Ride, Fatboy, Ride (014): Abenteuer Arbeitsweg

Heute habe ich es gewagt: Ich bin zum ersten Mal zur Arbeit geradelt. Die Distanz ist sowohl mit dem dem Auto als auch per Rad jeweils 26 km, zumindest wenn man nicht gezwungen ist, Umwege zu fahren. Aber dann wäre es ja auch kein Abenteuer… 😉

Hindernisse auf der Hinfahrt am Morgen

Als ich um 6:45 Uhr losgefahren bin, hatte es ca. 3 °C und natürlich habe ich nicht daran gedacht, Handschuhe anzuziehen. Ein böser Fehler! Da ich noch tippen kann, sind die Frostschäden aber wohl nicht bleibend. Glück gehabt. Auch abgesehen von den Temperaturen war die Fahrt leider nicht ideal: Ich musste etliche Autobahnen überqueren und hatte nicht bedacht, dass zurzeit wieder extreme Bauwut herrscht. Wie jedes Frühjahr. Ich stand also vor gesperrten Brücken und musste größere Umwege fahren, um überhaupt in die Nähe meines Ziels zu kommen.

Ein idyllisches kurzes Wegstück, auf das ich mich verfahren hatte...

Ein idyllisches kurzes Wegstück, auf das ich mich verfahren hatte…

Distance: 30.38 km
Duration: 01:25:51
Elevation: 269 m
Avg Pace: 2:50 min/km
Avg Speed: 21.24 km/h
Heart Rate: 154 bpm
Energy: 1043 kcal

Letztendlich war ich für die ca. 30 km knapp 90 Minuten unterwegs. Dabei hatte ich mit 26 km und maximal 70 Minuten gerechnet. Aber okay. Immerhin bin ich überhaupt angekommen. Darauf hatte ich irgendwann schon nicht mehr gehofft. Wie gesagt, ein Abenteuer. Danach bin ich schnell unter die Dusche gesprungen und saß um 8:45 Uhr an meinem Arbeitsplatz. Das hat sich schon ziemlich gut angefühlt. Für die Rückfahrt habe ich mir nach diesem Abenteuer gleich eine einfachere Strecke ausgesucht…

Im Ohr: Flimmerfreunde #65: Doppel D – Dunkirks dunkelste Stunde

Schwere Beine bei der Rückfahrt am Abend

Am Ende des Arbeitstages habe ich mich schon auf die Rückfahrt gefreut. Also schnell umgezogen und das Rad aus dem Fahrradkeller geholt. Doch was war das? Der Vorderreifen komplett platt! Ich war schon drauf und dran Frau bullion anzurufen, um mich abholen zu lassen. Dann bin ich auf gut Glück noch einmal zurück in den Keller, um den Schlauch aufzupumpen. Nach 10 Minuten Warten war immer noch Luft darin. Also habe ich mein Glück versucht und bin, wie geplant, auch nur Radwege und Straßen gefahren. Mit einem Platten wollte ich nicht mitten im Wald stehen bleiben.

Beim Rückweg habe ich mich an Radwege und Straßen gehalten

Beim Rückweg habe ich mich an Radwege und Straßen gehalten

Distance: 29.45 km
Duration: 01:29:28
Elevation: 323 m
Avg Pace: 3:02 min/km
Avg Speed: 19.76 km/h
Heart Rate: 157 bpm
Energy: 1019 kcal

Tatsächlich hat die Luft im Schlauch bis zum Ende gehalten (sehr seltsam). Auf die nächste längere Fahrt nehme ich mir auf jeden Fall einen Ersatzschlauch mit. Sicher ist sicher. Und mehr Wasser. Meine 0,75-Liter-Flasche ist einfach zu klein und ich musste sie mir schon ab der Hälfte sehr genau einteilen. Auf den letzten 10 Kilometern kam auch noch extremer Hunger dazu, was ich sonst gar nicht von mir kenne. Am Ende war ich sehr froh, endlich zu Hause angekommen zu sein.

Auch wenn ich morgen wieder mit dem Auto fahren werde, so plane ich doch, diese Tour alle paar Wochen zu wiederholen. Schließlich habe ich viel dabei gelernt. Doch nun muss ich das Rad erst einmal gründlich vom Staub und Schmutz der Hinfahrt befreien (und eventuell einen neuen Schlauch einziehen).

Im Ohr: Flimmerfreunde #67: Drei Typen außerhalb Pinnebergs, Schleswig-Holstein aka in Hamburg City

6 Gedanken zu “Ride, Fatboy, Ride (014): Abenteuer Arbeitsweg

  1. Echt Respekt!
    Ich wäre bei dem Gedanken an so einer weiten Strecke mit dem Fahrrad schon umgekippt. Mir wäre die Zeit auch etwas zu lang. Mein Arbeitsweg sind ca 9 km, aber halt nur durch die Stadt mit viel zu viel Verkehr und unachtsamen Autofahrern. Früher bin ich immer nur mit dem Fahrrad gefahren, dann wollte mich einer runterfahren, lag auch schon halb und seitdem lasse ich es.
    Mir reicht es schon, wenn ich mit dem Firmenfahrrad ins Werk fahren muss. Aber die haben auch keine Gangschaltung und ne Rücktrittsbremse xD

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    • Da kann ich dich gut verstehen. Wäre für mich auch nichts jeden Tag und ich hatte gestern auch schon Begegnungen mit ignoranten bis gemeingefährlichen Autofahrern. Aber für mich ist das momentan einfach Sport – und wenn ich das nun einmal jede oder alle zwei Wochen mit dem Arbeitsweg verknüpfen kann, ist das für mich sehr praktisch. Nun muss ich aber eh erst mal den Schlauch wechseln, da die Luft schon wieder raus ist… 😉

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      • Gibt leider auf beiden Seiten ignorante und gemeingefährliche Fahrer :-/ Rücksicht wird leider immer mehr ein Fremdwort…
        Wenn du die Zeit und Muse dafür hast ist es echt super!
        Ich habe mir vor ein paar Jahren diese „Unkaputtbar“-Reifen aufs Fahrrad drauf machen lassen. Bis jetzt war nichts mehr, aber mit den Teilen muss man schon kräftiger treten

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      • Ja, das stimmt leider. Aber so war es auch schon beim Laufen und bei vielen anderen Dingen im Leben. Dennoch kann man sich ja von den Idioten nicht einschüchtern lassen. Also weitermachen… 🙂

        Sowas hatte ich mir auch schon überlegt. Ist nur ziemlich teuer. Muss mal schauen. Das Wechseln war schon ein gewisser Aufwand. Wenn ich jetzt jeden Monat oder häufiger einen Platten habe, dann gehe ich das Thema mal an…

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