Abenteuer Kind #4: Nicht die Mama

Während der Schwangerschaft gingen uns dutzende Dinge durch den Kopf, die wir einmal anders machen wollten, als unsere/andere Eltern. Besser machen. Zumindest aus unserer – damals noch – naiven Sicht. Es handelte sich dabei um die einfachsten Dinge, wie z.B. auf das voreilige Schnuller geben zu verzichten, bis hin zu komplexen erziehungstechnischen Fragen, welche heute noch weit in unserer Zukunft liegen. Im besten Sinne hätte man uns idealistisch nennen können.

Eines dieser Dinge war die Bezeichnung des Partners als Mama bzw. Papa (analog dazu Mami/Papi und alle weiteren Varianten dieser Art). Habt ihr das nicht auch gehasst, wenn eure Eltern in dieser Form miteinander redeten? Ich für meinen Teil fand es immer äußerst befremdlich.

Heute bin ich einmal wieder allein mit unserem Zappelinchen und was ist das erste, das ich vor mich hin murmele? Richtig. Wo hat Mami nur den Schlafanzug hingepackt? Wo hat Mami die Spucktücher versteckt? Wieso hat Mami nur zwei Portionen Milch in den Kühlschrank gestellt? Und so weiter. Zudem muss ich zugeben, dass ich Gespräche dieser Art mit dem Zappelinchen nicht zum ersten Mal geführt habe. Und bestimmt auch nicht zum letzten Mal.

Also liebe Leser, wie lautet die Moral der Geschichte?

Steckt eure Ziele nicht zu hoch, denn auch Eltern sind nur Menschen.

5 Gedanken zu “Abenteuer Kind #4: Nicht die Mama

  1. Ich muß ehrlich sagen, daß es mich eigentlich nicht stört und nie gestört hat, daß meine Eltern sich Mama und Papa nennen. Als Kind ist das ja sowieso normal (ich finde es nach wie vor furchtbar, wenn Kinder ihre Eltern nur beim Vornamen nennen dürfen. Aber solche Leute kenne ich zum Glück gar nicht ;-).) Da ich meine Eltern ja immer noch Mama und Papa nenne, finde ich das bis heute nicht komisch, daß meine Eltern das auch sagen. Und man benutzt das ja auch nicht durchgehend, nehme ich mal an, zumindestens bei meinen Eltern wechselt das durchaus, je nachdem ob sie mit mir oder meinen Geschwistern reden oder nur zu zweit diskutieren. Aber wahrscheinlich ist das einfach sehr persönlich und davon geprägt, was man mit diesen Worten verbindet. Ich würde mich z.B. ungern „Mutti“ nennen lassen…
    Deine Abenteuer-Kind-Kolumne lese ich übrigens immer wieder gerne! 🙂

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  2. Hey, solange ihr euch so vor dem Kind nennt, ist doch alles in Ordnung. Aber wenn ihr dann einmal allein ausgeht und im Restaurant bestellt mit: „Also ich nehme die Nr 51 und die Mami nimmt…“, erst dann würde ich mir Sorgen machen 😉

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  3. @Miss Sophie: Ich finde es auch nicht schrecklich oder so. Es gehört halt anscheinend irgendwie dazu. Erschreckend ist nur, wie schnell man solche Dinge adaptiert, von denen man noch vor kurzer Zeit dachte: Nee, also das machen wir mal nicht…

    Es gibt noch viel mehr Beispiele, die sich wohl auch erst im Laufe unserer gemeinsamen Zeit zu dritt herauskristallisieren werden. Aber dazu mehr zu gegebener Zeit… 😉

    Wenn Kinder ihre Eltern mit Vornamen ansprechen ist das für mich übrigens auch ein No-go. Keine Frage.

    @izanagi & ichistmeinname: Stimmt. Das ist ein guter Punkt. Ich werde das einmal im Auge behalten… 😉

    @Inishmore: Die Serie hat mich natürlich auch zum Titel meines Eintrags inspiriert. Ich bin einfach zu leicht zu durchschauen…

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