Mit Haut und Haar (Kathy Reichs)

haut_und_haar

Nach gut eineinhalb Monaten habe ich endlich Kathy Reichs „Mit Haut und Haar“ beendet. Noch im Urlaub begonnen, musste ich mich bis zum Finale teilweise durch die Seiten quälen. Dies lag teils an der nur durchschnittlich spannenden Geschichte, teils aber auch an mangelnder Konzentration meinerseits. Der Kopf sollte zum Lesen eben frei sein.

Wie bin ich auf das Buch gekommen? Auf der Suche nach Urlaubslektüre hatte ich mich durch einen Berg von Mängelexemplaren gekämpft und bin dabei auf diverse Kathy Reichs-Romane gestoßen. Um mein Interesse zu verstehen, muss man vielleicht wissen, dass die von mir durchaus geschätzte TV-Serie „Bones“ auf den Vorlagen von Kathy Reichs basiert. Auch in diesen spielen die diversen Abenteuer der forensischen Anthropologin Temperance Brennan die Hauptrolle.

Wie ich feststellen musste war es das aber auch schon wieder mit den Gemeinsamkeiten. Außer dem Namen und dem Beruf der Hauptfigur gibt es wirklich keine Überschneidungen. Selbst die Charaktere sind völlig unterschiedlich ausgeprägt. Von den Handlungsorten oder Nebenfiguren einmal ganz abgesehen. Insofern war „Mit Haut und Haar“ für mich ein ziemlich durchschnittlicher Krimi. Ganz nett geschrieben mit durchaus entwickelten Figuren, aber von der Geschichte alles andere als packend. Zu viele Handlungsstränge, die plötzlich zusammenhängen, zuviele Charaktere und zu wenig Spannung.

Als Urlaubslektüre ganz okay, doch nichts worauf ich meine begrenzte Zeit im Alltag verschwenden würde. Da gibt es weit bessere Krimiautoren. Selbst Fans der Serie „Bones“ kann ich das Werk nur sehr bedingt ans Herz legen. Ganz nette Unterhaltung, aber eben auch nicht mehr: 6/10 Punkte.

5 Gedanken zu “Mit Haut und Haar (Kathy Reichs)

  1. Ohohohohoho, man sollte eine Reihe niemals mitten drin beginnen. Die Bücher sind wirklich super (die Serie hingegen nicht mehr, wie ich ja schon geschrieben habe) und der Aufbau der Charaktere über Jahre hinweg gefällt mir sehr gut.

    So wie du vom Buch enttäuscht bist, war ich von der Serie in Bezug auf die Gemeinsamkeiten 🙂 Hat aber wieder mit Realitätsnähe zu tun, denn die Bücher basieren zumindest auf wahren Fällen und wurden auch von jemandem geschrieben, der diesen Beruf ausübt, während die Serie einfach nur die „interessanten“ Aspekte genommen hat und sie in eine typische aufgeblähte US-Serie gepackt hat.

    Ich habe „Mit Haut und Haar“ sowohl (auf englisch) gelesen als auch das deutsche Hörbuch gehört, das von Hansi Jochmann gelesen wird, der deutschen Stimme von Jodie Foster und fantastisch ist.

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  2. Natürlich hast du Recht. Man sollte eine Reihe nicht in der Mitte beginnen. Es mag auch sein, dass mir das Buch besser gefallen hätte, würde ich den Ursprung der Figuren kennen. So jedoch gab es in meinen Augen nur einen recht konstruierten Fall sowie zuviel Liebelei und zu wenig Spannung. Richtig schlecht fand ich das Buch nicht, aber eben auch nicht wirklich gut.

    Vielleicht gebe ich irgendwann dem Erstling (welcher ist das eigentlich?) eine Chance. Mal sehen. Gestern habe ich übrigens noch „Mensch ohne Hund“ von Håkan Nesser angefangen und da war schon ein deutlicher Sprung im Schreibstil festzustellen, wenngleich sich die Bücher natürlich nicht direkt vergleichen lassen und ich in beiden Fällen nur die Übersetzungen kenne.

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  3. Die Wikipedia-Seite von Kathy Reichs hat alle der Reihe aufgeführt.

    Skandinavische und amerikansiche Krimis sollte man nicht verlgeichen. Ich mag beide, tendierte aber in den letzten Jahren eher zu Europa (Tipp: Liza Marklung, Extra-Tipp: unbedingt in Veröffentlichungsreihenfolge lesen). Sind eben total verschiedene Stile, was mMn nicht an der Mentalität liegt, sondern an den Verlagen, die bestimmte Bücher wollen/pushen.

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  4. Die Wikipedia-Seite von Kathy Reichs hat alle der Reihe aufgeführt.

    Darauf hätte ich ja wahrlich auch selbst kommen können.

    Skandinavische und amerikansiche Krimis sollte man nicht verlgeichen.

    Auch das mag sein. Ich lese allerdings hauptsächlich amerikanische Krimis/Thriller, weshalb mir Nesser, der übrigens in New York City lebt, wohl auch besonders positiv aufgefallen ist. Liza Marklung wird vorgemerkt, dann auch garantiert in der richtigen Reihenfolge. Normalerweise bin ich bei sowas ja auch sehr penibel. Normalerweise…

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  5. Pingback: Mensch ohne Hund (Håkan Nesser) « Tonight is gonna be a large one.

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