Eintausend große Nächte

Es ist soweit. Der eintausendste Eintrag. Wer hätte gedacht, dass ich jemals so viel unnützes  Zeug in die virtuelle Welt hinaus posaunen würde, als ich vor über 4 Jahren mit „11:14 – elevenfourteen“ meine erste Filmkritik verfasste? Ich bestimmt nicht. Doch möchte ich nicht in der Vergangenheit verweilen, sondern ein paar (sehr) ungeordnete Gedanken zur aktuellen Blogsituation festhalten:

  • Seit dem ersten Eintrag habe ich das Design des Blogs nicht geändert und es gab weder technische noch inhaltliche Innovationen. Habe ich mein Blog damit auf das Web 2.0-Abstellgleis befördert?
  • Nachdem ich einen Film bzw. eine Serie gesehen habe, fühle ich mich manchmal unter Druck den entsprechenden Eintrag dazu schreiben zu müssen. Habe ich mir dadurch etwas den Spaß am Filme schauen und Bloggen genommen?
  • Besucherzahlen und Kommentare haben im letzten halben Jahr beständig abgenommen. Sollte ich mich mehr mit den Wünschen meiner Leser auseinandersetzen oder das Blog weiterhin als Sammlung meiner persönlichen Eindrücke verstehen?

Diese und andere Fragen beschäftigen mich zurzeit ziemlich, da ich doch nach wie vor sehr gerne blogge und mir die Auseinandersetzung mit dem kleinen Teil der Blogosphäre, mit dem ich Berührungspunkte habe, immer noch sehr viel Spaß macht. Da meine Zeit jedoch immer kostbarer wird, drängt sich mir auch immer öfter folgende Frage auf:

Lässt sich die hier investierte Zeit nicht eventuell anders besser nutzen?

15 Gedanken zu “Eintausend große Nächte

  1. Glückwunsch zum 1000. Eintrag.

    Was das Abstellgleis angeht: So what. Es geht ja schließlich nicht ums Design, sondern um den Inhalt. Solange der gut ist, komme ich immer gern wieder.

    Was diesen Druck zum Schreiben angeht: Das geht mir auch so, aber es kein Druck, den ich irgendwie negativ bewerten würde. Solange es noch Spaß macht, ist dieser Druck doch gut.

    Was die Besucherzahlen angeht: Sie kommen und gehen, so lange du bleibst, wird auch immer wieder irgendjemand kommen. 😉

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  2. Danke!

    Thema Abstellgleis: Sicher geht es letztendlich um den Inhalt, doch sollte man gerade im Web 2.0 Stillstand verhindern. Aber da ist im Moment einfach nicht mehr drin, sonst würde dieses Hobby noch mehr Zeit für sich beanspruchen, als es sowieso schon macht.

    Thema Schreibdruck: Ich schreibe auch immer noch sehr gern über gesehen Filme usw. Doch manchmal habe ich bereits während der Sichtung die Kritik im Hinterkopf und das ist dem Filmerlebnis nicht immer zuträglich.

    Thema Besucherzahlen: Natürlich kommen und gehen die Besucher und die Kernleser bleiben auch, was man ja an den Kommentaren sieht. Dennoch ist die Tendenz eher abnehmend, was wiederum mich wieder zum ersten Punkt bringt. Doch egal. Schließlich nur Hobby und so… 😉

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  3. Nach den Wünschen des Lesers gehen: Totaler Quatsch. Denn dann sinkt ganz schnell der Spaß, Entweder man bloggt so wie man will, oder man lässt es. Aber nicht so, wie die Leser es wollen.
    Und wenn du unbedingt Zeit einsparen willst: Auf „Run, Fatboy, Run“ könnte ich verzichten, den Rest bitte unangetastet lassen. Das wäre mein kleiner bescheidener Leserwunsch 😉

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  4. Sehr schön! Mehr wollte ich doch gar nicht hören. Es dürfte ja allen Lesern klar gewesen sein, dass dieser Eintrag nur dazu dienen soll, mich in meinem eingeschlagenen Weg zu bestätigen. Dieses Ziel wäre somit erreicht… 😉

    Und was soll das heißen, du könntest auf „Run, Fatboy, Run“ verzichten? Diese Eintragsserie bildet doch schließlich den Grundpfeiler des Blogs. Also bitte! Ich werde dir aber soweit entgegen kommen, dass der Rest vorerst unangetastet bleibt.

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  5. Deine Laufzeiten und -errungenschaften lese ich mir zwar auch nicht regelmäßig durch, aber Bloggen solltest du über alles, was dir Spaß macht!
    Was diesen Schreibdruck angeht: Manche Filme lasse ich einfach unangetastet (also aufs Schreiben bezogen) und bei einer zweiten Sichtung lasse ich mich auf das kritische ein – kostet mehr Zeit, dafür hat man zwei verschiedene Eindrücke und das ist ja auch ganz schön.

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  6. Glückwunsch!
    Was die „Leserwünsche“ angeht: Schreib, was DU willst. Nicht was die Leser wollen.
    Und wenn jemand die Run, Fatboy, Run-Beiträge nicht lesen will, muss er das auch nicht.
    Ich lese die auch nur ab und zu, nicht jeden einzelnen.
    Irgendwelche Fotobeiträge sind auch immer wieder gut.

    Mach einfach so weiter wie bisher auch.

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  7. @Dos Corazones: Ich versuche schon über jeden Film zu schreiben, den ich sehe. Auch über jede Sichtung, da die Eindrücke oft doch unterschiedlich sind. Manchmal kann das aber schon anstrengend sein, doch mir ist durchaus bewusst, dass dies völlig hausgemachte Luxusprobleme sind… 😉

    @Lars: Was die „Run, Fatboy, Run“-Einträge angeht, weiß ich durchaus, dass ich diese zu 99,9% nur für mich schreibe und das ist auch völlig okay so. Ist ja auch ein sehr spezielles Thema.

    Fotobeiträge lese ich bei anderen auch immer sehr gerne. Auch das Gestalten dieser Artikel macht Spaß, doch müsste ich dazu einmal wieder mehr zum Fotografieren kommen. Wird es aber weiterhin geben…

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  8. Herzlichen Glückwunsch!

    1. Wurscht. Wenn dir das Design gefällt, dann bleib auf jeden Fall dabei, statt herumzuexperimentieren.

    2. Das kenne ich mittlerweile gut, aber solange du immer noch gerne Filme schaust, macht das doch wenig. Klar, es stört manchmal ein wenig; gerade relativ hohles Blockbuster-Kino kann ich heute einfach nicht mehr richtig genießen, aber da ich sowohl gerne Filme schaue als auch gerne darüber blogge, habe ich kein Problem damit, mit diesem Druck umzugehen.

    3. Mit deinem Blog solltest du machen, was du willst. Sobald du anfängst, dich an den Wünschen anderer auszurichten oder daran, was gerade die meisten Klicks einfährt, wirst du garantiert den Spaß verlieren. Ich könnte darauf verzichten, über unbekannte Bands zu schreiben, liest eh kein Schwein. Genauso wird das mit deinen „Run, Fatboy, Run“-Beiträgen aussehen, bei denen ich auch nicht unbedingt das Bedürfnis verspüre, Kommentare loszuwerden. 😉 Aber was soll’s. Das Schöne an privaten Blogs ist ja: Hier sind wir die Chefredakteure. 😀

    Also: Solange du Spaß am Bloggen als Hobby hast, einfach so weitermachen. Klar kann man die Zeit sinnvoller nutzen, aber jeder Mensch braucht Dinge, die er gerne tut, oder? Wenn es nach mir geht: Bleib einfach du selbst, solange lese ich gerne auch weiter hier! 🙂

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  9. Vielen Dank!

    1. Hmm, Design. Gefällt mir immer noch recht gut, doch gibt es auch genügend Punkte, die mich stören. Diese würden sich aber nur durch ein eigenes Design lösen lassen und ich habe weder die Zeit noch die Muse mich auch noch in meiner Freizeit exzessiv mit der Technik auseinanderzusetzen. Insofern wird es tatsächlich erst einmal hierbei bleiben.

    2. Auch hier ist das bei mir eine Zeitfrage. Wenn meine Freizeit großzügiger ausfallen würde – so wie heute – würde ich liebend gern jeden Tag ein paar Artikel zu interessanten Filmen schreiben. Du hast aber auf jeden Fall recht, dass sich nicht zu jedem Blockbuster – so unterhaltsam er im ersten Moment auch sein mag – unendlich viele Worte finden.

    3. Sehr schön! Das deckt sich mit den bisherigen Meinungen meiner Stammleser – und so lange ihr damit leben könnt, mache ich sehr gerne so weiter, wie bisher. Auch wenn nun erst einmal alles beim Alten bleibt, bin ich froh diesen Eintrag zur Reflektion genutzt zu haben.

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  10. Okay, jetzt auch von mir die Bestätigung, bitte so weiterzumachen wie bisher. Vorab natürlich Glückwunsch zum 1000. Beitrag.

    zu Frage 1: es kommt nicht auf optischen Schnickschnack, sondern den Inhalt (und der ist hier weiterhin für mich sehr informativ, ich richte da immer noch meine Liste der anschauenswerten Filme dran aus) an. Ich klinge schon wie ein Journalistikprofessor, aber es ist nun mal so. Genauso wie bei Filmen die Geschichte immer über den Effekten zu stehen hat.

    zu Frage 2: Nö. Ist doch prima, wenn es nach dem Schauen den Schreibdrang auslöst. Muss ich nicht lange drauf warten. Jepp, da bin ich egoistisch.

    zu Frage 3: Ach komm, Zugriffszahlen sind doch schnuppe. Du hast ja hier drin keine Werbung geschaltet, so dass keine Einnahmen darunter leiden. Und in Sachen Kommentare ist doch hier einiges los. Meiner Meinung nach locken zu große Leserzahlen auch immer ein paar Idiot… äh weniger freundliche Kommentarschreiber an – also lieber eine sympathische, aber überschaubare Leserschar als eine Vielzahl von Filterkandidaten.

    Zur letzten Frage: ich persönlich fänd’s schade, wenn du das so sehen würdest.

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  11. Auch dir vielen Dank!

    Eigentlich ist das schon hinterhältig von mir. Schreibe ich einfach nieder, was mir in Bezug auf mein Blog in letzter Zeit so durch den Kopf geht und löse damit eine Welle der Bestätigung aus doch so weiterzumachen, wie bisher. Man könnte mir nun unterstellen meine Zielgruppe einfach zu gut zu kennen, doch kamen mir in letzter Zeit wirklich immer öfter Zweifel in Bezug das, was ich hier so fabriziere.

    Du hast natürlich besonders in Bezug auf den dritten Punkt Recht und eigentlich geht es mir auch nicht um Zugriffszahlen. Ich sollte vermutlich tatsächlich weniger darauf schielen und mich lieber an euren Kommentaren erfreuen, über die ich mich tatsächlich sehr freue. Insofern hat sich damit auch meine letzte Frage erübrigt: Meine Zeit ist hier und auf euren Blogs schon ganz sinnvoll genutzt…

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  12. Was mir an deinem Blog gefällt, ist, dass du die Rezensionen auf das Wichtigste reduziert und beinahe routiniert veröffentlicht, als ob das für dich ein natürlicher Prozess wäre: Film gucken, über Film schreiben. Dass einem das durchaus den Genuss des Films verderben kann, ist mir aber bewusst. Das ist auch der Grund, warum ich nicht mehr so häufig über Filme schreibe.

    Jedenfalls: Dein Blog ist toll, hör auf keinen Fall auf und irgendwie sind ja Kommentare doch nicht alles, auch wenns ne Floskel ist. Manchmal schreibst du über fünf Filme in Folge, die mich interessieren, manchmal ist einen Monat lang keiner dabei, so mein ich 🙂

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  13. Danke für dein Feedback! Oft schleicht sich tatsächlich etwas Routine ein, doch meist bin ich wirklich froh gewisse Eindrücke über Gesehenes hier festhalten zu können. Ich wollte auch schon Kurzkritiken einführen, doch wenn ich erst einmal im Schreiben bin, läuft es doch wieder auf die übliche Länge hinaus.

    Letztendlich hast du völlig Recht: Es kann ja nicht jeder Eintrag für jeden Leser gleich interessant sein. Geht mir bei den Blogs, die ich verfolge schließlich auch nicht anders… 😉

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  14. Erstmal: Glückwunsch.
    Zu deinen Bedenken:

    – Design: Ganz ehrlich? Bewundernswert, das so lange unangetastet zu lassen. Ok, es geht ja wirklich nur um den Inhalt, aber so oft wie ich in meinem Blog rumändere könnte man meinen, ich verbringe mehr Zeit damit neue Header zu basteln als Texte zu schreiben. Von daher: Ich würde mich erschrecken, sähe es hier plötzlich anders aussehen 😉

    – Schreibzwang: Kenn ich, aber andererseits: Dadurch, dass man im Kopf schon an die Kritik denkt, schaut man eventuell den Film noch bewusster, um alles in sich aufzunehmen. Theoretisch. Oft nervt es aber, stimmt schon.

    – Besucherzahlen: Kenn ich. Sind bei mir schon seit ein paar Monaten auf dem Stand von vor drei Jahren (Blogstart). Aber: Egal.

    Und zu deiner letzten Frage, deinen Blog betreffend: Nein.

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  15. Vielen Dank für deinen Input! 🙂

    Design: Hehe, ja das mit dem Erschrecken aufgrund eines neuen Designs ist wahrlich ein gutes Argument. Ich musste mich selbst bereits auf ein paar Blogs neu orientieren, die mit diversen Themes herumexperimentiert hatten. Du verfeinerst dein bestehendes Design ja wenigstens nur.

    Schreibzwang: Das sehen wir ja ähnlich. Ich schaue zurzeit auch nur so viele Filme, da ich aufgrund meines Urlaubs genug Zeit habe, diese auch zu verarbeiten. Kommende Woche wird es bestimmt wieder weniger werden.

    Besucherzahlen: So ähnlich sieht es bei mir auch aus. Aber wenn man das Blog eben nur hobbymäßig betreibt und nicht stets neue Elemente, Beitragsserien usw. entwirft, bleibt letztendlich wohl „nur“ die Stammleserschaft – und das ist, wie Inishmore bereits herausgestellt hat, ja auch eine gute Sache.

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