The Guild – Season 1 to 5

Bei meiner Suche nach leichter Serienkost im Bereich Comedy, bin ich auf die Web-Serie „The Guild – Season 1 to 5“ gestoßen. Ich hatte mich bereits früher an ein paar Shows versucht, die im Internet veröffentlicht werden, doch außer Joss Whedons „Dr. Horrible’s Sing-Along Blog“ konnte mich in diesem Bereich bisher nichts wirklich überzeugen. Hat „The Guild“ meine meine Wahrnehmung von Web-Serien ändern können?

Felicia Days herrlich selbstironische Comedy über die bunt zusammengewürfelte Guilde eines fiktiven Online-Rollenspiels macht unglaublich viel Spaß. Die Schauspielerin/Autorin/Nerd-Ikone überzeugte mich bisher in diversen Serien (u.a. eine Hauptrolle in Joss Whedons bereits erwähntem Web-Musical sowie Nebenrollen in „Dollhouse“, „Eureka“ oder „Supernatural“), doch erst mit der ihr verständlicherweise auf den Leib geschriebenen Online-Heldin Codex scheint sie die Rolle ihres Lebens gefunden zu haben.

Weiterlesen

Media Monday #67

Heute früh hat das Thermometer 1 °C angezeigt. Eigentlich hätte ich mich am liebsten wieder ins Bett gekuschelt, doch ich bin aufgestanden und nun sitze ich am Rechner und beantworte die aktuellen Fragen des Medienjournals zum kunterbunten Filmgeschehen. Wenn das kein Einsatz ist…

  1. Christoph Waltz gefiel mir am besten in „Inglourious Basterds“.
  2. Mathieu Kassovitz hat mit „Die purpurnen Flüsse“ seine beste Regiearbeit abgelegt, weil ich „Hass“ noch nicht gesehen habe und „Babylon, A.D.“ einfach kein guter Film ist.
  3. Nicole Kidman gefiel mir am besten in Baz Luhrmans grandiosem „Moulin Rouge“.
  4. Medien sind ja bekanntermaßen ein weites Feld. Welche Arten von Medien konsumiert ihr (neben dem attestierten Filmekonsum)?
    Da bin ich sehr multimedial veranlagt, denn neben Filmen und Serien lese ich sehr gerne, beschäftige mich – wen wundert es – ausführlich mit Online-Medien und liebe gute Musik. Wenn es die Zeit zulassen würde, hätte ich wohl auch eine aktuelle Konsole zu Hause stehen und würde verstärkt Comics lesen – aber man kann eben nicht auf allen medialen Hochzeiten tanzen…
  5. Ausufernde Gewalt in Filmen ist manchmal abstoßend und schockierend (z.B. „Blood Diamond“), manchmal urkomisch (z.B. „Braindead“), teils durchaus unterhaltsam (z.B. „Kick-Ass“ oder „Taken“) und oft nur effekthascherisch und dumm (z.B. „Saw III“).
  6. Wie seid ihr auf das Buch, das ihr derzeit lest, aufmerksam geworden? Lest ihr gerade kein Buch, so gilt die Frage für das zuletzt gelesene Buch. Habt ihr noch nie ein Buch gelesen lautet die Frage: Warum nicht?
    Zu meinem aktuellen Buch „A Feast for Crows“ bin ich – ebenso wie zu meinen letzten drei Büchern – durch die erste Staffel der HBO-Serie „Game of Thrones“ gekommen.
  7. Mein zuletzt gesehener Film ist „Mission: Impossible – Ghost Protocol“ und der war äußerst unterhaltsam, weil er genau die Art von Popcornkino darstellt, die man sich gerne nach einem langen Arbeitstag ansieht.

Mission: Impossible – Phantom Protokoll – OT: Mission: Impossible – Ghost Protocol (2011)

Im Kino ist der Film völlig an mir vorbeigegangen. Auch wenn ich die vorherigen Filme – den zweiten Teil einmal ausgenommen – recht gerne sah, so hatte ich diese weitere Fortsetzung nie wirklich auf dem Radar. Aufgrund etlicher positiver Besprechungen hat es „Mission: Impossible – Ghost Protocol“ dann doch recht schnell auf die Liste der noch zu sehenden Filme geschafft – und außerdem: Was kann bei einem Film von Brad Bird (u.a. „Ratatouille“) schon schief gehen?

Heute hätten es wahrlich nicht viele Filme geschafft mich wachzuhalten: wieder wenig Schlaf, wieder knapp 12 Stunden im Büro, wieder keine guten Voraussetzungen für den Filmfreitag. Dennoch wollte ich die Chance nicht ungenützt lassen und habe den frisch erworbenen „Mission: Impossible – Ghost Protocol“ eingelegt. Eine gute Wahl, denn die Mischung aus übertriebener und interessanterweise doch verhältnismäßig glaubwürdiger Action, entspannten Humoreinlagen und Agententhrill hat sich abermals bewährt. Nachdem mir bereits der von J. J. Abrams inszenierte direkte Vorgänger ausgesprochen gut gefiel, hat mich auch der vierte Teil der Filmreihe bestens unterhalten.

Die Geschichte gewinnt abermals keine Preise, es gibt keine großen Wendungen und man begleitet das frisch zusammengewürfelte IMF-Team ganz einfach bei ihrer Jagd rund um den Globus. Die unzähligen Schauplätze machen auch einen großen Reiz des Agentenabenteuers aus und bieten einen entsprechend großen Spielplatz für Ethan Hunt und Co. Die Missionen sind dabei wieder ausreichend unmöglich – herausragend dabei besonders Dubai – und am Ende wird es stets entsprechend knapp. Der positive Ausgang wird jedoch niemanden überraschen und somit darf man sich bestimmt auch auf einen fünften Teil der Reihe freuen – vorausgesetzt Tom Cruise gibt auch mit über 50 noch einmal den Fassadenkletterer.

Kritisieren kann man höchstens den recht blassen Bösewicht (Michael Nyqvist, „Verblendung“) und die einen Tick zu lange Laufzeit inklusive etwas fadem Showdown. Insgesamt hinterlässt der Film jedoch einen ausgezeichneten Eindruck und bietet exakt die Art von Popcornkino, die man es sich nach solch einer Arbeitswoche – mit ganz eigener unmöglicher Mission – wünscht. Gerne mehr davon: 8/10 Punkte.

Damages – Season 2

Für die zweite Staffel meiner letzten Serienentdeckung habe ich mit knapp einem Monat recht lange gebraucht. Dies liegt aber eher an den äußeren Umständen, als in der Serie selbst begründet, denn auch „Damages – Season 2“ ist über weite Strecken einfach nur beste Unterhaltung. Warum das zweite Jahr mit Patty Hewes dennoch nicht an den grandiosen Auftakt herankommt, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung…

Auf die Vorzüge der ersten Staffel bin ich bereits ausführlich in der zugehörigen Besprechung eingegangen. Besonders die Aufteilung in zwei Zeitebenen hat für eine stets vorhandene Grundspannung gesorgt – und exakt dieser Aufbau wird in der zweiten Staffel wieder aufgegriffen. So neu und innovativ dieser an sich simple Kniff auch war, so abgesdroschen und forciert wirkt dieser beim zweiten Anlauf. Hier hätte man sich ruhig von der bekannten Struktur lösen können, zumal die die gezeigte Zukunft weit nicht so neugierig macht, wie die der ersten Staffel. Dennoch gelingt es der Serie abseits dieses Kniffes auch im zweiten Jahr eine wirklich mitreißende Handlung aufzubauen.

Inhaltlich schließt die Staffel nahtlos an das erste Jahr an: Ellen hat sich fest vorgenommen die Mörder ihres Verlobten ausfindig zu machen und zur Rechenschaft zu ziehen. Ebenso nehmen die Ermittlungen des FBIs gegen Patty einen Großteil der Handlung ein, was teils stark an bestimmte Episoden von „The Sopranos“ erinnert. Die ständige Atmosphäre des Misstrauens verändert auch die Charaktere und so wirkt insbesondere Ellen im Vergleich zur ersten Staffel hart und verbittert, was aufgrund der zurückliegenden Ereignisse aber auch kein Wunder ist.

Sehr gut gefallen hat mir die Verknüpfung mit der ersten Staffel. So treten wichtige Figuren, wie Arthur Frobisher, weiterhin auf, nehmen dabei aber eher die Rolle von Nebenfiguren ein. Das Universum der Serie wird somit realistisch erweitert und lässt dennoch Platz für neue Charaktere. Im krassen Gegensatz dazu steht das Finale, das von Realismus nicht viel hält: So manche Wendung hätte man hier ruhig weglassen bzw. feinfühliger vorbereiten können. Dafür hat man dieses Mal auf den obligatorischen Cliffhanger verzichtet, was ich durchaus angenehm fand.

Insgesamt macht auch die zweite Staffel von „Damages“ wirklich viel Spaß, was größtenteils auch an den guten Schauspielern (u.a. Neuzugang William Hurt) liegt. Hinzu kommt die komplexe und spannende Geschichte, welche rückblickend aber doch zu sehr nach Schema F abläuft und eher durch unrealistische Wendungen zu überzeugen versucht. Ich hatte auf jeden Fall wieder viel Spaß mit Patty und Co. und freue mich auf die dritte Staffel: 8/10 (7.9) Punkte.

Media Monday #66

Ein Tag Urlaub und was mache ich in dessen ersten Minuten? Die aktuellen Fragen des Medienjournals zum Thema Film beantworten. Und da behaupte noch einmal jemand wir Blogger seien nicht engagiert…

  1. Dan Akroyd gefiel mir am besten in „Blues Brothers“ und „Ghostbusters“.
  2. Lucio Fulci hat mit einem seiner Filme seine beste Regiearbeit abgelegt, weil ich das aufgrund der Unkenntnis seiner Werke bisher nicht besser einschätzen kann.
  3. Angelina Jolie gefiel mir am besten in „Sky Captain and the World of Tomorrow“.
  4. Wenn ihr die Wahl hättet, entweder zwanzig gänzlich unbekannte Filme geschenkt zu bekommen über die ihr rein gar nichts wisst oder alternitv, euch fünf Filme nach Belieben aussuchen zu können, wofür würdet ihr euch entscheiden und warum?
    Das hätte beides seinen Reiz, denn Filme bekommt man schließlich immer gerne geschenkt. Müsste ich mir die zwanzig unbekannten Filme auch alle ansehen? Die Wahrscheinlichkeit wäre bei diesen sowieso hoch, dass ich sie a) bereits kenne, b) sogar besitze oder c) nicht sehen möchte. Deshalb gehe ich auf Nummer sicher und entscheide mich für die Variante mit fünf Filmen nach Wahl.
  5. Die BBC im Vergleich zu unseren hiesigen öffentlich-rechtlichen Fernsehangeboten traut ihren Zuschauern mehr zu, als das deutsche Pendant. Serien, wie z.B. „Sherlock“ sind hierzulande leider undenkbar, da lieber die x-te „Tatort“-Variante gedreht wird. Spannende Konzepte versanden ohne Quote auf den Spartensendern à la ZDFneo oder ZDFkultur. Ich habe das deutsche Fernsehen schon längst abgeschrieben. Schade irgendwie.
  6. Das deutsche Kino ist oft besser als sein Ruf, doch insgesamt auch zu feige. Muss es denn immer existenzielles Drama oder Beziehungskomödie sein? Kino darf auch mal Spaß machen. Wie gerne würde ich einmal wieder Filme vom Kaliber eines „Bang Boom Bang“ oder „Absolute Giganten“ sehen…
  7. Mein zuletzt gesehener Film ist „In Time: Deine Zeit läuft ab“ und der war wirklich sehenswert, weil er an die dystopischen Genreklassiker der 70er Jahre anknüpft und damit sowohl nachdenklich macht, als auch bestens zu unterhalten weiß.