Sicario 2 – OT: Sicario: Day of the Soldado (2018)

Nach meinem Lauf durch den Schnee war ich heute Abend beinahe etwas platt. Zudem hat die Wahl des Films wieder viel zu lange gedauert. Ich habe einfach viel zu viele Alternativen. Letztendlich habe ich mich mit „Sicario 2“ für eine Fortsetzung entschieden, die ich schon länger sehen wollte. Am liebsten hätte ich davor den ersten Teil noch einmal eingelegt, doch hatte ich ihn noch ungefähr im Kopf und wusste, dass die Fortsetzung nicht darauf aufbaut. Funktioniert der Film auch ohne Villeneuve? 🚁

Sicario 2 (2018) | © Studiocanal

Sicario 2 (2018) | © Studiocanal

Eine durchaus kompetente Fortsetzung

Ich möchte direkt versuchen, die oben gestellte Frage zu beantworten: Ja, „Sicario 2“ funktioniert. Aber man merkt, dass er eben nur auf dem aufbaut, was Denis Villeneuve im Vorgänger angelegt hat und dies auch nicht wirklich erreicht. Am Wichtigsten für mich war jedoch, dass die Atmosphäre des Films wirkt und dies möchte ich zum größten Teil Hildur Guðnadóttirs Score zuschreiben, der die Themen des leider viel zu früh verstorbenen Komponisten Jóhann Jóhannsson aufgreift. Der Score ist der Herzschlag des Films und, selbst wenn die darauf montierten Szenen nicht so kunstfertig sind, wie bei Villeneuve, treibt die Handlung beständig voran.

A propos Handlung: Emily Blunt als Identifikationsfigur geht „Sicario 2“ ziemlich ab. Wir habe nur noch die harten Männer in Form von Josh Brolin und Benicio Del Toro. Letzterer bzw. seine Figur Alejandro darf auch ein wenig Herz zeigen und Vatergefühle andeuten, doch wirkt das alles schon sehr stereotyp und der psychologische Unterbau des Vorgängers fehlt. Die erzählte Geschichte ist dennoch mitreißend und funktioniert auch als Standalone-Thriller ziemlich gut. Außer den Figuren und der Inszenierung gibt es kaum inhaltliche Zusammenhänge. Das hätte auch eine Doppelfolge einer „Narcos: Mexico“-Fortsetzung sein können. Und das ist ja schließlich nicht das Schlechteste.

Fazit

Auch wenn „Sicario 2“ nicht an seinen Vorgänger heranreicht, so hat er mich dennoch sehr gut unterhalten. Regisseur Stefano Sollima lässt die Kunstfertigkeit eines Denis Villeneuve vermissen, doch habe ich schon weit schlechtere Fortsetzungen gesehen. Der Film profitiert davon, eine komplett abgekapselte Geschichte zu erzählen und ich würde mir durchaus eine weitere aus diesem Universum anschauen: 7/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (1229)

Als ich heute Morgen aus dem Fenster geschaut haben, wollte ich meinen Augen nicht trauen. Alles weiß! Es hat noch einmal richtig geschneit. Somit bin ich nach dem späten Frühstück in die Trail-Schuhe gesprungen und eine Runde durch den verschneiten Wald gelaufen. 🏃‍♂️

Trail durch den verschneiten Wald

Trail durch den verschneiten Wald

Distanz: 10.39 km
Zeit: 01:00:28
Anstieg: 143 m
Ø Pace: 5:49 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.3 km/h
Ø Herzfrequenz: 155 bpm
Ø Schrittfrequenz: 151 spm
Temperatur: 0.0 °C
Kalorien: 757 kcal

2022: 783 km
April: 21 km
KW 13: 45 km

Ich habe über die 10 km etliche Höhenmeter gesammelt und war auf herausforderndem Gelände unterwegs. Gerade unter dem Schnee kann man so manche Wurzel und Unebenheit schlecht erkennen. Dennoch oder gerade deshalb war es ein wunderbarer Lauf. Habe ich sehr genossen. 🥰

Im ersten Ohr: FatBoysRun – Episode 268: Kilians neue Marke
Im zweiten Ohr: The Wohlstandskinder, Skye Wallace, Frank Turner

WALL·E (WALL-E) (2008) (WS1)

Eine ziemlich auslaugende Woche ist zu Ende. Gar nicht mal so sehr aufgrund der äußeren Umstände, als im ganz Kleinen. Zudem schlägt mir das regnerisch kalte Wetter aufs Gemüt. Zeit also für den wöchentlichen Filmabend. Dieses Mal stand „WALL·E“ auf dem Programm, den sich der Zwergofant schon länger gewünscht hatte. Wie das Pixar-Werk ankam, lest ihr in der folgenden Besprechung… 🌍🚀

WALL·E (2008) | © Walt Disney

WALL·E (2008) | © Walt Disney

Eher ein Film für das erwachsene Publikum?

Meine letzte Sichtung von „WALL·E“ liegt bereits 14 Jahre zurück. Sprich der Film hat schon 14 Jahre auf dem Buckel. Das ist für mich gerade ein wenig unfassbar, gehört „WALL·E“ in meinem Kopf doch immer noch zu den jüngeren Filmen von Pixar. Davon abgesehen, dass ich mich gerade unglaublich alt fühle, funktioniert diese Romanze zwischen zwei Robotern immer noch unglaublich gut. Auch audiovisuell merkt man dem Film sein Alter kaum an. Gerade die Szenen auf der zerstörten Erde sehen immer noch überragend gut aus. Auch die mechanischen Protagonist*innen sind großartig in Szene gesetzt. Einzig bei der Darstellung der Menschen merkt man, dass die Technik in den letzten 14 Jahren doch einige Fortschritte gemacht hat. Aber vielleicht liegt das auch am Look an sich, denn ich fand die comichafte Anmutung im Kontrast zu den Realaufnahmen bereits bei der ersten Sichtung befremdlich.

Auch ansonsten hat sich meine Einschätzung des Films kaum geändert: Die erste Hälfte auf der Erde, WALL·Es Umherstreifen und nostalgisches Erkunden, das Kennenlernen zwischen ihm und EVE, das ist wirklich alles großartig. Hier ist „WALL·E“ einfach Film pur. Der Geschichte wird hier viel Zeit eingeräumt und alles geschieht ohne Worte und nur durch Handlung. Auf dem Raumschiff wird das Tempo deutlich erhöht und der Film handlungsgetriebener. Auch das funktioniert wunderbar, ist unterhaltsam und mitreißend. Allerdings nicht mehr ganz so gelungen, wie noch der erste Teil. Die Botschaft des Films ist heute noch relevanter als damals, was sie vielleicht ein wenig zu forciert wirken lässt. Aber das sind nur kleine Aspekte, die der Qualität des Films nicht abträglich sind.

Fazit

Auch bei meiner zweiten Sichtung konnte mich „WALL·E“ begeistern. Den Kindern hat er nicht so gut gefallen. Der Zwergofant hatte sich etwas anderes darunter vorgestellt (was genau muss ich morgen noch herausfinden) und das Zappelinchen saß eher unbeteiligt auf dem Sofa. Vielleicht spricht der Film thematisch und inszenatorisch einfach ein eher erwachsenes Publikum an? 9/10 Punkte. (Zappelinchen: 6/10 Punkte;  Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Run, Fatboy, Run (1228)

Heute bin ich noch einmal beim kranken Zwergofanten zu Hause geblieben, sprich der Mittagslauf ist ausgefallen. Bisher ist die Magen-Darm-Infektion noch nicht auf mich übergesprungen, so dass ich einen frühen Feierabendlauf angegangen bin. Es lief auch deutlich besser als gestern. 🏃‍♂️

Ein früher Feierabendlauf im Regen

Ein früher Feierabendlauf im Regen

Distanz: 11.07 km
Zeit: 01:01:47
Anstieg: 77 m
Ø Pace: 5:35 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.7 km/h
Ø Herzfrequenz: 155 bpm
Ø Schrittfrequenz: 149 spm
Temperatur: 2.2 °C
Kalorien: 775 kcal

2022: 773 km
April: 11 km
KW 13: 35 km

Doof war natürlich der anhaltende Regen und die zurückgekehrte Kälte. Da war das Laufen in Shorts und Shirt vor ein paar Tagen doch deutlich angenehmer. Aber zumindest hat mich das Wetter angetrieben, einen Zahn zuzulegen. 🌧

Im ersten Ohr: Sneakpod #722 – The Adam Project
Im zweiten Ohr: Jimmy Eat World, Skye Wallace