Mit steigender Staffelzahl verkürzt sich anscheinend auch die Zeit, die ich für eine Sichtung brauche. „ALIAS – Staffel 3“ habe ich innerhalb von drei Wochen gesehen – und nun ist es erst einmal vorbei mit Sydney Bristow und Co.

Nach dem Cliffhanger der zweiten Staffel war ich mehr als gespannt wie J.J. Abrams die Geschehnisse rund um Sydneys Verschwinden umsetzt. Die Möglichkeiten waren grenzenlos. Genutzt wurden sie allerdings nur teilweise. Das große Geheimnis wird in der Staffelmitte aufgedeckt und dient als erster dramaturgischer Höhepunkt. Trotzdem kann man mit der Entwicklung der Geschichte zufrieden sein, da zwar genug, aber nicht zuviel verraten wird.
Wie bereits in der zweiten Staffel tritt Sydneys Privatleben immer mehr in den Hintergrund. Selbst ihr bester Freund Will hat gerade noch einen Gastauftritt, was ich sehr schade fand. Doch insgesamt fällt die Verlagerung der gesamten Geschichte in den Bereich der Agency weit weniger ins Gewicht, als ich anfangs befürchtet hatte. Hier gibt es nun auch etliche neue Verwicklungen, die größtenteils mit Vaughns Frau zusammen hängen. Ein eigentlich recht einfacher Erzählstrang, der doch immer wieder für Aufregung und Verwirrung sorgt. Sehr Nett.
Schön fand ich, dass Sloan wieder einmal den anscheinend Guten mimen darf. Diese Rolle hat er ja bereits in der ersten Staffel gekonnt gemeistert – der Unterschied ist nur: Jetzt weiß auch der Zuschauer nicht, was denn nun dran ist an seiner Abwendung vom Bösen. Sloans Ex-Partnerin und Sydneys Mutter Irina Derevko tritt leider überhaupt nicht mehr in Erscheinung. Ist mir etwas so vorgekommen, als hätte die Schauspielerin keine Lust mehr oder andere Verpflichtungen gehabt. Sehr schade.
Insgesamt ist die dritte Staffel etwas schwächer, als die vorangegangene. Auch der Cliffhanger lässt einen nicht mehr atemlos auf der Couch sitzen. Dennoch kann ich es kaum erwarten, wie es nun weitergeht mit den Bristows. Da die deutsche DVD allerdings noch in den Sternen steht, muss ich wohl auf eine ausländische Fassung zurückgreifen – wer einen günstigen Tipp weiß: Bitte melden!
Äußerst unterhaltsame 8/10 Punkte.







Entgegen vorher gehegter Hoffnungen habe ich im Urlaub doch nur ein Buch geschafft. Das Meer war dann einfach doch zu verlockend – und das trotz des Inhalts des Romans, den ich mir als Urlaubslektüre ausgesucht hatte: „Meg“ von Steve Alten.