Liebe Hundefreunde

Ich habe auf meinen Jogging-Runden ja schon häufiger Begegnungen mit Hunden gehabt. Bisher ist außer etwas Gekläffe jedoch nie etwas passiert. Vermutlich auch, weil ich stets so gut es geht ausweiche, was meist mit einem ‚Vor dem brauchen Sie keine Angst haben, das ist doch ein ganz ein Braver.‘ quittiert wird. Man kennt das ja.

Auch heute bin ich fast in den Graben gelaufen, weil ein Hundebesitzer es nicht für nötig erachtete seinen Hund enger an die Leine zu nehmen. Trotz Ausweichen hat der Hund nach mir geschnappt, was natürlich nicht in einem Eingeständnis des persönlichen Fehlers resultierte, sondern nur in der plattesten aller Entschuldigungen: ‚Ich weiß auch nicht wie das passieren konnte, das hat der noch nie gemacht!‘

Natürlich habe ich meine Laufrunde abgebrochen und wurde erst einmal in die Notaufnahme des nächstgrößeren Krankenhauses geschickt, denn mit Hundebissen ist – wie man mir versicherte – nicht zu spaßen. Drei Stunden und diverse Säuberungen/Desinfektionen später sitze ich mit einem Feuchtverband wieder zu Hause und bin verärgert. Über die Zeitverschwendung, den Aufwand (morgen muss ich noch einmal zum Arzt, wieder 10 EUR Praxisgebühr) und die Einstellung dieses und vieler anderer Hundebesitzer. Dabei ist die Sache ja noch gimpflich ausgegangen.

Wenn ich einmal wieder mit meiner Tochter unterwegs bin und von weiten ‚Der will doch nur spielen!‘ oder ‚Der tut doch nichts!‘ höre, dann dürfen sich sowohl Hundehalter als auch Hund aber warm anziehen…

29 Gedanken zu “Liebe Hundefreunde

  1. Übel! Für sowas hab ich auch null Verständnis. Also zumindest deine Kosten würde ich dem Hundebsitzer in Rechnung stellen. Das geht nicht, das muss der auch merken, damit sowas nie wieder passiert.

    Gute Besserung jedenfalls von meiner Seite! Hatte letztens ein ähnliches Erlebnis, der Hund hatte aber das Nachsehen und hat meine Hacke in die Schnauze bekommen (unabsichtlich, ich bin einfach normal weitergelaufen).

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  2. Autsch, gute Besserung!

    Ich bin zum Glück bisher glimpflich davon gekommen, obwobl einem beim Laufen am frühen Morgen außer Hundebesitzern kaum jemand begegnet.

    Da kenne ich aber auch keine Gnade und finde es unverantwortlich, wie Leute ihre Hunde nicht unter Kontrolle halten können. Genau diesen Spruch „Sonst macht die das nie“ (oder so ähnlich) bekam ich zu hören, als ich wegen eines Köters mit meinem Fahrrad einen Unfall baute.

    Hast du die (Versicherungs-)Daten des Besitzers? Die entstandenen Kosten solltest du auf jeden Fall erstatten lassen.

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  3. Ich habe mir natürlich sofort die Daten des Halters geben lassen und werde mir die Kosten selbstverständlich erstatten lassen. Ist ja so schon ärgerlich genug, selbst wenn man keinen finanziellen Aufwand hat.

    Wie geschrieben hatte ich ja auch schon ein paar brenzliche Situationen, doch werde ich nun noch mehr auf der Hut sein. Einmal musste ich einen Hund (der natürlich nicht angeleint war) auch schon mit Tritten vertreiben. Auch hier erntete ich nur Empörung – dabei ist es ja wirklich nicht so, dass wir als Läufer nicht auch extra aus dem Weg gehen würden…

    Naja, ich bin schon froh wenn sich jetzt nichts weiter entzündet. Im Gedächtnis bleiben wird mir der Vorfall aber noch länger.

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  4. Ist mir auch schon passiert, und es hat danach auch einige Jahre gedauert, bis ich meine Angst vor (vor allem unangeleinten) Hunden wieder halbwegs runtergeschraubt hatte. So ignorant wie mit ihren Hunden können sich Deutsche wohl sonst nur im Straßenverkehr verhalten …

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  5. @Flo Lieb: Lieber Hunde- als Haibiss… 😉

    @Dr. Borstel: Viel mehr Angst vor Hunden habe ich nun nicht, doch werde ich in Zukunft bestimmt mit größerer Vorsicht an Hunden vorbeilaufen bzw. die Herrchen oder Frauchen vor einem Vorfall auf ihre Sorgsamspflicht hinweisen.

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  6. Ich hatte auch mal so einen kleinen an der Wade, der hat einfach das Maul aufgemacht und dann schonmal leicht das Hosenbein angenagt. Gleiche Situation, nicht angeleint, aber die Besitzerin hat zum Glück noch eingegriffen.

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  7. @Hendrik: Ja, da kann man immer noch froh sein, wenn der Halter schnell genug ist. Man darf ja auch nicht alle über einen Kamm scheren, doch oft genug sind es eben – wie Inishmore richtig schreibt – verantwortungslose Gesellen.

    @Inishmore: Oh, das lag nicht in meiner Absicht. Ich hoffe dein auslösendes Erlebnis war nicht zu schlimm und dass du das Bild möglichst bald wieder aus deinem Kopf kriegst… 😉

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  8. Also ich bin selbst Hundebesitzerin & möchte das auf keinen Fall verharmlosen, jedoch möchte ich daran appelieren, dass das NIE die Schuld des Hundes, sondern des Besitzers ist! & auch bitte nicht alle über einen Kamm scheren! Denn glaubt mir, die Hundebesitzer, die sich anständig verhalten (auch mit einem unangeleinten Hund), müssen das unmögliche Verhalten der anderen ausbaden & das kann einen dann wirklich traurig machen, wenn man immer versucht niemanden zu stören mit seinem Hund & unschuldig angemotzt wird. Denn es gibt auch Hundebesitzer, die es ernst meinen, wenn sie sagen, „Der tut nichts!“
    Ich wünsche Dir natürlich gute Besserung & dass das gut verheilt!!!

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  9. Schon klar, dass der Hund nur nach seinen Instikten handelt und der Besitzer die Schuld trägt. Ich mag auch gar nicht abstreiten, dass es auch gute Hundehalter gibt, keine Frage. Aber schon einmal pauschal zu sagen ‚Der tut nichts!‘ ist eben falsch, denn man kann nie wissen wie ein Hund (immerhin ein Tier, das auf seine Instinkte gepolt ist) in gewissen Situationen reagiert. Da sollte man als Besitzer immer lieber übervorsichtig sein und die Leine kürzer halten. Entzündet hat sich bis jetzt noch nichts, aber ärgerlich bleibt die ganze Sache dennoch. Hmpf.

    Hundebesitzer, die solche Situationen korrekt einschätzen, müssen sich natürlich nicht angesprochen fühlen… 😉

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  10. Verklag ihn! Nimm ihn aus bis auf’s Hemd!
    Ach halt… wir sind nicht in den USA 😉
    So gesehen kannst du noch froh sein, dass der Biss nicht schlimmer war (als er auf dem Foto zumindest aussieht). Je schlimmer, umso größer die Infektionsgefahr usw…

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  11. Mir ist das hier langsam etwas zu sehr Anti-Hund. Auch der Mensch ist nur ein Tier und handelt nach Instinkten. Manche Hunden neigen eben eher dazu, diesen zu folgen. Dennoch gibt es sicherlich sehr viele Hunde, die wirklich nichts tun, natürlich auch welche, die doch was tun, obschon das Herrchen sagt, sie sind harmlos (so wie Mütter, die verkünden, ihre Söhne seien gute Jungs und plötzlich schlagen die Leute an der S-Bahn zusammen). Ich bin auch schon mal grundlos von einem Hund gejagt worden, bin deswegen aber nicht gegenüber jedem Hund jetzt vorsichtig.

    In diesem Sinne: stop the dog bashing! 🙂

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  12. @Lars: Bin auch sehr froh, dass der Biss nicht tiefer ging. Werde vom Halter auf jeden Fall diverse Notfall- und Praxisgebühren zurückfordern. Wäre ja noch schöner…

    @Flo Lieb: Der Artikel richtet sich doch eindeutig an Hundefreunde und nicht Hunde. In der falschen Situation folgt eben jedes Tier seinen Instinkten und da sollte man als vorausschauend denkender Mensch eben eingreifen – oder auch nicht, aber das Resultat sieht man ja. An dem Tag, an dem ich in der Notaufnahme war, gab es übrigens noch etliche andere Hundebisse. Scheint also kein Einzelfall zu sein.

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  15. Bist du dann gegen Tollwut geimpft worden? Es gibt ja schon sehr viele Hunde, die gefährlich wirken und da kriege ich schon etwas Panik. Ich verstehe nicht, wieso die Halter ihre Hunde nicht mit einem Beißkorb versehen können 😦

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    • Nee, der Hund war dagegen geimpft und auch meine Tetanus-Impfung war noch aktuell. Die Wunde wurde nur gereinigt und ich musste den Tag über einen Nassverband tragen. Die Kosten dafür musste der Halter bzw. seine Versicherung zahlen.

      Maulkorb fordere ich ja gar nicht, mir würde es schon reichen, wenn die Halter ihre Hunde enger an die Leine (wenn sie überhaupt an der Leine sind) nehmen würden, wenn man an ihnen vorbeiläuft.

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