Run, Fatboy, Run (123)

Mein erster Lauf im neuen Jahr, mein erster Lauf seit 7 Wochen – kann das gut gehen? Ich muss ja zugeben, dass ich mich wirklich aufraffen musste. Trotz Sonnenstrahlen und beinahe schon milder Temperaturen. Hinzu kommt, dass ich aufgrund von Schneematsch und Schmelzwasserseen nicht wirklich meine Ideallinie laufen konnte. Somit ist die Laufzeit wohl auch nicht wirklich represäntativ.

Länge: 4,20
Laufzeit: 00:27:45
kCal: 336
min/km: 6:36

Mit über sechseinhalb Minuten pro Kilometer war ich selbst auf der kurzen Strecke so langsam wie nur selten unterwegs. Allerdings lenkt das Thema Idealline auch nur vom Fakt ab, dass ich es mir die letzten paar Wochen doch habe zu gut gehen lassen. Wird Zeit, dass ich wieder regelmäßiger auf die Strecke gehe. Schon erstaunlich, wie schnell sich das Training wieder abbaut…

Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich – OT: Meet the Fockers

Nachdem in letzter Zeit eher düstere Sci-Fi-Filme unser Heimkino dominiert haben, war es einmal wieder Zeit für eine Komödie. Die Wahl ist auf Jay Roachs „Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich“ gefallen, bei dessen Kinosichtung ich damals recht viel Spaß hatte. Zudem läuft die Fortsetzung aktuell im Kino und wenn ich auch nicht glaube, dass wir es zeitlich schaffen, so kann eine prophylaktische Auffrischung dennoch nicht schaden.

Der Auftakt der Filmreihe gehört immer noch zu meinen liebsten romantischen Komödien. Jay Roach ist es mit „Meet the Parents“ gelungen, die richtige Balance zwischen überdrehtem Slapstick, Romantik und augenzwinkernder Familiengeschichte zu finden. Bereits in den von mir sehr geschätzten „Austin Powers“-Filmen hatte er ein Händchen für wunderbares Comic Timing bewiesen und wusste demnach auch hier seine Stars (Ben Stiller und Robert De Niro) entsprechend in Szene zu setzen.

Der zweite Teil fügt dem ohnehin guten Ensemble noch Dustin Hoffman und Barabara Streisand hinzu. In „Meet the Parents“ ist es demnach vor allem eine Freude Kinogrößen, wie De Niro oder Hoffmann, völlig übertrieben und von jeglichen Grenzen befreit, gegeneinander antreten zu sehen. Die Rahmenhandlung ist dabei vernachlässigbar und vermutlich hätte der Film für mich noch besser funktioniert, wenn man auf den Subplot rund das Kindermädchen verzichtet hätte – aber nun gut, irgendeinen Konflikt musste es eben geben.

Wer von dem Film aufgrund seiner großen Namen einen gewissen Anspruch erwartet, der sollte wissen, dass einer der Running Gags Robert De Niro mit künstlicher Silikonbrust beinhaltet. Doch „Meet the Fockers“ macht besonders dann Spaß, wenn man sich auf ebensolchen Humor einlässt. Dabei wird es nicht zu platt und die Charaktere bleiben – bis zum unvermeidlichen Happy End – auch allesamt symapthisch. Für mich eine gelungene Fortsetzung, die trotz Hofmann und Streisand jedoch nicht ganz an ihren Vorgänger heranreicht: 7/10 Punkte.

Two and a Half Men – Season 6

Nachdem ich die vorhergehenden Staffeln doch recht schnell durchgeschaut hatte, benötigte die Sichtung von „Two and a Half Men – Season 6“ doch deutlich mehr Zeit. Dies liegt nicht zwangsweise an der Qualität der Episoden, sondern vielmehr daran, dass andere Serien einfach mehr Abwechslung zu bieten haben. Charlie, Alan, Jake und – nicht zu vergessen – Berta bleiben da eher auf eingefahrenen Wegen.

Neu in dieser Staffel ist, dass man Charlie in einer längerfristigen Beziehung erleben kann. Dadurch ergeben sich etliche Verwicklungen, die allerdings allesamt recht vorhersehbar sind. Alan bleibt weiterhin Alan, samt seiner Neurosen und der seltsamen Dynamik mit seinem Bruder Charlie. Jake erfährt auch keinerlei Weiterentwicklung, doch ist er immer für einen Lacher zu haben – und Berta ist weiterhin das Highlight der Serie.

Trotz des meist recht großen Unterhaltungswertes frage ich mich jedoch, wie viele einigermaßen originelle Geschichten die Macher noch aus dieser doch recht simplen Prämisse ziehen können. Rein qualitativ hat sich im Gegensatz zur vorhergehenden Staffel nicht viel getan. Es gab ein paar wirklich gelungene Episode, ein paar durchschnittliche und ein oder zwei Ausreißer nach unten.

Im Großen und Ganzen ist jedoch auch die sechste Staffel von „Two and a Half Men“ gute Unterhaltung. Wenn man damit leben kann, dass Geschlechterklischees auf die Spitze getrieben werden und man auch bei zotigerem Humor lachen kann, dann kann man auch im sechsten Jahr durchaus Spaß mit den Harpers haben: 7/10 (6.9) Punkte.

Alien: Die Wiedergeburt – OT: Alien: Resurrection – Special Edition (1997)

Der bislang leider letzte Teil der „Alien“-Saga ist auch der einzige, den ich im Kino gesehen habe. Jean-Pierre Jeunets „Alien: Die Wiedergeburt“ wurde bereits damals sehr kritisch aufgenommen und ich weiß noch genau, dass sich die meisten meiner Freunde einer Sichtung verweigert hatten. Der harte Kern, der den Kinobesuch wagte, war jedoch begeistert und ich erinnere mich noch an den Spaß, den ich bereits damals mit dem Film hatte.

Wenn man bedenkt, dass bereits David Finchers „Alien 3“ zu kämpfen hatte, die Gunst der Fans zu erlangen, so ist es nicht erstaunlich, dass auch Jeunets „Alien: Resurrection“ bis heute nicht so richtig akzeptiert worden ist. War der direkte Vorgänger ein düsteres und beinahe schon existenzielles Drama, so wurde mit dem vierten Teil der Reihe eine hundertprozentige Kehrtwendung vollzogen und aus dem düsteren Sci-Fi-Horror wurde eine bunte und beinahe schon comichafte Groteske.

Anfangs fiel es mir schwer zu akzeptieren, dass Rilpey nun nur noch ein Klon war und man Weyland-Yutani durch eine gesichtslose Militärorganisation ersetzt hatte. Doch dieser Eindruck währte selbst bei der Erstsichtung nur einen kurzen Moment, denn bevor man sich groß Gedanken machen kann, prescht der Film mit herrlich absurden Ideen vorwärts, die mich als Zuschauer beständig zwischen Lachen und Entsetzen pendeln ließen. Heute weiß ich, wem die gelungenen Aspekte des Films zu verdanken sind und für welchen Serienmeilenstein „Alien: Resurrection“ letztendlich die Grundlage war: Man hatte Joss Whedon für das Drehbuch engagiert, der die Geschichte um eine bunt zusammengewürfelte Crew von Schmugglern herum gestaltete, die nicht nur zufällig an eine nur allzu bekannte Besatzung eines Schiffs der Firefly-Klasse erinnert.

Ich weiß nicht, wie sehr letztendlich an Whedons Drehbuch herumgedoktert wurde, doch man erkennt eindeutig seinen Stil. Besonders Ron Perlmans Johner scheint wie der verlorene Zwillingsbruder von Adam Balwins Jayne und auch die Betty könnte das Zwillingsschiff der Serenity sein. Leider lassen die Dialoge den typischen Whedon-Witz nur erahnen und auch die Handlung des Films könnte ausgewogener und stringenter sein. Jean-Pierre Jeunets visuell brachiale Inszenierung schafft es jedoch inhaltliche Schwächen geschickt zu überspielen – und Ideen hat der Film ohnehin en masse zu bieten. Ob man diese nun gelungen findet oder nicht, ist eben Geschmackssache.

Für mich ist „Alien: Resurrection“ ein absolut sehenswerter Film in einer von mir sehr geschätzten Reihe. Vermutlich gerade weil er nicht versucht die Erfolgsformel der Vorgänger zu kopieren. Neben groteskem Humor, bietet er auch einige verstörende Szenen (z.B. Klone 1-7 und insbesondere das Alien-Baby), welche durchaus Diskussionspotential bieten – und soweit ich mich entsinne auch tatsächlich geboten haben. Ein seltsamer Abschluss, den man jedoch nicht vorschnell verurteilen sollte: 8/10 Punkte.

How I Met Your Mother – Season 3

Wie bereits letztes Jahr, stand auch dieser Weihnachtsurlaub serientechnisch ganz im Zeichen meiner aktuell liebsten US-Sitcom. So habe ich meine Abende meist mit ein oder zwei Episoden von „How I Met Your Mother – Season 3“ ausklingen lassen – und auch wenn diese Staffel nicht ganz an ihre Vorgänger herankommt, so gibt es doch weitaus schlechtere Wege seine Tage zu beenden.

Auch bei meiner zweiten – und bei manchen Episoden sogar schon dritten – Sichtung hatte ich wieder enorm viel Spaß mit dem dritten Jahr der Serie. Sogar mehr Spaß, als bei der Erstsichtung. Viele Folgen leben von kleinen Details, welche erst beim wiederholten Anschauen auffallen. Durch die nicht chronologische Erzählweise der meisten Episoden, sind diese sowieso für Wiederholungen prädestiniert. Auch der Suchtfaktor hat wieder einmal voll zugeschlagen und ich hatte die gesamte Staffel – Urlaub sei Dank – innerhalb von nicht einmal zwei Wochen durchgeschaut.

Im Gegensatz zur vorhergehenden Staffel, in der es hauptsächlich um die Festigung bzw. Festlegung von bestehenden Beziehungen ging, begleitet man Ted Mosby in dieser Staffel durch seine Flegeljahre. Zusammen mit Barney erlebt er diverse amouröse Abenteuer, bevor er sich letztendlich doch wieder auf eine zukunftsträchtige Beziehung konzentriert. Auch in diesem Jahr der Serie gab es wieder etliche Highlight zu bewundern und so haben sich besonders die Episoden „Third Wheel“, „Spoiler Alert“, „The Platinum Rule“ und „The Goat“ unter meinen Favoriten platzieren können.

Insgesamt hatte ich auch mit dem dritten Jahr „How I Met Your Mother“ wieder enorm viel Spaß. Der kommenden Staffel sehe ich mit gemischten Gefühlen entgegen, da ich dem Handlungsstrang um Stella das letzte Mal nicht sonderlich viel abgewinnen konnte. Die dritte Staffel war auf jeden Fall erneut absolut gelungene Sitcom-Unterhaltung: 9/10 (9.1) Punkte.

Alien 3 – OT: Alien³ – Special Edition (1992)

Eigentlich müsste ich für David Finchers „Alien 3“ zwei Einträge schreiben. Einen, der den Film verreißt und sein ungenutztes Potential anprangert, und einen weiteren, der die wunderbar düstere Inszenierung des Films lobt sowie die seltsame Wirkung, die er auf mich als Zuschauer hat, herausstellt. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen und ich möchte versuchen, die ambivalente Wirkung des Films im Folgenden entsprechend darzustellen.

Jedes Mal, wenn ich „Alien 3“ sehe, muss ich mich erst einmal aufregen. Warum nur hat man diesen Weg gewählt? In „Aliens“ aufwändig eingeführte Charaktere werden einfach so wieder aus der Geschichte herausgeschrieben. Was hätte es da für Möglichkeiten gegeben. Die Abenteuer von Ripley, Newt und Hicks – aber nein, statt dessen gibt es seltsame Mönche und ein Hunde- bzw. Kuh-Alien. Ich verstehe wirklich nicht, wie man sich nur für diesen Drehbuchentwurf entscheiden konnte. Bei „Alien 3“ mag ja durchaus einiges funktionieren, das Drehbuch gehört leider nicht dazu.

Ich höre nun viele Fans aufschreien, die dem Film eine ähnliche Dichte zuschreiben, wie Ridley Scotts grandiosem Ursprung der Reihe. Doch mal ehrlich: Die Geschichte ist nichts weiter als eine lauwarme Kopie des klaustrophobischen Klassikers und auch wenn Fincher alle Register zieht, so bleibt die Spannung hier teils einfach auf der Strecke. Dieser seltsame Gefangenenorden mit seinen bedeutungsschwangeren Reden und pseudoreligiösen Anspielungen will einfach nicht so recht ins Alien-Universum passen. Da reißt auch der überinszenierte Weyland-Yutani-Auftritt am Ende des Films nichts mehr.

Trotz meiner durchaus massiven Kritikpunkte liebe ich den Film auf besondere Art und Weise. David Fincher hat das durchschnittliche Drehbuch genommen und famos atmosphärische Bilder geschaffen, welche die allgegenwärtige Finsternis direkt ins Herz der Zuschauer projizieren. Besonders Ripleys neuer Look hat etwas Ikonographisches an sich und wird wohl stets mit der Filmreihe verbunden werden. Überhaupt fand ich Sigourney Weavers Spiel grandios. Ihr gelingt es perfekt die neue Ausgangslage in spürbare Verzweiflung und Entschlossenheit umzusetzen. Die letzte halbe Stunde des Films ist – nach einigen Längen – auch endlich Spannungskino vom Feinsten: Die Jagd des Aliens durch die Gänge samt subjektiver Kameraperspektive ist einfach überwältigend.

Wenn man über „Alien 3“ schreibt, so muss man zwangsläufig die unterschiedlichen Schnittfassungen erwähnen. Ich habe gestern zum zweiten Mal die sogannte Special Edition gesehen, welche eigentlich einen auf Hochglanz polierten Workprint darstellt. Es ist nicht der ominöse Director’s Cut, da das Kapitel „Alien 3“ für David Fincher endgültig abgeschlossen ist. Ich für meinen Teil denke jedoch, dass auch ein solcher nicht viel mehr aus dem Film hätte herausholen können. Dazu sind die Schwächen einfach zu sehr im Drehbuch begründet.

Die erweiterte Fassung ist durchaus sehenswert und transportiert noch mehr von der beinahe schon zu düsteren Atmosphäre. Man lernt die Charaktere besser kennen, wodurch sie nicht mehr zu reinem Alienfutter verkommen. Einer der größten neuen Handlungsblöcke – die Gefangennahme des Aliens – ist allerdings ziemlich redundant zur finalen Falle und fügt der Geschichte keine wirklich neuen Aspekte hinzu. In meinen Augen ist keine Fassung der anderen wirklich überlegen. Für Fans lohnt sich ein Blick auf die erweiterte Fassung dennoch auf jeden Fall. Für alle anderen ist es eben wie Hund oder Kuh – und ja, ich finde das sollte als reguläres Sprichwort anerkannt werden.

Wie man es auch dreht und wendet, „Alien 3“ ist eine kleine Enttäuschung. Die nun folgende Bewertung ist, objektiv betrachtet, bestimmt zu gut für den Film, doch für mich gehört er inzwischen einfach zu der Reihe und wenn ein Film es schafft, dass ich bei jeder Sichtung mit mir selbst ringe und zwischen Verzweiflung und Begeisterung schwanke, dann hat er auf jeden Fall einiges richtig gemacht. Eine filmische Hassliebe, die ich über die Jahre lieben gelernt habe: 8/10 Punkte.

Bee Movie: Das Honigkomplott

Nach einer viel zu kurzen Silversternacht und einem relativ geschäftigen Neujahrstag, war abends seichte Unterhaltung gefragt. Da ich Dreamworks‘ „Bee Movie: Das Honigkomplott“ sowieso schon länger einmal sehen wollte, kam mir die TV-Austrahlung gerade recht. Schade nur, dass ich somit auf den englischen Originalton verzichten musste.

Was hatte ursprünglich mein Interesse an „Bee Movie“ geweckt? Natürlich das aktive Mitwirken von Jerry Seinfeld, dessen TV-Serie „Seinfeld“ auch heute noch zu meinen absoluten Lieblingen zählt. Konnte denn auch etwas von dem oft respektlosen und anarchischen Humor in die bunte Cartoonwelt hinübergerettet werden? Zumindest zum Teil. Besonders wenn man bedenkt, dass es sich hier um einen auf Kinder zugeschnittenen Animationsfilm handelt, so sind manche Gags doch herrlich absurd.

Am meisten Probleme hatte ich wohl mit der nur recht oberflächlichen Charakterisierung der Hauptfiguren und der Prämisse, dass eine Biene beinahe schon selbstverständlich mit den Menschen interagiert. Das Thema Suspension of Disbelief hätte hier wahrlich mit mehr Fingerspitzengefühl angegangen werden können. Hat man die Situation aber erst einmal akzeptiert, dann macht die Geschichte durchaus Spaß. Leider jedoch geht ihr größtenteils das Herz und die erzählerische Dichte von vielen anderen Animationsfilmen – sprich den Werken aus dem Hause Pixar – ab.

Zu bewundern gibt es etliche virtuelle Gaststars – wie z.B. Sting, Ray Liotta oder Larry King – und auch die restlichen Charaktere sind ihren menschlichen Vorbildern nachempfunden: Patrick Warburton (Jeff Bingham, „Rules of Engagement“) konnte ich z.B. auch in der Synchro eindeutig identifizeren. In diesen Szenen macht der Film dann auch dem erwachsenen Publikum Spaß. Der Rest ist nett animiert, doch zu vorhersehbar und nach Schema F erzählt.

Betrachtet man „Bee Movie“ als neues Werk von Jerry Seinfeld, wird man vermutlich enttäuscht werden. Sieht man ihn aber als klassischen Animationsfilm, weiß man wohl schon eher die teils seltsam anmutenden Gags zu schätzen. Leider kein ganz großer Wurf, doch für knapp 90 Minuten durchaus unterhaltsam: 6/10 Punkte.

…and a Happy New Year!

Wieder ein erstes Mal. Nun der Jahreswechsel, der von uns im kleinen Kreise und ziemlich unspektakulär begangen wurde. Unser Zappelinchen hat den ganzen Trubel verschlafen und sich auch nicht durch das Gekrache stören lassen. Ich selbst habe den Abend genutzt mich etwas mit meiner neuen Kamera auseinanderzusetzen, was teils zu durchaus ansehnlichen Ergebnissen geführt hat.

Euch lieben Lesern wünsche ich hiermit ein gutes Jahr 2011, das hoffentlich nur positive Überraschungen für uns alle bereit hält… 🙂