Run, Fatboy, Run (010)

Nach knapp zwei Wochen war ich heute zum ersten Mal wieder laufen. Dabei musste ich feststellen, dass es sich bei diesen Temperaturen und direktem Sonnenschein nicht empfiehlt schon nachmittags zu laufen. Da kann ich gar nicht so viel schwitzen, wie ich gerne würde… 😉

Länge: 4,36
Laufzeit: 00:31:00
kCal: 418
min/km: 7:06

Inline Skating ist auf jeden Fall deutlich entspannter, aber manchmal muss man sich eben quälen.

Serenity: Those Left Behind

Nachdem ich gestern Abend wieder einmal von Joss Whedons „Firefly“ Abschied nehmen musste, habe ich gerade eine Pause eingelegt und den direkt an die Serie anschließenden Comic „Serenity: Those Left Behind“ gelesen. Dieses Mal ist mir der Wechsel des Erzählmediums deutlich leichter gefallen und somit hatte ich beinahe das Gefühl eine weitere Episode der Serie zu sehen.

Der erste Teil der Geschichte ist sehr typisch für das Universum: Ein Auftrag läuft schief, einiges an Action und markige Sprüche. So und nicht anders möchte man die Crew der Serenity sehen. Im weiteren Verlauf zeichnet sich dagegen ein deutliches Voranschreiten in der übergreifenden Handlung ab. Ein gehetztes Voranschreiten, welches eher zum nachfolgenden Kinofilm „Serenity“ passt, als zur vorangehenden TV-Serie.

So schön es ist, zu sehen was zwischen Serie und Film mit Inara und Shepherd Book passiert ist und warum die Hands of Blue durch The Operative ersetzt wurden, so enttäuschend ist es auch, dass solch große Handlungsschritte auf ein paar Seiten abgehandelt werden. Das gleiche Gefühl, das sich bei mir auch während des Kinofilms einstellte.

Trotz Schwächen ist es schön mit „Serenity: Those Left Behind“ noch einmal in das „Firefly“-Universum abtauchen zu können. Sobald es den Nachfolger „Serenity: Better Days“ in der Gesamtausgabe gibt, werde ich auch darauf garantiert mehr als einen Blick werfen. Für Fans ist dieser Brückenschlag zwischen Serie und Film auf jeden Fall Pflicht: 8/10 Punkte.

Firefly – Season 1

Als ich vor ungefähr drei Jahren Joss Whedons „Firefly“ importierte, war ich mir nicht bewusst ab diesem Zeitpunkt meine Lieblingsserie in den Händen zu halten. Ich hatte mir die Serie damals nur aufgrund der positiven Berichte und der Empörung bezüglich der frühen Absetzung gekauft. Vielleicht hätte ich nie einen Blick auf die Serie geworfen, hätte FOX sie länger am Leben gelassen – eine Tatsache, die nicht einer gewissen Ironie entbehrt.

Nach der ersten Sichtung – innerhalb einer Woche – war ich der Serie verfallen. Komplett. Mit Haut und Haaren. Dabei war ich anfangs wirklich skeptisch, konnte ich doch nie sonderlich viel mit klassischen Space Operas à la „Star Trek“ anfangen. Auch Joss Whedon war für mich (noch) kein Qualitätsgarant, denn die paar Folgen von „Buffy“, die ich bei der deutschen TV-Ausstrahlung gesehen hatte, erinnerten mich eher an billige B-Movies denn an großartige Serienkunst.

Seit „Firefly“ ist jedoch alles anders: Nathan Fillion hat sich zu einem meiner Lieblingsdarsteller gemausert, „Terminator: The Sarah Connor Chronicles“ sah ich anfangs nur wegen Summer Glau, Serien mit Adam Baldwin sind für mich zur Pflicht geworden und ich habe mit „Serenity: Those Left Behind“ wieder angefangen Comics zu lesen. Von der Vorfreude auf die nächste Serie von Joss Whedon – „Dollhouse“ – einmal ganz zu schweigen.

Um „Firefly“ entsprechend zu würdigen präsentiere ich hiermit erstmals Kritiken zu den einzelnden Episoden. Viel Spaß beim Erinnern an die fantastischen Geschichten um die Crew der Serenity!

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[Rec] (2007)

Nun habe ich es überraschenderweise doch noch zu Jaume Balaguerós „[Rec]“ ins Kino geschafft – und es hat sich wahrlich gelohnt, denn wie so viele Genrefilme funktioniert der Schocker am besten mit Gleichgesinnten auf der großen Leinwand.

Das Besondere an „[Rec]“ ist der Inszenierungsstil. Man ist bei den Dreharbeiten einer kleinen Dokusendung live dabei. Das allein ist sicherlich nicht besonders innovativ, doch wirkt der Stil auf dieses spezielle Subgenre übertragen doch wieder erfrischend. Das Kameragewackel macht hier nämlich – im Gegensatz zu dem von Genrekollegen – durchaus auch inhaltlich Sinn.

Die Einführung ist ausreichend lang und man lernt die beiden Identifikationsfiguren gut genug kennen, um mit ihnen leiden zu können. Der nun folgende Spannungsaufbau ist nur als gelungen zu bezeichnen. Man wird in den Strudel hineingesogen – ob man nun will oder nicht. Einzig die teils schon als Karikaturen gezeichneten Nebenfiguren haben etwas von der atmosphärischen Dichte des Films genommen. Zwar eine durchaus willkommene Auflockerung, doch im Gesamtkontext nicht unbedingt passend.

In der letzten viertel Stunde spielt der Film dann alle Karten gekonnt aus. Für mich war das wahrer Terror. Überrascht hat mich zudem, dass die Geschichte im letzten Akt auf der Handlungsebene sogar noch erweitert wurde. Das Grauen wurde für mich dadurch nur verstärkt. Einzig der Umstand, dass man teils identische Szenen schon zuvor – z.B. in Neil Marshalls grandiosem „The Descent“ – gesehen hat, schwächte den positiven Eindruck etwas ab. Dennoch ist der letzte Teil des Film absolut gelungenes Horrorkino.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich der Kinobesuch für Genrefreunde auf jeden Fall lohnt – trotz der gewöhnungsbedürftigen Synchro. Es ist allerdings auch kein Film, den ich mir öfter ansehen würde. Dazu fehlt ihm die Handlung zwischen den atmosphärisch dichten Schocksequenzen. Den kleinen bis großen Horrorhunger zwischendurch stillt „[Rec]“ auf jeden Fall: 7/10 Punkte.

Skate, Fatboy, Skate (004)

Trotz drohendem Regen auf die Rollen geschwungen. Ohne Regen durchgelaufen. Zufrieden.

Länge: 11,49
Laufzeit: 00:50:00
min/km: 4:21

Übrigens habe ich die Räder heute einmal wieder gewendet. War höchste Eisenbahn, denn an der einen Seite ist kaum mehr eine Rundung zu erkennen. Bin auf die nächste Fahrt gespannt.

Der bullion von Tölz

War ich. Zumindest die letzten zwei Tage. Ihr glaubt ja nicht, wie lange ich für diesen höchst kreativen Beitragstitel überlegen musste. Wahnsinn, oder? Dabei steckt alles drin, was es zu wissen gilt: Die letzte zwei Tage haben wir anlässlich eines besonderes Jubiläums eine Auszeit genommen und es uns so richtig gut gehen lassen. Wo? Eben in Bad Tölz. Genauer gesagt im Alpamare – und es war wirklich entspannend.

Badebilder erspare ich euch, dafür gibt es anbei ein paar Impressionen der sonstigen Tätigkeiten.

Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie viel man in zwei Tage packen kann – und wenn es nach mir gegangen wäre, hätten es ruhig noch ein paar mehr werden dürfen.

…und zu guter Letzt das Bild, auf das ihr alle gewartet habt: Der bullion von in Tölz. Da sag doch mal einer, hier würde einem nichts geboten! 😉

Skate, Fatboy, Skate (003)

Bevor es in einen entspannten Kurzurlaub über das Wochenende geht, waren wir gerade noch eine Runde skaten. Bei dem Wetter wirklich optimal und es macht enorm viel Spaß!

Länge: 11,49
Laufzeit: 00:55:00
min/km: 4:47

Hiermit verabschiede ich mich auch bis Sonntag. Bleibt sauber! 😉

Der Goldene Kompass (Philip Pullman)

Als ich Ende letzten Jahres die Verfilmung von Philip Pullmans „Der goldene Kompass“ im Kino sah, wusste ich sofort: Die Vorlage muss ich lesen. Zum einen weil der erste Teil der „His Dark Materials“-Trilogie sehr plötzlich endete und eine Fortsetzung auf der Kinoleinwand leider recht unwahrscheinlich ist, zum anderen weil mich die von Pullman erschaffene Fantasywelt sofort in ihren Bann gezogen hat. Eine faszinierende Welt mit faszinierenden Charakteren. Vertraut und doch ganz anders als alles mir bisher bekannte – besonders wenn man die Welt mir der typischer Fantasyromanene vergleicht.

Die Geschichte um Lyra Belaqua reißt den Leser sofort mit. Man wird ohne große Erklärungen in diese fremdartige und doch so bekannte Welt hineingeworfen. Wie bereits im Film werden die den Menschen verwurzelten Dæmonen nicht näher vorgestellt. Die tierischen Begleiter sind ab der ersten Seite einfach Teil dieser Welt – und das ist bei näherer Betrachtung auch gut so. Die Welt beginnt somit zu leben, man wird als Leser ein Teil von ihr. Kennt ihre Regeln und lernt sie zu schätzen.

Pullmans Stil ist seltsam nüchtern. Besonders für einen Fantasyroman. Im Vergleich zu z.B. Cornelia Funkes „Tintentod“ fallen sofort die zurückhaltenden Beschreibungen – insbesondere der Gefühlslage der Figuren – auf. Anfangs war das etwas ungewohnt, doch passt dieser beinahe karge Stil perfekt zur Atmosphäre dieser nordischen Welt. Auch Lyra ist deutlich herber als andere kindliche Helden. Gerade dies macht viel von der Faszination des Romans aus. Inhaltlich und formal ein rundum gelungenes Werk.

Das Ende – welches ich aus der Verfilmung bisher noch nicht kannte – ist düster und verspricht weitere Abenteuer. Ob Lyra den Feind jemals besiegen kann? Eine interessante Frage, zumal die Kirche in Pullmans Werk hinter allem Bösen zu stehen scheint. Offene Kirchenkritik, die ungewohnt für einen Fantasyroman mit jugendlicher Heldin ist, vermutlich aber gerade deshalb umso interessanter wirkt.

Ich freue mich nun sehr auf die Fortsetzung „Das magische Messer“, welche die Geschichte nun endlich fortsetzt. Doch bereits der erste Teil hat mir ausgezeichnet gefallen. Absolut empfehlenswert: 9/10 Punkte.