Formula (Douglas Preston/Lincoln Child)

formula.jpgNachdem ich für meinen letzten Preston/Child-Roman über drei Monate gebraucht habe, wurde „Forumula“ in knapp drei Tagen verschlungen. Natürlich spielen auch die veränderten Rahmenbedingungen (Ende der Prüfungszeit, krankheitsbedingt verfügbare Lesezeit) eine Rolle, dennoch möchte ich dem Thriller eine besondere Qualität nicht absprechen.

Die Geschichte spielt einmal wieder in New York City und es steht erneut das Museum of Natural History im Mittelpunkt. Wie bereits in „Das Relikt“ wissen die Autoren hier eine äußerst dichte und glaubwürdige Atmosphäre zu schaffen – zumindest was die Beschreibungen der Locations und die groben wissenschaftlichen Zusammenhänge angeht. Auch die handelnden Figuren kommen dem Leser bekannt vor. So spielen u.a. Special Agent Pendergast und der findige Reporter William Smithback jr. die Hauptrollen. Zu ihnen gesellt sich Dr. Nora Kelly, die den wissenschaftlichen Part übernehmen darf und die bekannten Charaktere perfekt ergänzt.

Erneut gibt es mehrere Handlungsstränge, die sich zum Ende hin immer mehr verweben. Dies geschieht auf eine sehr ansprechende und spannende Art und Weise, da immer im Moment der höchsten Spannung (ähnlich der Dan Brown-Romane) der Handlungsort gewechselt wird. So kommt es zu unzähligen kleinen Cliffhangern, die den Leser bei der Stange halten. Glücklicherweise ist bei „Formula“ wirklich jeder Handlungsstrang gelungen, so dass es kaum zu Leerlauf kommt.

Der Plot an sich ist im Grunde die bewährte Mixtur aus Thriller und Horror. Außergewöhnlich ist nach wie vor die detaillierte Figurenzeichnung. Der wechselnde personale Erzähler gibt dem Leser einen guten Eindruck des Gefühlszustands jeder einzelnen Figur und macht diese dadurch glaubhaft und sympathisch. Schön sind auch die Verflechtungen zu anderen Preston/Child-Romanen und -Charakteren, die jedoch zum Verständnis nicht nötig sind.

Als Kritikpunkt mag man die wirklich weit hergeholte Geschichte mit ihren vielen Zufällen und wissenschaftlich nur notdürftig erklärten Sonderbarkeiten sehen, doch diese intelektuellen Schwachpunkte schränken den Unterhaltungswert des Romans keineswegs ein. Denn schließlich ist es das, worauf es – zumindest bei den meisten Büchern – ankommt: Gut geschriebene und spannende Unterhaltung – und das kann „Forumula“ ohne Frage bieten: 8/10 Punkte.

6 Gedanken zu “Formula (Douglas Preston/Lincoln Child)

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