Gutschein für thalia.de

Aktuell gibt es einmal wieder einen Universal-Gutschein über 10 EUR. Dieses Mal für thalia.de (Mindestbestellwert 30 EUR, einlösbar bis zum 30. Juni 2007).

Gutschein-Code:
gondrom10

Anbei noch ein potentielles Schnäppchen: Die Collector’s Edition der jünsten Eastwood-Werke „Flags of Our Fathers“ und „Letters from Iwo Jima“ für gerade einmal 20,98 € nach Einsatz des Gutscheins. Ich habe gestern bestellt und eben hat der Postbote geklingelt. So gewinnt man Neukunden… 😉

Ausgegraben: Samiam – Astray

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Manche Platten hört man jahrelang nicht, nur um sie dann wiederentdecken zu können. So ist es mir aktuell mit ASTRAY von SAMIAM ergangen. Nach dem Kauf habe ich die Scheibe rauf und runter gehört. Irgendwann ist sie dann im Regal verschwunden und etwas in Vergessenheit geraten. Vielleicht liegt das auch daran, dass die Scheibe nicht gerade freundin- bzw. fraukompatibel ist, aber das hat bei anderen Platten ja auch nicht gestört. Was ist also geschehen?

Vermutlich war ich damals noch zu jung, um die dauerhafte emotionale Tiefe von ASTRAY zu begreifen. Bei SAMIAM sitzen keine Jungs in der Band, dort sitzen Männer. Das macht wohl den Unterschied. Auch hier werden Themen, wie Freundschaft, Liebe, Erwachsenwerden u.ä. thematisiert, doch ist die Tragweite der Melancholie einfach größer. Spürbarer. Echter. Kein aufgesetztes Emo-Gehabe. Echte Emotionen. Man muss nur einmal einen Blick in das Booklet werfen und man sieht sofort, dass es hier nicht um Coolness und Style geht. Es geht um Musik.

Diese ist ruppig und roh. Doch nie zu krachig. Ebenso wie die wunderbaren Texte. Die Scheibe verleitet dazu, sich hinzusetzen und die Texte einfach mitzuverfolgen. Schon bald wird man eine Schwermütigkeit spüren, die jedoch nicht hoffnungslos erscheint. Mit HOW LONG gibt es gegen Ende sogar fast noch einmal ein fröhliches Liebeslied, bevor der Hörer mit WHY DO WE in die Realität zurückgeholt wird. Ehrlichkeit. Das ist SAMIAM.

Anspieltipps:
MUD HILL
DULL
WHY DO WE

8 Simple Rules

Gemeint ist dieses Mal ausnahmsweise nicht die TV-Serie – gemeint bin ich. Die Doktorin hat mir ein Stöckchen zugeworfen, bei dem ich acht Dinge über mich enthüllen soll. Here we go:

Eins: Mir fällt zu jeder Zeit eine unpassende Referenz aus der Film- und Fernsehwelt ein. Dabei hätte ich diesen Eintrag ja auch einfach einmal ‚Acht Dinge‘ oder so ähnlich betiteln können, aber nein…

Zwei: Noch kurz vor meiner eigenen Bloggerkarriere fand ich Blogs total langweilig und hielt Blogger für egozentrische Selbstdarsteller (ich hätte den Beitrag vielleicht doch ‚Acht Geständnisse‘ nennen sollen). Inzwischen weiß ich allerdings, dass ich damals – zumindest in den meisten Fällen – total falsch gelegen habe. Reicht das als Rehabilition?

Drei: Bis ins Teenageralter habe mit größtem Vergnügen Disney-Comics gelesen. Am liebsten „Lustiges Taschenbuch“. Wäre unsere Wohnung platzmäßig nicht so eingeschränkt, würde ich sogar heute noch ab und zu reinschauen. Doch nun lagern die lustigen Bücher bei meinen Eltern im Keller. Einsam und verlassen und gar nicht mehr lustig.

Vier: Ich wollte als Kind immer Forscher werden. Am liebsten Meeresbiologe (was wohl meine Affinität zu marinen Themen in Film und Literatur erklärt). Und nun? Pixelschubser und Farbendreher statt Tiefseetaucher.

Fünf: In der Schulzeit war ich stets der Größte in der Klasse. So rein von der Länge. Ich habe das nie so toll gefunden, wie ich es – nach Aussagen diverser Leute – hätte finden müssen. Heute kann ich meine Größe meist bei hohen Schränken ausspielen. Anscheinend bin ich praktischer als eine Leiter – wiederum nach Aussagen diverser Leute.

Sechs: Früher habe ich das Rollenspiel „Shadowrun“ gespielt. Das klingt nun viel nerdiger, als es eigentlich war. Mit den Kämpfen, Würfeln, Attributen etc. konnte ich auch nie wirklich viel anfangen. Ich fand es dagegen toll, dass man sich Geschichten ausdenken konnte. Die Welt des Spiels finde ich immer noch faszinierend und warte nach wie vor auf ein Filmumsetzung.

Sieben: Meinen ersten bewussten Albtraum hatte ich nach einer Folge „Tom & Jerry“. Tom wurde vom Teufel in die Hölle gezogen. Schrecklich. Glaubt man meiner Mutter, war das auch für sie eine äußerst unruhige Nacht. Danach war Fernsehen erst einmal gestorben.

Acht: Ich war als Jüngling Mitglied im hiesigen Geräterturn-Verein. Dieser wurde von einem damals bestimmt schon 75jährigen Kauz geleitet. Der Drill war hart. Am härtesten war allerdings das Reck. Ich habe dieses Gerät gehasst. Dafür existieren irgenwo im Keller meiner Eltern (gleich neben den Lustigen Taschenbüchern) Hi8-Kassetten mit erschreckenden tollen Aufnahmen von mir als Boden- und Trampolinturner. Aufgrund der Erlebnisse am Reck habe ich aber auch diese Karriere an den Nagel gehängt.

Mehr Dinge gibt es heute nicht. Weitergeschmissen (ja, auch Leichtathletik gehörte zu meinen großartigen Fähigkeiten) wird das Stöckchen an Martin und Paul. Ich hoffe ihr fangt besser, als ich werfe… 😉

Rollerball (1975)

Neben „Logan’s Run“, „Soylent Green“ und „THX 1138“ ist Norman Jewisons „Rollerball“ einer der großen Sci-Fi-Filme der 70er Jahre. Er thematisiert ähnliche Themen, wie seine Brüder im Geiste und ist doch anders. Sehr actionbetont. Ein Sportfilm. Dennoch wird auch hier die Luft einer bevorstehenden Revolution geatmet. Die Zeit des Umbruchs ist gekommen.

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„Rollerball“ lebt eindeutig von Hauptdarsteller James Caan und den Actionsequenzen. Diese sind wahrlich atemberaubend inszeniert. Man ist als Zuschauer live beim Spiel dabei. Dies liegt vermutlich auch daran, dass die Regeln recht transparent in die Filmhandlung eingebaut worden sind. Das Spiel ist absolut glaubwürdig. Teilweise sogar erschreckend glaubwürdig. Brot und Spiele in Perfektion.

So gelungen auch die Spielszenen sind, so hätte ich mir doch etwas mehr Hintergrundinformationen über die Corporations gewünscht. Ich denke ein Informationsvorsprung des Zuschauers gegenüber den Figuren hätte der Geschichte nicht geschadet. So tappt man etwas im Dunkeln. Man kann die Motivation von Jonothan E. (James Caan) zwar nachvollziehen, doch eher auf der persönlichen Ebene. Hier wäre etwas mehr kritischer Unterbau nötig gewesen.

Inszenatorisch reißen natürlich besonders die „Rollerball“-Szenen mit. Diese sind auch – für die damalige Zeit – famos in Szene gesetzt und rasant geschnitten. Etwas gestört habe ich mich an den vielen Zooms, die heute einfach etwas unfilmisch wirken. Schauspiel und der klassische Score sind auf hohem Niveau und passen perfekt zur Geschichte.

„Rollerball“ ist sicherlich nicht die beste der düsteren 70er Jahre Utopien, doch kann der Film auch heute noch mitreißen und unterhalten. Dank der tollen Spielszenen und der interessanten – aber ausbaufähigen – Rahmenhandlung, kann ich guten Gewissens immer noch 8/10 Punkte vergeben. Das Remake von John McTiernan soll dagegen ja nicht so gelungen sein.

Der falsche Mann – OT: The Wrong Man (1956)

Gestern Abend habe ich mit „Der falsche Mann“ wohl einen der untypischsten Filme Hitchcocks gesehen. Bei der Sichtung wurde mir wieder einmal klar, dass ich viel öfter in die Zeit vor 1970 eintauchen sollte. Ich weiß auch nicht, warum mich das Überwindung kostet, sind doch die Klassiker – und ganz besonders wenn Hitchcock im Spiel ist – mindestens ebenso unterhaltsam, wie jüngere Werke.

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Ich habe bereits erwähnt, dass „Der falsche Mann“ ein untypischer Film für Hitchcock ist. Diese Erkenntnis ist nun auch nicht besonders herausragend, da doch der Meister zu Beginn des Films höchstpersönlich auf diesen Umstand hinweist und herausstellt, dass es sich hierbei um eine Geschichte nach einer wahren Begebenheit handelt. Dies sollte man als Zuschauer auch stets im Hinterkopf haben.

Wie so oft bei Hitchcock steht ein Jedermann im Mittelpunkt. Ein Mensch wie du und ich. In diesem Fall ist es Christopher Emmanuel ‚Manny‘ Balestrero, ein Musiker, der in eine bedrohliche Situation gerät. Soweit noch typisch Hitchcock. Auch die Inszenierung erinnert an seine bisherigen Filme. Nur ist alles einen Tick realistischer. Der unterschwellige Humor fehlt komplett und es liegt eine Dunkelheit über dem Werk, der nicht nur Mrs. Baletrero erliegt.

Das Ende ist schließlich so deprimierend, wie ich es schon lange nicht mehr erlebt habe. Die abschließenden Texttafeln wirken hier beinahe etwas aufgesetzt. Fehl am Platz. Unwirklich. Sie drehen das Gewohnte ins Gegenteil um: Normalerweise sieht man bei Geschichten, die auf einer wahren Begebenheit basieren eine glückliche Endszene, der eine Texttafel folgt, wann sich Charaktere getrennt haben, gestorben sind o.ä. Die Geschichte der Menschen endet meist tragisch, der Zuschauer wird doch in einem glücklichen Moment aus dem Film entlassen. Hitchcock dagegen lässt noch einmal die gesamte Tragik der Verwechslung auf den Zuschauer einprasseln.

Kritikpunkte habe ich eigentlich keine. „Der falsche Mann“ ist grandios inszeniert, hat ein fantastisches Produktionsdesign und perfekte Schauspieler. Allen voran Henry Fonda, wenngleich Vera Miles gegen Ende alles versucht ihm die Show zu stehlen. Mir persönlich sind – trotz besonderer formaler Reife dieses Werks – die klassischen Hitchcock-Filme lieber. Filme, wie „Vertigo“, „Rope“ oder auch „Die Vögel“ und „Psycho“. Bei der gestrigen Sichtung hatte ich stets auf einen Twist gewartet, auf eine Überraschung, auf diese großartige Suspense. Doch Hitchcock hat mir ja eigentlich schon zu Beginn erzählt, was ich zu erwarten hatte: Eine perfekte Nacherzählung eines tragischen Kriminalfalls – und als diese funktioniert „Der falsche Mann“ wirklich großartig.

Auf jeden Fall habe ich mir nun vorgenommen in Zukunft öfter mal in die Vergangenheit zu reisen. Es lohnt sich: 8/10 Punkte.

Die graue Theorie

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Zur Theorie: Nur um einmal zu zeigen, dass ich nicht nur den ganzen Tag am Film rumschnippel. Unglaublich wie produktiv ich doch gewesen bin. Inzwischen muss ich mich aber schon stark zusammenreißen, damit ich dran bleibe. Abnutzungserscheinungen gibt es anscheinend nicht nur beim Film.

Zur Praxis: Die endgültige Schnittfassung steht immer noch nicht ganz (aktuell bin ich auf ca. 5 Minuten runter; anfangs waren es noch gute 10), dafür habe ich die Effektszenen schon einmal weitgehend vorbereitet. Klappt ganz gut. Kommenden Mittwoch ist noch einmal ein Treffen bzgl. Schnitt – hoffentlich das letzte. Dann heißt es reinklotzen, denn in den kommenden eineinhalb Monaten will das Ding nicht nur optisch auf Hochglanz poliert werden, sondern auch akustisch etwas hermachen.

Space Cowboys

Clint Eastwood habe ich eine lange, lange Zeit überhaupt nicht als Regisseur wahrgenommen. Eher untypisch für mich und höchste Zeit Versäumtes nachzuholen. Den Anfang macht „Space Cowboys“, der schon länger auf meiner To-See-Liste steht und der durch die letzte Weltbild-Aktion endlich in greifbare Nähe gerückt ist. Spoiler voraus!

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Der Film teilt sich grob in zwei Häften: Eine ruhige, humorvolle erste und eine eher actiongeladene, dramatische zweite. Mit dieser Zweiteilung verändert sich meines Empfindens nach auch die Qualität des Films. Die erste Stunde fand ich wirklich famos. Eine wunderbare Einführung der Figuren, ein gelungener Spannungsaufbau und mit viel stillem Humor, der einen augenzwinkernden Blick auf das Alter wirft.

Ab dem Bekanntwerden von Hawks Krankheit nimmt der dramatische Anteil zu. Der russische Kommunikationssatellit entpuppt sich als waffenstarrendes Relikt des kalten Kriegs, der mitfliegende Jungspund löst eine Katastrophe aus, in deren Folge sich Hawk für sein Team opfert. All das hat man meiner Meinung nach schon tausend Mal gesehen und mir sind diese Plotelemente beinahe etwas fehl am Platz vorgekommen. Musste es wirklich ein gefährlicher Militärsatellit sein? Hätten die Jungs mit normalen Problemen da oben nicht schon genug zu tun gehabt?

Der Film lebt eindeutig von seinen Schauspielern. Das Altherrenquartett spielt schön selbstironisch und gibt seine Figuren dennoch nie der Lächerlichkeit Preis. Das hat mir wirklich imponiert. Was mir ansonsten von der Besetzung noch ins Auge gesprungen ist: Es spielt die halbe „24“-Besetzung der aktuellen Staffel mit! In einem Raum befinden sich plötzlich Jack Bauers Serienvater (James Cromwell), Secretary Heller (William Devane) und unser allseits beliebter Lieblingsrusse Dmitri Gredenko (Rade Serbedzija). Doch damit nicht genug: Auch Donald Sutherland ist anwesend. Als dann die USA plötzlich von sechs Atomraketen bedroht werden, fehlt nur noch Jack Bauer. Ein wahres Fest für den Film-/Seriengeek.

„Space Cowboys“ hat mir viel Spaß bereitet. Besonders Eastwoods ruhige und besonnene Art der Inszenierung ist mir sehr positiv aufgefallen. Leider werden in der zweiten Filmhälfte zu viele bereits bekannte Elemente aufgewärmt und die Stärken der ersten Hälfte etwas vernachlässigt. Trotz der Fehler wirklich gute Unterhaltung: 7/10 Punkte.

Bryce 5.5 kostenlos

Wer einmal in die Welt des 3D Designs hineinschnuppern will, kann sich Bryce 5.5 von DAZ Productions zurzeit kostenlos herunterladen. Ich selbst habe noch nicht mit dem Programm gearbeitet, es soll aber besonders für Anfänger recht gut geeignet sein und wird hauptsächlich als Landschaftsgenerator eingesetzt. Mehr Infos gibt es hier.

Zum Download auf diese Seite gehen und einfach runterladen. Den kostenlosen Registrierungsschlüssel gibt es nach einer kurzen Anmeldung hier.

Viel Spaß damit! 🙂

Veronica Mars – Season 1

Auch wenn man heutzutage von einer wahren Serienvielfalt beinahe erschlagen wird, so bleiben die wirklich besonderen doch eine Seltenheit. Oft wird einem das auch erst nach dem Ende einer Serie klar. Ich bin mir allerdings jetzt schon ziemlich sicher, dass auch „Veronica Mars – Season 1“ zu diesen besonderen Erlebnissen in der Serienwelt zählt. „Well, you know what they say: Veronica Mars, she’s a marshmallow.“

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Anfangs hatte ich etwas befürchtet, dass uns Veronica Mars zu sehr in die Welt der Teenager entführt. Mit den typischen Problemchen, die besser in eine Soap passen, als in eine ernsthafte Serie. Glücklicherweise ist dem nicht so. Sicherlich hat auch Veronica Mars mit ihrem Liebesleben, der Schule etc. zu kämpfen – aber wie sollte es auch anders sein? Sie ist schließlich noch ein Teenager. Allerdings werden auch diese Dinge so geschickt in die Storyline eingeflochten, dass sie selbst dem abgeneigtesten erwachsenen Zuschauer nicht zu negativ auffallen sollten.

Veronica Mars ist nämlich nicht der normale Teenager, den man noch von seiner Schulzeit kennt. Sie ist der fleischgewordene Traum eines jeden (Ex-)Schülers. Sie strotzt vor Selbstbewusstsein, sie ist unglaublich schlagfertig, sie ordnet sich nicht den Cliquen unter, sie ist stilbewusst, sieht gut aus und arbeitet nebenbei als Privatdetektivin. Wer wäre in seiner Schulzeit nicht gerne wie sie gewesen bzw. hätte gerne jemanden wie sie als Freund gehabt? Ich denke hier liegt das große Identifikationspotential, selbst wenn man seine eigene Schulzeit schon lange hinter sich hat. Veronica Mars verkörpert all das, was man damals – aller Wahrscheinlichkeit nach – selbst angestrebt hat. Sie lebt den Traum.

Hatte ich erwähnt, dass Ms. Mars nebenher als Privatdetektivin arbeitet? Ebenso wie ihr Vater? Aus dieser Prämisse entwickelt sich in jeder Episode ein Fall, der stets höchst interessant ist und bei dem auch vor Themen wie Mord oder Vergewaltigung nicht zurückgeschreckt wird. Ebenso wird eine episodenübergreifende Handlung erzählt: Veronicas Freundin wurde ermordert und es gilt den wahren Täter zu finden. Die ganze Staffel über werden Spuren gelegt und gefunden, die alle – aber auch wirklich alle – in der genialen letzten Episode aufgelöst werden. Selten habe ich ein so mitreißendes Staffelfinale gesehen. Schweißtreibend. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Inszenatorisch weiß die Serie auch zu gefallen. Der Look ist außergewöhnlich. Meist erstrahlt das Bild in bunten Neonfarben, was oft allein durch die Beleuchtung erreicht wird. Anfangs gewöhnungsbedürftig, letztendlich aber mehr als passend und wirklich stilbildend für die Serie. Ebenso fallen viele extreme Weitwinkelaufnahmen und Perspektiven aus dem klassichen Film noir auf, wenngleich dieser Stil nie im Vordergrund steht, wie z.B. beim thematisch ähnlichen „Brick“. Neben der Inszenierung fallen besonders die Schauspieler postiv auf. Allen voran natürlich Kristen Bell. Die perfekte Besetzung für Veronica Mars. Doch auch Enrico Colantoni als Keith Mars hat alle Sympathien auf seiner Seite. Ansonsten ist noch der äußerst passende Titelsong WE USED TO BE FRIENDS der DANDY WARHOLS eine Erwähnung wert. Nicht selten unterlasse ich es den Vorspann zu überspringen.

„Veronica Mars“ ist eine unglaublich gut geschriebene Serie. Der Wortwitz erinnert an den eines Joss Whedon („Firefly“) und ich hoffe sehr, dass die Qualität über die nächsten beiden Staffeln aufrecht erhalten werden kann. Äußerst sehenswert: 9/10 Punkte.