Stand by Me: Das Geheimnis eines Sommers (1986) (WS1)

Nach einem langen Samstag, den ich damit verbracht habe unser Carport zu lasieren, hatte ich abends keine Energie mehr für Experimente. Seit Flo Liebs Besprechung zu „Stand by Me: Das Geheimnis eines Sommers“ hatte ich wieder extrem Lust auf Rob Reiners Klassiker und meine letzte Sichtung lag ohnehin schon viel zu lange zurück. Somit habe ich mich mit Gordie, Chris, Teddy und Vern abermals auf dieses letzte große Abenteuer der unbeschwerten Jugend begeben…

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Bei der heutigen Sichtung ist mir zum ersten Mal aufgefallen, wie dominant das Thema Tod bzw. Verlust und Vergänglichkeit in der Geschichte ist. Ein Todesfalls bildet den Aufhänger für die Erinnerung der Hauptfigur, die im Jahr 1959 erst vor Kurzem ihren Bruder verloren hat. Auch die Leiche, die der Kurzgeschichte von Stephen King den Titel verleiht, steht symbolisch für den Verlust, den die Charaktere an diesem Wendepunkt ihrer Jugend in der einen oder anderen Form durchmachen bzw. zu erwarten haben. All dies hätte in einem schweren Drama erzählt werden können, doch Rob Reiner inszeniert das Jugendabenteuer so wunderbar leicht und doch mit der nötigen Tiefe, dass es eine wahre Freude ist.

Durch die fast schon archetypischen Charaktere fühlt man sich als Zuschauer automatisch an seine eigene Jugend erinnert und entdeckt so manche Wahrheit, die der Film enthält. So auch das unausgesprochene Zitat am Ende des Films, über das ich schon oft nachdenken musste:

‚I never had any friends later on like the ones I had when I was twelve. Jesus, does anyone?‘ (The Writer)

Neben der inhaltlich perfekt auf den Punkt erzählten Geschichte (in gerade einmal 87 Minuten, liebes Hollywood von heute!), ist auch die Inszenierung großartig gelungen. Man befindet sich tatsächlich mit den vier Jugendlichen im Wald und auf den Schienen. Die langen Einstellungen geben ein Gefühl des Raumes bzw. der zurückgelegten Wegstrecke und lassen uns somit direkt am Abenteuer teilhaben. Ein sowohl formaler als auch inhaltlicher Kontrast bietet sich mit der älteren Generation von Halbstarken rund um Ace (Kiefer Sutherland), was wie ein Ausblick in die Zukunft unserer Freunde wirkt: Die Zeit der Unschuld ist schon bald vorbei. Und zumindest Chris (River Phoenix) und Gordie (Wil Wheaton) spüren das.

Ich könnte noch viel schreiben, doch es ist schon spät und morgen steht auch für mich und meine Familie eine größere Wanderung durch Wald und Flur auf dem Programm. Außerdem muss ich euch den Film vermutlich auch gar nicht mehr verkaufen, da ihr ihn sowieso schon alle kennt. Wenn nicht, dann schaut ihn euch an und kehrt für wertvolle 87 Minuten in eure Jugend zurück. Genießt es, denn die Zeit ist flüchtig: 10/10 Punkte.

Prädikat: Lieblingsfilm

I, Robot (2004)

Da wir den Vatertag aufgrund eines, um es euphemistisch auszudrücken, unfertigen Gartens noch nicht mit einer Grillfeier ausklingen lassen konnten, stand heute ein Film auf dem Programm. Da ich seit meiner Sichtung von „Ex Machina“ letzte Woche auf dem Roboter-Trip bin, habe ich den thematisch verwandten „I, Robot“ eingelegt. Dies war bereits meine zweite Sichtung des Films und tatsächlich hat sich meine damals gefasste Meinung verfestigt…

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Alex Proyas hat mit seiner düsteren Comic-Verfilmung „The Crow“ einen Film geschaffen, der aufgrund Brandon Lees tödlichen Unfalls einen fast schon mythischen Ruf hatte. So richtig beeindrucken konnte er mich aber erst mit „Dark City“, einem unheimlichen und teils etwas konfusen Sci-Fi-Drama. Mit „I, Robot“ hatte er sich dem Mainstream zugewandt und es ist auch der letzte Film, den ich von ihm gesehen habe. Mir ist der Sci-Fi-Actioner als recht geradliniger Krimi in Erinnerung geblieben, der eben nur ein außergewöhnliches Setting hat – und so ist es tatsächlich auch. Wovon der Film vor allem lebt, ist seine detailreich aufgebaute Welt, die wirklich überzeugend ausgearbeitet ist – zumindest wenn man über das aufdringliche Product-Placement hinwegsehen kann.

Ich habe  mich abermals gefragt, wie der Film wohl mit einem anderen Hauptdarsteller ausgesehen hätte. Will Smith funktioniert zwar gut in dieser Rolle, doch verkommt der Film durch ihn ein wenig zum Action-Reißer. Die angesprochenen Themen und die explizite Integration von Isaac Asimovs Robotergesetzen bieten viel Spielraum für faszinierende philophische Fragestellungen. Hier hätte wahrlich ein zweiter „Blade Runner“ entstehen können, doch hat sich 20th Century Fox offensichtlich für einen weiteren Action-Blockbuster entschieden, der inhaltlich eher auf Sparflamme kocht.

Auch wenn „I, Robot“ weniger ist als er hätte sein können, kann er doch zu weiten Teilen überzeugen. Die inzwischen vergangenen 12 Jahre merkt man dem Film nur an wenigen Stellen an und Proyas inszeniert die Action zumindest gefällig. Letztendlich komme ich jedoch nicht umhin die verpassten Chancen zu bemängeln. Für echtes Science-Fiction-Kino bietet der Film leider einfach zu wenig. Als flotten Actioner im Sci-Fi-Setting kann man ihn sich alle paar Jahre aber gut anschauen: 7/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (364)

Da meine Frau heute strawanzen ist, wie man bei uns in Bayern sagt, musste ich einen schnellen Lauf nach der Arbeit einschieben. Letztendlich sind es ca. 8 km geworden, die ich so schnell gelaufen bin wie noch nie zuvor. Vermutlich ist das so, wenn man ein Ziel hat und schnell wieder zu Hause sein muss. Das herrlich sonnige Wetter hat seinen Teil zur Motivation beigetragen:

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Distance: 8.08 km
Duration: 00:42:55
Elevation: 92 m
Avg Pace: 5:18 min/km
Avg Speed: 11.30 km/h
Heart Rate: 171 bpm
Stride Frequency: 150 spm
Energy: 675 kcal

Im letzten Drittel habe ich meine Schienbeine gespürt, was ein Signal ist, dass ich es vielleicht doch ein wenig schnell habe angehen lassen, oder dass die Regeneration nach dem letzten langen Lauf nicht ausreichend war. Ich lese und höre immer wieder, dass man sich nach einem Lauf in die Badewanne fläzen soll, die Beine hochlegen usw. Das mag helfen, realistisch ist das aber nicht. Bei mir geht es nach einer schnellen Dusche immer sofort weiter mit Familientrubel und eben auch viel Bewegung. Da ist nichts mit Ausruhen. Läuft das bei euch anders?

Im ersten Ohr: FatBoysRun – Episode 41: Interview Andre Kriwet
Im zweiten Ohr: Fall Out Boy, The Weakerthans, Johnossi

Media Monday #253

Wieder einmal ist das Wochenende schneller verfolgen, als ich es noch Freitagabend für möglich gehalten hätte. Es war anstrengend, spannend und ereignisreich. Die kommende Woche wird für mich eine kurze, so dass ich mich am Brückentag voll und ganz auf die beiden Projekte Fahrrad und Garten konzentrieren kann. Davor und danach hoffentlich ein entspannter Vater- und Muttertag, doch ich greife voraus. Nun erst einmal viel Vergnügen mit den jüngsten Fragen des Medienjournals und meinen, ähm, famosen Antworten… 😉

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  1. Wenn mal jemand auf die Idee käme, einen Film zu drehen, der unser Familienleben zeigt, würde das eine ganz seltsame Mischung aus Komödie, Drama und Horror werden.
  2. Innerhalb der Blogosphäre an sich könnte ruhig mal auf redundante Trailer und News-Schnipsel verzichtet werden.
  3. Ruth Wilson braucht sich sicherlich nicht hinter gestandenen Schauspielgrößen zu verstecken, wie sie als Alison Bailey in „The Affair“ eindrucksvoll beweist, schließlich spielt sie darin sehr glaubhaft eine zerrissene Figur.
  4. Hätte ich vorher geahnt, auf was ich mich einlasse, ich hätte wohl nie mit der Komplettsichtung von „Akte X“ begonnen.
  5. Wenn ich mich einmal nicht meinen medialen oder popkulturellen Hobbies widme laufe ich vermutlich irgendwo durch meine Heimat.
  6. Es könnte ruhig mehr Sonnentage geben, schließlich ist doch, zumindest wenn man dem Kalender glaubt, Frühling.
  7. Zuletzt habe ich „Ex Machina“ gesehen und das war wirklich ein beeindruckendes Erlebnis, weil Alex Garlands Film noch lange nachwirkt.

Run, Fatboy, Run (363)

Um die Bedeutung dieses Laufes für mich zu transportieren, muss ich etwas weiter ausholen: Schon seit meiner Kindheit kenne ich die nächstgrößere Stadt ziemlich gut. Sie liegt ca. 20 Fahrminuten entfernt, ich bin dort zum Kieferorthopäden gegangen, habe dort Autofahren gelernt und die Tanzschule besucht. Nach dem Tod meines Vaters ist meine Mutter in diese Stadt gezogen und somit lag es nahe, nachdem ich nun auch längere Strecken laufe, sie einmal zu Fuß zu besuchen. Und somit zu dieser – aus Kindersicht – unfassbar weit entfernten Stadt zu laufen. Die Strecke hat sich als famos erwiesen, führt sie doch größtenteils am Alten Kanal entlang und bietet etwas für Herz und Auge:

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Distance: 15.53 km
Duration: 01:31:00
Elevation: 157 m
Avg Pace: 5:51 min/km
Avg Speed: 10.24 km/h
Heart Rate: 171 bpm
Stride Frequency: 147 spm
Energy: 1308 kcal

Die Distanz ist mit ca. 15 Kilometern gar nicht so etwas Besonderes, doch für meinen Kopf war es unglaublich wichtig, diese Strecke einmal zu bezwingen. Wir hatten das schon länger geplant und somit musste ich heute laufen – auch wenn ich in der Nacht zuvor aufgrund des hustenden Zwergofanten nur zwischen 2 und 5 Uhr ein paar Stunden Schlaf gefunden hatte. Doch das härtet vielleicht ab – und wer weiß, ob es vor meinem ersten Halbmarathon nicht auch so ist, zu dem ich mich nun tatsächlich angemeldet habe. Ansonsten kann ich noch von den ersten Erfahrungen mit meinem neuen Trinkrucksack berichten, was recht gut funktioniert. Irgendwann hatte ich sogar das Trinken während des Laufens raus. Scheint mir eine lohnenswerte Investition gewesen zu sein. Beim nächsten langen Lauf sind die 21,1 km dann aber fällig! 😀

Im ersten Ohr: FatBoysRun – Episode 40: RotterdamReviewCorps
Im zweiten Ohr: Johnossi, Wilco, Fall Out Boy

Ex Machina (2015)

Vormittags noch unzählige Fahrräder Probe gefahren, nachmittags den 4. Geburtstag des Neffen gefeiert. Was gibt es Schöneres als solch einen vollgestopften Tag mit einem gelungenen Film zu beenden? Heute frisch in der Post gewesen, ist Alex Garlands „Ex Machina“ auch sofort in den Player gewandert. Eigentlich wollte ich den Film schon damals im Kino sehen, dann wurde er mir auch noch von einem Freund ans Herz gelegt – es wurde als höchste Zeit den Sci-Fi-Thriller nachzuholen…

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Künstliche Intelligenz ist ein Thema, das mich – zumindest filmisch gesehen – schon seit jeher stark beschäftigt: von „Blade Runner“„Alien“ und „The Terminator“ bis hin zu „The Matrix“ und „A. I. – Artificial Intelligence“ oder „Her“. In all diesen Filmen spielt Künstliche Intelligenz eine mehr oder weniger prominente Rolle. Umso gespannter war ich auch, was nun Alex Garland in seinem Regiedebüt daraus macht. Der häufig mit Danny Boyle arbeitende Drehbuchautor ist mir vor allem für seine oft im letzten Drittel qualitativ abfallenden Skripte bekannt: Sowohl „The Beach“ als auch „28 Days Later“ und „Sunshine“ schwächeln ausgerechnet auf der Zielgeraden, was tatsächlich auch ein wenig auf „Ex Machina“ zutrifft. Doch besitzt auch dieses Finale eine zweite Ebene, mit der ich mich durchaus anfreunden kann.

Garlands kühle Bilder unterstreichen perfekt die kammerspielartige Klaustrophobie, der sich die Charaktere ausgesetzt sehen. Diese bedrückende Atmosphäre wird umso stärker spürbar, da brachial lebendig wirkende Naturmotive immer wieder dem kalten, technokratischen Labor gegenübergestellt werden. Man fühlt sich als Zuschauer zusammen mit dem von Domhnall Gleeson („About Time“) gespielten Caleb wirklich nicht wohl in dieser Welt. Und doch geht eine Faszination von der gezeigten Technik aus, die letztendlich in Ava (Alicia Vikander) gipfelt. Während der ersten beiden Drittel wusste ich auch nicht so recht, in welche Richtung sich der Film denn wohl bewegen würde. Ich hatte so meine Vermutungen – und es sollte sich herausstellen, dass Caleb die gleichen Ideen hatte. Wir beide lagen falsch.

Das endgültige Finale rutschte mir inszenatorisch ein wenig zu sehr in Richtung Horror ab, auch wenn es inhaltlich nur konsequent und folgerichtig war. Man spürt den typischen Garland-Stolperer und doch komme ich nicht umhin, es als gelungen zu bezeichnen. Ich bin mir auch sicher, dass ich in den kommenden Tage noch oft an den Film werde denken müssen. Mein größter Kritikpunkt ist, dass Nathan (Oscar Isaac) gegen Ende die Züge eines klischeehaften Bösewichts trägt. Vielleicht sind das aber auch die logischen Folgen seines Gott-Komplexes. Gerade weil der Film an dieser und anderen Stellen noch weiter zum nachdenken anregt, möchte ich ihn mit der besseren der beiden möglichen Punktzahlen belohnen. Weiter so, Mr. Garland: 9/10 Punkte.

The Affair – Season 2

Das Serienkarussell dreht sich beständig weiter: Da sich „The Affair – Season 2“ auch im Angebot von Amazon Prime befindet, habe ich die zweite Staffel meiner jüngsten Entdeckung zeitnah nachgeschoben. Es ist schon toll, dass man inzwischen selbst neueste Pay-TV-Serien ohne weitere Zusatzkosten in Originalsprache sehen kann. Da muss ich, zumindest für den Serienkonsum, meinen eher skeptischen Streaming-Artikel fast schon relativieren. Doch an dieser Stelle soll es nicht um das Medium, sondern die Serie an sich gehen – und auch über die lohnt es sich zu schreiben…

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Die zweite Staffel von „The Affair“ erweitert die Erzählperspektiven um zwei Figuren. Während man in der ersten Staffel die Geschichte nur aus den Augen der beiden Ehebrecher Noah und Alison erlebt hat, bekommt man in der Fortführung der Geschichte auch die Perspektiven von den Ex-Ehepartnern Helen und Cole präsentiert. Dies sorgt für eine neue Dynamik und erweitert das Universum der Serie enorm. Ich hoffe nur, dass die Autoren dieses Konzept in den kommenden Staffeln nicht noch weiter zerfasern lassen, denn ab und zu scheint sich die Geschichte doch recht weit von der ursprünglichen Prämisse zu entfernen. Als Beziehungsdrama funktioniert die Serie weiterhin extrem gut und es gibt so manche schmerzhafte Szene durchzustehen. Die Nebenschauplätze dagegen wirken manchmal ein wenig beliebig, schaffen es jedoch meist den Bezug zur Haupthandlung zu wahren.

Spannend fand ich, dass die Serie versucht Fragen zu erörtern, welche größer sind als die Affäre selbst: What’s the difference between a good person and a great person? Kann man nur Großes erreichen, wenn man rücksichtslos seine Ziele verfolgt? Oder sind das am Ende nur ausreden, um das Fehlverhalten vor sich selbst zu rechtfertigen? In diesen Momenten fand ich die zweite Staffel tatsächlich am stärksten. Oft hatte ich jedoch das Gefühl, dass in dieser Hinsicht noch mehr möglich gewesen wäre – eine tiefere Erforschung dieser Thesen. Der stärkere Fokus auf die erzählerische Klammer, den Kriminalfall, war der Geschichte leider nicht zuträglich, auch wenn dieser Erzählstrang zweifellos unterhaltsam inszeniert ist und den famosen Richard Schiff (Toby Ziegler, „The West Wing“) zu bieten hat.

Noch mehr als die erste Staffel ist „The Affair“ im zweiten Jahr oft unerwartet düster und schont die Charaktere nicht. Das ist bisweilen ein wenig anstrengend, aber auch faszinierend und mitreißend. Insgesamt bietet die Fortführung der Geschichte weiterhin sehr gute Unterhaltung, wenngleich ich mir etwas weniger Fokus auf den Kriminalfall und mehr Konzentration auf die Affäre selbst, und die damit verbundenen Nachwirkungen auf alle in zweiter Reihe beteiligten Personen, gewünscht hätte. Dennoch zweifellos nach wie vor sehr sehenswert: 8/10 (8.2) Punkte.

Run, Fatboy, Run (362)

Da sich der Elternabend an der Schule meiner Frau spontan auf morgen verschoben hat, bin ich heute unerwartet doch zum Laufen gekommen. Dabei hatte ich so gar keine Lust. Doch morgen geht jetzt ja nicht und da ich zurzeit ganz gut dabei bin, wollte ich schlechtes Wetter und einen anstrengenden Arbeitstag auch nicht als Ausrede gelten lassen. Das Foto unten zeigt übrigens noch den freundlichsten Abschnitt. Den größten Teil der Strecke habe ich bei Temperaturen knapp über 0 °C mit Wind, Regen und Hagel ziemlich gefroren:

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Distance: 10.33 km
Duration: 00:55:48
Elevation: 67 m
Avg Pace: 5:24 min/km
Avg Speed: 11.11 km/h
Heart Rate: 169 bpm
Stride Frequency: 149 spm
Energy: 882 kcal

Letztendlich war ich schneller als erwartet und habe abermals eine neue Bestzeit über 10 Kilometer hingelegt. Nicht viel schneller, aber immerhin. Inzwischen ist auch mein Trinkrucksack angekommen, den ich für die kurze Strecke (schon unglaublich, wie sich hier die Wahrnehmung ändert) aber nicht benötigt habe. Am Wochenende steht dann endlich der schon länger geplante Lauf zum Wohnort meiner Mutter an, was von der Streckenlänge gar nicht so weit ist, aber ein wichtiges psychologisches Ziel. Und dann steht ja auch noch die Anmeldung zum Halbmarathon aus. Spannende Zeiten also für mein kleines Lauf-Hobby…

Im ersten Ohr: FatBoysRun – Episode 39: Quer durch Deutschland mit Jörn Richter
Im zweiten Ohr: The Weakerthans, Of Mountains & Seas, The Gaslight Anthem

The Big Bang Theory – Season 8

Neben den großen Serienbrocken darf auch die 20-minütige Sitcom nicht fehlen, die man mal eben noch kurz vor dem Schlafengehen einschieben kann. Nachdem mir die siebte Staffel der Serie wieder sehr gut gefallen hat, war die Sichtung von „The Big Bang Theory – Season 8“ nur die logische Konsequenz. Ob ich mit meiner positiven Meinung dazu wieder alleine dastehe, lest ihr in der folgenden Besprechung…

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Tatsächlich empfand ich das achte Jahr rund um Leonard, Sheldon und Co. auch schwächer als die vorhergehenden Staffeln, aber noch weit davon entfernt wirklich schlecht zu sein. Auch wenn mir der wissenschaftliche bzw. popkulturelle Fokus inzwischen ein wenig fehlt, mag ich jedoch auch die meisten Handlungsstränge, die um die Beziehungen der Figuren kreisen. Hier schlägt wohl auch der Sitcom-Fan in mir durch, der mit dem Medium aufgewachsen ist und seine Wurzeln in den Shows der 90er Jahre hat. Ich mag da einfach gestrickt sein, doch beende ich meinen Tag gerne mit 20 Minuten leichter Unterhaltung. Doch nun genug der Rechtfertigungen…

Mit dem Tod von Howards Mutter schlagen die Autoren der Serie erstmals auch ernstere Töne an, was deutlich schlechter funktioniert als vergleichbare Erzählstränge in z.B. „How I Met Your Mother“. Wirklich toll fand ich erneut die Gastauftritte von u.a. Wil Wheaton und Kevin Smith, während denen die Serie zu ihren popkulturellen Wurzeln zurückfindet. Insgesamt kann jedoch auch ich als wohlwollender Zuschauer nicht verleugnen, dass die Serie inzwischen ein wenig auf der Stelle tritt. Macht aber nichts. Für den kurzen Sitcom-Snack am Abend funktioniert die Serie für mich nach wie vor sehr gut: 8/10 (7.8) Punkte.