Abenteuer Kind #17: Die zweite Fremdsprache

Diesen Eintrag will ich schon seit Wochen schreiben, doch wie das im Alltagstrubel eben so ist, bleibt einfach viel zu viel auf der Strecke. Im Moment verändert sich die Sprache unseres Zwergofanten aber so gewaltig, dass ich Angst habe mich nächsten Monat schon gar nicht mehr an die zauberhaften Wortschöpfungen erinnern zu können. Im Vergleich zu den Sprachfähigkeiten unseres Zapplinchens, ist unser Zwergofant ein wenig langsamer, doch nicht weniger vehement, wenn es darum geht sich Gehör zu verschaffen. Hach, so toll!

Anbei eine kleine Auswahl der Sprachkreationen – und ich bin mir sicher abermals einen Großteil vergessen zu haben:

Deutsch Kind
Anton Doni
Aus Auh
Auto Brummbrumm
Bitte/Danke Gahga
Boot Toob
Esel Ih Ah
Essen Nammihi
Feuerwehr/Polizei/Krankenwagen Daddüdadda
Fisch Hitsch
Gurke Gugge
Hinsetzen Hindedde
Hase Hahi
Hund Wauwau
Jakob Haku
Katze Mau
Kuh Muh
Nein Nahiii!!!
Papa, komm jetzt zum Essen! Babba, gohom! Nammihi!
Pfau Pau
Pferd Wihihi
Reh Hee
Schnuller Nemnem
Traktor Dakko
Trinken/Wasser Dubbadubba
Vogel Gaggag

Mama, Papa, Oma, Opa, und natürlich den Namen seiner Schwester, konnte der kleine Mann schon relativ früh sagen. Meist reicht das auch schon, um mit viel Gestik durchzusetzen, was er denn gerade in diesem Moment will. Neuerdings bildet er schon ganze Sätze (aus ca. 3-5 Worten) – und auch wenn noch nicht alles davon beim Gegenüber ankommt, so ist es doch herzzerreißend zu sehen, wie es in dem kleinen Kopf rattert und wie stolz er ist, wenn er verstanden wird.

Also liebe Leser, wie lautet die Moral der Geschichte?

Das Wörterbuch von Kind eins nützt bei Kind zwei nicht mehr viel – Zeit eine zweite Fremdsprache zu lernen!

Mehr aus der “Abenteuer Kind”-Reihe…

28 Gedanken zu “Abenteuer Kind #17: Die zweite Fremdsprache

    • Ich finde diese Phase ja toll und weiß jetzt schon, dass sie viel zu schnell vergehen wird und man sich gar nicht mehr richtig an alles erinnern kann. Unsere Große spricht schon so selbstverständlich, dass ich es kaum für möglich halten kann, dass sie vor gerade einmal 2 Jahren ähnlich drauflos geplappert hat.

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      • Was??? Schnellstens nachholen! 🙂

        Herrliche Sprache – erinnert mich an die Zeit, als meine Neffen und meine Nichte klein waren. Wobei mir da am meisten der älteste in Erinnerung geblieben ist, mit seinem fordernden „nochein!“

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      • Ja, ich weiß. Eine Filmlücke. Wie so viele…

        Fordern können die Kleinen schon sehr gut. Das funktioniert auch ohne Worte schon prima und mit jedem Wort, das sie mehr können, wird es natürlich weiter auf die Spitze getrieben. Herrlich! Meistens zumindest… 😉

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  1. Meine Nichte (1 Jahr und 5 Monate) bekommt mittlerweile zwar auch das eine oder andere Wort halbwegs hin, aber meistens erzählt sie mir eher mit völlig ernster Miene irgendein Kauderwelsch aus irgendwelchen Lauten, nickt dabei noch nachdrücklich, und ich muss mich zusammenreißen, nicht gleich loszulachen. 😀

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    • Stimmt, das ist auch so ein Thema. Ernst nehmen sollte man die Kleinen ja schon, aber wenn er dann teils vor sich hin schimpft oder mit seiner Schwester zetert, dann kann man oft nicht ernst bleiben. Aber genau das ist auch das Schöne an dieser Phase! 🙂

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  2. Oh ja, das kenn ich. Bei uns war es nur andersrum (bzw. bzgl. der Geschlechter wieder genauso): Tochtanone ist deutlich redseliger, als es Sohnvanone in dem Alter war.
    Nur bei dem „und natürlich den Namen seiner Schwester“ muss ich das „natürlich“ kritisieren, denn so natürlich ist das laut Tochtanone nämlich nicht. Denn obwohl der Name des Bruders wohl einer der meistgesprochenen (bzw. gerufenen) Worte in unserem Haus war, hat sie sich sehr sehr lange geweigert, diesen Namen auszusprechen bzw. es überhaupt zu probieren. Ging man Familienfotos durch, sagte sie zu jedem Kopf freudestrahlend den richtigen Namen, nur bei Sohnvanone wurde sich abgewendet und schnell das Thema gewechselt.
    Nach ein paar Monaten der Verweigerung wurde dann die erste Silbe von Sohnvanones Namens als Bezeichner genutzt, das hielt 1-2 Wochen und dann wurde auf die letzte Silbe gewechselt. Nach weiteren 2-3 Monaten dann endlich die Kombination…

    Aber auch Sohnvanone erfreut einen immer wieder mit Sprachschöpfungen, hier dann eben auf einem etwas höheren Level. So haben wir z.B. mal zwei Familienfotos geschossen. Eins, auf dem wir traurig gucken und eins, auf dem wir lachen. Als ich Sohnvanone das Bild zeigte, wo wir traurig gucken, fragte er dann „Und wo ist das, wo wir lächerlich gucken?“
    Und als es mal neblig war (was in Ulm ja bekanntlich recht oft vorkommt), kombinierte er korrekterweise, dass der Neben gegen Mittag wieder weg sein werde und es dann nicht mehr „neblig“, sondern „himmlisch“ sein werde (macht Sinn, schließlich sieht man ja den Himmel),

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    • Ja, die Mädels haben das mit der Kommunikation anscheinend sowieso besser drauf, als die Jungs. Zieht sich ja bis in unser Alter durch – und das sage ich als jemand, der in der Kommunikation arbeitet… 😉

      Und du hast natürlich Recht: Auch im fortgeschrittenen Alter, wenn man das bei 4-jährigen so nennen kann, bilden sich herrliche Satzkonstruktionen bzw. Argumentationen. Das ist wirklich teils zum Wegschmeißen, obwohl man als gutes Elternteil natürlich eigentlich ernst bleiben sollte. So äußerte sich unser Zappelinchen trocken als es um Weihnachten ging: „…aber da bin ich ja schon im Sack!“ Aus ihrer Sicht ganz logisch, da wir sie zuvor geschimpft hatten und die bösen Kinder ja vom Nikolaus im Sack mitgenommen werden. Eine unbestechliche Logik! 😀

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    • Danke, es war auch sehr unterhaltsam die unterschiedlichen Begriffe niederzuschreiben. Ein paar hatte ich natürlich auch vergessen und es wäre ohnehin an der Zeit für eine Update des ersten Wörterbuchs. Aber du weißt ja wie das mit Zeit als Elternteil ist… 😉

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  3. Hallo, ich bin über wortman auf dein Blog gehuscht 🙂
    Jetzt gehe ich mal ein bisschen stöbern.. Ein schönes Kinderwörterbuch hast du da. Für meine Kids habe ich das damals auch geschrieben, zur Erinnerung 🙂
    Liebe Grüße
    Sibylle

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    • Hallo Sibylle, freut mich, dass du mein Blog gefunden hast! Der Wortman ist eben eine gute Quelle… 😉

      Ich habe auch schon ein wenig bei dir in der Kindermund-Kategorie gestöbert – da sind ja auch einige Highlights dabei! Ich sollte so etwas wohl auch viel regelmäßiger eintragen, dann würde man es auch nicht so schnell vergessen. Gibt pro Tag ja mindestens einen solchen Kracher! 😀

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      • Ja, da hast du Recht 😀
        Mittlerweile bei mir nicht mehr so oft, weil sie jetzt schon 11 bzw. 8 Jahre alt sind. Aber besonders die Jüngere hat manchmal noch tolle Sprüche drauf 😉

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      • Bei uns geht es, was komplexere Sprüche angeht, gerade erst los (4 und 2 Jahre alt) – da könnte ich wirklich täglich etwas schreiben. Mal sehen, vielleicht sollte ich das irgendwann mal einführen…

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