Was Sonys Reaktion auf den Hacker-Angriff für uns Filmfreunde bedeutet

Bisher habe ich auf deutschen Filmblogs nur wenig über den Angriff auf Sony Pictures und die daraus resultierende Nichtveröffentlichung des Films „The Interview“ gelesen. Sehr erstaunlich. Neben den aus IT-Sicht katastrophalen Sicherheitszuständen bei Sony ist für uns Filmfreunde natürlich speziell das Eingehen des Unternehmens auf die Forderungen der Hacker interessant – dabei bitte auch bedenken, dass die direkte Beteiligung Nordkoreas noch sehr umstritten ist.

Einmal davon abgesehen, dass Sony mit seinem Verhalten einen neuen Präzedenzfall geschaffen hat und zukünftigen Hackern bzw. Terroristen Tür und Tor öffnet, so ist das Einknicken auch ein herber Angriff auf die Zukunft der Meinungsfreiheit. Man stelle sich vor gewissen Gruppen missfallen plötzlich Filmszenen etablierter Klassiker? Dank digitaler Distribution ist es den Filmfirmen ein Leichtes eben diese aus Filmen zu schneiden, diese nachträglich abzuändern oder komplett aus dem erreichbaren Katalog zu streichen. Davon sind nicht nur Filme oder Serien, sondern auch digital vertriebene Musik, Bücher usw. betroffen. Schöne neue Medienwelt.

Für mich nur ein Grund mehr auch in Zukunft auf tatsächlich greifbare Medien, d.h. Blu-ray, DVD, CD und Bücher zu setzen. Die Fassung bzw. Ausgabe, die im eigenen Regal steht, kann eben nicht einfach geändert, gelöscht oder sonst irgendwie beeinflusst werden.

Von einer Zielgruppe, die heute noch jammert, dass George Lucas die originalen Kinofassungen der „Star Wars“-Trilogie nur sehr eingeschränkt zugänglich gemacht hat, wundert mich dieser leichtfertige Umgang mit dem geliebten Kulturgut. Oder zumindest das weitgehende Ignorieren dieses erschreckenden Zwischenfalls in der filmischen Blogosphäre.

Verzeiht mir die Polemik, doch vielleicht lässt sich dadurch zumindest eine Diskussion anstoßen… 🙂

Media Monday #181

Nachdem unsere Wohnung vergangene Nacht als Schauplatz von Peter Jacksons „Braindead“ hätte durchgehen können (Nasenbluten bei Kindern ist kein Spaß), bin ich heute entsprechend müde. Dennoch natürlich kein Grund die aktuellen Fragen des Medienjournals unbeantwortet zu lassen. Und eure Nächte so?

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  1. Dank stressiger Vorweihnachtszeit bin ich noch gar nicht dazu gekommen, mir „Schöne Bescherung“ anzusehen – doch keine Sorge: Das wird natürlich noch nachgeholt!
  2. Die filmische Umsetzung von Mittelerde begeistert mich ja schon grundsätzlich, allerdings reißt mich die „Der Hobbit“-Trilogie nicht so mit, wie ich mir das gewünscht hätte – auch die inzwischen dritte Sichtung von „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ konnte das leider nicht ändern.
  3. Das Finale von „Die Unfassbaren: Now You See Me“ hat dramaturgisch völlig versagt, denn es lässt alles zuvor gesehene auf billigste Art verpuffen.
  4. In neueren Filmen fehlt mir nur allzu oft, dass ich mich komplett in der dargestellten Welt verlieren kann – allerdings mag dieser Eindruck auch am fortgeschrittenen Alter liegen…
  5. Aaron Taylor-Johnson konnte mich mit seiner Darstellung als Ford Brody in „Godzilla“ überhaupt nicht überzeugen, da er vor lauter Muskeln das Schauspielen verlernt zu haben scheint.
  6. Zuletzt habe ich das die Blogs und Podcasts für mich entdeckt, das die ich im letzten „Blogroll Reloaded“-Eintrag vorgestellt habe – wird mal wieder Zeit…
  7. Zuletzt gesehen habe ich das Finale von „One Tree Hill – Season 7“ und das war typisch für die gesamte siebte Staffel, weil es zwar teils hanebüchene Entwicklungen bot, dabei jedoch ziemlich unterhaltsam war.

One Tree Hill – Season 7

Langsam aber sicher neigt sich auch dieser Serienmarathon seinem Ende zu. Leider ist der qualitative Abfall inzwischen deutlich zu erkennen, was meine Sichtung von „One Tree Hill – Season 7“ auch ein wenig verzögert hat. Ob die Serie trotz Abstrichen weiterhin Spaß macht, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung…

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Am Anfang der Staffel steht, ebenso wie zu Beginn des fünften Jahres, ein Zeitsprung. Hat dies beim letzten Mal noch ausgezeichnet funktioniert, wirkt dieser Kniff inzwischen ein wenig aufgesetzt. Die Serie fühlt sich plötzlich anders an, was natürlich auch am Fehlen von zwei Hauptfiguren (nämlich Lucas und Peyton) liegt, die Tree Hill nach der sechsten Staffel ohne große Erklärungen verlassen haben. Die zurückgebliebenen Charaktere verlieren sich in Welten ohne jeglichen Realitätsbezug, d.h. Profi-Basketball, Musikgeschäft und Mode. Jegliche Erdung scheint der Serie abhanden gekommen zu sein.

Natürlich werden die freien Plätze durch neue Charaktere aufgefüllt – und erstaunlicherweise werden gerade diesen interessantere Handlungsstränge zugeschrieben, als den bereits bekannten Figuren. Sportagent Clay sowie Haleys Schwester Quinn bilden somit nette Ergänzungen, die im letzten Drittel der Staffel aber auch nicht vor abstrusen Entwicklungen gefeit sind. Spielte Musik früher eine große Rolle, so verkommt auch diese zu größtenteils austauschbarem 08/15-Pop. Einzig die Montage zu Fleetwood Macs „Landslide“ hat mich emotional wirklich mitgerissen. Ist aber auch immer noch ein toller Song. Leider einer der wenigen.

Trotz aller negativen Aspekte, konnte ich mich der Serie nicht entziehen und hatte Spaß bei der Sichtung. Zwar eine andere Art von Spaß, als noch während der ersten vier Staffeln, doch möchte ich gerade jetzt wissen, wie die Autoren dieses schon sehr wackelig gewordene Gefährt ins Ziel juckeln – da kenne ich nichts: 7/10 (6.9) Punkte.

Der Hobbit: Eine unerwartete Reise – OT: The Hobbit: An Unexpected Journey – Extended Edition (2012) (WS2)

Aktualisierung: Ich habe „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ am 19. Dezember 2015 und am 25. Dezember 2023 zum ersten Mal mit den Kindern gesehen und jeweils eine aktualisierte Besprechungen veröffentlicht.

Vorweihnachtszeit ist Reisezeit, zumindest auf dem Bildschirm. Wie es bereits seit Jahren Tradition ist, habe ich mich abermals nach Mittelerde begeben. Ob die inzwischen dritte Sichtung von „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ (zum zweiten Mal in der Extended Edition gesehen) meinen bisherigen Eindruck von Peter Jacksons Prequel-Trilogie verändert hat?

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Wie bereits bei der Zweitsichtung vor einem Jahr, hatte ich die Hoffnung, dass dieses Mal der Funke endgültig überspringt. In gewisser Weise ist er das auch. Die erste Stunde fand ich großartig. Die Ankunft der Zwerge in Beutelsend trifft genau den Ton der Vorlage, wie ich sie mir stets vorgestellt hatte – und fügt sich auch perfekt in Peter Jacksons Version von Mittelerde ein. Ich liebe dieses Gefühl von Abenteuer und Aufbruch, das beständig in der Luft liegt. Kein Wunder, war doch der ähnlich gelagerte „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“ lange mein Lieblingsteil der Ursprungstrilogie. Leider jedoch gelingt es dem Film nicht seine Stärken bis zum Schluss auszubauen.

„The Hobbit: An Unexpected Journey“ besitzt ein paar Elemente, mit denen ich mich einfach nicht anfreunden kann. Den übermäßigen CGI-Einsatz empfinde ich nach wie vor als zu viel des Guten, jedoch ist der Film technisch zweifellos gut gemacht und oft auch toll anzusehen. Auch Radagast der Braune sehe ich immer noch zwiespältig, wenngleich ich mich so langsam an ihn gewöhne. Dagegen funktioniert der Antagonist Azog der Schänder überhaupt nicht für mich. Ich kann verstehen, dass Jackson eine beständige Bedrohung aufbauen wollte und auch die Hintergrundgeschichte finde ich durchaus brauchbar – nur was soll dieses künstliche und absolut austauschbare Design? Wirklich eine Schande, besonders wenn man sich die fabelhaften Orks aus der Originaltrilogie ansieht. Da wäre jeder Ork aus dritter Reihe eine bessere Wahl gewesen. Kein Charisma, nichts.

Es ist wirklich nicht einfach mit diesem Film: Auch wenn ich bei der heutigen Sichtung gewisse Punkte (noch) stärker und andere wiederum (noch) schwächer fand, als während der letzten beiden Male, so ändert sich an der Gesamtwertung jedoch nichts. Für mich ist „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ immer noch ein wunderbar unterhaltsames Fantasy-Abenteuer, das jedoch einfach nicht an seinen 10 Jahre alten Vorgänger (bzw. Nachfolger) anschließen kann – und auch was die Fortsetzung angeht, so kann ich noch überhaupt nicht absehen, wie sie mir bei der kommenden Sichtung gefallen wird: 8/10 Punkte.

Media Monday #180

Schon wieder eine Woche näher an Weihnachten dran. Verrückt! Und schon wieder ein Wochenende, an dem die Hälfte der Familie von diversen Krankheiten außer Gefecht gesetzt wurde. Doch auch als nicht fitter Filmblogger stehen am heutigen Montag natürlich die Fragen des Medienjournals auf dem Programm. Und wie gestaltet ihr so eure Adventszeit?

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  1. Wenn ich mir meine Filmvorlieben so anschaue, muss ein Film vor allem eines haben, um mich zu begeistern: Er muss es schaffen Emotionen bei mir zu wecken – nur dann kann er wirklich zu einem Lieblingsfilm werden.
  2. Erfahrungsgemäß gefallen mir Filme mit Sci-Fi- und/oder Fantasy-Elementen auch überdurchschnittlich oft, denn für mich dienen Filme zu großen Teilen dem Eskapismus – und dafür begebe ich mich gerne in fremde Welten.
  3. Die Tötung nahezu jedes einzelnen Charakters in George R. R. Martins  „A Song of Ice and Fire“-Reihe sowie der zugehörigen TV-Serie „Game of Thrones“ war für mich besonders schockierend, weil das Ableben einfach immer so unerwartet kommt – genauso schlimm wie einst bei Joss Whedon.
  4. Das coolste Vater-Sohn-, alternativ Mutter-Tochter-Gespann sind für mich immer noch die Lorelai und Rory Gilmore – eben die „Gilmore Girls“.
  5. Selten wurde Krieg glaubwürdiger und grausamer dargestellt als in den ersten 20 Minuten „Der Soldat James Ryan“ – wirklich beurteilen kann ich es glücklicherweise nicht.
  6. Nicht unbedingt ein Weihnachtsfilm, ist es inzwischen quasi Tradition, dass ich mir alljährlich einen Kurzurlaub in Mittelerde gönne – vor ein paar Jahren noch mit der kompletten „Der Herr der Ringe“-Trilogie, die inzwischen von „Der Hobbit“ ergänzt wird.
  7. Zuletzt gesehen habe ich „Die Unfassbaren: Now You See Me“ und das war genau die richtige Art von seichter Unterhaltung, weil ich an dem Abend der Sichtung sowieso nicht mehr hätte aufnehmen können.

Impressionen vom Bau #3: Der Keller ist dicht

Im Gegensatz zu letzter Woche ist der gefühlte Fortschritt nur gering, dennoch hat sich wieder einiges getan: Der Keller ist dicht, d.h. die Betonplatte wurde gegossen und der Winter könnte nun theoretisch kommen. Soll er aber noch nicht. Weiterhin wurde der Graben rund um den Keller wieder eingebuddelt; nur Platz für den Lichtgraben vor dem Hobbyraum ist geblieben. Man kann nun recht gut erkennen, wie viel Platz das Haus auf dem Grundstück einnimmt – und nach vorne wird es schon ein wenig eng, doch das das wussten wir ja…

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Der Lichtgraben ist schon vorbereitet

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Im Süden nur wenig Platz für Terrasse und Garten

Alle Artikel zu unserem Bauvorhaben…

3. Allgemeine Altpapiersammlung (AAPS)

Owley hat bereits zum dritten Mal dazu aufgerufen 10 selbst verfasste, und der eigenen Einschätzung nach zu unrecht unbemerkt gebliebene, Blogeinträge aufzulisten bzw. anzupreisen. Wie bereits in den letzten zwei Jahren bin ich natürlich wieder mit dabei…

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Unten findet ihr meine diesjährige Auswahl von 10 Blogartikeln, bei denen ich mir mehr Feedback erhofft hatte. Der Titel verlinkt stets zum jeweiligen Eintrag, darunter findet ihr dessen Kategorie sowie die Anzahl abegebener Kommentare. Eine kurzes Statement aus heutiger Sicht und ein Teasertext sollen euch einen ersten Eindruck vom Inhalt geben. Wie bereits beim letzten Mal habe ich nur Einträge aus dem vergangenen Jahr, sprich seit der 2. Allgemeinen Altpapiersammlung, ausgesucht. In diesem Sinne: Viel Spaß beim Schmökern!

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Die Unfassbaren: Now You See Me – OT: Now You See Me – Extended Edition (2013)

Aktualisierung: Ich habe „Die Unfassbaren: Now You See Me″ am 7. März 2026 zum ersten Mal mit den Kindern gesehen und eine Besprechung der Wiederholungssichtung veröffentlich.

Langsam aber sicher reicht es mir mit den beständigen Krankheiten. Nachdem letztes Wochenende das Zappelinchen dran war, hat es nun den Zwergofanten und meine Frau erwischt. Alle Pläne für das Nikolaus-Wochenende dahin. Somit waren die Umstände der gestrigen Sichtung von „Die Unfassbaren: Now You See Me“ (gesehen in der Extended Edition) auch alles andere als optimal. Ob der Film dennoch überzeugen konnte, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung…

Die Unfassbaren: Now You See Me (2013) | © LEONINE

Die Unfassbaren: Now You See Me (2013) | © LEONINE

Filme rund um die Bühnenzauberei bilden inzwischen fast schon ein eigenes Genre. Von Christopher Nolans „The Prestige“ war ich damals sehr begeistert, Neil Burgers „The Illusionist“ konnte mich dagegen nicht so wirklich überzeugen. Beide Filme sind eher dem Thriller zuzuordnen, Louis Leterriers „Now You See Me“ erinnert dagegen eher an klassische Caper- oder Heist-Movies wie „Ocean’s Eleven“ – vielleicht auch aufgrund des Vegas-Show-Aspekts. Leichtere Kost also, als die beiden oben genannten Mystery-Thriller, doch das muss ja nicht von Nachteil sein.

„Now You See Me“ ist selbst wie eine Bühnenshow aufgebaut. Unglaublich viele Effekte, glatt und ohne Kanten inszeniert. Die Figuren sind interessant und gut gespielt, besitzen aber keinerlei Tiefe. Die Handlung jagt von einer mehr oder minder verblüffenden Wendung zur nächsten und man versucht als Zuschauer die Tricks zu entlarven. Eine große, bunte Zaubershow. Toll anzusehen und wirklich unterhaltsam. Sobald man aber anfängt über das Gesehene nachzudenken, ist es auch schon vorbei. Besonders die letzte Wendung entpuppt sich als platt und an den Haaren herbeigezogen. Der Bühnenzauber verpufft. Mehr ist da nicht.

Fazit

Ich mag die Dynamik zwischen Woody Harrelson, Jesse Eisenberg, Dave Franco und der großartigen Isla Fisher wirklich sehr. Auch Mark Ruffalo und Mélanie Laurent haben so ihre Momente. Michael Caine und Morgan Freeman dagegen bemühen sich erfolglos gegen die abstruse Handlung anzuspielen. All das ist gefällig inszeniert und hat mich gestern – trotz der erschwerten Rahmenbedingungen – wirklich gut unterhalten. Je länger ich jedoch über Louis Leterriers („Kampf der Titanen“) Film nachdenke, umso mehr merke ich, dass ich mich, außer an eine spektakuläre Show, kaum noch an etwas erinnern kann. Nette Unterhaltung mit einem tollen Ensemble, mehr aber leider auch nicht: 7/10 Punkte.

Filmblog-Adventskalender 2014: #02 – Seinfeld

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Ho ho ho, es weihnachtet sehr in der filmischen Blogosphäre. Folglich will auch ich nicht mit meinem Geschenktipp hinter dem Berg halten. Hmm, eine weihnachtliche Geschenkidee? Natürlich der wunderbare „Schöne Bescherung“ aus der Feder von John Hughes! Aber nein, dieser Film muss ja jedes Jahr(!) noch vor Weihnachten geschaut werden. Was also hat bei mir Gefühle ausgelöst wie Nikolaus, Weihnachten und Silvester zusammen? Natürlich die DVD-Veröffentlichung der stilbildenden Sitcom „Seinfeld“ – obwohl man in dieser Welt natürlich nicht das schnöde Weihnachten, sondern Festivus feiert…

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Vermutlich hat jeder Serienfreund zumindest schon einmal von „Seinfeld“ gehört. Die Serie war in den USA ein regelrechter Straßenfeger, doch bei uns ist sie leider sang- und klanglos untergegangen. Von mir Ende der 90er noch im Nachtprogramm von ProSieben verfolgt, war es eine Offenbarung als endlich die liebevoll gestalteten DVDs erhältlich waren. Als Weihnachtsgeschenk eignet sich wohl besonders die Komplettbox „Seinfeld: The Complete Series“ inklusive Coffee Table Book, welche leider jedoch sehr selten geworden ist. Doch auch mit den Einzelstaffeln könnt ihr Sitcom-Fans glücklich machen. Ohne „Seinfeld“ würde es heute Shows wie „Arrested Development“ nicht geben. Die Serie hat meinen Humor geprägt wie keine zweite – und wer wissen will, was es mit der Schrumpfung, dem Bubble Boy oder dem Suppen-Nazi auf sich hat, der sollte sich mit der Serie am besten gleich selbst beschenken. In diesem Sinne: ‚Boy, these pretzels are makin‘ me thirsty.‘

Wer mir jetzt noch – natürlich ohne IMDb oder Google – sagen kann, welche(r) Schauspieler(in) sowohl in „Seinfeld“ als auch in „Schöne Bescherung“ eine tragende Rolle spielt, der darf sich in meinem Buch der coolen Leute wähnen… 🙂

Entdecke alle Türchen des Filmblog-Adventskalenders…

Media Monday #179

Nach einem unglaublich anstrengenden Wochenende, habe ich mir den Montag redlich verdient. Obwohl ich nicht einmal einen einzigen Film gesehen habe, möchte ich die Fragen des Medienjournals nicht unbeantwortet lassen. Und was war bei euch so los?

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  1. Die wohl beste Comedy-Serie in meinen Augen ist gar nicht so leicht zu benennen, findet sich aber garantiert unter „Seinfeld“, „Friends“, „Curb Your Enthusiasm“ und „Arrested Development“ wieder.
  2. Clarence Worley (Christian Slater) und Alabama Whitman (Patricia Arquette) waren ein echtes Traumpaar in „True Romance“, denn die Chemie zwischen ihnen war in dieser ungewöhnlichen und drastischen Liebesgeschichte einfach perfekt.
  3. Wenn ich es bis 21 Uhr vor den TV schaffe, die Kinder schlafen und es der Geschichte gelingt mich emotional zu involvieren wird für mich ein Film unwiderstehlich, schließlich ist es wichtig sich komplett auf das audiovisuelle Erlebnis einlassen zu können.
  4. Der mieseste zweite Teil ist vermutlich irgendwann Direct-to-Video veröffentlicht worden, was jedoch nicht heißt, dass sich so manch grottige Fortsetzung (z.B. „Silent Hill: Revelation“) ab und zu ins Kino verirrt.
  5. Mit der 7. Staffel hat die TV-Serie „One Tree Hill“ ihren Zenit längst überschritten, wie der Ausstieg zweier Hauptdarsteller wohl eindeutig unter Beweis stellt, denn wirklich Sinn machen all die willkürlich angerissenen Handlungsstränge nicht mehr – umso faszinierender, dass die Serie größtenteils noch zu unterhalten weiß.
  6. Dürfte ich einen Tag mit meinen Kindern den Platz tauschen, würde ich ihnen zeigen wie anstrengend (und gleichzeitig liebenswert) sie doch tagein, tagaus sind.
  7. Zuletzt gelesen habe ich „Die Auserwählten im Labyrinth“ und das war wirklich eine positive Überraschung, weil ich zuvor im Zuge der Verfilmung so viel Schlechtes über „The Maze Runner“ gelesen hatte.