
Nachdem mir Simon Becketts Thriller „Die Chemie des Todes“ ausgezeichnet gefallen hatte, habe ich in den letzten paar Wochen den offiziellen Nachfolger „Kalte Asche“ gelesen. Dieser passt sowohl inhaltlich, als auch stilistisch perfekt zu seinem Vorgänger – sogar so perfekt, dass sich beinahe schon Routine einstellt.
Erneut wird der forensische Anthropologe Dr. David Hunter mit einem verzwickten Kriminalfall betraut. Statt schwüler Sommerhitze herrscht nun stürmisches Winterwetter. Anonsten bleibt nahezu alles beim Alten. Wieder ist Dr. Hunter Außenseiter in einer eingeschworenen Gemeinschaft, wieder werden dem Leser dutzende Verdächtige präsentiert und wieder jagt gegen Ende eine Wendung die nächste.
Leider sind eben diese Wendungen erstens alles andere als überraschend und zweitens auch noch äußerst konstruiert. Das Täterprofil ähnelt zudem zu sehr dem des Vorgängers. Selbst der allerletzte Twist ist wenig überraschend und bereitet den Weg, um Dr. David Hunter zu einer typischen Serienfigur des Krimigenres werden zu lassen.
„Kalte Asche“ ist nach wie vor gut geschriebene Unterhaltung, wenngleich der Roman dem Vorgänger nicht ganz das Wasser reichen kann. Für Krimifreunde dennoch lesenswert: 7/10 Punkte.


Gestern Nachmittag habe ich die letzten Seiten von Philip Pullmans „Das Bernstein-Teleskop“ gelesen und damit auch die letzten Seiten seiner „His Dark Materials“-Trilogie. Schon lange hat mich kein Buch mehr so mitgenommen. Das Ende hat mich noch den ganzen Abend beschäftigt – und das obwohl ich auf einer Party unter dutzenden von Leuten war. Oft sind meine Gedanken zu Lyra, Will und ihren Dæmonen abgeschweift. Zu ihren Entscheidungen. Zu den Konsequenzen. Erst heute wird mir deren Tragweite langsam bewusst und ich werde mich garantiert noch lange mit ihnen beschäftigen.
Knapp ein Monat ist vergangen, als ich mit Lyra Listenreich in eine neue Welt übergewechselt bin. In Philip Pullmans „Das magische Messer“ befinde ich mich nun in dieser neuen Welt. Anfangs jedoch nicht an Lyras Seite. Man macht sich zu Beginn mit Will – einem Jungen aus wieder einer anderen Welt – auf die Suche nach einem Versteck. Dort trifft Will auf Lyra und die Geschichte bekommt eine vollkommen neue Dimension.
Als ich Ende letzten Jahres die 
Unglaubliche fünf Monate sind ins Land gezogen, seit ich angefangen habe Cornelia Funkes Roman „Tintentod“ zu lesen. So lange habe ich selten für ein Buch gebraucht – besonders nicht für eines, auf das ich so sehnlichst gewartet habe, wie auf den Abschluss der fantastischen Tintenwelt-Trilogie. Mein neuer Job und diverse andere Tätigkeiten/Interessen haben jedoch nicht mehr Spielraum zugelassen. Letztes Wochenende habe mir schließlich die Zeit genommen und die letzten 200 Seiten auf einen Rutsch zu verschlungen. Es hat sich gelohnt.
