Das Wunder Leben – OT: Life

Wenn die Abende wieder länger werden (und die Erkältungszeit beginnt), verbringt man unweigerlich noch mehr Zeit vor dem heimischen Bildschirm. Für Abwechslung im Serieneinerlei bin ich demnach stets dankbar, weshalb sich „Das Wunder Leben“ schon bald als fester Programmpunkt in unserem Abendprogramm etablieren konnte.

Auf die Sichtung von „Das Wunder Leben“ musste ich sehr lange warten. Viel zu lange. Dabei ist die UK-Ausgabe schon seit geraumer Zeit relativ günstig zu haben. Ihr mangelt es jedoch an einer deutschen Tonspur, was für mich normalerweise kein Argument darstellt, da ich sowieso meist dem Originalton lausche. Mit Kind im Haus plant man jedoch auch für dessen mediale Zukunft, weshalb ich auf die deutsche Ausgabe gewartet habe. Dank der Veröffentlichungsstrategie von Polyband (Halbstaffelboxen mit je nur 5 Episoden) werde ich in Zukunft aber wohl lieber frühzeitig in Englischstunden investieren.

Nun aber zum Inhalt: Wie bereits mit „Unser blauer Planet“ oder auch insbesondere „Planet Erde“, definiert die BBC mit „Das Wunder Leben“ die Qualität von Tierdokumentationen wieder einmal neu. Zwar ist der Sprung nicht mehr ganz so imposant, wie beim indirekter Vorgänger, doch auch was man hier zu sehen bekommt, darf von Freunden des Genres  durchaus als atemberaubend bezeichnet werden. Man ist heute als Zuschauer eben schon viel zu verwöhnt.

Im Gegensatz zu „Planet Erde“ wird in „Life“ – sowohl inhaltlich als auch audiovisuell – mehr ins Detail gegangen. Oft überwiegen extreme Zeitlupenaufnahmen und man bekommt Tiere und Situationen zu sehen, die in dieser Form wohl noch nie von einer Kamera eingefangen wurden. Reduziert wurden dagegen extreme Totalen und Massenszenen, was die Doku auch visuell von ihrem Vorgänger abgrenzt. Als Freund von Naturdokumentationen sollte man sich „Life“ so oder so auf keinen Fall entgehen lassen. Großartig: 9/10 Punkte.

6 Gedanken zu “Das Wunder Leben – OT: Life

  1. Das mit dem frühzeitigen Englischstunden wäre wirklich ein interessantes Projekt. Ich frage mich ob das Kind durch regelmäßigen Konsum der Sprache in Film/Serie da irgendwas von mitnehmen würde.
    Ist jetzt aber wohl noch etwas zu früh dafür oder?

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  2. Ach, ich habs ja nicht mal geschafft „Planet Erde“ zu schauen, das steht bei mir noch aus der Pre-Blu Ray-Ära ungesehen auf DVD im Regal. Würde es aber gerne auf Blu Ray sehen. Ein Teufelskreis.

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  3. @C4rter: Also zumindest mein Englisch hat sich durch die beständigen O-Ton-Sichtungen auf jeden Fall verbessert. Das Leben meines Töchterleins spielt sich zurzeit noch 100% abseits der Mattscheibe ab, doch mal sehen was die (ferne) Zukunft bringt. Eigentlich wollte ich mit dem Absatz ja auch nur gegen die Veröffentlichungspolitik mancher deutscher Labels wettern… 😉

    @Xander: Ich habe „Planet Erde“ auch noch zu DVD-Zeiten gesehen und dies war auch ein äußerst grandioses Erlebnis. Vielleicht kannst du die DVDs ja noch verkloppen? Die Blu-rays sind ja auch nicht mehr teuer. Lohnenswert ist es allemal!

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  4. Also bei mir brachte das englisch schauen auch den entscheidenden Vorteil bzw. überhaupt den Kick.

    Vorher war Englisch für mich nur lästig oder Pflicht, aber der Bonus das man vieles viel früher gucken kann hat mich dazu bewegt der Sprache viel mehr abzugewinnen. Der Sprachschatz auf Englisch hat sich immens erweitert durch die Serien/Filme. Vor 6,7 Jahren konnte ich kaum was auf Englisch sagen, aber heute sind Gespräche kaum noch ein Problem. Ein entscheidender Vorteil, schon allein die Zeit die man spart wo man früher immer auf dict.leo nach einer Übersetzung suchen musste.

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  5. So geht es mir auch. Ich mochte Englisch zwar schon immer recht gerne und musste mich im Studium usw. schon immer mit englischen Begriffen herumschlagen, doch seitdem ich eigentlich nur noch englischen O-Ton schaue, habe ich besonders im Gepräch spontane Redewendungen einfach besser drauf. Inzwischen kann ich mir Synchros auch kaum noch anschauen, da einfach zu viel vom Schauspiel fehlt. Von hanebüchenen Übersetzungen einmal ganz zu schweigen. Schade nur, dass sich das im Freundeskreis noch nicht durchgesetzt hat – wenigstens meine Frau sieht es genauso… 🙂

    dict.leo.org nutze ich dennoch nahezu täglich, da ich in meinem Job bestimmt zu 60% englische Texte zu diversen Fachthemen verfasse und mir dieser spezifische Wortschatz oft noch fehlt. Besonders auch bei Angeboten o.ä. gehe ich da lieber noch einmal auf Nummer sicher… 😉

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  6. Pingback: Tribe – Season 1 to 3 | Tonight is gonna be a large one.

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