Mein Vorhaben, mehr zu lesen, geht bisher gut auf. Habe ich schon „Memory’s Legion“ schnell verschlungen, so stellt „Der Astronaut: Project Hail Mary“ von Andy Weir fast schon einen neuen Rekord dar. Zumindest wenn ich so auf die letzten Jahre blicke. Ob es auch daran liegt, dass ich einmal wieder ein Buch in der deutschen Übersetzung gelesen habe und deshalb schneller vorankomme als beim englischen Original? Ich kann es noch nicht sagen. Auf jeden Fall hatte ich unfassbar viel Spaß mit dem Buch, selbst wenn ich die Geschichte aus der fantastischen Verfilmung „Der Astronaut: Project Hail Mary“ bereits kannte. Wieso sich das Buch auch nach dem Film lohnt und wo es seine besonderen Stärken hat, lest ihr in der folgenden Besprechung… 👨🏻🚀🪨
„Moment mal! Bin ich ein Versuchskaninchen? Ich bin ein Versuchskaninchen!“
Andy Weir gelingt, wie bereits in „Der Marsianer“, erneut das Kunststück, komplexe wissenschaftliche Zusammenhänge äußerst interessant und packend in eine Geschichte einzubauen. Das habe ich wirklich sehr genossen. Die Verfilmung vereinfacht allerdings einiges, und ich habe bei dieser auch nichts vermisst, doch im Buch kann Andy Weir einfach noch viel tiefer gehen und das macht er auch. Neben den vielen wissenschaftlichen Erklärungen funktioniert die Struktur der Geschichte auch noch besser als im Film. Wenn Grace langsam seine Erinnerungen wiedererlangt, dann sind das mittelgroße Aha-Momente, welche genau zum richtigen Zeitpunkt in „Der Astronaut: Project Hail Mary“ kommen. Aufgrund meiner Kenntnis der Handlung habe ich mich sofort zu Hause gefühlt und konnte doch mitfiebern, denn das Buch ist einfach enorm spannend, witzig und emotional. Ich habe wirklich jede einzelne Zeile genossen und freue mich jetzt schon darauf, auch den Film noch einmal zu sehen.
„Wenn dumme Ideen funktionieren, werden sie zu genialen Ideen.“
Andy Weir nutzt Ryland Grace als Ich-Erzähler, der die Haupthandlung in der Gegenwartsform erzählt. Dadurch habe ich mich als Leser sehr nahe an den Ereignissen gefühlt. Die Sprache ist dabei sehr einfach gehalten. Die Sätze sind kurz und Formulierungen nicht zu kompliziert. Das steht in einem ziemlichen Gegensatz zu so manch wissenschaftlicher Ausführung. Ich könnte mir vorstellen, dass Weir seine Geschichte dadurch möglichst zugänglich gestalten wollte, was ihm auf jeden Fall auch gelungen ist. Manchmal habe ich mich gefragt, ob ich nicht doch lieber die englische Fassung hätte lesen sollen. Ob ich durch diese auch so flüssig durchgekommen wäre? Zumindest den Film werde ich noch einmal im Originalton schauen, wenn die schöne Sammleredition endlich ihren Weg zu mir findet. Das Lesen, speziell am Strand unseres Urlaubsortes, hat mir viel Freude bereitet:
Fazit
„Der Astronaut: Project Hail Mary“ gehört zu den besten Büchern, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. Ich habe es in nur sechs Wochen verschlungen, was für mich schon sehr schnell ist. Urlaub und sonnige Wochenenden auf der Terrasse haben bestimmt ihren Teil dazu beigetragen. Ich bin sehr begeistert und kann euch nur empfehlen, auch mal reinzulesen, selbst wenn ihr die Geschichte durch den Film bereits kennt: 10/10 Punkte.
Oo wie du hast 6 Wochen gebraucht? Ich etwa 3 Tage und bin mit ~40 Seiten die Stunde nicht mal ein schneller Leser xD
Stimme zu, es ist ein verdammt geniales Buch. Und hat eine richtig gute Verfilmung bekommen.
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Die Zeiten, in denen ich so schnell durch Bücher gekommen bin, sind schon seit der Schulzeit vorbei. Meist komme ich nur abends vor dem Schlafen zum Lesen, doch dieses Buch ist in den Urlaub gefallen. Da hatte ich mehr Zeit. Normalerweise brauche ich gut drei Monate für ein Buch.
Yep, die Verfilmung liebe ich auch sehr 🙂
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Gut ich hab den Vorteil, dass ich keine Kinder habe, sprich die Zeit nach der Arbeit ist tatsächlich auch Freizeit, sodass ich bei spannender Lektüre auch mal 3-5h am Stück lesen kann.
Bei mir ist es entweder 1. Das Buch ist zäh und ich brauche Wochen bis Monate für ein 500 Seiten Buch oder 2. Ich schnorchel eine 8 Bändige Serie in 2-3 Wochen weg xD
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Tatsächlich könnte ich mir inzwischen auch bewusster Zeit zum lesen nehmen, was ich mir auch vorgenommen habe. Aber mit allen anderen Hobbys (Laufen, Bloggen, Filme, Serien) kommt es immer noch zu kurz. Aber ist schon wieder besser geworden. Früher habe ich pro Woche auch teils drei Bücher verschlungen. Ist aber schon lange her. Als nächstes wird es ein Klopper mit 1.000 Seiten. Mal sehen, wie lange ich dafür brauche. 😅
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Ja das Problem mit den vielen Hobbies. Dann hat man zwar Freizeit muss aber regelrecht Hobbies jonglieren, weil man jedem würdevoll viel Zeit widmen möchte.
Dieses Jahr war es größtenteils Szenario 1, wenig Bücher und kaum vorangekommen. Und bei mir klopft bereits das Alter an und empfängt mich mit Nackenschmerzen, wenn ich zu lange lese – lese am Tisch sitzend. Sprich ich muss tatsächlich Sport machen, damit ich in Ruhe lesen kann ^^‘
Ich hoffe aber dieses Jahr schaff ich noch ein paar Bücher. Es warten im Regal noch 60 Bücher darauf gelesen zu werden.
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Wenn du schon vom Alter anfängst, was soll dann ich sagen? 😅
Bei mir stehen auch noch einige Bücher im Regal. Bin gespannt, wie viele ich dieses Jahr noch schaffe.
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