Falling Skies – Season 1

Letztes Jahr wurden zwei von Steven Spielberg produzierte Serien angekündigt, die beide auf großes Interesse bei mir stießen. Mit dem Finale von „Falling Skies – Season 1“ hat sich die erste der beiden Serien auch schon wieder vom Bildschirm verabschiedet – zumindest für dieses Jahr. Eine zweite Staffel wurde trotz mäßiger Kritiken auch schon bestellt. Eine lohnenswerte Investition?

Zunächst einmal muss ich festhalten, dass auch ich von der Serie enttäuscht war. Dabei dachte ich: Spielberg, Aliens und Endzeit. Was kann da noch schief gehen? Das schreibe ich wohlgemerkt als großer Freund von Spielbergs Schaffen. Ich mag das starke Familienmotiv, das sich in all seinen Filmen findet, seine Art der Inszenierung und natürlich seine beinahe schon kindliche Vorliebe für Aliengeschichten. All dies findet sich auch in „Falling Skies“ wieder und nachdem die erste Ernüchterung verflogen war, hatte ich auch durchaus meinen Spaß mit der Serie.

Am meisten Probleme hatte ich wohl mit der recht trägen Erzählweise. Mit dem Aufschlagen des Hauptquartiers in einer verlassenen Schule stagnierte nicht nur das Voranschreiten unserer Truppe, sondern auch die Handlung. Die Serie erinnerte mich hier oft an TV-Serien aus den 90er Jahren. Etwas Lagerleben, alle paar Episoden ein paar Erkundungen in die nähere Umgebung und persönliche Konflikte. Also nichts, das an die großen Serienerfolge der letzten Jahre erinnern würde.

Die Hauptcharaktere sind leidlich interessant und zumindest sympathisch gezeichnet. Selbst beim grimmigen Militärchef scheint das Herz am rechten Fleck sitzen. Wie schön. Die Aliens selbst sind als Gegenspieler zumindest brauchbar und gegen Ende der Staffel zeichnet sich ab, dass unsere Helden im kommenden Jahr gegen einen deutlich unberechenbareren Gegner zu kämpfen haben, als zunächst angenommen.

Eine unbedingte Sehempfehlung kann ich für die erste Staffel von „Falling Skies“ leider nicht aussprechen. Spielberg- und Genrefans dürfen aber durchaus einen Blick riskieren und sollten sich von den teils sehr harrschen Kritiken nicht abschrecken lassen. Die letztjährige Invasionsserie „V“ übertrumpft die Spielberg-Variante auf jeden Fall: 7/10 (6.6) Punkte.

8 Gedanken zu “Falling Skies – Season 1

  1. Ui, also nach der Bewertung hätte ich jetzt keine 7 erwartet. Aber das klingt ja schwer enttäuschend. Und das vom Erzählonkel Hollywoods. Dabei wurde die Serie doch so groß angekündigt. Naja, kann ja nicht überall Spielberg’sche Magie drin stecken 😉

    Kann ja in Staffel 2 nur bergauf gehen, wenn du sagst, dass ein deutlich unberechenbarer Gegner auftaucht.

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  2. Die Serie war enttäuschend, ganz klar. Besonders da die Erwartungen im Vorfeld so hoch waren. Dennoch hat sie mir als Genre- und Spielberg-Freund recht gut gefallen. Insofern geht die Bewertung von sehr knappen 7 Punkten schon in Ordnung.

    Falls du reinschaust, schreib doch auch ein paar Zeilen dazu… 🙂

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  3. Und mit Terra Nova steht schon der nächste „Knaller“ vor der Tür 😉 Ich hatte einen Moment bei Falling Skies, wo ich dachte, dass das noch etwas werden könnte – nämlich bei der Enthüllung der Herkunft der Skitters. Aber spätestens mit dem Finale habe ich mit der Serie abgeschlossen.

    Eine Frage zum Monsterdesign: bin ich der Einzige, der weder die Aliens bei FS noch die Dinos bei Terra Nova auch nur ansatzweise spektakulär findet? Wenn ich da etwas von „tricktechnisch beeindruckend inszenierten Aliens“ (Zitat F5) lese, wundere ich mich schon, ob meine Ansprüche überzogen oder mir die Pupillen verrutscht sind.

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  4. Ach komm schon, als Kind der 80er/90er kann ich mit dem Spielberg-Schema einfach nicht so hart ins Gericht gehen – und ja, im Moment sehe ich auch „Terra Nova“ noch sehr gerne! Mal sehen, ob und wann dieser Eindruck dann kippt… 😉

    Ja, die Erklärung der Herkunft der Skitters und die Enthüllung, dass diese eben nicht die Aliens sind, fand ich auch stark. Das Finale. Hmm. Ja, ich weiß was du meinst. Ich erwarte aber auch hier eine direkte Konfrontation und keine „Close Encounters of the Third Kind“-Begegnung.

    Das Design der Aliens rangierte in meinen Augen von okay (Skitters, Mechs) bis ziemlich gut (Aliens). „Terra Nova“ dagegen hatte teils schon einen recht billigen Look, aber es wurde ja auch einiges geboten (Zukunftswelten, Dinos, Landschaften usw.) – insgesamt bin ich auch hier zufrieden, da mich keiner der Effekte aus der Geschichte gerissen hat. Im TV darf man meiner Meinung nach auch keine Kinoeffekte erwarten. Das war ja auch schon bei „Lost“ o.ä. effektreichen Serien so. Insofern sehe ich die VFX beider Serien durchaus zwiespältig…

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  5. Pingback: Terra Nova – Season 1 | Tonight is gonna be a large one.

  6. Pingback: Smash – Season 1 | Tonight is gonna be a large one.

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