Szenenwechel

Im Moment versuche ich etwas mehr Rhythmus und Dynamik in meinen Rohschnitt zu bekommen. Ist gar nicht so einfach. Immerhin habe ich die aktuelle Version bereits von 10 auf ca. 8 Minuten gekürzt. Tut zwar weh, kommt aber dem Film zugute.

Bei Szenenwechseln habe ich bereits diverse Übergänge probiert. Am liebsten waren mir bisher einfache Blenden. Doch bei der gestrigen Sichtung von „My Name is Earl“ sind mir einmal wieder die tollen Szenenwechsel aufgefallen. Kennt man u.a. auch aus „Scrubs“: Die Kamera wandert über eine schwarze Fläche von einer Szene in die nächste. Einfach, wirkungsvoll und anders. Die praktische Umsetzung hat sich dann doch etwas komplizierter gestaltet – vielleicht hätte ich es auch nicht mehr um 01:00 Uhr nachts testen sollen.

Wisst ihr überhaupt wovon ich rede? Hier mal ein kleiner Test (WMV, 1.1 MB):

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Wirkt das? Mir gefällt es eigentlich ganz gut. Es passt natürlich auch nicht immer, aber oft ist es ein schön dezenter Übergang, der eben doch nicht so langweilig wirkt, wie eine einfache Blende. Was meint ihr? Kann ich meinem Kurzfilm damit einen etwas interessanteren Look verpassen, oder wirkt es hier lächerlich? Ansonsten ist die Szene noch nicht farbkorrigiert oder sonstwie angepasst.

Film2.0 und Serie2.0

Heute möchte ich euch einmal zwei interessante Web2.0-Projekte vorstellen, welche in letzter Zeit meine Aufmerksamkeit geweckt haben:

Filmtrip – Das Film 2.0 Projekt ist die Abschlussarbeit von einer Gruppe Medienstudenten aus Mittweida. Auf der Webseite lässt sich jeder Aspekt der Spielfilmproduktion live mitverfolgen. Doch damit nicht genug: Es wird das volle Web2.0-Programm genutzt, d.h. es gibt Drehbuchdiskussionen, Videotagebücher und unzählige sonstige Möglichkeiten aktiv an dem Projekt mitzuwirken. Bereits jetzt finden sich auf der – täglich aktualisierten – Seite mehrere Casting- und Locationclips.

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 Filmtrip – Das Film 2.0 Projekt

Verlebt in Berlin dagegen ist die erste direkt fürs Internet produzierte deutschsprachige Comedy-Serie. Auch auf deren Webseite kann man aktiv am Geschehen rund um diese brandneue Ausstrahlungsform teilhaben, sei es direkt auf dem Blog, im Forum oder per Chat. Zwar noch jung und im Aufbau, aber sehr vielversprechend.

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 Verlebt in Berlin

Beide Projekte stechen aus dem immergleichen Mediensumpf als innovative Abwechslung hervor. Ein (tägliches) Reinklicken lohnt sich auf jeden Fall – zumindest ich finde diese neue Form des Film- und Serienschaffens äußerst spannend.

Kaufrausch!

Gestern habe ich mich für die anstrengenden letzten Wochen selbst belohnt. Frauen machen das mit Klamotten und Schuhen. Ich mache das mit DVDs. Umso besser natürlich, wenn die Preise gerade einmal wieder in den Keller gerasselt sind. So habe ich gestern 52,08 € für sage und schreibe 20 Filme auf den Kopf gehauen. Das macht im Durchschnitt 2,60 € pro Film. Ob das nun wirklich alles nötig gewesen wäre, sei einmal dahin gestellt… 😉

Im Folgenden will ich euch an den Angeboten teilhaben lassen, die – meines Wissens nach – noch auf jeden Fall bis Montag gelten sollten.

Kaufhof (5% auf Multimedia dank Paybackkarte meiner Frau):

Die Hitchcock Prestige Collection in einer wunderschönen Metallbox mit den Klassikern des Suspense-Meisters („Der falsche Mann“, „Die rote Lola“, „Bei Anruf Mord“, „Der unsichtbare Dritte“, „Ich beichte“ und „Der Fremde im Zug“) auf insgesamt 7 DVDs. Preis 17,50 € bzw. 16,62 € nach Prozenten.

„Deep Blue Sea“ als eines meiner liebsten guilty pleasures, das ich schon lange für einen günstigen Preis gesucht habe. Preis 4,00 € bzw. 3,80 € nach Prozenten.

„L.A. Confidential“ ist auch wieder ein Film, der mir bisher immer zu teuer gewesen war. Mit Guy Pearce, Kevin Spacey, Russell Crowe und Kim Basinger bietet er doch unzählige Topstars in einer düsteren Geschichte rund um die Stadt der Engel. Preis 4,00 € bzw. 3,80 € nach Prozenten.

Karstadt (10% auf Multimedia bis 30.04.):

Die „Der Exorzist“ Collection hätte ich mir wohl ohne den günstigen Kurs nie zugelegt. Doch da ich den genialen ersten Teil sowieso stets meiner Sammlung einverleiben wollte und mich das Gerangel um die beiden Fassungen des Prequels (Renny Harlin vs. Paul Schrader) auch schon immer gereizt hat, konnte ich hier nicht nein sagen. Immerhin bekommt man „Der Exorzist“, „Der Exorzist II – Der Ketzer“, „Der Exorzist III“, „Exorzist – Der Anfang“, „Dominion: Exorzist – Der Anfang des Bösen“ für einen Preis von gerade einmal 9,99 € bzw. 8,99 € nach Prozenten.

Die Oliver Stone Collection hat mich schon immer gereizt. Nun gibt es „JFK – Tatort Dallas“, „An jedem verdammten Sonntag“, „Natural Born Killers“, „Zwischen Himmel und Hölle“, sowie die Dokus „Oliver Stone’s America“, „Looking for Fidel“ und „Persona non grata“ auf insgesamt 8 DVDs für den unglaublichen Preis von 9,99 € bzw. 8,99 € nach Prozenten.

„Gremlins“ und „Gremlins 2“ befanden sich im normalen Preissegment, dank der Prozente habe ich mir diese Klassiker meiner Kindheit trotzdem noch gegönnt. Teil 1 für 4,99 € bzw. 4,49 € nach Prozenten, Teil 2 für 5,99 € bzw. 5,39 € nach Prozenten.

Nun weiß ich weder wohin mit den Scheiben, noch woher ich jemals die Zeit nehmen soll mir das alles anzuschauen. Da ich nach dem manischen DVD-Kauf aber immer noch nicht genug von Filmen hatte, gab es – nach einer kleinen Stärkung – im Anschluss noch Danny Boyles „Sunshine“ auf der großen Leinwand… 😀

Erstes Compositing

Eigentlich bin ich noch mit dem Rohschnitt beschäftigt. Doch konnte ich es mir nicht verkneifen, schon einmal eine kurze Sequenz zu testen. Der Test zeigt noch nicht das endgültige Ergebnis, aber schon einmal die Richtung, in die sich der Look des Films bewegen wird.

Links ist das farbkorrigierte Compositing zu sehen. Rechts das unbearbeitete Ausgangsmaterial. Zum Anschauen das Bild anklicken (WMV, 2.2 MB): 

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Der Rohschnitt ist im Moment noch ca. 10 Minuten lang. Wahrscheinlich zu lang. Teils ist der Rhythmus noch recht holprig, teils müssen noch Probleme ausgebügelt werden, die ich beim Dreh nicht bedacht hatte. Aber es geht vorwärts und funktioniert. Allein das gibt mir ein verdammt gutes Gefühl! 🙂

Gutschein für buch.de

Aktuell gibt es einen Universal-Gutschein über 10 EUR für buch.de (Mindestbestellwert 25 EUR, einlösbar bis zum 07. Mai 2007). Gilt soweit ich weiß nicht für Bücher, in Kombination mit anderen Artikeln dürfte es aber klappen.

Gutschein-Code:
BUCHARTMNKLHREDF

Wer gerade sowieso vor einem DVD/CD-Kauf steht, kann hiermit vielleicht noch etwas sparen. 😉

25 fps

Man glaubt ja immer gar nicht, wie viel ein Frame mehr oder weniger für den Rhythmus einer Sequenz ausmachen kann. Wirklich faszinierend.

Meine Hochachtung für Cutter ist in letzter Zeit auf jeden Fall enorm gestiegen – und das obwohl mein Projekt nicht einmal eine besonders anspruchsvolle Montage benötigt.

Wie muss das dann erst bei einem abendfüllenden Kinofilm aussehen? Und bei einem Regisseur wie Tony Scott?

Done!

So bin ich Sonntagmorgen zu einem Abenteuer gestartet, das vor einigen Stunden ein glückliches Ende gefunden hat:

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 Platznot

Nun ist es vollbracht. Zwei schweißtreibende Drehtage und alles ist im Kasten. Ich bin wirklich superzufrieden. Alle Sorgen aus dem Vorfeld haben sich zerstreut. Das Drehteam war supernett und hat dabei sehr professionell gearbeitet. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase sind die Schauspieler auch richtig aus sich herausgegangen und es gab ein paar tolle Darbietungen zu sehen. Die Locations (besonders das Museum) boten eine tolle Optik, wodurch wirklich schöne Einstellungen möglich waren. Besonders Dolly und Kran haben sich als wahrer Glücksgriff für sanfte Kamerafahrten erwiesen. Anbei gibt es schon ein paar Teaser-Fotos:

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 Das Wichtigste (neben den Personen)

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 Im Foyer des Museums

Nun befinden sich knapp 20 GB hochauflösendes Videomaterial auf meinem Rechner, das auf genaue Sichtung und Auswahl wartet. Danach folgt der Rohschnitt. Feinschnitt. Postproduction. Vertonung. Schnitt des Making Of. Und bestimmt noch einiges mehr, das mir gerade nicht einfällt. Ich werde euch hier auf jeden Fall auf dem Laufenden halten. Dann auch mit Personen im Bild. 😉

Nun bin ich einfach zu kaputt und müde um noch mehr zu schreiben. Es war auf jeden Fall eine wirklich tolle Erfahrung. Regie führen. Davon träume ich schon seit ich ein kleiner Junge war. Mit einem Team, das wirklich alles gibt, ist das auch gar nicht so schwer, wie man – in diesem Fall: ich – sich das im Vorfeld vorstellen mag.

PS: Danke für’s Daumen drücken! 😀

Let’s Roll!

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Es geht los! Heute habe ich bereits Kamera-, Ton- und Lichtequipment abgeholt und mich mit meinem Drehteam besprochen. Morgen kommen dann noch Dolly und Kamerakran dazu. In meiner Wohnung hat es heute Nachmittag ausgesehen, wie in einer Lagerhalle.

Mit der Kamera habe ich auch bereits etwas herumgespielt und konnte nun endlich das sehen, was ich schon immer vermutet hatte: Die Farbauflösung von heruntergerechnetem HDV-Material ist um einiges höher, als die von DV (siehe Bild). Dieser von mir gewählte Ansatz dürfte mir beim Keying zugute kommen.

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 YUV: DV vs. HDV

In den nächsten Tagen werde ich wohl nicht viel Zeit zum Schreiben und Lesen finden. Ich denke Mittwoch dürfte es so langsam ruhiger werden. Dann melde ich mich mit hoffentlich gelungenen Aufnahmen und etwas Making Of-Material zurück. Panik? Panik! 😀

Geständnis

Nun, da überall vermehrt Meldungen über Fakeblogger und dubiose – aber erfolgreiche – Marketingkampagnen auftauchen, fühle ich mich gedrängt euch ein Geständnis zu machen. Auch ich bin nicht der filmverrückte Diplomand, der ich vorgebe zu sein. Ich werde bezahlt.

Angeheuert von einem Konglomerat, dem u.a. die Bluth Company und Larry David angehören, werde ich in Naturalien (Frozen Bananas) bezahlt, um meine Meinung zu diversen Film- und Fernsehproduktionen unter das Volk2.0 zu bringen und damit schleichend den weltweiten Einfluss der Bluth Company zu erweitern.

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Ihr fragt euch bestimmt: „Du verkaufst dich für ein paar Frozen Bananas?“ Und ihr habt recht. Nach erfolgreichem Abschluss der Kampagne werde ich in ein Model Home der o.g. Bluth Company ziehen und meinen persönlichen Frozen Banana Stand leiten.

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Wer kann da schon nein sagen?

Es rollt!

Alles ist geklärt. Nachdem sich ein Termin ergeben hatte, ist es mir tatsächlich gelungen alle(s) unter einen Hut zu bringen. Heute morgen habe ich den letzten Anruf bekommen. Ich kann es selbst noch gar nicht glauben. Zwei Wochen mit Meetings, unzähligen Telefonaten und ebenso vielen E-Mails. Nebenbei habe ich den insgeheimen Hauptdarsteller (das Bild) fertig gestellt und zum Testen ein paar Aufnahmen in der Galerie (Location B) gemacht.

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Ich hoffe jetzt nur, dass ich nichts übersehen habe und dass es keine Ausfälle gibt, wenn am 15. und 16. April die Aufnahmen zu meinem Kurzfilm entstehen.

Kamera, Dolly, Kamerakran, Lichtequipment, externes Mikro samt Angel. Alles vorhanden. Schauspieler, Kamera- und Lichtcrew, sowie sonstige Helfer. Alle haben bereitwillig zugesagt.

Nun drückt mir bitte die Daumen, dass niemand abspringt oder Gerätereservierungen in letzter Sekunde zurückgenommen werden. Das würden nämlich weder ich noch mein Konto verkraften.