Österreich: Pongau 2026 #4 – Besuch der Eisriesenwelt Werfen

Nach unserer ersten, großen Wandertour entlang des Mühleben-Rundwegs, wollten wir am nächsten Tag etwas kürzer treten und haben uns zu einem Besuch der Eisriesenwelt Werfen aufgemacht. Davon hatten bereits die Schwiegereltern geschwärmt und ein wenig Abkühlung in einer Höhle mit viel Eis schien uns ein ideales Programm für diesen Tag zu sein. Also haben wir uns nach dem erneut ausgiebigen Frühstück nach Werfen aufgemacht, um eisige Höh(l)en zu erklimmen… 🥶

Die imposante Höhle führt in die Eisriesenwelt

Die imposante Höhle führt in die Eisriesenwelt

Schon die Anfahrt war ein echtes Abenteuer, denn es ging in engen Serpentinen hoch hinauf. Teils hatten wir schon Sorge, ob unser treuer Zafira das noch mitmacht. Hat aber alles gut geklappt. Vom Parkplatz aus waren es dann nur noch ein paar Schritt zur Eingangshalle. Für den Besuch hatten wir bereits am Vortag Online-Tickets für einen bestimmten Zeit-Slot gebucht. Das solltet ihr beachten, wenn ihr die Eisriesenwelt besuchen wollt. Nach kurzer Wartezeit ging es für uns durch die Schranke:

Der Eingangsbereich zu Eisriesenwelt

Der Eingangsbereich zu Eisriesenwelt

Überall schönstes Bergpanorama

Überall schönstes Bergpanorama

Der Weg hinauf zur Eisriesenwelt ist wirklich wunderschön angelegt

Der Weg hinauf zur Eisriesenwelt ist wirklich wunderschön angelegt

Zunächst ging es für einen knappen Kilometer zu Fuß bergauf. Die Wege waren breit und gut ausgebaut. Schon hier unten hatte man einen famosen Blick auf das umgebende Bergpanorama. Ich habe diesen Abschnitt wirklich sehr genossen. Den größten Höhenunterschied haben wir dann per Gondelbahn überwunden. Zu Fuß wäre dieser nur für alpin geübte Wanderer begehbar gewesen und hätte unsere Fähigkeiten überstiegen. Von der Gondel aus konnte man den Weg auch sehen. Teils ging es ohne Absicherung steil bergab.

Rechts oben sieht man die Gondelstation

Rechts oben sieht man die Gondelstation

Ein weiterer herrlicher Ausblick

Ein weiterer herrlicher Ausblick

Das einzige Foto aus der Gondel

Das einzige Foto aus der Gondel

Oben angekommen ging es nochmal einen knappen Kilometer weiter durch die schöne Berglandschaft. Schon bald konnten wir den Eingang zur Eisriesenwelt in der Ferne erblicken. Das war wirklich ein imposanter Anblick! Der letzte Abschnitt führte uns durch Höhlengänge bis hinauf zum gigantischen Höhleneingang.

Plötzlich waren wir noch weiter oben

Plötzlich waren wir noch weiter oben

Der lange Weg durch Höhlengänge in die Eisriesenwelt

Der lange Weg durch Höhlengänge in die Eisriesenwelt

Ein Blick zurück auf die Höhlengänge

Ein Blick zurück auf die Höhlengänge

In der Höhle hatten bereit etliche Besucher:innen gewartet. Es war dennoch weit nicht überlaufen. Hier zahlt sich das Zeit-Slot-System aus. Die Besucher wurden nun in eine englischsprachige und eine deutschsprachige Gruppe eingeteilt. Wir haben die kurze Wartezeit genutzt, um uns Jacken anzuziehen, denn in der Höhle herrschten, der Name Eisriesenwelt lässt es schon vermuten, Temperaturen unter dem Gefrierpunkt.

Die große Einstiegshöhle zur Eisriesenwelt

Die große Einstiegshöhle zur Eisriesenwelt

Der Blick aus der Höhle

Der Blick aus der Höhle

Hinter dieser Tür wartet die Eisriesenwelt

Hinter dieser Tür wartet die Eisriesenwelt

Die Höhle ist im Sommer komplett durch eine große Tür abgeriegelt, so dass keine Wärme hineinkommt und das Eis nicht schmelzen kann. Obwohl auf dem Schild „Fotografieren verboten“ stand, hatte es unser Führer ausdrücklich erlaubt. Das Schild  ist vermutlich ein Relikt und die Betreiber sind sich inzwischen des positiven Marketing-Effekts durch Social Media usw. bewusst, wenn Fotos geteilt werden.

Ein Blick zurück auf den ersten großen Anstieg

Ein Blick zurück auf den ersten großen Anstieg

Die höchste Eiswand in der Eisriesenwelt

Die höchste Eiswand in der Eisriesenwelt

Imposante Eisgebilde wohin man auch schaut

Imposante Eisgebilde wohin man auch schaut

In der Eisriesenwelt führen insgesamt 1.400 Treppenstufen nach oben. Das ist ein ziemlicher Anstieg, der trotz der Kälte ordentlich anstrengend war. Da es in großen Teilen der Höhle recht dunkel war, hat unser Führer die erste und letzte Person namentlich auserkoren zwischendurch Statusberichte abzugeben und ihnen gewisse Aufgaben erteilt. Die erste Person der ca. 20- bis 30-köpfigen Gruppe war der Zwergofant. Er hat auch eine Lampe bekommen und durfte uns den Weg leuchten.

Wunderschöne Strukturen aus Eis

Wunderschöne Strukturen aus Eis

Diese Struktur war einmal als "Elefant" bekannt

Diese Struktur war einmal als „Elefant“ bekannt

Ein Einblick, wie die Wege durch die Höhle ausgebaut sind

Ein Einblick, wie die Wege durch die Höhle ausgebaut sind

Bei unserer Führung durch die Eisriesenwelt kamen wir an verschiedensten Eisgebilden vorbei, die teils auch beleuchtet waren. Interessanter fand ich jedoch die Geschichte der Höhle, wie sie damals entdeckt wurde und welche Herausforderungen ihre Entdecker zu bewältigen hatten. Nach der Schauhöhle erstreckt sich das Höhlensystem noch für über 40 km in die Berge. Das kann man sich kaum vorstellen.

Ganz hinten geht es in den nicht ausgebauten Teil der Höhle (über 40 km Höhle warten dort noch!)

Ganz hinten geht es in den nicht ausgebauten Teil der Höhle (über 40 km Höhle warten dort noch!)

Auf dem Rückweg der "Elefant" aus einer anderen Perspektive

Auf dem Rückweg der „Elefant“ aus einer anderen Perspektive

Ein Teil der 1.400 Treppenstufen der Eisriesenwelt

Ein Teil der 1.400 Treppenstufen der Eisriesenwelt

Am Ende waren wir ca. 75 Minuten in der Eisriesenwelt und es war ein tolles Erlebnis! Danach haben wir uns der Jacken entledigt und uns wieder auf den Weg nach unten gemacht. Dabei haben wir die schöne Natur noch einmal genossen.

Das Tageslicht hat uns wieder

Das Tageslicht hat uns wieder

Insgesamt hat sich unser Ausflug in die Eisriesenwelt mehr als gelohnt. Der Weg war, bis auf die steilen Treppen in der Höhle selbst, nicht sonderlich anstrengend, doch landschaftlich wunderschön. Eine wirklich gute Abwechslung zu unseren längeren Wanderungen in diesem Urlaub.

Hier könnt ihr unsere Route zur Eisriesenwelt nachvollziehen:

Unsere Wanderroute (via Garmin)

Unsere Wanderroute (via Garmin)

Distanz: 3.82 km
Zeit: 01:04:42
Anstieg: 196 m
Ø Pace: 16:57 min/km
Ø Geschwindigkeit: 3.5 km/h
Ø Herzfrequenz: 97 bpm
Ø Temperatur: 22.2 °C
Kalorien: 363 kcal

Nachdem wir wieder im Hotel zurück waren, habe ich mich noch zu einem fordernden Lauf mit knapp 320 Höhenmetern aufgemacht, während der Rest der Familie auf dem Balkon gespielt hat. Am nächsten Tag sollte es zu unserer schönsten Wanderung auf den Panoramaweg über Grießenkareck und Saukarfunktel gehen… ⛰️

2 Gedanken zu “Österreich: Pongau 2026 #4 – Besuch der Eisriesenwelt Werfen

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