Heute gibt es eine Premiere: Ich habe mit „Journey of Love: Das wahre Abenteuer ist die Liebe“ meinen ersten Film im neuen Haus gesehen. Und damit auch den ersten Film auf der lang erwarteten 5.1-Anlage, auch wenn das ruhige Sci-Fi-Märchen dafür wohl nicht der richtige Einstand war. Alles aber völlig egal, denn nach fünf Wochen Pause bedeutet das endlich wieder eine Kritik auf eurem liebsten, ähm, Filmblog… 🙂

Aufgrund meiner Vorliebe für Zeitreisefilme bin ich schon etliche Male über „Safety Not Guaranteed“ (so der treffende Originaltitel) gestolpert. Dabei kennt den Film sonst vermutlich kaum jemand. Zuletzt hat ihn eine Besprechung auf dem filmischen Zeitreiseblog schlechthin zurück auf mein Radar gebracht – und thematisch schien er mir auch perfekt für diese Zeit der privaten Veränderungen zu sein. Den geschmiedeten Plänen drohte – trotz der kurzen Laufzeit von gerade mal 85 Minuten – jedoch akuter Schlafmangel (kranke Kinder und sehr arbeitsreiche Tage) einen Strich durch die Rechnung zu machen. Ich habe der Müdigkeit jedoch erfolgreich getrotzt und wurde mit einem sehr sympathischen Filmerlebnis belohnt.
Die Prämisse ist so einfach wie genial: Ein mysteriöser Anzeigentext, der übrigens auf einer wahren Begebenheit beruht, ruft ein paar Reporter auf den Plan, die sich eine abgefahrene Geschichte erhoffen. Und darum geht es:
„Wanted: Somebody to go back in time with me. This is not a joke. P.O. Box 91 Ocean View, WA 99393. You’ll get paid after we get back. Must bring your own weapons. Safety not guaranteed. I have only done this once before.“
Wer würde da nicht neugierig werden? Was nun folgt ist weniger investigatives Recherche-Drama noch Sci-Fi-Mystery, sondern eine Tragikomödie mit Indie-Flair. Kaum zu glauben, dass ausgerechnet Colin Trevorrow, der Regisseur des diesjährigen millionenschweren Blockbusters „Jurassic World“, auf dem Regiestuhl saß. Nun schließt sich auch der Kreis und man erkennt plötzlich, was der „New Girl“-Schauspieler Jake Johnson in dem Monster-Hit zu suchen hatte. Und in beiden Filmen wird die Hauptrolle von einem „Parks and Recreation“-Alumni verkörpert. Zufall?
Doch nun zurück zum eigentlichen Film: „Safety Not Guaranteed“ atmet Indie-Charme aus jeder Pore, ist schön gefilmt und mit einem launigen Soundtrack versehen. Ich hatte großen Spaß dabei unsere verkorksten Helden bei ihrem Trip zu beobachten und große Emotionen erwartet. Diese sollten jedoch nur bedingt aufkommen, was auch am viel zu eindeutigen Finale liegt. Das wäre nicht nötig gewesen. Ein ganz ähnlicher (und doch ganz anderer Film), der das Drama viel intensiver lebt und die Auflösung deutlich subtiler angeht ist „K-PAX“ mit Kevin Spacey, den ich an dieser Stelle nur empfehlen kann.
Letztendlich ist Colin Trevorrows Film ein größtenteils wunderbar leicht erzähltes Indie-Drama, das in letzter Konsequenz zu plump auf ein eindeutiges Finale hinsteuert. Ich hatte wirklich viel Spaß damit, doch haben gerade die letzten Minuten noch einen zuvor sicheren achten Punkt von meiner Wertung weggeknabbert. Dennoch kann ich diesen leider eher unbekannten Film allen Freunden von Indie-Romanzen nur ans Herz legen: 7/10 Punkte.








