Wie im letzten Jahr und den Jahren davor habe ich gestern wieder einmal die Flammen tanzen sehen. Schon wieder Sonnwende, obwohl man die sommerlichen Tage bisher an einer Hand abzählen kann. Ich mag noch gar nicht daran denken, dass es in absehbarer Zeit wieder merklich früher dunkel werden wird. Eine schreckliche Vorstellung.

Der gestrige Abend war irgendwie anders, als die Jahre zuvor. Es mag sicherlich auch daran liegen, dass kein Bier geflossen ist, doch hat sich auch meine gesamte Wahrnehmung verändert. Herumtollende Kinder. Eltern mit Babys auf dem Arm. Weinende und lachende Gesichter. Nächstes Jahr werden wir mit unserem Zappelinchen dabei stehen und alles mit ganz anderen Augen sehen. Ein seltsames und doch unglaublich gutes Gefühl.
Verspüre ich da einen Anflug von Pyromanie?
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Pyromanie? Nein, denn ich habe zündeln lassen… 😉
Es ist aber unbestreitbar, dass tanzende Flammen eine magische Anziehungskraft ausstrahlen und sich somit um das Sonnwendfeuer unglaublich schnell konzentrische Kreise aus Feueranbetern gebildet haben.
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Ich versuche auch nur, eventuelle Schuldgefühle auf andere abzuwälzen. Da schreibe ich harmlos über „Three Coins in the Fountain“, und heute lese ich, dass man den dämlichen Trevi-Brunnen besprayt hat. Glaub mir: Ich wars nicht 😉
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Wenn man deinen Eintrag über „Drei Münzen im Brunnen“ so liest, könnte man aber durchaus vermuten, dass du einen persönlichen Feldzug gegen seine verkitschte Bedeutung starten würdest. Aber da du es mir so glaubhaft versicherst, glaube ich dir einmal… 😉
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Wir Blogger habens nicht leicht, gell!
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Sowieso nicht, aber das wäre dann ja auch zu einfach…
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Tja, so wie du das schilderst, klingt das einerseits wehmütig, anderseits auch erwartungsvoll. Irgendwie scheint diese Sonnwendfeier ja auch symbolisch eine Wende bei dir einzuleiten: mit einem Kind ändert sich alles. Und klar, dass du jetzt schon diesen typischen Vater-Blickwinkel einnimmst. Ging mir genauso. Die Wahrnehmung ist plötzlich eine ganz andere. Und je näher der Termin rückt, desto schärfer der Fokus auf Babys, Kleinkinder und deren Eltern … becoming a parent is a life-changing event. Bin echt gespannt, wenn du das erste Mal „richtig“ darüber bloggen wirst ;).
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Du fasst meine Eindrücke ziemlich gut zusammen. Mir war tatsächlich etwas wehmütig zumute und dennoch ging mein Blick in die Zukunft. Aber vermutlich sind das tatsächlich ganz normale Gefühle für einen werdenden Vater. Nun sitze ich hier und arbeite vor mich hin, während jede Sekunde das größte Ereignis meines Lebens über mich hereinbrechen kann. A life-changing event. Du hast ja sowas von Recht.
Das erste Mal darüber bloggen? Darauf bin ich auch schon sehr gespannt und ich wüsste jetzt schon gerne wann das denn wohl sein wird… 😉
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