Wie sagt man so schön? Vorfreude ist die schönste Freude. Deshalb konnte ich mich auch knapp neun Monate auf ein spannendes Ereignis freuen. Nein, nicht was ihr denkt. Zu Weihnachten hat mir Frau bullion Karten zu Hazel Bruggers neuer Show „Good Evening Europe“ geschenkt und gestern war es endlich so weit. Natürlich haben wir auch die Kinder wieder mitgenommen, die ebenfalls große Fans der Comedienne sind. Wie uns die Stand-up-Show gefallen hat, lest ihr in folgendem Artikel… 🎤
Vor dem Auftritt von Hazel Brugger selbst gab es dieses Mal einen Support-Act. Der britische Stand-up-Comedian James Regal (nicht zu verwechseln mit James Shelf) durfte zu Beginn ein 15-minütiges Programm abfahren. Dieses war englischsprachig und hat tatsächlich viel Spaß gemacht. Mir schien es teils, als wollte er Elemente testen, speziell, wie Witze über das Judentum (er selbst ist Jude) beim deutschen Publikum ankommen. Das war wirklich eine nette Überraschung und ein gelungenes Aufwärmprogramm, bevor Hazel Brugger selbst die Bühne betreten hat.
Was für eine Energie diese Frau hat. Einfach beeindruckend. Wir saßen auch dieses Mal etwas weiter weg, doch dank zweier Leinwände, die das Geschehen live übertragen haben, konnte man auch weiter hinten die famose Mimik der Comedienne erkennen. Das Bühnenbild war im Vergleich zur 2025er Show „Immer noch wach“ etwas aufwändiger und hat wunderbar zum Programm gepasst. Inhaltlich ist mir „Good Evening Europe“ deutlich weniger politisch vorgekommen. Natürlich bekamen hier und da die blau-braune Ecke ihr Fett weg, doch insgesamt haben eher private Anekdoten überwogen bzw. die fiktionalisierte, überhöhte Version davon. Das war wirklich extrem unterhaltsam und ich war wieder beeindruckt, wie gut ein paar Running Gags eingebaut waren, die immer wieder hervorgezaubert wurden. Ich sage nur Schildkröten oder Gitarrespielen mit Augenkontakt.
In der kurzen Pause haben wir uns schnell etwas zu trinken geschnappt und danach ging es auch schon weiter. Nach dem offiziellen Programm folgte noch die Zugabe in Form von Fragen aus dem Publikum, die Hazel auf ihre ganz besondere Art und Weise beantwortete. Besonders Andy, der sich als Drag-Queen vorstellte und für Hazel die T-Shirt-Kanone bedienen wollte, hat für eine sehr witzige und unerwartete Interaktion mit der schlagfertigen Comedienne gesorgt. Danach durfte noch eine Frau mit Baby für ein gemeinsames Foto auf die Bühne. Zu ihrem Partner meinte Hazel nur trocken: „Das nächste Mal dann bitte auch gleich eine Babysitterin buchen.“
Nach zweieinhalb Stunden war der Abend vorbei. Wir haben viel gelacht und jede Minute genossen. Man merkt, dass Hazel Brugger inzwischen noch einmal eine größere Bekanntheit erreicht hat, woran ihre ESC-Moderation bestimmt nicht ganz unschuldig ist. Alles wirkt noch eine Spur professioneller und mit ihren anderen Formaten (z.B. ihrem Podcast „Hazel Thomas Hörerlebnis“) verzahnt. Das freut mich für sie und Thomas, die mit ihrer Viel Spaß GmbH ein eigenes Zuhause für ihre vielfältigen Talente geschaffen haben. Auch beim nächsten Stand-up-Programm sind wir bestimmt wieder mit dabei.





