Fringe – Season 3

Als vor drei Jahren die neue J.J. Abrams-Serie startete war ich nach dem überragenden Eindruck, den „Lost“ bei mir hinterlassen hatte, zunächst fast etwas enttäuscht. Relative abgeschlossene Einzelepisoden und kein Mitfiebern bei einem großen Spannungsbogen. Dann gegen Ende der zweiten Staffel kam ein neues Element ins Spiel, das „Fringe – Season 3“ nicht nur prägte, sondern zu einer der besten Staffeln des aktuellen Serienjahres machte.

Die bereits mit dem Finale der zweiten Staffel eingeführte Erzählweise wird zunächst aufrechterhalten und man findet sich alternierend im richtigen sowie dem falschen Universum wieder. Allein dieser Kniff bringt die Serie auf ein ganz neues Level. Dieser Eindruck mag allerdings auch daran liegen, dass ich Geschichten rund um alternative Universen seit jeher faszinierend finde. Plötzlich hat man zwei Versionen von Olivia und Walter – die Originale sowie Fauxlivia und Walternate. Einfach herrlich wie die Serie die Bezeichnungen ihrer Fans angenommen hat. TV 2.0 im besten Sinn.

Nachdem wieder alle Figuren dort sind, wo sie hingehören (bei Peter kann man sich ja streiten), gibt es ein paar relativ unabhängige Einzelepisoden, die jedoch stets direkt mit der drohenden Katastrophe zusammenhängen. Aus einer relativ einfach gestrickten Serie mit dem obligatorischen Mystery-of-the-Week, ist eine äußerst mitreißende Gesamtgeschichte geworden. Das erlebt man wirklich selten. Im direkten Vergleich zu J.J. Abrams äußerst erfolgreicher Vorgängerserie „Lost“ ist die generelle qualitative Entwicklung hier äußerst positiv und ich hoffe auf eine gelungene Fortführung der Geschichte in Staffel 4.

Auch wenn es ein paar grandiose Episoden innerhalb der Staffel gab, so setzt das Finale noch einmal neue Maßstäbe: Neben dem Paralleluniversum wird eine weitere Zeitebene eingeführt. Hier bin ich wirklich gespannt, wie die Macher damit in Zukunft umgehen werden. Wird es weitere Zeitebenen geben? Was wird aus Peter? Wie wird die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Parteien aussehen? Am liebsten würde ich sofort weiterschauen.

Nachdem die ersten beiden Staffeln nur exzellente Mystery-Unterhaltung boten, ist „Fringe“ im aktuellen Jahr zu herausragender Science-Fiction herangereift. Alleine deshalb möchte ich die Serie allen Genrefreunden ans Herz legen. Die Verlängerung war damit wohl auch eine der besten Serien-Nachrichten der auslaufenden Saison. Großartig: 9/10 (8.8) Punkte.

Vatertag 2011

Zum heutigen – eigentlich meinem ersten – Vatertag waren wir bei den Paten unseres Zappelinchens eingeladen. Das Wetter war herrlich und hat zum gemütlichen Draußen- und Beisammensein eingeladen.

Statt Bier wurde Aperol gereicht, was zumindest als Motiv auch deutlich mehr hermacht, als das typische Vatertagsgetränk – und lecker war es zudem auch.

Nach Speis und Trank ging es dann hinaus in Flur und Feld, was mir einige stimmungsvolle Bilder erlaubte, von denen ich hier allerdings nur eine Auswahl präsentiere.

Insgesamt also ein rundum gelungener Tag – nur leider kränkelt unser Wurm schon wieder, was die geplanten Aktivtäten für die kommenden Tage doch etwas einschränkt. Doch dafür bin ich ja schließlich Vater und das nicht nur am Vatertag… 😉

The Office (US) – Season 7

Die Serie läuft zwar weiter, doch fühlt sich „The Office – Season 7“ in vielen Episoden wie die finale Staffel der Serie an, was natürlich hauptsächlich mit dem Ausscheiden des Hauptdarstellers Steve Carell und somit auch der Hauptfigur Michael Scott zusammenhängt. Wahrlich das Ende einer Ära – interessanterweise wirkten aber gerade die Episoden nach Carells Weggang mit am frischesten, was durchaus Hoffnung für die Zukunft macht.

Wenn ich „The Office“ sehe, dann fühlt sich das aufgrund des immergleichen Szenarios oft wie nach Hause kommen an. Arbeitsroutine, bekannte Menschen und bekannte Räume. Der Trott des Arbeitsalltags wird ziemlich gut eingefangen. Im siebten Jahr funktioniert das allerdings schon weit nicht mehr so gut, wie in den starken ersten Jahren. Die Komik wird immer absurder, die Charaktere verkommen immer mehr zur Karikatur und dennoch fehlt es an Innovationen. Spaß macht die Serie jedoch weiterhin, was in meinen Augen hauptsächlich den starken Darstellern geschuldet ist.

Die Bandbreite der Qualität ist in dieser Staffel ziemlich groß. Dennoch gibt es kaum richtige Ausfälle, wie z.B. die Episode „Todd Pecker“, noch herausragende Episoden, wie z.B. „Threat Level Midnight“. Michaels Weggang wurde in „Goodbye, Michael“ zwar recht emotional erzählt, doch hat mich die Folge nicht so sehr gepackt, wie ich mir das gewünscht hätte. Ebenso fand ich, dass man in „Dwight K. Schrute, (Acting) Manager“ nicht das volle Potential dieser Konstellation ausgespielt hat. Irgendwie schade. Das Staffelfinale hat mir dagegen ziemlich gut gefallen und ich hoffe sehr, dass die Showrunner bei der Besetzung des neuen Managers ein Ass aus dem Ärmel zaubern.

Insgesamt hat mir auch die siebte Staffel von „The Office“ ziemlich gut gefallen. Ich wurde nahezu in jeder Episode gut unterhalten und die Charaktere gefallen mir nach wie vor ausgezeichnet. Die Abnutzungserscheinungen kann jedoch selbst ich nicht mehr ignorieren. Insofern bin ich wirklich gespannt, was die neue Staffel bringt. Die Anfangszeit mit Michael Scott als Manager von Dunder Mifflin (wohlgemerkt nicht Dunder Mifflin Sabre) werde ich jedoch stets in besonderer Erinnerung behalten: 7/10 (7.4) Punkte.