Creepers (David Morrell)

creepers.jpg

Bei David Morrells „Creepers“ hat mich zunächst die schöne Aufmachung angesprochen. Nettes Cover und eine vielversprechende Beschreibung auf der Rückseite. Der Roman versprach äußerst spannend zu werden. Leider habe ich ihn dann nicht so schnell gelesen, wie ich es gewollt hätte. Die Spannung der Geschichte wurde dadurch leider etwas verwässert. Wie es eben oft passiert, wenn man nur abends bzw. nachts zum lesen kommt.

Die Geschichte handelt von einer Gruppe von Leuten – „Creepers“ oder Infiltratoren – die alte, verfallene Gebäude erkunden. Als wäre dies alleine nicht gefährlich genug, stoßen sie bei ihrer aktuellen Expedition in das aufgegebene Paragon Hotel auf eine Gruppe von Kriminellen, die hinter einem verschollenen Schatz her sind. Nebenbei macht noch ein verrückter Serienkiller den Ort unsicher. Das labyrinthartig angelegte Hotel, das von einem exzentrischen Millionär gebaut wurde, macht das Überleben dabei zum reinen Glücksspiel.

„Creepers“ ist für einen doch recht reißerischen Thriller erstaunlich gut geschrieben. Die Geschichte ist nicht neu, jedoch wirklich mitreißend – und aufgrund der Location oft einfach nur unheimlich. Ich musste beim Lesen öfter an Davin Finchers „Panic Room“ denken. Die Prämisse ist ähnlich und auch die Interaktion zwischen den Figuren erinnert etwas an Finchers Spannungskino.

Großartige Überraschungen sollte man nicht erwarten. Der Roman lebt von seiner Atmosphäre und den relativ gut ausgearbeiteten Figuren. Für Thrillerfreunde auf jeden Fall empfehlenswert: 7/10 Punkte. Eine Fortsetzung ist meines Wissens nach auch schon geplant bzw. bald erhältlich.

Ratatouille (2007)

Nach einigen Anlaufschwierigkeiten habe ich gestern nun endlich das neueste Werk von Disney/Pixar gesehen: Brad Birds „Ratatouille“. Nachdem mich der famose Kurzfilm „Lifted“ bereits in die richtige Stimmung versetzt hatte, ging es dann auch schon los. Bereits nach den ersten paar Szenen war mir auch schon klar, dass die überaus positiven Kritiken mehr als gerechtfertigt sind.

ratatouille03.jpg

Bevor ich anfange die Geschichte und die Charaktere in den höchsten Tönen zu loben, will ich kurz auf die technische Seite eingehen: Wow! Unglaublich was hier abgefeuert wird. Alleine das Fell. Trocken. Nass. Flauschig. Verdreckt. Glänzend. Es sieht einfach verdammt real aus. Hinzu kommen die unglaublich detailgetreuen Aufnahmen von allen möglichen Lebensmitteln. Da möchte man einfach zubeißen. Der Film bewegt sich teils schon verdächtig nahe am Fotorealismus. Dennoch wirkt es nie störend, da immer noch der Cartoontouch vorhanden ist. Die Charaktere gehören in diese Welt. In ein Paris, das in den wärmsten Farbtönen erstrahlt. In eine Welt des Essens. Des Genusses. Der Küche. Der Köche. Der Ratten.

Die Charaktere und deren Geschichte ist letztendlich das, was den Film so typisch für Pixar macht. Man befindet sich sofort in dieser Welt. Man zweifelt nicht an ihren Regeln. Man geht mit den Figuren mit. Leidet mit ihnen. Lacht mit ihnen. Sicherlich gibt es auch hier eine Botschaft. Die Geschichte ist nicht zu komplex. Und doch lässt sie die von Animationsfilmen wie „Ice Age“ oder „Madagascar“ meilenweit hinter sich. Geschichten erzählen. Das ist es, worin Pixar wahrlich meisterhaft sind.

„Ratatouille“ ist außerdem wirklich lustig. Ich habe mehr als einmal laut lachen müssen. Dies zudem meist an Stellen, an denen das restliche Publikum komplett still war: Als Colette bei Linguinis – bzw. Remys – ersten Annäherungsversuch das Pfefferspray hinter ihrem Rücken bereit hielt oder bei der Sargform von Anton Egos Arbeitszimmer. Solche eher subtilen Details erfreuen mein kleines Filmherz ungemein – und ich bin mir sicher, dass es bei weiteren Sichtungen noch einiges zu entdecken gibt.

Für mich ist „Ratatouille“ das bisherige Highlight in diesem Kinojahr. Die perfekte Unterhaltung für groß und klein. Nach „Toy Story“, dessen Nachfolger und „Monster AG“ wohl mein neuer Liebling im Pixaruniversum: 10/10 Punkte.

Lifted

Gestern habe ich es nun endlich ins Kino geschafft, um „Ratatouille“ zu sehen. Zu Beginn gab es – wie für Pixar üblich – einen Kurzfilm. Nachdem ich mich damals bei „For the Birds“ beinahe weggeschmissen hätte vor Lachen, war ich mehr als gespannt auf „Lifted“ – ein Film, der die Essenz der Animation einfängt und eine perfekte Studie in Sachen Timing darstellt.

lifted.jpg

So sehr ich auch die abendfüllenden Pixarfilme liebe, so sehr überraschen mich dann gerade immer die vorangestellten Kurzfilme. Hier wird die zugrunde liegende Situation stets 100%ig ausgenutzt. Die Charaktere müssen sofort beim Zuschauer ankommen und es darf sich nicht mit langen Erklärungen aufgehalten werden. Die Animation muss zudem punktgenau sitzen und die Vorstellung die der Zuschauer von den Charakteren hat unterstützen. „Lifted“ macht all dies par excellence.

Angehende Animatoren können von den Kurzfilmen der erfolgreichen Animationsschmiede unglaublich viel lernen. Hier versteckt sich die reine Essenz. „Lifted“ hat mich wirklich ausgezeichnet unterhalten, wenngleich er es auch nicht schafft auf den Spitzenplatz der animated shorts zu kommen: 9/10 Punkte.

Kettenreaktion

Kaum ist meine Freizeit nur noch eingeschränkt verfügbar, komme ich nicht mehr zum Film- bzw. Serienschauen. Zumindest nicht mehr so häufig. Aufgrund dessen fehlt mir natürlich der Stoff zum Bloggen. Ganz davon abgesehen, dass ich abends nicht mehr wirklich vor Energie sprühe. Die Folge von alldem ist ein plötzlicher Besucherschwund. Ist ja auch irgendwie nachvollziehbar. Was also tun?

Am besten einen Beitrag darüber schreiben. Und über die neue Arbeit. Ich kann euch gar nicht sagen, wie ungewohnt es ist nicht mehr an der Umsetzung beteiligt zu sein, sondern nur noch an der Konzeption. Zudem ist alles so neu und fremd. So anders. So gewöhnungsbedürftig. Insofern also ganz natürlich und wie zu erwarten. Ich bin nur einmal gespannt, wie lange die Eingewöhnungsphase dieses Mal andauert.

Inzwischen macht sich der Mangel an Schlaf bemerkbar. Ebenso wie die ersten Anzeichen einer Erkältung. Zudem wächst die Vorfreude auf das Wochenende, an dem ich hoffentlich nicht arbeiten muss.

Nun ist der nächste Besucheransturm erst einmal gesichert und es geht ab auf das sträflich vernachlässigte Sofa! 😉