Aktualisierung: Ich habe „Die Tribute von Panem: Catching Fire“ am 27. Januar 2024 zum ersten Mal mit den Kindern gesehen und eine aktualisierte Besprechung veröffentlicht.
Heute haben wir es endlich einmal wieder ins Kino geschafft. Geplant war der Besuch von „Die Tribute von Panem: Catching Fire“ schon lange, da sowohl meine Frau als auch ich Suzanne Collins‘ Romantrilogie regelrecht verschlungen haben. Da mir bereits Gary Ross‘ Verfilmung des Vorgängers ausgezeichnet gefallen hat, war ich umso gespannter wie denn mein Lieblingsteil der Trilogie unter neuer Regie umgesetzt wurde…

Die Tribute von Panem: Catching Fire (2013) | © Studiocanal
Bereits die ersten paar Minuten haben mich sofort in die Welt von Panem eintauchen lassen. Ich war wirklich erstaunt, wie sehr die Bilder des Films den Bildern meiner Vorstellung entsprechen. Als hätte Regisseur Francis Lawrence (u.a. „Constantine“ und „I Am Legend“) sie 1:1 auf die Leinwand übertragen. Ein ähnliches Gefühl hatte ich bereits beim ersten Teil, doch bei dessen erster Sichtung kannte ich die Bücher noch nicht. Insofern wurde mein Eindruck von Panem wohl von beiden Medien stark beeinflusst.
Die Handlung des Films entspricht nahezu unverändert der Vorlage. Bevor es erneut in die Arena geht, machen sich Katniss und Peeta während der Tour der Sieger auf den Weg durch die 12 Distrikte, was größtenteils der Charakterentwicklung und der Darstellung der beginnenden Revolution dient. Diese Szenen werden in der Vorlage zwar noch genauer beschrieben, doch der Kern ist auf jeden Fall auch im Film vorhanden. Die dynamisch erzählte Trainingssequenz eröffnet anschließend einen wunderbar unterhaltsamen Blick auf die Konkurrenz unserer Tribute, die wahrlich fantastisch besetzt ist.
Die Arena selbst hatte mir bereits im Buch ausgezeichnet gefallen und der Film schafft es tatsächlich den Schrecken visuell eindrucksvoll abzubilden. Gerne hätte ich mich noch länger darin aufgehalten. Im Gegensatz zum Vorgänger fallen Kürzungen der Arena-Szenen weniger ins Gewicht. Zudem hat man auf unpassende Änderungen, wie z.B. die Darstellung der Mutationen, dieses Mal verzichtet. Für mich stellt der Film folglich tatsächlich eine qualitative Steigerung zum ohnehin schon gelungenen Vorgänger dar.
Fazit
Freunde der Romantrilogie werden sich die Verfilmung ohnehin anschauen. Doch ich kann auch allen anderen, die sich nur am Rande für Sci-Fi-Dystopien begeistern können, nur empfehlen, sich der Welt von Panem zu öffnen. Mit Jennifer Lawrence, Woody Harrelson, Donald Sutherland, Stanley Tucci und ab diesem Teil auch Philip Seymour Hoffman gibt es zudem schauspielerische Schwergewichte, denen der Film absolut gerecht wird – und andersherum. Ein rundum gelungenes Kinoerlebnis. Am liebsten hätte ich sofort den nächsten Teil gesehen: 8/10 Punkte.








