Parenthood – Season 2

Meine persönliche Serienentdeckung der letzten Saison, konnte mich glücklicherweise auch in diesem Jahr wieder voll und ganz überzeugen. Was hatte ich mich auf ein Wiedersehen mit „Parenthood – Season 2“ gefreut! Ein herrlich unaufgeregtes Drama, das mit Charakteren, Dialogen sowie einer intensiven Inszenierung zu überzeugen weiß und – für mich fast schon das Wichtigste – wirklich Herz besitzt. Nach wie vor großartig.

Auch wenn ich im Intro beinahe schon mein Fazit gezogen habe, so möchte ich es mir nicht nehmen lassen, noch etwas detaillierter auf die Vorzüge dieser Ausnahmeserie einzugehen. Wie bereits in der vorangegangenen Staffel wird ein sehr genaues Bild der Großfamilie Braverman gezeichnet. Die Serie lebt von ihren Charaktermomenten, von denen es in jeder Episode nur so wimmelt. Dennoch hätte ich mir von diesen tatsächlich noch mehr anschauen können, auch wenn es natürlich verständlich ist, dass man nicht in jeder Episode allen Familienmitgliedern gleich viel Aufmerksamkeit schenken kann. Für mich als Zuschauer auf jeden Fall ein deutliches Zeichen, wie sehr einem beinahe ausnahmslos alle Charaktere ans Herz wachsen.

Auch wenn jede Episode ein anderes Thema in den Vordergrund rückt, so sind es doch vor allem die episodenübergreifenden Handlungsstränge, welche die Serie auszeichnen. Sei es Adams neuer Boss, Crosbys Affäre oder Haddies erste Beziehung – jede Geschichte wird von dutzenden von Blickwinkeln aus betrachtet. Kein plumpes Schwarz-Weiß-Zeichnen, keine einfachen Lösungen. Auch wenn „Parenthood“ durchaus mit der emotionalen Klaviatur seiner Zuschauer zu spielen weiß, so wirkt die Serie stets echt und die Handlungen der Figuren bleiben nachvollziehbar, was unter anderem den herausragenden Leistungen der Schauspieler zu verdanken ist.

Ich weiß jetzt schon, dass ich die Bravermans in den kommenden Monaten vermissen werde. Noch ist es leider nicht einmal sicher, dass die Serie ins dritte Jahr gehen wird. Sollte sie abgesetzt werden, dann wäre dies für mich wohl der größte Verlust unter den aktuell laufenden Serien. Doch ich bin hoffnungsvoll, denn schließlich kann ich nicht der einzige Träumer unter den Familienmenschen da draußen sein, der die fantastische Qualität dieser Ausnahmeserie zu schätzen weiß. Großartiges Fernsehkino: 9/10 (9.4) Punkte.

7 Gedanken zu “Parenthood – Season 2

  1. Eine Serie mit Lauren Graham (!) und Peter Krause (!) kann nicht schlecht. (An dieser Stelle: Unbedingt Six Feet Under gucken!) Die beiden alleine sind schon die halbe Miete, aber Gott sei Dank überzeugt auch der restliche Cast.

    Ich kann dir nur zustimmen. Wunderschöne Serie. 🙂

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  2. Durch Peter Krause hatte ich auch mal überlegt reinzuschauen, aber bisher passte es nicht.
    Wenn nun noch Six Feet Under hier rangezogen wird, MUSS ich Parenthood aber wohl auch endlich mal gucken scheinbar.

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  3. Hab ich immer noch nicht weiterverfolgt (werd ich auch nicht mehr), aber freut mich für dich, dass du hier (d)eine fast perfekte Serie (9.4 deuten ja auf hauptsächlich 9er Bewertungen mit gelegentlichen 10ern hin) für dich gefunden hast.

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  4. @Nachtfalke: Ja, Lauren Graham sehe ich seit „Gilmore Girls“ auch immer sehr gerne. Peter Krause war mir zuvor noch nicht bekannt, obwohl mir „Six Feet Under“ auch schon öfter ans Herz gelegt wurde. Mich schreckt nur die düstere Grundthematik noch etwas ab. Aber spätestens wenn das restliche Serienfutter rar wird, werde ich mir wohl mal die DVD-Box zulegen.

    @C4rter: Ein Blick wird sich auf jeden Fall lohnen. Dann weißt du ja, ob dich die Serie auch thematisch anspricht. Gut gespielt, geschrieben und inszeniert ist sie ohnehin.

    @Flo Lieb: Ja, waren hauptsächlich 9er, etliche 10er und nur vereinzelter 8er Episoden. Insgesamt sehr gelungen und insgesamt noch einmal runder, als de ohnehin schon fantastische erste Staffel. Hoffe nur da kommt noch was nach…

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