Freaky Friday: Ein voll verrückter Freitag (2003)

Als wir im Urlaub im Kino waren, lief auch „Freakier Friday“ und das Zappelinchen war neugierig, was das denn für ein Film sei. Ich erzählte ihr, dass es sich um die  späte Fortsetzung von „Freaky Friday: Ein voll verrückter Freitag“ handelt und dieser Film auf Disney+ läuft. Somit war der Filmabend gesetzt und heute war es soweit. Auch ich kannte diese Körpertauschkomödie noch nicht, habe mich aber auf die Sichtung gefreut. Jamie Lee Curtis geht schließlich immer. 🥠

Freaky Friday: Ein voll verrückter Freitag (2003) | © Walt Disney

Freaky Friday: Ein voll verrückter Freitag (2003) | © Walt Disney

Eine herrlich simple Teenie-Komödie mit Herz

„Freaky Friday“ fühlt sich an, wie ein Film aus den 1980er Jahren. Wie „Big“ mit Tom Hanks. Aber es ist ein Film aus dem Jahr 2003. Und dieses liegt schon 22 Jahre zurück. Unfassbar. Gerade während der ersten Minuten wirkt der Film wie aus der Zeit gefallen: Seichter Pop-Punk, Grunge-Look und Zeitraffermontage. Herrlich! Ich hatte ja zunächst befürchtet, all das würde für die Kids zu angestaubt wirken, doch sie haben den Film wirklich genossen. Bis zum Körpertausch dauert es ganze 24 Minuten und diese zahlen sich aus, denn sowohl Jamie Lee Curtis als auch Lindsay Lohan können ihr schauspielerisches und komödiantisches Talent danach komplett ausspielen.

Die Geschichte selbst ist komplett vorhersehbar, was der Zwergofant nach dem Film direkt als Kritikpunkt anführte. Ich verstehe komplett, was er meint, doch mich hat das überhaupt nicht gestört. Der Film lebt in gewisser Weise auch davon. Der Weg ist quasi das Ziel und dieser wird einem speziell durch Jamie Lee Curtis als Teenie unglaublich unterhaltsam gestaltet. Weiterhin besitzt „Freaky Friday“ natürlich eine versöhnliche Botschaft und sowohl Mutter als auch Tochter wachsen aneinander. All das ist nichts Besonderes, aber doch so charmant gespielt, dass ich beinahe durchgehend ein Grinsen auf den Lippen hatte. Die Kinder wurde häufiger durch Fremdscham gequält, aber das hat dem Unterhaltungswert keinen Abbruch getan.

Fazit

Mir hat „Freaky Friday: Ein voll verrückter Freitag“ wirklich viel Spaß gemacht. Die Fortsetzung ist auf jeden Fall gesetzt. Vermutlich nicht mehr im Kino, doch dank Disney-Kosmos wird es nicht allzu lange dauern, bis auch diese im Stream läuft. Wir haben viel gelacht und das reicht manchmal auch schon: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Das Kanu des Manitu (2025)

Wir befinden uns immer noch im Urlaub. Heute sollte der erste von mehreren Regentagen in Folge sein. Da es vormittags nur bewölkt war, haben wir uns noch zu einer Wanderung durch die Kitzlochklamm aufgemacht. Daraus wurden am Ende zehn Kilometer mit etlichen Höhenmetern. Nachmittags kam dann tatsächlich der Regen, weshalb wir um 16 Uhr noch ins nahe gelegene Kino gegangen sind, um uns „Das Kanu des Manitu“ anzuschauen. Eigentlich war kein Kinobesuch geplant und doch war es ein rundum gelungener Nachmittag. 🤠

Das Kanu des Manitu (2025) | © Constantin Film

Das Kanu des Manitu (2025) | © Constantin Film

Eine späte Fortsetzung und kein Legacy-Sequel

Ich gebe es zu: Als ich hörte, dass Michael ‚Bully‘ Herbig seinen 2001er Kinohit „Der Schuh des Manitu“ fortsetzen wollte, war ich nicht sonderlich interessiert. Zwar habe ich früher immer gerne die „Bullyparade“ gesehen und mochte ich auch den ersten Film, der mir selbst bei der kürzlichen Sichtung immer noch recht gut gefallen hat, doch eine Fortsetzung nach 24 Jahren? Ein Film, der auf die damaligen Fans zugeschnitten sein muss, weil die Kids heute Karl May und die entsprechenden Verfilmungen gar nicht mehr kennen? Ein Film, der mit einer Figur wie Winnetouch eher droht gecancelt zu werden? Nein, meine Erwartungen waren wahrlich nicht sonderlich hoch. Doch bin ich guter Dinge ins Kino gegangen, denn Kino und das noch im Urlaub? Klingt gut!

Um es vorwegzunehmen: Ich bin positiv überrascht worden. Ich hätte nicht gedacht, dass Bully solch einen nur wenig peinlichen Film im Jahr 2025 zu inszenieren bzw. eher zusammen mit Christian Tramitz und Rick Kavanian zu schreiben weiß. Inszeniert ist „Das Kanu des Manitu“ perfekt. Das hat Bully bzw. Michael Herbig einfach drauf, doch auch inhaltlich ist der Film erstaunlich sympathisch und witzig. Wir bekommen eine echte Fortsetzung zu sehen, die bis auf das Alter der Protagonisten auch schon vor 20 Jahren ins Kino hätte kommen können. Der Humor ist immer noch seicht und slapstickhaft, doch funktioniert er über weite Strecken wunderbar bzw. auch nicht schlechter als im ersten Teil. Wirklich laut lachen musste ich (die Outtakes einmal ausgenommen) zwar nicht, doch hatte ich stets ein Grinsen im Gesicht. So manche Songs haben eher genervt und der Überraschungseffekt war auch nicht mehr vorhanden, dafür fand ich die Geschichte stringenter und die Bösewichte fast noch witziger als im ersten Teil. Alles in allem ist „Das Kanu des Manitu“ viel gelungener als ich es mir hätte träumen lassen.

Fazit

Nun habe ich „Das Kanu des Manitu“ also doch im Kino gesehen. Wer hätte es gedacht? Blende ich einmal aus, dass der Film nach 24 Jahren wirklich nicht mehr nötig gewesen wäre, dann muss ich zugeben doch wirklich gut unterhalten worden zu sein. Die Kids und Frau bullion waren auch recht begeistert. Nachdem ich zu Beginn fast schon eine Katastrophe erwartet hatte, bin ich doch positiv überrascht: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Toy Story 3 (2010) (WS1)

Meine letzte Filmsichtung liegt über sechs Wochen zurück. Sechs Wochen! Das heißt ich habe im gesamten Juli keinen einzigen Film gesehen. Heute war es mit dem Start der Sommerferien jedoch soweit. Das Karate-Training hat Pause und somit war der Freitagabend frei für einen Film. Die Wahl fiel auf „Toy Story 3“, da das Zappelinchen nach einem konfliktreichen Tag lieber in ihrem Zimmer blieb und wir die ersten beiden Teile auch schon ohne sie gesehen hatten. 🧸

Toy Story 3 (2010) | © Walt Disney

Toy Story 3 (2010) | © Walt Disney

Der perfekte Abschluss der „Toy Story“-Trilogie

Ja, ich weiß, dass es einen vierten Teil gibt und ein fünfter Teil bereits geplant ist. Ich bin mir jedoch sicher, dass keiner davon zu solch einem runden Finale führen wird, wie dieser dritte Teil. Diesen Eindruck hatte ich schon bei meiner ersten Sichtung vor 15 Jahren. Damals träumte ich noch davon, die Reihe einmal komplett mit meiner Tochter zu sehen. Vermutlich habe ich dafür zu lange gewartet. Der Zwergofant jedoch war noch in Stimmung dafür, nachdem ihm sowohl „Toy Story“ als auch „Toy Story 2“ sehr gut gefallen haben. Auch das Xbox-360-Spiel zu „Toy Story 3“ hat es ein paar Mal auf den Fernseher geschafft. Die Vorfreude auf den dritten Teil war auf jeden Fall da.

Der sentimentale Grundton des Films hat mich dieses Mal noch härter erwischt, als beim ersten Mal. Auch meine Kinder wachsen so langsam aus ihren Spielsachen raus. Das Zappelinchen ist 15 und voll in der Pubertät, der Zwergofant wird Ende des Jahres 13 und damit auch ein Teenager. In „Toy Story 3“ wird das Erwachsenwerden bzw. Loslassen der Kindheit durch die Beziehung von Kindern zu ihren Spielzeugen symbolisiert. Dazwischen wird ein unfassbar unterhaltsamer Gefängnisfilm erzählt, der nur so vor Ideen strotzt. Herrlich! Der Kern des Films liegt jedoch woanders und da verwundert es auch nicht, dass ich die letzten 10 Minuten durchgeheult habe. Wenn die Kamera in der letzten Einstellung dann in die Wolken fährt, welche die erste Einstellung von „Toy Story“ widerspiegeln, in der wir die Wolkentapete in Andys Zimmer sahen, dann ist das der perfekte Abschluss dieser Trilogie. Auch wenn die nachfolgenden Filme gelungen sein mögen, dieses Ende war perfekt.

Fazit

Ich liebe die ersten drei „Tory Story“-Filme. Wie in den Besprechungen der ersten beiden Filme beschrieben, habe ich eine besondere Beziehung zu ihnen. Dieser dritte Teil trifft mich emotional auf so vielen Ebenen und ist nebenbei noch ein unfassbar unterhaltsames Gefängnisabenteuer. Ein fantastischer Film, bei dem man die Liebe und den Aufwand merkt, die in ihn hineingeflossen sind. Herausragend: 10/10 Punkte. (Zappelinchen: ist lieber in ihrem Zimmer geblieben; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Prädikat: Lieblingsfilm

Rush Hour 3 (2007)

Heute haben wir den ersten großen Ausflug des Urlaubs unternommen und waren Kanufahren. Das war ein sehr turbulentes Abenteuer, das uns viel Spaß gemacht, aber auch Kraft gekostet hat. Abends sind wir also todmüde aufs Sofa gefallen. Da mit „Rush Hour 3“ noch ein knackiger Action-Spaß ausstand, fiel die Wahl nicht schwer. Ob der Film an seine beiden Vorgänger anschließen konnte? 👯‍♀️

Rush Hour (1998) | © Warner Bros (Universal Pictures)

Rush Hour (1998) | © Warner Bros (Universal Pictures)

Unterhaltsame Kloppereien in Paris

Ich muss direkt vorausschicken, dass es mir sehr schwer gefallen ist, bei dem Film wachzubleiben. Gerade vom Showdown auf dem Eiffelturm könnten mir durchaus ein paar Minuten fehlen. „Rush Hour 3“ möchte ich das nicht unbedingt anlasten, denn heute hätte es jeder Film schwer gehabt, mich komplett bei der Stange zu halten. Dennoch fand ich ihn auch schon davor schwächer als „Rush Hour 2“ und besonders auch „Rush Hour“ selbst. Haben schon die Vorgänger mit sexistischen Elementen nicht gegeizt, wurden diese im drittel Teil auf die Spitze getrieben. Mir ist durchaus bewusst, dass die Reihe ein Produkt ihrer Zeit ist, und als solche kann ich sie auch genießen, doch sowas stößt mir inzwischen schon sauer auf. Auch Roman Polanskis Auftritt hätte es wahrlich nicht gebraucht.

Ich mochte Paris als Schauplatz durchaus gerne, wenngleich mir Los Angeles und Hongkong noch besser gefallen hatten. Die Sache mit Lees Bruder hat ein wenig wie aus dem Hut gezaubert gewirkt und insgesamt schien mir alles einfach eine Spur drüber (z.B. der Kampf in der Kung-Fu-Schule) zu sein. Die Kinder hat all das nicht so sehr gestört und das Zappelinchen hat den dritten Teil sogar am besten bewertet. Vielleicht ist ihre Liebe zu Frankreich hier durchgeschlagen?

Fazit

„Rush Hour 3“ beendet diese Buddy-Cop-Reihe mit einem unterhaltsamen Film. Keine große Kinokunst, doch auch kein Griff ins Klo. Kann man sich durchaus anschauen. Ob es noch zu einem vierten Teil kommt? Es gibt immer wieder Gerüchte, doch inzwischen kann ich das nicht mehr so recht glauben. Vermutlich reicht es auch einfach: 6/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Rush Hour 2 (2001)

Nach einem Tag bei den Schwiegereltern samt Lauf zurück nach Hause, haben wir uns abends noch um die Kaninchen der urlaubenden Nachbarn gekümmert und sind danach platt aufs Sofa gefallen. Mit „Rush Hour 2“ haben wir uns direkt die Fortsetzung des Films angeschaut, der erst am Vorabend über unseren Fernseher geflimmert ist. Ob uns das Sequel überzeugen konnte? 🎰

Rush Hour 2 (2001) | © Warner Bros (Universal Pictures)

Rush Hour 2 (2001) | © Warner Bros (Universal Pictures)

Eine völlig erwartbare Fortsetzung des 90er Hits

Im Gegensatz zu „Rush Hour“ hatte ich die Fortsetzung nie gesehen. Ich weiß gar nicht wieso, doch es hat sich einfach nicht ergeben. Letztendlich ist der Film auch genau so, wie man ihn sich vorstellt. Ein etwas anderes Setting, ein wenig mehr Action und eine inzwischen eingespielte Dynamik zwischen Jackie Chan und Chris Tucker. All das wirkt leicht angestaubt, gerade so manche Gags, doch funktioniert der Film immer noch erstaunlich gut. Auch die kurze Laufzeit von 90 Minuten, und damit noch einmal acht Minuten weniger als der ohnehin schon knackige Vorgänger, kommt dem positiven Eindruck zugute. Kurzweilige Buddy-Cop-Unterhaltung.

Was funktioniert am besten? Weiterhin die Dynamik zwischen Chris Tucker und Jackie Chan. Das muss sie aber auch, denn ohne diese wäre es sicher beim ersten Film geblieben. Auch die Action ist erneut famos und macht Lust darauf, sich wieder mehr mit Jackie Chans Kampfkunst auseinanderzusetzen. Nicht umsonst ist er ein Meister seines Fachs. Die Handlung selbst bleibt wenig komplex und ist nur der Aufhänger für die wilde Jagd durch Hongkong und später Las Vegas.

Fazit

Ich hatte wieder erstaunlich viel Spaß mit dem ungleichen Duo. Auch die Kinder waren begeistert und haben fast noch mehr gelacht als beim ersten Teil. Insgesamt einfach more of the same, aber das muss in diesem Fall ja nichts Schlechtes sein. Nun freue ich mich noch auf den dritten Teil und dann ist auch diese Trilogie schon wieder vorbei: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Rush Hour (1998)

Gestern Abend sind wir eher spät vor den Fernseher gekommen, so dass ich einen kürzeren Film aus dem Regal gezogen habe: Die Wahl ist auf „Rush Hour“ gefallen, mit dem ich einen entspannten Kinoabend als Teenager verbinde. Obwohl ich den Film über die Jahre immer mal wieder gesehen habe, sind mir die Fortsetzungen bis heute unbekannt. Wie gut er gealtert ist und wie er den Kindern gefallen hat?

Rush Hour (1998) | © Warner Bros (Universal Pictures)

Rush Hour (1998) | © Warner Bros (Universal Pictures)

Eine nach wie vor unterhaltsamer Buddy-Cop-Film

Wie bin ich ausgerechnet auf „Rush Hour“ gekommen? Die Kinder waren von Jackie Chan in „Karate Kid: Legends“ ziemlich begeistert. Darauf hin habe ich ihnen natürlich von Jackie Chan als Kampfkunststar erzählt. Da seine Filme schlecht greifbar sind und größtenteils auch erst ab 16, habe ich kurzerhand die „Rush Hour“-Trilogie für einen schmalen Taler bestellt. Das war letztendlich wohl auch der perfekte Einstiegt, denn die beiden hatten wirklich viel Spaß mit dem Film und oft lauf gelacht. Zu Beginn hatte ich ein wenig Sorge, dass „Rush Hour“ für die beiden zu altmodisch wirken könnte. Mode, Technik, Sprüche usw. All das ist schon ziemlich in die Jahre gekommen und auch die Prämisse des ungleichen Duos, dessen Komik sich viel durch Vorurteile speist, würde man heute vermutlich weniger offensiv inszenieren.

Was zweifellos weiterhin wunderbar funktioniert, ist die Dynamik zwischen Chris Tucker und Jackie Chan. Man merkt, dass zwischen den beiden eine wunderbare Chemie herrscht und da ist es auch nicht weiter schlimm, dass die restliche Handlung gerade so den Mindestanforderungen entspricht. In den Actionszenen kann Jackie Chan natürlich auftrumpfen, wenngleich man hier auch nur eine abgeschwächte Form seiner Kunst zu sehen bekommt. Für mich hat das alles doch immer noch recht gut funktioniert und ich war erstaunt, wie kurz und knackig der Film mit seinen gut 90 Minuten doch geworden ist. Viel Fett ist hier wirklich nicht dran. Genau richtig für solch einen Buddy-Cop-Film mit Culture-Clash-Fokus.

Fazit

Ich hatte wieder eine gute Zeit mit „Rush Hour“, auch weil der Film eine wunderbare Spät-90er-Jahre-Atmosphäre besitzt. Die Kinder waren ziemlich begeistert und der Zwergofant hat sich sogar überlegt, direkt 9 Punkte zu vergeben. Die nächsten Filmabende sind auf jeden Fall gesichert, wenn die Zeit einmal wieder knapp ist. Hat Spaß gemacht: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Toy Story 2 (1999) (WS1)

Nach dem heutigen Halbmarathon war ich abends recht platt und doch ist es mir sehr leicht gefallen, beim Filmabend wach zu bleib. Da das Zappelinchen heute mit der Schulplatzmiete im Opernhaus war und sich ein Ballett angeschaut hat, haben wir direkt „Toy Story 2“ eingelegt. Der Zwergofant war vom ersten Teil richtig begeistert und hat sich enorm auf den zweiten gefreut. Ich übrigens auch. 🤠

Toy Story 2 (1999) | © Walt Disney

Toy Story 2 (1999) | © Walt Disney

Vielleicht die beste Pixar-Fortsetzung überhaupt

Damals war es sehr ungewöhnlich, dass Fortsetzungen zu Animationsfilmen ins Kino kommen. Das war eher so ein Direct-to-Video-Ding. Heute kaum vorstellbar. „Toy Story 2“ hat es zurecht auf die große Leinwand geschafft. Bis heute ist es vielleicht die beste Fortsetzung eines Pixar-Films überhaupt. „Alles steht Kopf 2“ würde ich noch gelten lassen und „Toy Story 3“ eventuell auch, doch dazu ein anderes Mal mehr. Obwohl nur vier Jahre seit dem ersten Teil vergangen sind, merkt man dem Film den technischen Fortschritt enorm an. Das hatte ich gar nicht mehr so im Kopf. Jedoch sind die Charaktermodelle noch detaillierter, was ebenso auf die Welt zutrifft. Besonders wenn man die beiden Hunde in den Filmen vergleicht, wirkt das wie ein Sprung in die Zukunft. Wahnsinn! Was war das für eine spannende Zeit für den Animationsfilm.

Neben den technischen Errungenschaften des 26(!) Jahre alten Films, den ich zuletzt 2006 gesehen habe, überzeugt vor allem der Inhalt. Die Welt rund um Woody wird so viel größer. Um ihn bildet sich eine komplett neue Gruppe an Figuren, welche perfekt in die Geschichte passt. So manch ein Gag des ersten Teils wird wieder aufgegriffen und bis zur urkomischen Perfektion getrieben. Der Film ist wirklich unfassbar lustig und der Zwergofant ist aus dem Lachen teils gar nicht mehr rausgekommen. Dabei erzählt er eine herzergreifende Geschichte, die wohl alle nachvollziehen können, deren Kindheit ähnlich durch Spielzeug geprägt war. Inzwischen weiß ich, dass sich dieser Aspekt im dritten Teil noch einmal verstärkt, doch die Grundlagen wurden bereits hier gelegt. Die animierten Outtakes im Abspann runden den perfekten Eindruck des Films gekonnt ab.

Fazit

Ich liebe „Toy Story 2“ mindestens genauso sehr wie seinen Vorgänger. Ich könnte gar nicht sagen, welchen Film ich gelungener finde. Beide Geschichten greifen perfekt ineinander und die etablierte Welt wird wunderbar erweitert. Die Figuren wachsen und entwickeln sich weiter. Auch über den Animationsfilm hinaus eine der besten Fortsetzungen, die jemals produziert wurden: 10/10 Punkte. (Zappelinchen: war ein Ballett anschauen; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Prädikat: Lieblingsfilm

Toy Story (1995) (WS2)

Nach einem wirklich anstrengenden Freitag war auch der Abend turbulent: Das Zappelinchen war auf einer Geburtstagsfeier eingeladen und Frau bullion mit Kolleginnen strawanzen. Also brachte ich den Zwergofanten einmal wieder zum Karate-Training und danach habe ich für uns Pizza gemacht. Eigentlich hatte ich aufgrund der fortgeschrittenen Stunde keinen Filmabend mehr geplant, doch der Zwergofant wünschte sich „Toy Story“ und da dieser knackig kurz ist, sind wir einmal wieder in die Welt der Spielzeuge zurückgekehrt… 🤠🚀

Toy Story (1995) | © Walt Disney

Toy Story (1995) | © Walt Disney

Auch nach 30(!) Jahren mitreißend und modern

Ich habe bereits in meiner ersten Besprechung im Jahr 2006 darüber geschrieben: Mit „Toy Story“ verbinde ich besondere Erinnerungen, da ich die ersten beiden Filme während meiner Zivi-Nachtwachen in einem Wohnheim für Jugendliche mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen häufiger geschaut habe. Seitdem sind mir die Filme unfassbar ans Herz gewachsen. Meine letzte Sichtung liegt nun auch schon wieder acht Jahre zurück und der Zwergofant konnte sich kaum noch an etwas erinnern. Vermutlich auch, weil er beim letzten Mal (mit viereinhalb Jahren) nach der Hälfte ausgestiegen ist. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass er sich heute diesen Film gewünscht hat. Vielleicht schaffen wir es dieses Mal ja, die komplette Reihe zu schauen? Den vierten Teil kenne ich nämlich selbst noch nicht. Es wird Zeit.

Auch wenn „Toy Story“ in den ersten Minuten durchaus etwas angestaubt aussieht, so verfliegt dieser Eindruck doch rasend schnell. Spätestens im actionreichen Finale wirkt der Film immer noch unfassbar mitreißend und modern. Es war wirklich ein Geniestreich von Pixar, die Limitationen der Technik dadurch auszuhebeln, indem einfach Spielzeuge die Protagonist:innen stellen. Oberflächen, die wie Kunststoff aussehen? Kein Problem, Spielzeuge sind ja aus Kunststoff. Stilistisch auffällig ist zum Beispiel auch, dass es keine Tiefenunschärfe gibt. Auch bei nahen Einstellungen ist der Hintergrund komplett scharfgezeichnet. Doch selbst das fällt nur auf, wenn man darauf achtet. Die Geschichte und Figuren sind einfach zu mitreißend. Die Inszenierung ist temporeich, die Songs schmissig und die Zeit verfliegt gerade nur so. Ich kann es einfach nicht fassen, dass es nun schon dreißig Jahre her ist, dass ich diesen ersten abendfüllenden 3D-Animationsfilm im Kino gesehen habe. Wie kann das sein?

Fazit

Man könnte annehmen, dass „Toy Story“ nach unzähligen Sichtungen langweilig geworden ist. Nichts könnte ferner von der Wahrheit sein. Ich entdecke immer wieder neue Details und erfreue mich an den Figuren. Es fühlt sich tatsächlich an, wie nach Hause kommen. Auch aufgrund des Themas, denn viele Spielzeuge erkenne ich tatsächlich wieder. Der Zwergofant war auch begeistert und nun freuen wir uns beide auf die Fortsetzungen: 10/10 Punkte. (Zappelinchen: war auf einer Geburtstagsfeier; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Prädikat: Lieblingsfilm

Peter Hase 2: Ein Hase macht sich vom Acker – OT: Peter Rabbit 2: The Runaway (2021)

Aufgrund diverser Ostervorbereitungen sind wir erst recht spät zur Ruhe gekommen. Das Zappelinchen hatte sich recht spontan entschlossen, mit ihrer Patentante in die Osternacht zu gehen, so dass wir mit „Peter Hase 2: Ein Hase macht sich vom Acker“ auf einen waschechten Kinderfilm zurückgreifen konnten. Eine überraschend gute Wahl, denn so viel haben der Zwergofant und ich schon lange nicht mehr bei einem Filmabend gelacht. 🐰

Peter Hase (2018) | © Sony Pictures Home Entertainment

Peter Hase (2018) | © Sony Pictures Home Entertainment

Eine enorm witzige Fortsetzung des Hasenfilms

Seit wir den Vorgänger „Peter Hase“ gesehen haben, sind bereits drei Jahre ins Land gezogen. Auch damals haben wir Ostern zum Anlass genommen, auch wenn der Film rein gar nichts mit dem Fest zu tun hat. Ich wusste nur noch, dass ich ihn damals überraschend lustig und sympathisch fand. Auch in die Fortsetzung bin ich schnell reingekommen. Dieses Mal geht es für Peter Hase in die Stadt, wo er zwielichtige Gestalten kennenlernt. Im Grunde bekommen wir es mit einer Gangstergeschichte zu tun, die sich im letzten Drittel zu einem Heist-Movie wandelt. Das alles ist so charmant und witzig erzählt, dass es eine wahre Freude ist.

Parallel zur Hasenhandlung begleiten wir die von Rose Byrne und Domhnall Gleeson gespielten Elternfiguren der Hasensippe bei dem Versuch das Buch „Peter Hase“ zu verlegen. Hier wird der Film fast schon meta und kratzt teils deutlich an der vierten Wand. Das fand ich nicht unbedingt nötig und hat der Geschichte ein wenig die unschuldige Albernheit genommen, die ihr innewohnt. Davon abgesehen sieht der Film toll aus, die Tiere sind fantastisch animiert und die Handlung ist mitreißend. Einzig die vielen Pop-Songs waren mir, wie bereits beim Vorgänger, fast schon zu viel.

Fazit

Mich hat „Peter Hase 2: Ein Hase macht sich vom Acker“ wirklich positiv überrascht. Der Humor ist nicht sonderlich nuanciert, doch in seiner Plakativität enorm witzig. Wir haben viel gelacht und ich würde mir auch noch gerne einen dritten Teil anschauen. Funktioniert auch für ältere Kinder und Erwachsene gut: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: war mit ihrer Patin in der Osternacht; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Ein Minecraft Film – OT: A Minecraft Movie (2025)

Wir waren zum ersten Mal in diesem Jahr im Kino! Nachdem wir aufgrund von Krankheiten und Terminen schon einige Filme verpasst hatten, war der Besuch von „Ein Minecraft Film“ allerdings Pflicht. Zumindest für den Zwergofanten, der sich schon lange und intensiv mit der Videospielvorlage beschäftigt hat. Auch mich hat er schon ein paarmal versucht in diese Welt einzuführen, was mehr oder weniger gut funktioniert hat. Am Sonntagnachmittag bin ich also mit fünf Kindern ins Kino aufgebrochen, um zwei Filme zu sehen. Wie es dazu kam, lest ihr hier… 🟩⚔️

Ein Minecraft Film (2025) | © Warner Bros (Universal Pictures)

Ein Minecraft Film (2025) | © Warner Bros (Universal Pictures)

Ein Kinoausflug ins Land der bunten Blöcke

Neben dem Zwergofanten habe ich noch seine zwei Cousins eingepackt, die den Film auch unbedingt sehen wollten. Das Zappelinchen dagegen hatte mit ihrer Cousine schon länger einen Kinobesuch geplant und da „Ein Minecraft Film“ und „Ein Mädchen namens Willow“ recht zeitgleich liefen, habe ich das große Auto vollgepackt und bin mit fünf Kids ab ins Kino. Davor haben wir jedoch noch Station bei einer großen Fast-Food-Kette gemacht, bei der es momentan Menüs zum Film gibt. Im Kino angekommen habe ich die Kids noch mit Popcorn und Getränken versorgt, bevor sich unsere Wege getrennt haben: Mit den Jungs bin ich in „Ein Minecraft Film“ abgebogen, während die Mädels noch kurz auf ihre Vorstellung warten mussten. Im Kinosaal war die Spannung schon groß und nach der Werbung ging es dann endlich los.

Nach einem kurzen Intro, bei dem wir Steve und die Oberwelt kennenlernen, biegen wir erst einmal in Richtung Realität ab und erleben dort eine Komödie, wie sie doch recht typisch für Jared Hess ist. Der Regisseur von u.a. „Napoleon Dynamite“ hat einen sehr speziellen Stil, den ich nicht sofort mit einer Mainstream-Videospielverfilmung verknüpft hätte. Es ist wirklich unglaublich, wie absurd der Humor teils daherkommt. Bei meiner ersten Begegnung mit Jared Hess konnte mich das noch nicht sonderlich begeistern, doch heute fand ich es fantastisch. Der Humor ist albern und oft zotig, die Figuren völlig überzeichnet und die Welt kein realistisches Abbild der Realität. Ich mochte das wirklich sehr. In der Oberwelt angekommen, verläuft der Film schon eher auf gewohnten Bahnen und ich musste teils an „Jumanji: Willkommen im Dschungel“ denken, was auch an Jack Black liegen mag.

Die Welt ist ist liebevoll gestaltet und, wie ich aus nachfolgenden Gesprächen mit dem Zwergofanten und seines Cousins erfahren habe, voller Anspielungen auf die Vorlage. Die Spielmechanik muss, bis auf ein paar offensichtliche Fehler, wie man mir erklärte, wirklich gut abgebildet worden sein. Übrigens sitzen die Jungs gerade oben vor der Switch und bauen neue Welten. Das hat der Film auf jeden Fall erreicht. Ich selbst wurde definitiv gut unterhalten. Überraschend gut. Das hatte ich so nicht erwartet. Viele der absurden Gags haben mich zum Lachen gebracht. Da stört es auch nicht, dass es keine wirkliche Geschichte gibt. Mit einem weniger speziellen Regisseur hätte hier leicht generische Langeweile herrschen können. Jared Hess war anscheinend genau der richtige Mann für den Job, auch wenn seine Wahl nicht sonderlich naheliegend war. Hat (für mich) bestens funktioniert.

Fazit

Nach dem Film waren alle Kinder begeistert (die jungen Damen hatten auch viel Spaß mit „Ein Mädchen namens Willow“). Ich kann durchaus verstehen, dass „Ein Minecraft Film“ inzwischen ein mittelgroßes Phänomen ist. Auch wenn es mit Sicherheit nicht mein Lieblingsfilm wird, so bin ich doch sehr positiv überrascht und freue mich, dass ich durch den Film einen weiteren Einblick in ein Hobby der Kinder erhalten habe. Ein rundum gelungener Tag: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: hat mit ihrer Cousine „Ein Mädchen namens Willow“ in einem anderen Saal geschaut; Zwergofant: 8/10 Punkte.)