Eigentlich wollte ich in die Serie nicht reinschauen, doch da mir noch eine Sitcom im Programm fehlte und die erste Staffel komplett auf Hulu verfügbar ist, habe ich „Whitney – Season 1“ doch noch eine Chance gegeben. Ob sich das Reinschauen gelohnt hat, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung…

Zu Beginn der Staffel dachte ich wirklich nicht, dass ich durchhalten würde. Eine typische Pärchen-Comedy mit nur allzu bekannten Charakteren und Situationen. Doch nach ein paar Episoden stellte sich der übliche Gewöhnungseffekt ein und die Figuren samt ihrer Eigenheiten sind mir ans Herz gewachsen. Besonders die offen zelebrierte Selbstironie von Autorin und Hauptdarstellerin Whitney Cummings macht die Serie sympathisch. Auch Gaststars, wie z.B. John Cleese, dürfen bewundert werden. Überhaupt hat sich die Serie in der zweiten Hälfte ziemlich gesteigert und so haben die Autoren u.a. auch aktuellere popkulturelle Anspielungen, wie z.B. auf „Drive“, in die Dialoge eingebaut.
Man darf sich natürlich nichts vormachen: Die einzelnen Handlungselemente entspringen allesamt dem Sitcom-Baukasten, doch Wortwitz ist durchaus vorhanden und die größtenteils sympathischen Charaktere laden zum Mitlachen ein. Wer also den neuen Stern am Comedy-Himmel sehen möchte, der sollte um „Whitney“ lieber einen großen Bogen machen. Wer allerdings eine nette Sitcom für Zwischendurch sucht, der darf ruhig einmal reinschauen: 7/10 (6.9) Punkte.


