Sie ist da!

Nach dem Drama der letzen Wochen, halte ich nun endlich meine neue Kamera in den Händen. Inklusive deutschsprachiger Anleitung, dem korrekten Netzstecker und CE-Siegel. Warum nicht gleich so? Auch wenn der Internetauftritt vielleicht nicht sonderlich vertrauenserweckend wirkt, so kann ich M&M Discount nur weiterempfehlen. Schnell und problemlos. Super!

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Zur Kamera – der Panasonic Lumix DMC-FZ18 – selbst kann ich noch nicht allzu viel sagen. Auf jeden Fall ärgere ich mich schwarz, dass ich sie nicht bereits in Stuttgart dabei hatte. Der 18fach Zoom macht richtig Freude (28 mm Weitwinkel bis 504 mm Tele) und wäre für so manche Aufnahme wünschenswert gewesen. Allein das Rauschen macht bei den hohen ISO-Zahlen (eigentlich schon ab ISO200) Probleme, aber damit kämpfen nahezu alle kompakten Kameras. Wer – so wie ich – nicht das Geld bzw. den Platz für eine DSLR samt entsprechenden Objektiven hat, der findet in der FZ18 eine tolle Kamera mit grandiosem Objektiv und unendlichen Einstellmöglichkeiten. Ich freue mich auf viele weitere Fotos mit ihr!

Wonderful Wicked Wilhelma

Die letzten zwei Tage habe ich mit meiner Frau in Stuttgart verbracht, wo wir uns das Musical WICKED – DIE HEXEN VON OZ angesehen haben. Am zweiten Tagen waren wir dann endlich in der Wilhelma, wo uns unzählige Tiere erwartet haben.

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Zunächst ein paar Worte zu WICKED: Für jeden Freund von „Der Zauberer von Oz“ ist das Musical ein echtes Erlebnis. Es wird die Vorgeschichte zum Film erzählt, welche in vielerlei Hinsicht auch diesen komplett auf den Kopf stellt. Man trifft auf altbekannte – aber auch neue – Figuren und findet sich in liebgewonnenen Locations wieder. Alles in allem ist die Geschichte für ein Musical recht innovativ, was sie allerdings manchmal auch recht konstruiert wirken lässt. Die Inszenierung ist bombastisch und alles wurde mit viel Liebe zum Detail umgesetzt. Einzig die Musik hat mich nicht vom Hocker gerissen. Auch ist mir unverständlich, warum kein einziges Stück aus dem Film verwendet wurde. Vermutlich rechtliche Probleme. Dennoch für Freunde des zauberhaften Lands sicherlich einen Besuch wert.

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Am nächsten Tag ging es dann in den schön angelegten Stuttgarter Zoo. Aufgrund der Außentemperaturen war ich jedes Mal wieder froh, wenn wir in einem der Tropenhäuser Unterschlupf gefunden haben.

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Mein persönliche Favorit waren übrigens die jungen Gorillas. Leider konnte ich von diesen keine brauchbaren Bilder machen. Wen es allerdings einmal in die Wilhelma verschlägt: Die Kinderstation ist Pflicht! Wie die halbstarken Gorillas dort abhausen, ist wirklich fantastisch anzusehen.

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Wenn der Kurztrip nicht von einer Kurzkrankheit begleitet worden wäre, dann hätte ich ihn noch besser in Erinnerung. Doch auch so hat sich der Ausflug nach Stuttgart auf jeden Fall gelohnt und wird mir als gelungener Abschluss meines ersten richtigen Urlaubs noch lange in Erinnerung bleiben.

Die Simpsons: Der Film – OT: The Simpsons Movie

Lange hat es gedauert, doch dank vorbildlicher Geschenkauswahl bin ich heute endlich in den Genuss von „Die Simpsons: Der Film“ gekommen. Im Folgenden werde ich nun nicht ausschließlich über den Film schreiben, sondern auch über „Die Simpsons“ an sich. Wer weiß, ob ich im Laufe meines Bloggerdaseins sonst noch einmal dazu komme?

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Die gelbe Familie begleitet mich nun schon eine halbe Ewigkeit: Angefangen hat es irgendwann in der Schulzeit, dann erinnere ich mich gut an Sichtungen am Feierabend nach den ersten Ferienjobs, auch während meiner Zivizeit habe ich öfter Abstecher nach Springfield unternommen und selbst im Studium sind mir Homer und Co. öfter einmal über den Weg gelaufen. Allein die letzten paar Jahre habe ich die neuesten Abenteuer nicht mehr wirklich verfolgt. Teils aufgrund mangelnder Zeit während der Ausstrahlungstermine und teils wegen der abnehmenden Qualität der Serie.

Als jedoch die ersten Trailer zum Film auftauchten, war ich wieder Feuer und Flamme. Bereits dort wurde wieder altbekannter Simpsons-Humor versprochen und spätestens seit Spiderpig konnte ich eine Sichtung – trotz großer Meinungsverschiedenheiten unter den Kritikern – kaum abwarten. Was bietet der Leinwandauftritt der Fernsehfamilie nun wirklich? So ziemlich genau das was man als Fan erwarten kann: Eine überlange Episode von „Die Simpsons“ mit jeder Menge an Gastauftritten und einer etwas ausführlicheren Handlung.

Ein Grund zur Enttäuschung? Nicht wirklich. Ein besonderer Grund zur Freude? Auch nicht. Ich denke man nimmt den Film je nach Erwartungshaltung anders wahr. Sicherlich hätte ich auch mir eine etwas epischere Geschichte gewünscht. Besonders schmerzen die zu kurzen Auftritte so mancher Figuren. Hier merkt man dem Film die Serienherkunft deutlich an. Doch warum auch nicht? Man kann nicht alle Elemente, die die Serie so groß gemacht haben, in einen Film packen. So bleibt am Ende doch nur eine Serienepisode. Dafür aber eine visuell herausragende mit vielen guten Gags.

Ich bin nicht enttäuscht worden. „Die Simpsons“ funktionieren auch auf der großen Leinwand. Um die wahre Größe der Serie zu erkennen, muss man allerdings etwas tiefer graben. Dann gibt es aber wahre Schätze zu entdecken. So oder so: „Die Simpsons“ sind ein popkulturelles Phänomen und der Film ist nur ein weiteres Beispiel für ihre außergewöhnliche Ausdauer in dieser kurzlebigen Zeit. Unwahrscheinlich unterhaltsam: 8/10 Punkte.

Troja – OT: Troy – Director’s Cut (2004)

Gestern Abend gab es einmal wieder die verlängerte Version eines großen Filmerfolgs. Seit den Extended Editions von Peter Jacksons Mammutwerk schossen – besonders im Historienfilm – neue Schnittversionen aus allen Löchern (u.a. „Gladiator“). Nur selten konnte man sich als Zuschauer jedoch auf richtige Director’s Cuts (z.B. „Königreich der Himmel“) freuen. Meist wollten die Produzenten noch einmal das schnelle Geld machen. Nach der Ankündigung des Director’s Cut von Wolfgang Petersons „Troja“ hatte ich demnach erst einmal gemischte Gefühle – zumal ich die Kinoversion zwar nett fand, aber weit von der Spitze der Historienfilme entfernt.

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Bei „Troja“ hat sich letztendlich herausgestellt, dass die vorliegende neue Schnittfassung den Film tatsächlich aufwertet. Den Charakteren wird deutlich mehr Tiefe verliehen, die Schlachtszenen sind expliziter und es wird sich mehr Zeit für Details genommen. Bei der Kinofassung hatte ich den Eindruck, dass alles unglaublich gehetzt wirkt. Hier vergeht nun tatsächlich etwas Zeit, bevor die Spartaner in Troja aufschlagen. Es gibt Vorbereitungen und Entscheidungen werden nachvollziehbarer. Bei den folgenden Schlachtszenen wird nun auch nicht mehr an Blut und Gekröse gespart. Darüber mag man geteilter Meinung sein, für mich macht es jedoch Sinn, da die Schlachten so authentischer wirken und der Zuschauer nicht mehr eine nur verharmlosende Version zu sehen bekommt.

Wer allerdings erwartet mit dem Director’s Cut einen komplett neuen Film zu sehen, den muss ich enttäuschen. „Troja“ bleibt „Troja“. Mit Brad Pitt als Achilles und Orlando Bloom als Paris. Achilles wird immer noch als selbstverliebter Egomane charakterisiert und seine Wandlung zum wahren Helden wirkt immer noch etwas plötzlich – wenngleich auch nicht mehr ganz so abrupt wie in der Kinofassung. Die Figur des Achilles wirkt auf mich immer noch zu modern und zu clean. Brad Pitt kann ich mir in der Rolle ja durchaus vorstellen, aber warum muss er stets herumlaufen wie frisch aus dem Ei gepellt? Meine Probleme mit Achilles kann leider auch der Director’s Cut nicht beseitigen.

Insgesamt stellt dieser neue Cut von „Troja“ eine deutliche Verbesserung zur Kinofassung dar, wenngleich niemand einen gänzlich anderen Film erwarten sollte. Wenn ihr „Troja“ im Kino mochtet, dann werdet ihr den Film nun wohl noch besser finden. Wenn ihr nichts mit ihm anfangen konntet, dann vergesst auch den Director’s Cut. Für mich ist „Troja“ immer noch ein gut inszenierter Historienfilm mit großartiger Kulisse und tollen Bildern. Äußerst unterhaltsam, aber zu schwach für die Spitzenplätze des Genres: 8/10 Punkte.