Back to You – Season 1

Aufgrund des Mangels an aktuellen Sitcoms, habe ich mir – trotz anfänglichem Desinteresse – die erste und einzige Staffel von Kelsey Grammars (Dr. Frasier Crane, „Cheers“ & „Frasier“) aktuellstem Serienprojekt angesehen: „Back to You – Season 1“ – eine mehr als nur klassische Sitcom.

Es ist wirklich erstaunlich. Oftmals musste ich während der Sichtung von „Back to You“ an den Sitcom-Klassiker „Mary Tyler Moore“ denken. Wenn man diese Verbindung im Kopf hat, wird einem auch schnell bewusst, wie altmodisch – oft sogar altbacken – die Show um eine News-Redaktion in Pittsburgh heute wirkt.

Kelsey Grammar spielt wie immer grandios. Ergänzt wird er durch eine tolle Patrica Heaton (Debra Barone, „Everybody Loves Raymond“). Leider jedoch sind die beiden Charaktere zu klischeehaft und durchschaubar angelegt, als dass alleine die Schauspieler das Ruder hier noch herumreißen könnten. Ein netter Supportcast rundet das harmlose Bild dieser Serie ab.

„Back to You“ ist ein brauchbarer Snack für alle hungrigen Sitcom-Freunde. Der Humor zündet meist, die Geschichten sind nett und die Schauspieler hauchen den blassen Figuren leben ein. Insgesamt kann ich mich über die Absetzung allerdings nicht wundern, denn mehr als nett ist die Show am Ende dann leider doch nicht: 6/10 Punkte.

Buffy: The Vampire Slayer – Season 4

Bereits zwei Wochen nach dem Eintrag zur dritten Staffel, steht die Besprechung von „Buffy: The Vampire Slayer – Season 4“ auf dem Programm. Wenn es mit diesem Tempo weitergeht, schreibe ich nächsten Monat bereits über das Serienfinale. Unglaublich, wie stark sich die Serie entwickelt hat.

Mit Beginn der vierten Staffel kommt es zu einem deutlichen Bruch: Angel und Cordelia haben Sunnydale verlassen, die Highschool ist zerstört, Giles ist arbeitslos und Buffy muss sich im College neu orientieren. Hier erinnert mich die Serie sehr an die finale Staffel von „Veronica Mars“, wenngleich diese natürlich von Joss Whedons Werk beeinflusst ist und nicht andersrum. Alles schreit nach Neubeginn und so müssen nicht nur die Figuren lernen mit den veränderten Umständen umzugehen, sondern auch der Zuschauer.

Leider schaffen die Autoren es nicht den Weggang von Angel und Cordelia übergangslos zu kompensieren. Die ersten Episoden wirken etwas uninspiriert und ohne Ziel – und das obwohl das Thema der Staffel schon recht bald eingeführt wird: The Initiative. Leider konnte ich mich nie wirklich mit dieser militärischen Geheimorganisation anfreunden. Zu technisch. Zu übertrieben. Zu unglaubwürdig. Selbst für eine Serie wie diese. Diese Umstände wurde von den Autoren jedoch erkannt und man hat die Kritik an ihnen mit teilweise glänzender Selbstironie in die Serienhandlung eingeflochten.

Die Stars der Staffel sind für mich eindeutig Spike und Anya. Besonders Spike ist in seiner verhinderten Bosheit so herrlich absurd, dass es eine wahre Freude ist. Weiterhin gibt es ein paar wirkliche Highlights in der Staffel, die jedoch meist nicht mit dem Haupthandlungsbogen zusammenhängen. Besonders „Hush“, die Doppelfolge um Faith und das losgelöste Staffelfinale „Restless“ sind einfach nur großes Kino.

Ich freue mich nun schon auf die kommenden drei Staffeln und hoffe, dass der Handlungsbogen von Season 5 wieder besser ausgearbeitet ist, als der um The Initiative. Trotz qualitativem Einbruch, ist auch die vierte Staffel großartige Serienunterhaltung mit viel Humor und nahezu perfektem Drama: 8/10 Punkte.

Das Vermächtnis der Tempelritter – OT: National Treasure (2004)

Gestern Abend war es soweit und ich habe meine neuen Begleiter Toshi und Oppo endlich standesgemäß eingeweiht. Zu sehen gab es Jon Turteltaubs „Das Vermächtnis der Tempelritter“ – inzwischen die dritte Sichtung. Damals im Kino war ich begeistert, bei der Zweitsichtung eher enttäuscht. Und gestern? Einfach nur großartige Unterhaltung.

Das Vermächtnis der Tempelritter (2004) | © Walt Disney

Das Vermächtnis der Tempelritter (2004) | © Walt Disney

Der Film aus der Schmiede von Jerry Bruckheimer hat mein Interesse nur wieder entfacht, da ich vor kurzem nahezu alle Originalschauplätze des Films besucht hatte. Alleine dadurch hat „National Treasure“ (so der Originaltitel) einige Punkte wett machen können. Es war einfach ein tolles Erlebnis die National Archives, das Lincoln Memorial und noch unzählige weitere Locations in Washington D.C. wiederzuerkennen. Eine wirklich ganz neue Erfahrung.

Die Handlung des Films wird dadurch natürlich nicht beeinträchtigt. Diese bietet weiterhin eine leicht patriotisch angehauchte Disneylandversion eines Abenteuerfilms. Den Vergleich mit „Indiana Jones“ möchte ich hier bewusst nicht ziehen, denn außer dem Genre haben beide Filmwelten nahezu nichts gemein. Losgelöst betrachtet bietet „Das Vermächtnis der Tempelritter“ lockerleichte Unterhaltung, bei der man – wie bei allen Produktionen aus dem Hause Bruckheimer – nicht nach Logik fragen darf. Unterlegt mit dem typischen Score von Hans Zimmer (oder einem seiner Schüler) und bombastischer Inszenierung, ist „National Treasure“ ein Popcorn-Film, wie er im Buche steht – und als solcher funktioniert er tadellos.

Ich habe mich gestern so gut wie schon lange nicht mehr asmüsiert. Dies mag zu großen Teilen am Wiedererkennungseffekt der Locations sowie der grandiosen Bild- und Soundqualität des neuen Heimkinos gelegen haben, doch so ganz unschuldig ist wohl auch „National Treasure“ nicht daran. Hat enorm viel Spaß gemacht: 8/10 Punkte.

Im Rausch der Tiefe

Wie neulich angekündigt, habe ich mich gestern zusammen mit M. in die Tiefe des Ozeans gewagt. Es war ein tolles Erlebnis! Selbst in dem relativ kleinen Becken konnten wir die Schwerelosigkeit gut testen und haben unsere Schnupperstunde voll und ganz ausgekostet – Unterwasserhandball inklusive.

M. wird diese ersten Erfahrungen bei seinem kommenden Urlaub auf den Malediven noch kräftig erweitern, während ich vorerst auf trockenem Boden bleibe. Auf jeden Fall könnte ich mir Tauchen auch als schönen Sport für mich vorstellen. Mal sehen was die Zukunft bringt. Don darf sich auf jeden Fall anstrengen, dass er diese Tauchfotos übertrifft… 😉

11. September – OT: 9/11 (2002)

Vor meinem USA-Urlaub hat mich das Thema nur am Rande interessiert. Doch seitdem ich New York City erlebt habe, kann ich verstehen wie groß das Trauma des „11. September“ für die Bewohner des Big Apple gewesen sein muss. Die unfreiwillige Dokumentation der Brüder Naudet schien mir eine deutlich bessere Wahl zur Auseinandersetzung mit den Ereignissen zu sein, als Oliver Stones „World Trade Center“ oder andere Filme bzw. Dokumentation.

Ich selbst habe den 11. September 2001 noch genau in Erinnerung – so, wie vermutlich jeder andere auch. Zunächst war mir das Ausmaß dessen, was dort im fernen Amerika passierte überhaupt nicht bewusst. Als dann das zweite Flugzeug in das World Trade Center flog, schienen die Aufnahmen die über den Bildschirm flimmerten nur irreal. Dennoch bin ich nicht vor dem TV sitzen geblieben und habe die zuvor für den Abend gemachten Pläne nicht über den Haufen geworfen. Das wahre Ausmaß der Ereignisse sollte sich auch für mich erst in den nächsten Tagen zeigen.

Der Film der Franzosen beginnt nahezu so, wie sie es ursprünglich geplant hatten: Als Dokumentation über einen Neuling in einer New Yorker Feuerwache. Beinahe eine halbe Stunde nehmen sich die Filmemacher Zeit, um den Tagesablauf zu zeigen und die einzelnen Personen vorzustellen. Auch der 11. September beginnt wie jeder andere Tag. Da man sich als Zuschauer der zukünftigen Ereignisse jedoch bewusst ist, liegen diese wie ein dunkler Schatten über der scheinbaren Normalität.

Als das Chaos dann losbricht, entwickelt der Film einen Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann. Durch die vorübergehende Trennung der beiden Brüder, erleben wir als Zuschauer ganz unterschiedliche Blickwinkel und der Spannungsbogen ist – trotz bekanntem Ausgang – unglaublich hoch. Hier erkennt man auch mehr als deutlich, dass diese Dokumentation für Filme wie „[Rec]“ und besonders „Cloverfield“ Pate stand. Habe ich bei diesen stets kritisiert, dass der Kameramann in der Realität schon längst aufgehört hätte zu filmen, so kann ich nach der gestrigen Sichtung nur unglaublich den Kopf schütteln. Jules und Gédéon Naudet legen die Kamera selbst in der größten Gefahr nicht aus der Hand und bescheren dem Zuschauer somit Bilder, die intensiver sind als in jeder mir bekannten Fakedoku.

Gegen Ende des Films wird zwar etwas stark auf die Tränendrüse gedrückt, doch in Anbetracht der Ereignisse und der starken Involviertheit der Filmemacher, kann man das durchaus nachvollziehen. Zudem steht nie das große Schicksal der USA im Vordergrund, sondern stets die persönlichen Schicksale der New Yorker Feuerwehrmänner.

Für mich war der Film ein sowohl beeindruckendes, als auch bedrückendes Erlebnis. Durch Zufall ist es gelungen, einen der schlimmsten terroristischen Anschläge zu dokumentieren. Sicher betrachtet der Film nur eine Seite und stellt damit für Verschwörungstheoretiker ein gefundenes Fressen dar. Doch wie man es auch dreht und wendet: „11. September“ ist ein einzigartiges Zeitdokument. Man sollte es gesehen haben: 9/10 Punkte.

Skate, Fatboy, Skate (010)

Etwas verspätet gibt es jetzt den Eintrag zum heutigen Inline Skaten. Ging aber auch nicht früher, denn ich musste eben noch unbedingt meinen neuen DVD-Player anschließen. Nun ist mein kleines Heimkino erst einmal komplett – doch ich wollte ja eigentlich über sportlichere Themen berichten.

Länge: 11,49
Laufzeit: 00:49:00
min/km: 4:16

Wir sind auf jeden Fall gerade noch rechtzeitig zurückgekehrt, bevor es einen mittelgroßen Wolkenbruch gab. Da wir uns aufgrund der dunklen Wolken etwas beeilt hatten, haben unsere bisherige Bestzeit erreicht. Aber nicht geschlagen. Mist. Vielleicht das nächste Mal.