Run, Fatboy, Run (300): Spezialausgabe

Das war mein 300. Lauf seit ich angefangen habe meine Läufe zu dokumentieren – und damit auch regelmäßig zu laufen! Ich bin im Moment selbst ein wenig überrascht, wieviel Disziplin ich seit dem ersten Lauf vor über sechs Jahren an den Tag gelegt habe. Das hätte ich damals so nicht gedacht; inzwischen geht es aber auch nicht mehr ohne. Ansonsten kann ich gar nicht so viel zum aktuellen Lauf sagen, außer dass ich eigentlich nicht geplant hatte zu gehen – die Familie war jedoch ausgeflogen und somit habe ich die Zeit für etwas Sinnvolles genutzt.

Distance: 8.34 km
Duration: 00:48:37
Avg Speed: 10.29 km/h
Avg Pace: 5:49 min/km
Energy: 662 kcal

Ende November hatte ich den Eintrag zum 275. Lauf geschrieben und im Dezember war ich nicht laufen; somit habe ich gut sechs Monate für 25 Läufe benötigt, wovon allein 16 Läufe auf die letzten zweieinhalb Monate fallen. Die Tendenz sieht folglich gut aus:

2008 2009 2010 2011 2012
Länge 130,60 143,53 382,31 426,62 291,15
Laufzeit 15:32:00 15:37:00 38:48:45 41:55:03 28:39:25
kCal 12416 11838 32184 33147 22415
min/km 7:05 6:31 6:05 5:53 5:54
2013 2014  Gesamt
Länge 388,03 190,32 1952,57
Laufzeit 39:02:57 18:57:59 198:33:09
kCal 29878 14654 156532
min/km 6:02 5:58 6:06

Auch wenn ich in letzter Zeit versuche wieder ein wenig mehr auf meine Ernährung zu achten, so bleibt in den Sommermonaten das eine oder andere Bier doch auf den Rippen sitzen. Die sitzende Tätigkeit zollt zudem ihren Tribut und ist in Kombination mit dem Rumtragen von Kindern gerade zu prädestiniert für Rückenschmerzen. Insofern ist Laufen für mich der perfekte Ausgleich, bei dem ich in diesem Jahr bisher umgerechnet 27 Tafeln Schokolade oder 63 Flaschen Bier runtertrainiert habe. Mal sehen, ob ich bis zum Ende von 2014 noch die 325 Läufe packe…

Im Ohr: Fortsetzung folgt S04E23 – The Day After 7:1

Blogroll Reloaded #11

Ziemlich genau ein Vierteljahr nach dem letzten Blogroll-Update geht es auch schon in die nächste Runde – und somit auch zum zweiten Blogroll Reloaded im Jahr 2014. Leider zeichnet sich diese Runde durch teils große Blog-Unlust unter den Veteranen aus. Seht diesen Eintrag also auch als Ansporn einmal wieder in die Tasten zu greifen!

Die Blogroll-Veteranen:

Über ein Vierteljahr Funkstille bzw. stillgelegt:

Neu und lesenswert:

Die erfolgreichen Rückkehrer:

Die Podcast-Veteranen:

Neu im Ohr:

Kommentare in Form von Anmerkungen, Richtigstellungen und Empfehlungen sind natürlich auch dieses Mal wieder willkommen – und bitte auch dieses Mal nicht vergessen: Jeder hier aufgeführte Blogger und Podcaster freut sich bestimmt über neue Leser bzw. Hörer und eure Kommentare!

Media Monday #158

Nach einem äußerst intensiven Wochenende mit zwei großen Geburtstagsfeiern, bot der Sonntag definitiv zu wenig Erholung. Die Nacht auf den Montag war zudem von unzähligen Störungen durchzogen, was den Wochenstart ein wenig holprig gestaltete. Dennoch lasse ich es mir natürlich nicht nehmen die aktuellen Fragen des Medienjournals zu beantworten. Viel Spaß dabei!

media_monday_158

  1. Der coolste Westernheld ist und bleibt Yul Brunner in „Die glorreichen Sieben“, denn zusammen mit Steve McQueen strahlt er mehr Lässigkeit aus, als die meisten anderen heutigen Stars zusammen.
  2. Die Serie „Coupling“ hat in dem Moment stark nachgelassen, als Jeff die Serie verlassen hat, weil er für die nötige Würze in der Gruppendynamik gesorgt hat und die größten Lacher stets auf seiner Seite hatte.
  3. Wenn in Filmen Engel in Erscheinung treten, dann ist wohl der Teufel auch nicht fern.
  4. Scripted-Reality-Shows würde ich mir nicht einmal unter Zwang ansehen, denn warum sollte man sich Leute anschauen, die nicht schauspielern können und dabei Texte von anderen Leuten aufsagen, die nicht schreiben können?
  5. Es gibt heutzutage in Filmen wirklich viel zu wenig Dinosaurier, aber das dürfte sich mit „Jurassic World“ ja bald ändern.
  6. Buch-Verfilmungen und Comic-Adaptionen sind ja groß in Mode, aber wieso kommt eigentlich niemand mal auf die Idee Brettspiele zu verfilmen? Achja, da war doch was
  7. Zuletzt gesehen habe ich eine Episode der TV-Serie „Girls“ und das war ziemlich großartig, weil Lena Dunham wirklich auf den Punkt schreiben kann und ihre Generation mit viel Selbstironie betrachtet.

Abenteuer Kind #15: Vier Jahre & zwei Feiern

Kaum zu glauben, doch mein letzter Abenteuer-Kind-Eintrag liegt schon wieder über ein halbes Jahr zurück. Es gäbe stets viel zu berichten, jedoch bleibt dafür fast nie Zeit. Doch zumindest zu den Geburtstagen muss das schon sein. Das dritte Jahr liegt schon länger hinter uns und so war es an der Zeit das vierte Jahr mit unserem Zappelinchen zu feiern. Vier Jahre. Unglaublich. Doch dieses Mal war keine Zeit den Erinnerungen an diese bedeutendste aller Nächte nachzuhängen, da uns der Geburtstag samt Vorbereitungen und Nachbereitungen völlig überrollt hatte.

vier_jahre_1

Angefangen hatte es natürlich mit Feierlichkeiten im Kindergarten. Da ich Urlaub hatte, konnte ich das Zappelinchen (und unzählige Prinzessinnen-Muffins) auch in den Kindergarten bringen und wieder abholen (die Muffins natürlich nicht). Vermutlich wären die Feierlichkeiten dort bereits ausreichend gewesen, doch richtig los ging es erst am Nachmittag: Die Verwandtschaft samt Cousins und Cousinen, von unter einem Jahr bis zu vier Jahren, haben sich bei uns in der kleinen Wohnung versammelt, um den 4. Geburtstag unseres Zappelinchens zu feiern.

vier_jahre_3

Bei Kaffee und Kuchen und später mediterranen Leckereien wurde wild gefeiert. Das Zappelinchen war irgendwann ziemlich durch den Wind und völlig erschlagen von Geschenken, der ungeteilten Aufmerksamkeit und einfach viel zu viel Aufregung. Gegen 21 Uhr waren die Kinder schließlich im Bett und auch die letzten Gäste gegangen. Für uns bedeutete das noch ca. 2 Stunden aufräumen und abspülen – und um 23 Uhr sind auch wir Eltern totmüde ins Bett gefallen. Die Nacht sollte nur kurz werden.

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Am nächsten Tag wurden wir um 6:30 Uhr schon lautstark mit der Frage ‚Wann kommen meine Gäste?‘ geweckt. Die Antwort auf diese Frage war (wie auch die gefühlt nächsten 8.753 Mal) immer die gleiche. Doch vor Ankunft der Gäste gab es noch viel vorzubereiten – und zu beten, dass das Wetter halten würde, denn mit 9 Kindern in der kleinen Wohnung wäre das Chaos perfekt gewesen. Bis auf ein paar Schauer war uns das Wetter gnädig – und durch diese ließen wir uns den Spaß nicht verderben, denn schließlich sind wir ja nicht aus Zucker.

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Um 14 Uhr war es endlich soweit und die Eltern brachten ihre Kinder. Dies war insofern eine Besonderheit, da wir in unserem Bekanntenkreis mit dem Geburtstag des Zappelinchen die elternlose Kindergeburtstagssaison eröffnet haben. Würde es klappen, 9 Räuber über gut 3 Stunden bei der Stange zu halten? Es klappte! Dennoch war es wirklich anstrengend und die wahrgenommene Zeit hat die tatsächliche Dauer der Feierlichkeiten um mindestens Faktor 2 überstiegen (und das ist noch untertrieben).

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Wie unschwer zu erkennen ist, stand der Geburtstag unter dem Motto Prinzessinnen-Party. An manchen Dingen führt eben kein Weg vorbei. Es wurde gespielt, getobt und gefuttert. Zwischendrin gab es ein paar organisierte Spiele (u.a. Sackhüpfen, Hindernislauf), bei denen Punkte gesammelt werden konnten – und am Ende waren natürlich alle Gewinner und konnten sich über eine Prinzessinnen-Tüte mit ein paar kleinen Überraschungen freuen. Übrigens auch die Jungs, denen es völlig schnuppe zu sein schien, dass sie auf einer Prinzessinnen- und nicht auf einer Cowboy-, Superman- oder sonstigen Party waren.

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Am Ende der drei Stunden waren die Kinder platt und wurden pünktlich von ihren Eltern abgeholt. Es war geschafft! Zumindest fast, denn das Chaos wollte noch beseitigt werden. Zwei Stunden später waren sowohl das Zappelinchen als auch unser Zwergofant totmüde und schliefen gegen 20 Uhr problemlos ein. Auch ich wäre am liebsten ins Bett gegangen, doch hatte ich bereits einer Verabredung zum örtlichen Altstadtfest zugesagt. Dies ist jedoch eine ganz andere Geschichte…

Also liebe Leser, wie lautet die Moral der Geschichte?

Zwei Tage Kindergeburtstag am Stück sind nur fortgeschrittenen (oder verrückten) Eltern zu empfehlen.

Mehr aus der „Abenteuer Kind“-Reihe…

Run, Fatboy, Run (299)

Vorab eine kurze Chronologie der letzten 72 Stunden: Freitag hatte unser Zappelinchen Geburtstag, d.h. große Familienfeier mit 6 Kindern und 11 Erwachsenen in der viel zu kleinen Wohnung. Samstag dann Kindergeburtstag mit 8 Kindern (ohne Erwachsene) im Garten der Großeltern – ein ausführlicher Bericht folgt übrigens noch. Als die Kinder dann im Bett waren, habe ich mich noch von Freunden breitschlagen lassen das Altstadtfest zu besuchen, was in einer feuchtfröhlichen Nacht endete. Mein Lauf heute Morgen stand also unter keinem guten Stern…

Distance: 8.35 km
Duration: 00:50:12
Avg Speed: 10.0 km/h
Avg Pace: 6:00 min/km
Energy: 668 kcal

Nach einer Nacht mit viel zu wenig Schlaf und noch viel zu viel Bier im System, kam ich nur behäbig voran. Man ist ja auch nicht mehr der Jüngste. Dennoch musste es sein, da der Tag heute wieder tropische Temperaturen verspricht. Bereits während meines Laufs, um kurz vor 10:00 Uhr, hatte es bereits über 25 °C und die Sonne schien erbarmungslos auf den Asphalt. Somit grenzt es fast schon an ein Wunder, dass ich den Schnitt von 6:00 min/km knapp gehalten habe. Hätte mich ein freilaufender Hund auf der Zielgeraden nicht extrem ausgebremst, wäre sogar noch etwas mehr drin gewesen.

Im ersten Ohr: Nerdtalk Episode 349
Im zweiten Ohr: Second Unit Special #18: Japan-Filmfest Hamburg

Louis Theroux: Law & Disorder

Nachdem ich im vergangenen Jahr meine Vorliebe für Doku-Serien entdeckt hatte, ist es in diesem Jahr wieder etwas ruhiger geworden. Die vier Dokumentationen aus der Reihe „Louis Theroux: Law & Disorder“ habe ich in einem Zeitraum von 9 Monaten gesehen, was sowohl der zur Verfügung stehenden Zeit als auch den recht düsteren Themen geschuldet war…

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Law & Disorder in Philadelphia
Die erste der vier Dokus führt Louis und uns Zuschauer nach Philadelphia, einer der Städte Amerikas mit der höchsten Zahl an Gewaltverbrechen. Als jemand, der erst kürzlich komplett „The Shield“ verschlungen hat, konnte ich nur staunen, wie nah dran die darin Geschichten doch an der Wirklichkeit gewesen sein müssen. Viele der portraitierten Drogendealer hätten 1:1 der TV-Serie Pate stehen können, doch dies ist die Wirklichkeit. Erschreckend und bitter zugleich. Die Polizei ist machtlos und am Ende ist mal nicht nur als Zuschauer desillusioniert: Die Spirale aus Drogen, Waffen und Gewalt wird sich stets weiter drehen…

Law & Disorder in Johannesburg
Auch die zweite Doku führt die Zuschauer in die Welt des Verbrechens, dieses Mal nach Johannesburg. In der größten Stadt Südafrikas verdingen sich private Sicherheitsfirmen als selbsternannte Gesetzeshüter. Diese stets an der Grenze zur Kriminalität ausgeübte Selbstjustiz lässt niemanden in einem guten Licht dastehen. Auch wenn das Thema interessant und spannend umgesetzt ist, so empfand ich diese Doku jedoch als die schwächste der „Law & Disorder“-Reihe.

A Place for Paedophiles
Die dritte Doku ist ziemlich harter Tobak. Louis besucht Coalinga, eine Anstalt für sexuelle Straftäter. Man merkt, wie schwer es ihm fällt einen neutralen Blickwinkel zu behalten und den Menschen losgelöst von seinen Verbrechen zu sehen. Eine unmögliche Aufgabe, was die Doku umso eindrücklicher werden lässt. Sie zeigt und Vergewaltiger und Triebtäter als Menschen, die in einer seltsam künstlichen Zwischenwelt leben. Mich haben diese 60 Minuten teils ziemlich verstört, was wohl auch die Qualität der Doku ausmacht.

The City Addicted to Crystal Meth
Dachte ich bereits die zuvor gesehene Doku wäre schockierend, so hat mich die abschließende Reise des Journalisten doch erst richtig erschüttert. Den meisten dürfte Crystal Meth wohl als Droge aus der Erfolgsserie „Breaking Bad“ bekannt sein. Ihre vernichtende Wirkung wird darin jedoch nur sehr bedingt in den Vordergrund gestellt. Louis Theroux begibt sich dagegen in das Herz der Finsternis und es ist wirklich zutiefst erschütternd, was er bei seiner Reise erlebt. Die Doku sollte eigentlich zusammen mit der „Breaking Bad“-Komplettbox ausgeliefert werden.

Im Gegensatz zu „Louis Theroux: The Strange and the Dangerous“ und insbesondere „Louis Theroux: The Collection“ sind die oben besprochenen Dokus weit ernster und düsterer, was aufgrund der Themen wohl auch angebracht ist. Das macht sie nicht weniger interessant oder spannend, aber sollte man auch in der Stimmung sein, sich mit diesen Themen auseinandersetzen zu wollen. Ein eindringliches und bedrückendes Erlebnis: 9/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (298)

Nach nur einem Tag Pause stand heute schon der nächste Lauf auf dem Programm. Einfach aus dem Grund, da die nächsten Tage (und auch schon ein Großteil des Wochenendes) bereits verplant sind. Dabei hatte ich nicht wirklich große Lust und die ersten paar 100 Meter dachte ich noch: ‚Das wird heute nichts.‘ Erstaunlicherweise lief es dann aber doch überraschend gut:

Distance: 8.31 km
Duration: 00:46:43
Avg Speed: 10.67 km/h
Avg Pace: 5:37 min/km
Energy: 654 kcal

Kaum war die erste Steigung (ca. 1,5 km der Strecke) bezwungen, ging es recht flott voran. Sogar so flott, dass ich am Ende noch einen kleinen Sprint hinlegen konnte. Mit der Zeit bin ich nun sehr zufrieden und merke so langsam tatsächlich einen kleinen Trainingsfortschritt – was bei meiner unstrukturierten Herangehensweise schon an ein Wunder grenzt… 😉

Im Ohr: Young in the 80s – Episode 7: Kleidung