The Event – Season 1

Nach dem Hype um „Lost“ gingen in den letzten Jahren unzählige Mysteryserien an den Start. Keine jedoch konnte dem großen Vorbild das Wasser reichen. Nach Abflauen der Mysterywelle machte sich das Genre auch auf dem Bildschirm rar und fand mit der letztjährigen Serienhoffnung „The Event – Season 1“ ihr – zumindest bis zum nächsten Versuch – unrühmliches Ende. Dabei war die Show zu Beginn wirklich vielversprechend…

Mich überzeugte die Serie zunächst mit ihrer Besetzung. Jason Ritter als Hauptcharakter in einer actionlastigen Mystery-Serie? Ungewöhnlich, doch in meinen Augen perfekt. Ein sympathischer Jedermann, der ein hohes Identifikationspotential birgt und keine Superkräfte besitzt. Auch das Unheil bricht über die Figuren zunächst in Alltagssituationen herein, was mich ziemlich schnell in die Geschichte hinein zog. Im ersten Drittel war ich somit davon überzeugt, dass „The Event“ eines meiner diesjährigen Serienhighlights werden sollte. Wie man sich doch täuschen kann.

Spätestens mit der Enthüllung des Masterplans der Antagonisten (sprich ab dem Wiedereinstieg nach der Ausstrahlungspause) verwandelte sich die mysteriöse Geschichte in „24“ mit Aliens, was der Serie so gar nicht bekommen wollte. Absurde Wendungen, unlogische Charakterentwicklungen und sinnlose Actionsequenzen bestimmten von nun an den Verlauf der Serie. Der Qualitätseinbruch war in meinen Augen enorm und ich muss mich wirklich fragen, ob zu Beginn der Staffel meine Wahrnehmung getrübt war. Wirklich sehr schade.

Auch wenn ich das Finale recht ansprechend fand, bin ich insgesamt nicht traurig, dass „The Event“ trotz des offenen Endes abgesetzt wurde. Die Luft ist irgendwie raus. Man hat zu früh alle Karten ausgespielt und die Mysterien erklärt. Danach gab es nur noch heiße Luft. Ich hoffe sehr, dass Jason Ritter in einer anderen, gelungeneren Serie unterkommt. Übergangsweise auch gerne wieder als Gaststar in „Parenthood“. Trotz sehr gelungenem Auftakt letztendlich nur knapp überdurchschnittliche Unterhaltung: 6/10 (6.4) Punkte.

9 Gedanken zu “The Event – Season 1

  1. Ja, „FlashForward“ schlägt in die gleiche Kerbe und befindet sich qualitativ auf ähnlichem Niveau. „Fringe“ ist da ganz klar die bessere Wahl. Da ich das Genre aber nach wie vor mag, gebe ich solchen Serien ganz gerne mal eine Chance…

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  2. Der Knackpunkt lag -wie du erwähnst- nach der Pause, ab da verlor die Show endgültig ihren Faden. Das fing schon damit an, dass die erste Folge zum Wiedereinstieg einfach kein Kracher war. Persönlich endgültig abgehakt habe ich das Ganze, als der mysteriöse alte Mann sich selbst erschossen hat, um seinem Mysterium ein weiteres Kapitel hinzuzufügen und den Zuschauer zu verärgern. Auch die komplette Kehrwende der Alienanführerin vom Friedefreudeeierkuchen-Muttchen zur Invasions-und Auslöschungsexpertin machte mir großes Aua im Verständniszentrum.

    Positiv sei die Rolle des US-Präsidenten und seines Beraters erwähnt. Für mich hat Zeljko Ivanek sein Mitwirken am damaligen Untergang von Heroes wieder etwas ausbügeln können. Und das Schlussbild des Finales war einprägsam.

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  3. Ja, wie gesagt ein zweischneidiges Schwert. Die Serie hatte (besonders zu Beginn) durchaus ihre Stärken und ich wurde größtenteils auch gut unterhalten. Dann jedoch gab es die von dir angesprochenen heftigen Umschwünge in der Charakterentwicklung und der generellen Logik der Serie. Ab diesem Zeitpunkt habe ich auch beständig die Autoren verflucht. Das war es dann wohl erst einmal mit Mystery im TV. Bis zum nächsten „Lost“ eben… 😉

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  4. Schreibst du eigentlich gar nichts mehr zu „How I Met Your Mother“? Zur 5. Staffel gab es nichts, zur 6. nun auch nicht. Wieso schenkst du solch‘ Serie wie „The Event“ die Ehren, die du tust HIMYM verwehren? *bardmoodusaus*

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  5. Gut Ding will Weile haben. Da ich „How I Met Your Mother“ eher einen höheren Stellenwert einräume, warte ich hier immer bis ich die DVDs bzw. Blu-rays zu Hause stehen habe, bis ich eine endgültige Bewertung abgebe. Aber kommt bestimmt, keine Sorge… 😉

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  6. Pingback: Parenthood – Season 4 | Tonight is gonna be a large one.

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