Media Monday #779 – Wanderurlaub, schwere Gedanken und Trail-Running

Ihr habt es vielleicht gemerkt, dass ich letzte Woche weniger Artikel geschrieben habe und weniger oft laufen war. Die Ereignisse haben sich überschlagen und nachdem wir die Ferien zwischen Urlaub und Betreuung mit meiner Schwester aufgeteilt hatten, waren wir auch sofort mit Urlaub an der Reihe. Es blieb nur noch das Wochenende, um das Wichtigste zu klären und schon ging es ab nach Österreich, genauer gesagt ins Alpendorf bei St. Johann im Pongau. Viel vorgeplant hatten wir also nicht, doch momentan ist es für mich ohnehin hilfreich, Spontanität zu lernen. Da bin ich nämlich eher schlecht drin. Mehr Details gibt es in den nächsten Wochen im Rahmen von Urlaubsberichten. Kurz gesagt: Wir waren viel wandern (siehe Foto unten) und habe die Zeit in der Natur sehr genossen. Zwischendurch gab es Rückmeldung von meiner Mama, dass sich die befürchtete Diagnose bestätigt hat. Morgen Vormittag begleite ich sie zum Arzt und hoffe auf etwas mehr Klarheit, doch vermutlich wird diese erst im Verlauf des Monats kommen. Momentan fühlt sich alles noch recht unwirklich an: Der sehr erholsame, aber auch überstürzt wirkende Urlaub, nun schon wieder zurück zu sein und die Diagnose, die wie eine dunkle Wolke über allem schwebt. Ich bin froh, noch eine Woche frei zu haben, dann parallel noch 40-45 Stunden arbeiten? Das kann ich mir noch gar nicht so recht vorstellen. Nun erst einmal zu den aktuellen Fragen des Medienjournals und euch eine gute Woche! ☀️

Media Monday #779

  1. Es wäre ein Versäumnis, den Urlaub trotz teils schwerer Gedanken, nicht angetreten zu haben.
  2. Zeitschleifen als erzählerisches Konzept sind seit „Und täglich grüßt das Murmeltier“ bei mir äußerst populär.
  3. Viel zu lange habe ich Queer-Cinema-Serien schmählich ignoriert und musste feststellen, dass ich doch schon einige kannte und es noch weit mehr zu entdecken gibt, auch wenn das queere Element nicht an erster Stelle steht.
  4. Geschichten aus den Augen von Kindern bzw. Jugendlichen zu erzählen ist ein wirklich gekonnter, stilistischer Kniff, der meiner Meinung nach auch für den Erfolg von „Stranger Things“ verantwortlich ist.
  5. Ich habe mir ja schon länger gewünscht, dass ich in den Bergen laufen kann und Trail-Running macht wirklich Spaß, ist aber auch sehr anstrengend, weshalb ich es bei zwei Läufen belassen habe.
  6. Menschengemachte Kunst ist deutlich kreativer als jegliche Art von KI-Slop.
  7. Zuletzt habe ich den Artikel zum Thema Sehnsucht im Rahmen des „Projekt 52“ veröffentlicht und das war nötig, weil ab morgen schon der Juni mit neuen Themen wartet.

Ein paar Eindrücke von unserer schönsten Wanderung (mehr Einblicke dieser Art findet ihr auf meinem Instagram-Account):

28 Gedanken zu “Media Monday #779 – Wanderurlaub, schwere Gedanken und Trail-Running

  1. Ich drücke deiner Mutter fest die Daumen, dass sie einen Sieg davontragen kann. Wisst ihr schon, um was für einen Krebs es sich handelt?

    Wetteretechnisch dürftet ihr ja auch einen super Urlaub gehabt haben. Menschengemachte Kunst ist natürlich immer das Beste, aber für Leute mit Ideen und Fantasie, die aber nicht zeichnen/malen können, ist KI ein Geschenk.

    Gefällt 1 Person

    • Danke dir! Metastasen in der Wirbelsäule sind es. Nun heißt es weitere Untersuchen abwarten, wie es weitergehen kann.

      Ja, wettertechnisch war der Urlaub mega gut. Was KI angeht, würde ich jederzeit ein schlecht gezeichnetes Bild anstelle von „perfektem“ KI-Slop nehmen.

      Like

      • Metastasen heißt ja eigentlich, da ist oder war ein Krebstumor an anderer Stelle. 😦 Ich drück fest die Daumen.

        Ich mag meine KI – Bilder. 😉 Das wäre kläglich, würde ich versuchen,. das zu zeichnen. 🙂

        Gefällt 1 Person

      • Es ist nicht die erste Krebserkrankung, doch nun war lange Ruhe und wir haben uns „sicher“ gewähnt nach all den Jahren. In dem Alter nicht so einfach. Danke für deine Anteilnahme. 🫶

        Es ist ja schön, dass du die KI kreativ einsetzt. und es dir Spaß macht. Für mich sieht das alles sehr generisch aus. Richtig stören tut es mich eher im kommerziellen Sinne, zumal die Künstler:innen, welche die Trainingsdaten lieferten, nie entlohnt wurden und zugleich ihre Jobs kaputt gemacht werden. Aber das ist natürlich eine größere Diskussion.

        Like

      • Autsch. Also wieder aufgetaucht. Das ist natürlich richtig übel.

        Du kennst ja meine Sachen mit der KI. Ich mach das für mich. Also kaufen würde ich KI – Kunst auch nicht. Da möchte ich auch lieber handgemachte Bilder haben.

        Gefällt 1 Person

      • KI kann ja was (Krebserkennung z.B.), doch die momentane Tendenz (bunte Bilder und generische Texte) werden wir (also wir alle, nicht die Tech-Milliardäre) noch einmal teuer bezahlen müssen.

        Like

      • Alles hat Vor- und Nachteile. Es liegt an jedem Einzelnen, wie er sich damit arrangiert.
        Ich habe kein Smart Home, kann mein Handy weder mit meinem Auto, meinem Kühlschrank oder dem Backofen verbinden. Kann weder per Handy zahlen noch irgendwelche Geschäfte damit machen. Das ist meine Freiheit, die ich mir gönne. 🙂

        Gefällt 1 Person

      • Das sehe ich anders: Die Politik müsste bei KI regulierend eingreifen. Denn über kurz oder lang wird das der Gesellschaft massiv schaden. Traut sich nur niemand bzw. fehlt in Deutschland die Expertise und in Amiland die Unabhängigkeit von der Tech-Bro-Lobby.

        Like

      • Was willst du regulieren? Je mehr du verbietest, desto wilder wird es. Das ist Fakt. Eingrenzung liegt eher im Wirkungskreis der Eltern gegenüber ihren Kindern.

        Gefällt 1 Person

      • Es geht doch um KI, das nutzen ja nicht nur Kinder. Denkst du Eltern könnten damit umgehen? Das wird uns noch böse in den Arsch beißen.

        Like

      • Die Gesetze sollen doch nicht die Nutzer:innen, sondern die Unternehmen regulieren. Wenn private Blogger:innen Urheberechtsverstöße begehen, auch unwissend, werden sie prompt abgemahnt. Die KI-Unternehmen? Stehlen ganz bewusst Inhalte und Bilder. Denen passiert nichts. Sie befeuern zudem ganz bewusst die Verbreitung von Fake-News. Alles ohne Regulation, nur weil die Politiker:innen zu feige sind, sich selbst die Taschen vollmachen oder sogar davon profitieren. Da hätte schon längst eingegriffen werden müssen.

        Like

    • Ich danke dir 🙏
      Irgendwie wird es weitergehen, hoffentlich mit Therapie, die auch noch im Alter gut machbar ist. Bis wir über all das Klarheit haben, wird es aber noch etliche Untersuchungen und Wochen dauern.

      Like

  2. Pingback: Run, Fatboy, Run (2337) | moviescape

  3. Pingback: Happy Birthday Blog: Zwei Jahrzehnte Bloggen! | moviescape

  4. Pingback: Media Monday #781 – Notaufnahme, Bürowoche und Fußball-WM | moviescape

Deine Meinung? (Indem du die Kommentarfunktion nutzt, erklärst du dich mit der Verarbeitung deiner angegebenen Daten durch Automattic, Inc. sowie den Dienst Gravatar einverstanden.)

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..