Männerfilmabend Nummer zwei. Als ersten Film gab es Jonathan Liebesmans „Texas Chainsaw Massacre: The Beginning“ zu sehen, der – wer hätte es gedacht? – genau das liefert, was man sich unter dem Titel vorstellen würde. Wie bereits das 2003er Remake des Horrorklassikers.

Eigentlich könnte ich hier einfach 1:1 meinen Text zu Marcus Nispels Neuinterpretation von „Texas Chainsaw Massacre“ einfügen. Einmal abgesehen von den ersten paar Minuten, welche die völlig überflüssige Geburt von Leatherface zeigen, bekommt man nämlich exakt die gleiche Geschichte präsentiert, wie im Vorgänger. Oder jedem anderen Film des Franchise.
Da ich das 2003 Remake mit 5/10 Punkten bewertet hatte, möchte ich diese nun als Grundlage für die Bewertung des Prequels heranziehen:
- Der Film wirkt tatsächlich roher und weniger auf Hochglanz poliert, als das offizielle Remake. (+1 Punkt)
- Die Geschichte erfährt keinerlei Weiterentwicklung und die Vorgeschichte von Leatherface dient nur als Alibi um zum dutzendsten Mal die gleiche Handlung runterzuspulen. (-2 Punkte)
- Die Brutalität wird noch einmal gesteigert, was auf erschreckende Weise beeindruckend ist. Da ist wahrlich nichts mehr vom blanken Terror zu spüren, der Tobe Hoopers Film noch innewohnte. (-1 Punkt)
- Es gibt mehr Familienszenen, in denen besonders R. Lee Ermey als zynischer Sadist groß aufzuspielen weiß. (+1 Punkt)
- Jessica Biel ist nicht mehr mit von der Partie und wird durch gesichtslose Langweiler ersetzt. (-1 Punkt)
Letztendlich kann man den Film durchaus anschauen, wenn man bereit ist so rein gar nichts Neues präsentiert zu bekommen. Das Remake vom Remake sozusagen. Immerhin gibt die Dummheit der Charaktere Grund für so manchen Lacher, was den Film wahrlich für einen feuchfröhlichen DVD-Abend prädestiniert. Davon abgesehen lautet meine Bewertung: Gähn! bzw. 3/10 Punkte.








