The Broken Earth, Book 3: The Stone Sky (N. K. Jemisin)

Zwei schöne freie Tage, an denen ich tatsächlich ein wenig Zeit zum Lesen gefunden habe, haben mich bei „The Stone Sky“ deutlich nach vorne katapultiert. Es ist wirklich eine Schande, wenn ich daran denke, dass ich einen Großteil der fantastischen „The Broken Earth“-Trilogie nur sehr kleinteilig abends im Bett gelesen habe. Umso mehr habe ich mein Lesevergnügen auf den letzten ca. 100 Seiten genossen, die ich nahezu in einem Rutsch verschlingen konnte. Nun bin ich ziemlich wehmütig und blicke auf die epische Geschichte und ihre vielen tollen Figuren mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück…

„If you love someone, you don’t get to choose how they love you back.“

Nachdem der zweite Teil der Reihe „The Obelisk Gate“ eher konventionell erzählt war, macht „The Stone Sky“ die ganz große erzählerische Klammer auf. Wir begeben uns nach Syl Anagist und damit in die Vergangenheit der Erde. Dort begegnen wir neuen Figuren, die eigentlich alte Bekannt sind, und vieles wird klarer. Dennoch hatte ich stets das Gefühl, zu wenig Zeit in Syl Anagist und Corepoint verbracht zu haben. Viele Informationen wirken unglaublich gedrängt und es hätte der Reihe vermutlich gut getan, wenn die Saat für die große Klammer bereits im zweiten Band gesät worden wäre. Damit wäre dieser aufgelockert worden und das Finale hätte mehr Zeit zum Atmen gehabt. Allerdings kann ich so etwas nun leicht schreiben, denn ich bin mir der Komplexität, solch eine epische Geschichte zu erzählen, überhaupt nicht bewusst. Wie man im Nachwort lesen kann, hatte N. K. Jemisin auch eine schwere Zeit, als sie den Abschluss der Trilogie geschrieben hat. Umso beeindruckender ist letztendlich das mitreißende Ergebnis.

„Don’t be patient. Don’t ever be. This is the way a new world begins.“

Der erste Band „The Ffith Season“ war für mich nahezu perfekt. Auch wenn der Einstieg schwierig war, so war es doch unglaublich erfüllend, die Puzzle-Teile zusammenzufügen. „The Stone Sky“ fühlt sich ähnlich an, ist dabei jedoch fast noch emotionaler. Auf den letzten dreißig Seiten ist mir klar geworden, dass die Geschichte nun ihr Ende finden wird. Ich wollte nicht loslassen. Auch wenn es ein gutes und nur konsequentes Ende ist. Gerne wäre ich weiter in diese fremde Welt eingedrungen und hätte mehr über die Hintergründe erfahren. Aber vielleicht braucht es diese Details auch gar nicht. N. K. Jemisin ist eine beeindruckende Parabel über Rassismus, die Ausbeutung der Erde und viele andere wichtige Themen gelungen – und das ohne belehrend oder aufgesetzt zu wirken. Einfach nur großartig.

Fazit

Auch wenn „The Stone Sky“ fast schon zu viele Informationen bietet, so gelingt es der wunderbaren Autorin N. K. Jemisin alle Fäden geschickt miteinander zu verweben und zu einem gelungenen Abschluss zu bringen. Neben der offensichtlichen Geschichte sind es jedoch eher die darunterliegenden Themen, welche die „The Broken Earth“-Trilogie so wichtig und bemerkenswert machen: 9/10 Punkte.

3 Gedanken zu “The Broken Earth, Book 3: The Stone Sky (N. K. Jemisin)

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