Heat Wave (Richard Castle)

Zu meinem letzten Ausflug in die Welt der geschriebenen Wörter hat mich eine TV-Serie verleitet. Richard Castles „Heat Wave“ entspringt der ersten Staffel der humorvollen Krimiserie „Castle“, welche mir besonders in ihrer zweiten Staffel sehr ans Herz gewachsen ist. Was lag also näher, als mich nach meinem Stieg Larsson-Marathon diesem kleinen, aber doch sehr feinen Krimi zu widmen?

Das Buch liest sich wie eine Episode der Serie, nur dass die Charaktere nicht denen der Show entsprechen. Der Roman „Heat Wave“ entspringt direkt der Serienhandlung und wurde darin von dessen Hauptcharakter Richard Castle geschrieben. In dieser fiktiven Welt funktioniert das Buch tadellos. Richard Castle würde wohl genau so schreiben, wie der ungenannte Autor des vorliegenden Romans.

Da die Figuren und Ereignisse von „Heat Wave“ jedoch von Richard Castle auf den Serienfiguren rund im Detective Kate Beckett basieren, könnte man einfach die Namen der Charaktere austauschen und hätte ein astreines Drehbuch für eine Episode der Serie vorliegen. Einzig und allein die Beziehung von James Rook (Richard Castle) und Nikki Heat (Kate Beckett) hat im Roman schon eine andere Ebene erreicht – wenn auch nur körperlich. Der verbale Schlagabtausch bleibt glücklicherweise erhalten.

Für Fans der Serie ist „Heat Wave“ ein großes Lesevergnügen. Ich hatte enorm viel Spaß mit dem Buch und freue mich nun umso mehr auf die dritte Staffel. So etwas nenne ich einmal gelungenes crossmediales Marketing. Gut geschrieben, äußerst kurzweilig und im Geiste der Serie. Bitte mehr davon: 8/10 Punkte. Der Nachfolger „Naked Heat“ steht übrigens bereits in den Startlöchern…

11 Gedanken zu “Heat Wave (Richard Castle)

  1. Ich habe mich „Castle“ nie so richtig anfreunden können. Habe ein paar Folgen der ersten Staffel gesehen… aber als ich dann mitbekam, dass es pro Folge immer nur einen Fall gibt, statt etwas übergreifendes, war für mich die Luft raus.

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  2. Normalerweise mag ich Serien auch nicht, die sich dem simplen case/monster/whatever of the week Prinzip bedienen. Allerdings gibt es ein paar Ausnahmen und zu diesen zählt u.a. auch „Castle“ – wie auch noch „Eureka“ oder „Supernatural“ (wobei letztere Serie sich da schön weiterentwickelt hat).

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  3. Da bist du mir einige Schritte voraus. Bin bei Castle Ende der zweiten Staffel und muss sagen: die Show hat sich richtig gut entwickelt. Die erste konnte man so nebenher laufen lassen, die zweite hat sich mittlerweile zu meinem Monk/Psych-Ersatz entwickelt. Nathan Fillion rockt halt.

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  4. Da bin ich ja froh, dass ich hier nicht der einzige „Castle“/Nathan Fillion-Fan bin. Auf dich ist eben Verlass! Davor hatte ich – außer „Bones“ und ein paar Folgen „CSI“ – noch kaum Kontakt zum Genre, weshalb mich „Monk“ und „Psych“ auch nie sonderlich interessiert hatten…

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  5. Ich habe letztens die erste Folge der zweiten Staffel gesehen und die Figuren waren mir gleich sympathisch, besonders Richard Castle/Nathan Fillion. Allerdings wird es schwer auch noch die Serie in nächste Zeit nachzuholen, obwohl sie sehr unterhaltsam zu sein scheint.

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  6. Sehr gut! Hab’s mir vor paar Monaten zusammen mit den letzten Buechern fuer meine Nick Hornby-Sammlung bestellt und bis heute nicht angefasst. Hatte die Befuerchtung, dass es nicht der Stimmung in der Serie entspricht, aber jetzt weiß ich ja, dass ich mal anfangn kann. Sehr gut!

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  7. Das Buch fängt die Stimmung der Serie wirklich perfekt ein. Schaue gerade wieder in die Serie rein und das Buch hätte sich wirklich perfekt eingegliedert. Werde mir demnach auch den Nachfolger „Naked Heat“ zulegen. Hoffe du schreibst auch einen kurzen Artikel dazu. Im deutschen Web findet man über die Bücher ja leider kaum etwas.

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  8. Pingback: Media Monday #89 | Tonight is gonna be a large one.

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