Ritual (Douglas Preston/Lincoln Child)

ritualDank einer Woche Strandurlaub bin ich endlich einmal wieder dazu gekommen ausführlich zu lesen. Nicht nur abends ein paar Seiten. Ein tolles Gefühl. Die ersten paar Tage habe ich – nach „Formula“ – wieder einmal mit Special Agent Pendergast verbracht. In „Ritual“ verschlägt es den FBI-Agenten ins ländliche Kansas, wo ein unheimlicher Serienkmörder sein Unwesen treibt. Ein typischer Preston/Child-Roman eben. Genau das Richtige für spannende und nicht zu anspruchsvolle Lektüre.

Auf den ersten hundert Seiten zieht sich die Geschichte meiner Meinung nach noch etwas, doch schon bald steigert sich das Tempo ziemlich, um letztlich in einem fulminanten Showdown zu enden. Zwar gewinnt die Geschichte dabei keine Originalitätspreise, doch ist sie so fesselnd, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Die ungewöhnlichen Ermittlungsmethoden Pendergasts sind außerdem einmal wieder eine willkommene Abwechslung im Krimieinerlei.

Douglas Preston und Lincoln Child haben mit „Ritual“ erneut einen famosen Thriller abgeliefert, der genau soweit von der Relität entfernt ist, wie ich es gerne habe. Kein pseudorealer Ermittlungsroman, aber auch keine Fantasy. Damit treffen die beiden Autoren ziemlich genau meinen Geschmack. Die Vorangehensweise Pendergasts in der Kleinstadtwelt erinnert zudem an „Twin Peaks“, das temporeiche Finale an „The Descent“. Damit ist eigentlich alles gesagt. Einfach nur gute Unterhaltung: 8/10 Punkte.

10 Gedanken zu “Ritual (Douglas Preston/Lincoln Child)

  1. Pingback: The Cave (WS1) « Tonight is gonna be a large one.

  2. Hab bisher aus der Pendergast Reihe nur Attic gelesen und im Moment sitz ich an Mount Dragon von Douglas/Preston. Beide wirklich schöne Bücher, auch wenn Mount Dragon zwischendurch etwas lang ist. Find den Stil von beiden echt super. Werd auf jeden Fall nach Mount Dragon mit der Pendergast Reihe weitermachen. Also kommt Ritual auch bald dran. Bin gespannt. 😉
    Wenn du nicht allzu komplizierte Wissenschaftsthriller stehst, dann versuch auch mal die anderen Bücher.

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  3. Hattest du vor „Attic“ vielleicht „Relic“ gelesen? Ist der direkte Vorgänger dazu und wirklich sehr gelungen! „Mount Dragon“ fand ich zwar ganz nett, aber nicht überragend, „Ice Ship“ eher schwach und „Formula“ ist mein bisheriger Favorit. Ich werde mich demnächst wohl mal an die Pendergast-Trilogie (d.h. „Burn Case“, „Dark Secret“ und „Maniac“) heranmachen. Habe aber noch mindestens zwei andere Bücher davor zu lesen. Wie immer zu wenig Zeit! 😉

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  4. Hehe, so geht mir das auch. Ne, ich hab Relic vorher nicht gelesen, weil ich erst nicht mitbekommen hab, dass das Ganze eine Reihe ist. Find aber das man in Attic die Hintergrundinfos zum ersten Teil trotzdem sehr gut mitbekommt. Ist ja hier nicht zwingend erforderlich den Vorgänger zu lesen. Aber mal gucken was als nächstes kommt. Die Becketts hab ich alle davor gelesen und keine Lust mir das Hardcover vom neuen zu kaufen. Hab auch noch den Seelenbrecher zu Hause liegen und 2 andere Bücher, die mir jetzt grad nicht einfallen. Mal sehen wie der ist. 🙂

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  5. „Relic“ wurde übrigens auch ganz passabel unter dem deutschen Titel „Das Relikt“ verfilmt. Vom Buch selbst bleibt nur die Rahmenhandlung, dennoch ist der Film ein wirklich brauchbarer Monsterspaß.

    Bei Beckett warte ich übrigens auch noch auf die Taschenbuchauflage, sehe auch nicht ein teures Geld für die Hardcoverversion zu zahlen. So dringend ist es dann auch wieder nicht und es gibt wahrlich noch genug anderen Lesestoff… 😉

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  6. Ach, das da ein Film gedreht wurde wusst ich gar nicht. Hab ich mir gleich mal vorgemerkt.

    Und zu Beckett muss ich auch sagen, das für mich jetzt ruhig erst mal nen wenig Zeit vergehen kann bis zum nächsten Buch. Hab die beiden Bücher direkt hintereinander gelesen und vom Stil und Storyverlauf sind sie doch sehr ähnlich. Hoffe er hat es etwas geändert, weil so kann man schon die Täter ziemlich früh erahnen. Ging mir dann im zweiten Teil so.

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  7. Ja, bei Becketts „Kalte Asche“ kann ich dir da nur zustimmen. Kam mir auch über weiter Strecken wie ein Wiederkäuen der Inhalte aus „Die Chemie des Todes“ vor. Besonders die Auflösung war zu einfach bzw. vorhersehbar. Dennoch flott zu lesen und unterhaltsam geschrieben. Aber wie gesagt kann ich hier auch noch gut auf die Taschenbuchausgabe warten.

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  8. Pingback: Bücherecke: Ritual – Höhle des Schreckens (Preston/Child) | In der Zange

  9. Pingback: Media Monday #151 | Tonight is gonna be a large one.

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