Surface – Season 1

Es ist sehr selten, dass ich mir TV-Serien mehrmals ansehe. Besonders bei einstündigen Drama-Serien bleibt es meist bei der einmaligen Sichtung. Egal wie gut die Serie ist. Warum? Ganz einfach aufgrund von Zeitmangel. Das schon vorzeitig abgesetzte Mysterydrama „Surface – Season 1“ dagegen habe ich nun schon zum zweiten Mal gesehen. Dies mag an der knappen Episodenzahl liegen, hat aber durchaus auch andere Gründe.

Für mich ist „Surface“ die perfekte Unterhaltungsserie. Zwar ist sie nicht besonders tiefgründig, dafür aber einfach zu verstehen und inhaltlich exakt auf mein Interessenradar eingestellt. Naturwissenschaften, riesige Monster und das Meer als Dreh- und Angelpunkt der Handlung. Hinzu kommt ein Spannungsaufbau, der an die großen Unterhaltungsfilme Spielbergs erinnert und ebenso seine Familienthematik aufgreift. Oft wähnt man sich folglich tatsächlich in einer Serie des Regisseurs und zumindest sein Einfluss ist allgegenwärtig.

Die verschiedenen Handlungsstränge werden schön verknüpft und jeder einzelne ist auf seine Weise interessant. Hinzu kommt, dass der Handlungsstrang meist im spannendsten Moment gewechselt wird und es somit unzählige, kleine Cliffhanger gibt. Eine Technik, die man bisher besonders aus der populären Unterhaltungsliteratur kennt. Nicht umsonst erinnert die Handlung über weite Strecken an Frank Schätzings Roman „Der Schwarm“, welcher ähnlich erzählt ist.

Kritisieren kann man die teils wirklich billig wirkenden Effekte, welche jedoch nur in seltensten Fällen von der eigentlichen Handlung ablenken. Das größte Budget dürfte wohl ins Kreaturendesign geflossen sein, was man auch sieht. Nimrod ist – für eine TV-Serie – wirklich toll animiert und auch seine großen Brüder und Schwestern weisen enorme Schauwerte auf. Alles in allem durchaus sehenswert.

Enttäuschend ist – wie nicht anders zu erwarten – das offene Ende, welches die Serie im Moment der größten Umwälzung ereilt. Das wäre ein perfekter Cliffhanger gewesen. Wirklich schade, zumal die Serie bisher ein schönes Gleichgewicht aus neuen Rätseln und Lösungen alter Fragen gefunden hat. Da wäre wirklich noch Potential für weitere Staffeln vorhanden gewesen, doch es ist eben, wie es ist und wäre „Surface“ über fünf Staffeln gelaufen, hätte ich die Serie bestimmt kein zweites Mal gesichtet.

Für Spielberg-, Verschwörungsthriller- und Abenteuerfreunde ist „Surface“ ein absolut lohnenswerter Ausflug in die Unterwasserwelt. Wer mit Geschichten dieser Art nicht viel anfangen kann, ist woanders vielleicht besser aufgehoben. Bei mir hat die Serie jedoch einen Nerv getroffen und ich werde sie stets in sehr guter Erinnerung behalten: 8/10 Punkte.

7 Gedanken zu “Surface – Season 1

  1. Als Surface damals im TV lief, hab ich es auch mit Spannung mitverfolgt. Das offene Ende war echt enttäuschend, also eher die Tatsache, dass es keine Fortsetzung geben wird. Man stelle sich einmal vor, so etwas hätte es bei Lost gegeben 😯

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  2. „Lost“ hmm ja, wobei da das Finale ja auch eher unbefriedigend war. Zumindest für Leute wie mich, die eher den Mysteraspekt im Vordergrund gesehen haben. Bei „Surface“ wurden dagegen ja bereits in dieser ersten Staffel erstaunlich viele Geheimnisse gelöst und ich hätte zu gern erfahren, wie es in dieser neuen Welt weitergegangen wäre. Sehr, sehr schade.

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  3. Ich meine mich daran zu erinnern, dass ich „Surface“ nicht so besonders fand. Nun lag das aber wohl zum einen daran, dass ich wusste das es nur die eine Staffel gibt und ich keine Lust auf ein offenes Ende hatte, zum anderen fand ich die Effekte dann doch eher so naja, das machte viel kaputt.

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  4. Wie gesagt: Man sollte wohl eine Vorliebe für eine gewisse Art von Film haben. Da die offensichtlichen Vorbiler – „E.T.“, „Close Encounters of the Third Kind“, „Jaws“ und „Jurassic Park“ – zu meinen absoluten Lieblingen zählen, hatte die Serie ein entsprechend leichtes Spiel mit mir.

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  5. Pingback: Jericho – Season 1 & 2 | Tonight is gonna be a large one.

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