ALIAS – Staffel 2

Innerhalb eines knappen Monats habe ich nun auch „ALIAS – Staffel 2“ gesehen. Die Serie kann glücklicherweise ihr hohes Unterhaltungsniveau halten, wenngleich es doch zu vielen Veränderungen kommt. Ich war teils wirklich erstaunt wie mutig J.J. Abrams mit den Regeln seiner Serie umgegangen ist – besonders der Cliffhanger am Ende lässt bei mir große Hoffnungen aufkeimen.

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Mit Sydneys Mutter tritt eine wirklich interessante Figur ins Geschehen, die weit über den bloßen Klischeebösewicht hinwegreicht. Man ist sich als Zuschauer nie sicher, was für ein Spiel sie spielt. Wähnt man sich – und damit auch seine Identifikationsfiguren – auf der sicheren Seite, so kommt es häufig doch ganz anders. Trotz der starken Präsenz dieses neuen Charakters ist die erste Hälfte der zweiten Staffel der ersten noch relativ ähnlich. Als dann jedoch die Allianz – und mit ihr SD-6 – vernichtet wird, zieht das Tempo merklich an und die Struktur der Serie ändert sich. Zunächst ungewohnt, aber meiner Meinung nach der richtige Schritt, um Abnutzungserscheinungen vorzubeugen.

Der weitere Verlauf der Geschichte rückt wieder Rambaldi in den Mittelpunkt, nur um kurz vor Auflösung des Rätsels Sydney und den Zuschauer in eine beinahe schon absurde Situation zu werfen. Wirklich ein grandioser Cliffhanger und ich kann nur hoffen, dass die ditte Staffel in Bezug auf die dadurch geschaffenen Möglichkeiten nicht enttäuschend wird.

Die bekannte Figurenkonstellation bleibt – sieht man von Sydneys Mutter ab – nahezu unverändert. Zumindest anscheinend. Sydneys privates Umfeld wird nahezu schleichend vollkommen umstrukturiert. Dadurch fehlt der gemütliche Rückzugsort, der noch in der ersten Staffel einen Gegenpol zur actionreichen Agentenwelt geboten hat. Dieser Verlust macht sich für Sydney schmerzlich bemerkbar, die jedoch Kraft in der Beziehung zu Vaughn findet. Doch auch der Zuschauer bekommt weiterhin genügend ruhige Szenen zu sehen, so dass auch dieser Schritt als konsequente Weiterführung betrachtet werden kann.

Ansonsten sind mir die zahlreichen Gaststars, wie Ethan Hawke oder Danny Trejo aufgefallen. Auch auffällig war der hochwertigere Look der Actionszenen und der veränderte Score, der mich teils sehr an J.J. Abrams Nachfolgeprojekt „Lost“ erinnert hat.

Insgesamt kann sich „ALIAS“ mit der zweiten Staffel noch einmal steigern und macht weiterhin Lust auf mehr: 9/10 Punkte.

Ein Gedanke zu “ALIAS – Staffel 2

  1. Pingback: Filmriss: Alias (Season Two)

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