Fringe – Season 2

Nach dem Serienfinale von „Lost“ beendet J.J. Abrams (zumindest aktuell noch) jüngstes Serienbaby „Fringe – Season 2“ gerade einmal das zweite Jahr. Obwohl mich die Serie von allen Werken des Showrunners bisher am wenigsten zu begeistern weiß, so muss ich ihr jedoch auch einen enormen Unterhaltungswert zusprechen. Besonders gegen Ende der Staffel konnte die Serie noch einiges an Boden gut machen.

Zu Beginn des zweiten Jahres hatte ich mich sehr auf ein Wiedersehen mit Olivia Dunham und dem dynamischen Vater/Sohn-Duo Walter und Peter Bishop gefreut. Doch dann stellte sich ziemlich schnell Ernüchterung ein: Im ersten Drittel der Staffel wimmelt es nur so vor durchschnittlichen Einzelepisoden. Die Enttäuschung war – besonders nach dem famosen Finale der ersten Staffel – natürlich groß, doch glücklicherweise sollte es bald wieder aufwärts gehen, was der Rückkehr zum übergreifenden Handlungsbogen zu verdanken ist.

Die Geschichte um das parallele Universum ist wirklich faszinierend. Hier gibt es ein paar fantastische Episoden zu bestaunen, welche sich vor allem in der zweiten Staffelhälfte finden. Hatte mich in der ersten Staffel noch gestört, dass anscheinend auch wirklich jedes unerklärliche Phänomen mit Walter Bishop zusammenhängt, so gefällt mir seine persönliche Involvierung in diesem Haupthandlungsstrang ausgesprochen gut. Sein Charakter (und auch Peters) gewinnt dadurch deutlich an Tiefe und man kann so manche seiner Eigenheiten besser verstehen.

Während des Staffelfinales läuft die Serie dann noch einmal zur Höchstform auf und bietet einen rundum gelungenen Abschluss mit äußerst fiesem Cliffhanger, der die Vorfreude auf die dritte Staffel noch einmal gehörig steigert. Wenn sich diese dann noch mehr auf den episodenübergreifenden Handlungsbogen konzentriert, ist „Fringe“ auch ganz klar in der Oberliga angekommen. Tolle Mysteryunterhaltung mit sympathischen Charakteren und einer äußerst spannenden Rahmenhandlung: 8/10 Punkte.

10 Gedanken zu “Fringe – Season 2

  1. Kann ich genauso unterschreiben. Ein Filter für die mäßigen bis gar langweiligen Episoden und die Show wäre für noch höhere Wertungsweihen berufen. So bleibt sie weiterhin ein Fall für den Rosinenpicker. Und auch für Fans, die im Paralleluniversum nach putzigen Details fahnden (West Wing Season 11, Back to the future).

    Hat dich der Twist im Finale eigentlich überrascht?

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  2. Das Finale im Paralleluniversum war sowieso das Highlight der Staffel. Die eingestreuten popkulturellen Schmankerl fand ich auch klasse, insbesondere natürlich das „The West Wing“-Plakat. Die Anspielung zu „Back to the Future“ ist mir allerdings entgangen. Bitte um Aufklärung!

    Überraschend war der Twist natürlich nicht, da er sich ja schon zu Beginn der Doppelfolge angebahnt hat. Spätestens nach dem Anruf von Walternate war dann alles klar. Dennoch eine sehr spannende Ausgangssituation für die kommende Staffel.

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  3. Herrlich! Ist mir tatsächlich entgangen. Schande aber auch. Ein schöner wirklich schöner Gag, der mir zeigt, dass wir im richtigen Universum leben. Eric Stoltz wäre wahrlich kein würdiger Marty McFly geworden.

    Ich fand es auch etwas schade, dass die Sache so durchschaubar war. Andererseits blieb die Inszenierung ja auch relativ unspektakulär und man hat nicht versucht die Enthüllung als große Überraschung darzustellen.

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  4. Ich kann ebenfalls nur zustimmen. zwischendurch sind es mir auch ein paar zu langweilige „Monster-of-the-week“-Episoden gewesen. Aber der Teil, der sich mit dem Storyarc befasst, der ist schon sehr gut gemacht. Schade nur, dass es nicht mehr Episoden sind. Da könnte man wesentlich mehr erzählen. Noch etwas stärkeres persönliches Drama wie in Alias oder Lost dazu und schon wäre die Serie nahezu perfekt. Denn die „unbekannten Welten“, der „Inner Space“ (Gedankenwelten, Seelenwelten, Parallelwelten) sind ebenfalls immer interessant und spannend dargestellt.

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  5. Ich hoffe auch stark, dass sich Showrunner und Autoren kommende Seasen auf den Haupthandlungsstrang konzentrieren und die Mysteries-of-the-week ein wenig abnehmen. Das Drama funktioniert in meinen Augen schon ganz gut, aber eben auch nur im letzten Drittel der Staffel. Doch auch das dürfte sich noch weiter zuspitzen, auch wenn Walter direkt auf Walternate trifft und die beide Olivias ihren Konflikt fortführen. Und Peter mittendrin. Achja, ich freu mich drauf!

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  6. Auch hier wieder Zustimmung meinerseits. Die Zeiten, wo die einschwebenden Ortsnamen bei Fringe zu den Highlights einer Epsiode gehörten, sind wirklich vorbei. Fringe hat sich wirklich auch zu einem meiner Gernguck-Favoriten gemausert.
    Und das Finale verspricht sehr viel für die neue Season. Bin da wirklich gespannt.

    Sehr gelungen fand ich ja auch die aus dem Rahmen fallende Musical-Episode.

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  7. Die einschwebenden Ortsnamen haben mir auch schon immer gefallen. Schöner Einsatz von Matchmoving. Daneben hat sich die Serie in ihrem zweiten Jahr aber wirklich noch einmal steigern können.

    Die Musical-Episode fand ich dagegen nur nett. Aber vermutlich bin ich auch durch Buffys „Once More With Feeling“ etwas verwöhnt in dieser Hinsicht. Dennoch immer wieder eine nette Idee.

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  8. Pingback: Fringe – Season 3 « Tonight is gonna be a large one.

  9. Pingback: Fringe – Season 5 | Tonight is gonna be a large one.

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