meine Liste eben eine sehr persönlich geprägte und da waren sowohl „Braindead“ und „Bad Taste“ als auch „The Frighteners“ bedeutende Werke für mich. Vielleicht auch, weil man an die ersten beiden Filme heutzutage kaum noch rankommt, schwingt da eine gewisse Nostalgie mit.
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Ja, klar, meine Liste ist natürlich auch persönlich geprägt. Hab die Splattereien von Jackson damals gerne gesehen, auch wenn es damals zuerst schwer war da ranzukommen. Bad Taste hatte ich irgendwann Anfang der 90er als Kopie einer Kopie einer Kopie von einem Kumpel bekommen, während wir Brain Dead nach der Stufensprecherwahl in der Schule gesehen haben. Bis ich dann mal an Meet the Feebles gekommen bin, hat es tatsächlich bis zur VÖ der LP DVD gebraucht.
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Echt zu schade, dass man heutzutage da gar nicht mehr rankommt. Hab von „Braindead“ nur eine VHS hier und „Bad Taste“ damals nur im Kino gesehen. Die LP DVDs hatte ich verpasst und seltsamerweise keine Chance, die auf Blu-ray zu bekommen. Hatte damals ja gehofft mit dem Erfolg von „Der Herr der Ringe“ tut sich da was, aber nix.
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Auf Blu-ray gibt es die Filme offiziell auch nicht in DE. Da gibt es nur einige Bootleg-Mediabooks, die man im I-Net und auf Börsen findet. Jackson verspricht ja auch schon seit 7 Jahren eine 4K-Restauration der Filme, die nun endlich nächstes Jahr erscheinen sollen.
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Oh, das sind ja mal gute Neuigkeiten. Auf Bootlegs habe ich keine Lust. Ausländische VÖs habe ich auch nicht gefunden.
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Bad Taste gibt es bisher gar nicht offiziell auf Blu-ray, Braindead nur in den USA und Frankreich als Unrated-Variante (Fehlen mehr als 6 Minuten).
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Ah okay, dann lohnt es sich umso mehr noch zu warten.
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Craven ist sicherlich spannend, als jemand, der dem Slasher gleich zwei Mal in zwei Jahrzehnten eine dringend benötigte Frischzellenkur verpasst hat!
Bei Jackson vergesse ich allzu oft sein Frühwerk. Die frühen 2000er waren echt gut darin etbalierte Genre-Größen reibungslos in den Mainstream zu holen (Jackson, Raimi… bestimmt noch mehr!), indem man ihnen Projekte gab, auf die sie wirklich Bock hatten.
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Ja, das stimmt. Wobei ich bei beiden Regisseuren auch ihre „Übergangswerke“ spannend finde. Da haben sich solche Karrieren noch natürlicher angefühlt als heute, wenn ein:e Indie-Regisseur:in von jetzt auf gleich an den nächsten MCU-Blockbuster gesetzt wird.
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Ich bin heute mal ganz bewusst weg vom zu offensichtlichen – den Regisseuren – und habe mich auf andere Arten der Kunst fokussiert.
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Oh, da bin ich mal gespannt…
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Du bist auch auf Regie gegangen. Da hast natürlich hervorragende Fünf ausgesucht. 🙂 🙂
Platz 1 hätte bei mir der Erschaffer vom Cthulhu – Mythos inne gehabt. 🙂
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Habe ich nie gelesen und kenn den Mythos nur über Umwege (z.B. PC-Spiele oder Filme).
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Das erste Buch dazu ist in der ARD Audiothek als Hörspiel drin, wenn ich das richtig verstanden hatte.
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Danke für den Tipp! 👍
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Gern geschehen. 🙂
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huhu!oh ja, besonders halloween, a nightmare on elm street und scream von „damals“ gehen einfach IMMER. love it.was bei mir aber auch immer geht, ist saw 1 hihi.
liebe grüßenicci
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Ja, die klassischen Slasher sind perfekt. Gerade auch in der Halloween-Zeit. Den ersten „Saw“ mag ich auch gerne, aber ist für mich dann doch manchmal zu ernsthaft. 😅
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haha verstehe 😀 ja, der ist schon „anders“
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Da hast du in der Tat einige große Namen gefunden, die ich auch allesamt verehre!
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Dachte mir schon, dass die Liste in unserer Generation auf Gegenliebe stößt. 🙂
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Wir sind halt noch mit den Klassikern groß geworden, die ich ja lange Zeit reihenweise gab. Heute sind Horrorperlen ja schon seltener zu finden.
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Ich weiß gar nicht, ob sie wirklich seltener geworden sind. Man nimmt bzw. ich nehme mir heute weniger Zeit dafür. Allerdings höre ich viele Horrorfilm-Podcasts und da gibt es schon einen konstanten Strom an neuen Filmen. Für mich ist es eher der Konsum, der sich geändert hat.
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Weniger Filme gibt es auf keinen Film, eher mehr! Nur die Filme die wirklich in Erinnerung bleiben aus dem Genre sind gefühlt weniger geworden. Vieles ist halt untergedrehter mit schlechter CGI aufgepumpter Mist.
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Mein Eindruck ist vielleicht auch der Zeit geschuldet, die ich (nicht mehr) mit Horrorfilmen verbringe. Auf meiner Liste stehen ganz aktuell noch „Sinners“, „Weapons“, etc. Die sollen ja qualitativ ganz vorne dabei sein.
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