Auf der Suche nach kurzweiligem Serienfutter im Bereich Comedy, bin ich über „Cougar Town – Season 1“ gestolpert. Neben den ziemlich guten Kritiken, lockte mich vor allem das Mitwirken von Courteney Cox, welche mit Monica Geller („Friends“) einen meiner liebsten, weiblichen Sitcom-Charaktere verkörperte. Doch was hat die Serie sonst noch zu bieten?

Glücklicherweise so allerhand. Anders als Titel und Prämisse zu Beginn vermuten lassen, beschränkt sich die Serie nämlich nicht darauf Jules (Courteney Cox) bei der Jagd nach jungen Lovern zu begleiten. Nach nur wenigen Episoden entwickelt sich die Serie zu einer Ensemblekomödie, in der auch die anfänglichen Nebencharaktere ihre eigenen Handlungsstränge bekommen und diese auch durchaus auszufüllen wissen. Die Showrunner haben anscheinend gemerkt, dass die größte Qualität der Serie die absolut großartige Chemie zwischen ihren Darstellern ist.
In Sachen Handlungsbogen ist „Cougar Town“ dann eher altmodisch, denn wirklich viel passiert nicht. Meist werden einzelne Geschichte innerhalb einer Episode abgearbeitet, wodurch der Status quo meist unangetastet bleibt. Die Serie funktioniert dennoch. Schon bald kann man sich mit nahezu allen Charakteren irgendwie identifizieren und es macht Spaß an ihrem, zwischen zusammen Wein trinken und mit der Lebensplanung hadern, pendelndem Dasein teilzuhaben. Der Humor wirkt frisch und angenehm, ohne dabei auf Slapstick und auch manchmal platte Witzchen zu verzichten.
Besonders in den ersten Episoden ist „Cougar Town“ eher eine Frauenserie (auch wenn ich dieses Label hasse), jedoch sollten sich auch Männer nicht von ihr abschrecken lassen. Ich wurde wirklich positiv überrascht, finde alle Charaktere ausnahmslos sympathisch und mag ihre Darsteller. Eine absolut gelungene Sommerserie für kalte Winterabende: 8/10 (8.1) Punkte.








