Nach unserer ersten, großen Wandertour entlang des Mühleben-Rundwegs, wollten wir am nächsten Tag etwas kürzer treten und haben uns zu einem Besuch der Eisriesenwelt Werfen aufgemacht. Davon hatten bereits die Schwiegereltern geschwärmt und ein wenig Abkühlung in einer Höhle mit viel Eis schien uns ein ideales Programm für diesen Tag zu sein. Also haben wir uns nach dem erneut ausgiebigen Frühstück nach Werfen aufgemacht, um eisige Höh(l)en zu erklimmen… 🥶
Schon die Anfahrt war ein echtes Abenteuer, denn es ging in engen Serpentinen hoch hinauf. Teils hatten wir schon Sorge, ob unser treuer Zafira das noch mitmacht. Hat aber alles gut geklappt. Vom Parkplatz aus waren es dann nur noch ein paar Schritt zur Eingangshalle. Für den Besuch hatten wir bereits am Vortag Online-Tickets für einen bestimmten Zeit-Slot gebucht. Das solltet ihr beachten, wenn ihr die Eisriesenwelt besuchen wollt. Nach kurzer Wartezeit ging es für uns durch die Schranke:
Zunächst ging es für einen knappen Kilometer zu Fuß bergauf. Die Wege waren breit und gut ausgebaut. Schon hier unten hatte man einen famosen Blick auf das umgebende Bergpanorama. Ich habe diesen Abschnitt wirklich sehr genossen. Den größten Höhenunterschied haben wir dann per Gondelbahn überwunden. Zu Fuß wäre dieser nur für alpin geübte Wanderer begehbar gewesen und hätte unsere Fähigkeiten überstiegen. Von der Gondel aus konnte man den Weg auch sehen. Teils ging es ohne Absicherung steil bergab.
Oben angekommen ging es nochmal einen knappen Kilometer weiter durch die schöne Berglandschaft. Schon bald konnten wir den Eingang zur Eisriesenwelt in der Ferne erblicken. Das war wirklich ein imposanter Anblick! Der letzte Abschnitt führte uns durch Höhlengänge bis hinauf zum gigantischen Höhleneingang.
In der Höhle hatten bereit etliche Besucher:innen gewartet. Es war dennoch weit nicht überlaufen. Hier zahlt sich das Zeit-Slot-System aus. Die Besucher wurden nun in eine englischsprachige und eine deutschsprachige Gruppe eingeteilt. Wir haben die kurze Wartezeit genutzt, um uns Jacken anzuziehen, denn in der Höhle herrschten, der Name Eisriesenwelt lässt es schon vermuten, Temperaturen unter dem Gefrierpunkt.
Die Höhle ist im Sommer komplett durch eine große Tür abgeriegelt, so dass keine Wärme hineinkommt und das Eis nicht schmelzen kann. Obwohl auf dem Schild „Fotografieren verboten“ stand, hatte es unser Führer ausdrücklich erlaubt. Das Schild ist vermutlich ein Relikt und die Betreiber sind sich inzwischen des positiven Marketing-Effekts durch Social Media usw. bewusst, wenn Fotos geteilt werden.
In der Eisriesenwelt führen insgesamt 1.400 Treppenstufen nach oben. Das ist ein ziemlicher Anstieg, der trotz der Kälte ordentlich anstrengend war. Da es in großen Teilen der Höhle recht dunkel war, hat unser Führer die erste und letzte Person namentlich auserkoren zwischendurch Statusberichte abzugeben und ihnen gewisse Aufgaben erteilt. Die erste Person der ca. 20- bis 30-köpfigen Gruppe war der Zwergofant. Er hat auch eine Lampe bekommen und durfte uns den Weg leuchten.
Bei unserer Führung durch die Eisriesenwelt kamen wir an verschiedensten Eisgebilden vorbei, die teils auch beleuchtet waren. Interessanter fand ich jedoch die Geschichte der Höhle, wie sie damals entdeckt wurde und welche Herausforderungen ihre Entdecker zu bewältigen hatten. Nach der Schauhöhle erstreckt sich das Höhlensystem noch für über 40 km in die Berge. Das kann man sich kaum vorstellen.
Am Ende waren wir ca. 75 Minuten in der Eisriesenwelt und es war ein tolles Erlebnis! Danach haben wir uns der Jacken entledigt und uns wieder auf den Weg nach unten gemacht. Dabei haben wir die schöne Natur noch einmal genossen.
Insgesamt hat sich unser Ausflug in die Eisriesenwelt mehr als gelohnt. Der Weg war, bis auf die steilen Treppen in der Höhle selbst, nicht sonderlich anstrengend, doch landschaftlich wunderschön. Eine wirklich gute Abwechslung zu unseren längeren Wanderungen in diesem Urlaub.
Hier könnt ihr unsere Route zur Eisriesenwelt nachvollziehen:
Distanz: 3.82 km
Zeit: 01:04:42
Anstieg: 196 m
Ø Pace: 16:57 min/km
Ø Geschwindigkeit: 3.5 km/h
Ø Herzfrequenz: 97 bpm
Ø Temperatur: 22.2 °C
Kalorien: 363 kcal
Nachdem wir wieder im Hotel zurück waren, habe ich mich noch zu einem fordernden Lauf mit knapp 320 Höhenmetern aufgemacht, während der Rest der Familie auf dem Balkon gespielt hat. Am nächsten Tag sollte es zu unserer schönsten Wanderung auf den Panoramaweg über Grießenkareck und Saukarfunktel gehen… ⛰️
























Das ist ja wirklich cool.
Was kostete denn Eintritt und die Gondel?
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Ja, war auch richtig cool. Im wahrsten Sinne des Wortes. 😄
Kosten für Erwachsene (bei Online-Buchung) 41 Euro und Jugendliche 30 Euro. Hat sich gelohnt.
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