The Sopranos – Season 5

Mit „The Sopranos – Season 5“ nähert sich mein aktuell laufendes Seriengroßprojekt so langsam aber sicher auch schon wieder seinem Ende. Wirklich schade, denn über die letzten Monate ist mir die Sippe richtig ans Herz gewachsen. Umso schöner, dass ich mit dieser Staffel noch einmal ein echtes Highlight erleben durfte.

Der sich bereits in der vierten Staffel abzeichnende Konflikt zwischen den New Yorker Familien und New Jersey wird nun endlich auf die Spitze getrieben. Herrlich inszeniert und gespielt. Besonders im Gedächtnis blieb mir hier die famose Traumepisode „The Test Dream“, in welcher Tonys innere Gedankenwelt gekonnt visualisiert wurde. Die Realität stand dem Traum jedoch in nichts nach und somit gibt es in dieser Staffel einige brutale, komische und bewegende Highlights zu bewundern.

Mit Steve Buscemi als zweiter Tony bekommt die Serie einmal mehr einen grandiosen Charakter spendiert. Gekonnt wird hier mit der Rehabilitation von Verbrechern gespielt, wobei am Ende doch wieder alles auf das Unvermeindliche hinausläuft. Geld verdirbt eben den Charakter. Ganz besonders unter Mafiosis. Die Ereignisse spitzen sich gegen Ende der Staffel immer mehr zu und in einer emotional fordernden Szene müssen wir uns von einer weiteren Figur trennen. Hier merkt man einmal wieder deutlich, wie mitreißend diese Serie doch ist.

Für mich stellt diese Staffel das bisherige Highlight der Serie dar. Herausragend gespielt, grandiose Dialoge und eine Handlung wie ein schwarzes Loch. Man kann der Sogwirkung wahrlich nicht entkommen. Nun blicke ich der sechsten Staffel mit großer Freude und bereits jetzt mit großer Wehmut entgegen. Doch man soll schließlich aufhören, wenn es am schönsten ist: 10/10 Punkte.

7 Gedanken zu “The Sopranos – Season 5

  1. Hätte mich jetzt auch gewundert, wenn dir Staffel 5 weniger gut gefallen hätte. Ist ja von sehr hoher Intensität, vor allem emotional. Außerdem hat man gelernt, wozu Telefonbücher so alles gut sein können… 😉

    Weiß nicht, wie konkret wir hier über den Inhalt schreiben können (eine Spoilerfunktion gibt es nicht, oder?). Wüsste gerne mal, wie der emotionale Hammer gegen Ende der Staffel auf dich gewirkt hat.

    Freut mich, dass dir die Traumsequenz so gut gefallen hat, dann bist du auf die ersten Folgen von 6.1 ja vorbereitet. 😉

    Ach ja, wie hat dir denn die angesprochene Weiblichkeit in dieser Staffel gefallen? Vor allem Charmaine hat mich ja stellenweise aus den Socken gehauen… ,-)

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  2. Ich denke mal in den Kommentaren können wir schon leicht spoilern. Ich habe – zum Leidwesen meiner Leser – ja sowieso keine stringente Spoilerpolitik. Dennoch versuche ich in den eigentlichen Einträgen zu große Spoiler zu vermeiden.

    Der emotionale Hammer hat mich wirklich mitgerissen. War auch herrlich inszeniert und wahnsinnig gut gespielt. Man hat es ihr angesehen, dass sie ahnt was nun auf sie zukommt. Wirklich ganz großes Kino von allen beteiligten.

    Das hört sich nun stark nach weiteren Traumsequenzen in der kommenden Staffel an. Ich freue mich drauf!

    Die von dir angesprochene Weiblichkeit war durchaus reizvoll, dennoch hatte ich mir nach deinen Schilderungen mehr erwartet. Besonders Charmaine hat ja – im Vergleich zu den vorangegangenen Staffeln – erstaunlich wenige Szenen.

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  3. Muss endlich mit Staffel 3 anfangen…
    Muss endlich mit Staffel 3 anfangen…
    Muss endlich mit Staffel 3 anfangen…
    Muss endlich mit Staffel 3 anfangen…
    Muss endlich mit Staffel 3 anfangen…
    Muss endlich mit Staffel 3 anfangen…

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  4. Da ich nicht drumrumreden möchte, warne ich jetzt mal vor Spoilern – wer sich die Spannung erhalten will, sollte also nicht weiterlesen!

    Drea De Matteo hat für diese Staffel einen Emmy gewonnen – und den hatte sie sich schon für die Szene verdient, in der Adriana den Druck nicht mehr aushält und Chris alles erzählt. Wenn sie da wie ein Häufchen Elend auf dem Boden hockt und ihm mit tränenzerbrochener Stimme ihre Lage gesteht, ist das für mich jedes Mal wie ein Tritt in den Magen. Es gibt in dieser Serie so einige sehr bewegende Momente, aber kaum einer hat mich so getroffen wie dieser.

    Am eigentlichen Schockmoment hab ich dennoch was zu kritteln: Bin normalerweise niemand, der nach besonders viel Blut und Gewalt lechzt. Aber die Hinrichtung hätte ich mir in diesem Fall doch noch deutlich härter und plakativer gewünscht – dann wäre die Wirkung auf den Zuschauer, der vorher zwei Staffeln lang mit Adriana gelitten hat, noch intensiver. David Chase wollte damit ja all denen einen Denkzettel verpassen, die in ihrer Sympathie zu Tony & Co. oft vergaßen, was für skrupellose Soziopathen das sind.

    Grandios finde ich übrigens auch das Ende der zehnten Folge, wenn Tony am Esstisch seine Schwester so lange demütigt, bis sie ausrastet – und dann mit selbstzufriedener Schadenfreude abzieht, begleitet vom rotzigen „I’m Not Like Everybody Else“ der KINKS. Der Soundtrack der „Sopranos“ ist sowieso exzellent, weil die eingesetzten Songs nicht nur atmosphärisch, sondern auch textlich immer zum Geschehen passen.

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  5. Wenn du es nicht getan hättest, dann hätte ich hier das Finale der zehnten Episode angeführt. Das war wirklich enorm fies und für mich der Zeitpunkt Tony doch wieder als das soziopathische Arschloch wahrzunehmen, das er ist. Auffällig in dieser Staffel war auch wieder, dass anscheinend nur Tiere wirklich zu Tonys emotionalen Kern vordringen: Als er erfährt, dass sein Hund als er noch ein Kind war gestorben ist und eben nicht auf einer Farm weiterlebte oder die darauffolgende Erkenntnis, dass sein Vater den Hund weggeben hatte.

    Die Darstellung von Adrianas Tod sehe ich zwiespältig. Einerseits hätte mehr visuelle Gewalt vermutlich zu einem stärkeren Schockeffekt geführt, jedoch fand ich dass der Blick der Kamera in das Blätterdach beinahe schon poetisch war und man als Zuschauer somit mit seinem Entsetzen allein gelassen wurde. Ich kann das nur schwer beschreiben, möchte mich aber auf keine Möglichkeit festlegen.

    In diesem Sinne war es auch interessant zu sehen, wie blind Meadow doch für die Tätigkeiten in ihrem Umkreis ist. Als ihr Finn von dem Zwischenfall auf der Baustelle erzählt, winkt sie doch recht schnell ab. Man vergisst eben auch gerne, dass sich Tonys Job auf die gesamte Familie auswirkt.

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  6. Pingback: The Sopranos – Season 6 « Tonight is gonna be a large one.

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