Im Kino ist der Film völlig an mir vorbeigegangen. Auch wenn ich die vorherigen Filme – den zweiten Teil einmal ausgenommen – recht gerne sah, so hatte ich diese weitere Fortsetzung nie wirklich auf dem Radar. Aufgrund etlicher positiver Besprechungen hat es „Mission: Impossible – Ghost Protocol“ dann doch recht schnell auf die Liste der noch zu sehenden Filme geschafft – und außerdem: Was kann bei einem Film von Brad Bird (u.a. „Ratatouille“) schon schief gehen?

Heute hätten es wahrlich nicht viele Filme geschafft mich wachzuhalten: wieder wenig Schlaf, wieder knapp 12 Stunden im Büro, wieder keine guten Voraussetzungen für den Filmfreitag. Dennoch wollte ich die Chance nicht ungenützt lassen und habe den frisch erworbenen „Mission: Impossible – Ghost Protocol“ eingelegt. Eine gute Wahl, denn die Mischung aus übertriebener und interessanterweise doch verhältnismäßig glaubwürdiger Action, entspannten Humoreinlagen und Agententhrill hat sich abermals bewährt. Nachdem mir bereits der von J. J. Abrams inszenierte direkte Vorgänger ausgesprochen gut gefiel, hat mich auch der vierte Teil der Filmreihe bestens unterhalten.
Die Geschichte gewinnt abermals keine Preise, es gibt keine großen Wendungen und man begleitet das frisch zusammengewürfelte IMF-Team ganz einfach bei ihrer Jagd rund um den Globus. Die unzähligen Schauplätze machen auch einen großen Reiz des Agentenabenteuers aus und bieten einen entsprechend großen Spielplatz für Ethan Hunt und Co. Die Missionen sind dabei wieder ausreichend unmöglich – herausragend dabei besonders Dubai – und am Ende wird es stets entsprechend knapp. Der positive Ausgang wird jedoch niemanden überraschen und somit darf man sich bestimmt auch auf einen fünften Teil der Reihe freuen – vorausgesetzt Tom Cruise gibt auch mit über 50 noch einmal den Fassadenkletterer.
Kritisieren kann man höchstens den recht blassen Bösewicht (Michael Nyqvist, „Verblendung“) und die einen Tick zu lange Laufzeit inklusive etwas fadem Showdown. Insgesamt hinterlässt der Film jedoch einen ausgezeichneten Eindruck und bietet exakt die Art von Popcornkino, die man es sich nach solch einer Arbeitswoche – mit ganz eigener unmöglicher Mission – wünscht. Gerne mehr davon: 8/10 Punkte.








