Felicity – Season 2

Im Zuge der aktuellen Serien-Sichtungen habe ich nun auch „Felicity – Season 2“ beendet. Die Serie macht genau dort weiter, wo man sie nach der ersten Staffel verlassen hat. Die Rückkehr an die NYU fällt folglich leicht, doch mit der Zeit muss man sich mit Felicity an einige neue Situationen gewöhnen.

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Nachdem die Beziehung mit Ben in die Brüche geht kommt es zur ersten großen Veränderung: Felicity bekommt einen neuen Haarschnitt. Nebensächlich? In diesem Fall nicht, denn mit demWegfall der Lockenpracht wird die Hauptfigur auch deutlich erwachsener und wirkt nicht mehr so zerbrechlich, wie noch im Jahr zuvor. Nachdem man sich als Zuschauer an die neue Frisur und die neue Situation gewöhnt hat, kommt es auch schon zu den ersten Dramen: Felicitys Eltern lassen sich scheiden, Noels Freundin ist schwanger, Julies Musikproduzent ist nur an ihrem Körper interessiert etc.

In der Mitte der Staffel fand ich die Schicksalschläge dann auch etwas zu gehäuft. Es haben die lockeren Einschübe gefehlt und die Geschichten haben sich – meiner Meinung nach – etwas im Kreis gedreht. Nachdem diese Phase überwunden wurde, gab es u.a. mit Docuventary I+II ein paar klasse Episoden. Überhaupt fand ich es schön, dass Nebencharaktere – wie Sean oder Meghan – mehr in den Vordergrund gerückt sind.

In der außergewöhnlichen Episode Help for the Lovelorn lernen wir dann endlich, was es mit Meghans Box auf sich hat. Diese Handlung wird in Form einer „Twilight Zone“ ähnlichen Geschichte erzählt, die zwar aus der Rahmenhandlung herausfällt, aber dennoch wichtige Probleme der Figuren aufgreift. Stilistisch wunderbar und ein toller Einfall augenzinkernd das Mysterium um die geheimnisvolle Schachtel aufzulösen.

„Felicity – Season 2“ macht erneut viel Spaß. Einzig die Anhäufung der Dramen im Mittelteil fand ich nicht so gelungen. Das beständige Wechselspiel mit Ben muss man in solch einer Serie wohl akzeptieren, wenngleich ich es etwas schade finde, dass es kaum mehr wirkliche Kommunikation zwischen Felicity und Noel gab. Immer noch ein fabelhaftes Vergnügen: 8/10 Punkte.

5 Gedanken zu “Felicity – Season 2

  1. Hat mir soweit auch gut gefallen, vor allem die erwähnten „experimentelleren“ Episoden (Lovelorn, Docuventary). Als Soap-Show hat Felicity natürlich ein bisschen das Problem, dass sich die Geschichten immer um irgendwelche Schicksalsschläge und Problemchen in gehäufter Anzahl drehen. Denn was will man auch sonst bei einer solchen Serie zeigen? Bleibt die Dichte der Probleme aber aus, dann wird es auch schnell langweilig und eintönig.

    Insgesamt fand ich’s einfach irgendwie schön, soweit gut geschauspielert, vor allem Keri Russel als Felicity, aber es ist un bleibt eben eine recht einfache Soap-Opera und wird damit nie den Spannungsfaktor eines Alias oder Lost entwickeln. Und zumindest in Alias ist die persönliche Dramakiste ja nun nicht so grundlegend viel anders als in Felicity. Ganz im Gegenteil, das ähnelt sich doch reichlich.

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  2. Das hatte ich mir auch überlegt: Was will man sonst in solch einer Drama-Serie zeigen, die keinen Mystery- oder Crime-Arc zu bieten hat. Dafür sind die gezeigten Probleme sicherlich okay und auch irgendwie nötig. Dennoch gefällt mir die Serie besser, wenn Kleinigkeiten – wie Seans Erfindungen – in den Mittelpunkt gerückt werden.

    Keri Russell finde ich auch fantastisch! Hast du schon etwas von „Waitress“ gehört? Darin soll sie neben Nathan Fillion herausragend sein. Erstaunlicherweise hat sie auch eine Hauptrolle in dem – in Deutschland verbotenen – Kannibalendrama „Rothenburg“. Zumindest auf „Waitress“ freue ich mich schon sehr!

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  3. Von „Waitress“ habe ich einen Trailer gesehen, hat mich aber nicht sonderlich angemacht. Ich glaube aber, dass sie dafür irgendeine Nominierung bekomme hat, wenn ich mich nicht irre. Dass sie in „Rothenburg“ dabei ist, wusste ich noch nicht, allerdings werde ich mir diesen Film unter gar keinen Umständen anschauen.

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  4. „Waitress“ werde ich mir – so er auch in der OV bei uns ins Kino kommt – wohl auf jeden Fall ansehen. Und sei es nur wegen der zwei Hauptdarsteller, die ich beide sehr gerne sehe.

    Sollte „Rothenburg“ irgendwann verfügbar sein werde ich auch einen Blick riskieren – schon allein um zu sehen, warum so ein Wirbel um den Film gemacht wurde. Und natürlich um Keri Russell einmal in einer ganz anderen Rolle zu sehen.

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  5. Pingback: Felicity - Season 3 « Tonight is gonna be a large one.

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