Media Monday #80

Den letzten freien Tag des Weihnachtsurlaubs nutze ich natürlich noch einmal, um entsprechend zeitig die aktuellen Fragen des Medienjournals zum Filmgeschehen zu beantworten. In diesem Sinne: Willkommen zum ersten offiziellen Media Monday 2013 und allen Teilnehmern sowie natürlich Wulf ein filmreiches Jahr!

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  1. Joe Pesci gefiel mir am besten in „GoodFellas“ als Tommy DeVito und in „Kevin: Allein zu Haus“ als Harry – ich kann mich einfach nicht entscheiden.
  2. Robert Zemeckis hat mit „Zurück in die Zukunft“ seine beste Regiearbeit abgelegt, weil er damit meine erste Neugier für Filme geweckt hat und die Trilogie auch heute noch zwei meiner Lieblingsfilme enthält.
  3. Julia Stiles gefiel mir am besten in der 5. Staffel von „Dexter“.
  4. Eure Meinung zur Zensur- und Indizierungspolitik in Deutschland: Gerechtfertigt, egal oder absolute [zensiert]?
    Ohje, ein Thema über das ich mich seitenweise auslassen könnte, doch es ist schon spät und deshalb nur soviel: Jugendschutz ist wichtig und oftmals werden Filme noch viel zu niedrig eingestuft, doch die Bevormundung erwachsener Bürger durch Zensur und Indizierung von Unterhaltungsmedien geht gar nicht – zumal dies die scheinbar gefährdete Klientel ja ohnehin nicht davon abhält sich die indizierten oder zensierten Werke in voller Pracht zu beschaffen.
  5. Dass viele die Originalfassungen von Filmen und Serien bevorzugen steht außerfrage und ist insbesondere im Englischen ja durchaus gut verständlich, wie aber handhabt ihr es – sofern ihr ebenfalls dieser Gattung angehört – mit Produktionen aus Ländern, deren Sprache euch überhaupt nicht geläufig ist?
    Ehrlich gesagt schaue ich zu bestimmt 95% englischsprachige Filme und zu 100% englischsprachige Serien, weshalb sich die Frage kaum stellt. Im Fall der Fälle wird aber meist die Synchro geschaut, wenngleich ich durchaus auch solche Originalfassungen mit Untertiteln ansehen würde.
  6. In letzter Zeit versuchen immer mehr Serien – wie Filme es schon länger tun – mit Sex und Gewalt, sprich Blut und Brüsten, Zuschauer anzulocken (zumindest wird ihnen das gerne unterstellt). Wie ist eure Meinung (gerne anhand eines oder mehrerer Beispiele)?
    Solange sich diese Elemente gut in die Handlung einfügen (z.B. „Boardwalk Empire“), stört es mich nicht. Wenn Serien dagegen fast schon zum Softporno ohne Handlung verkommen (z.B. die 3. Staffel von „Californication“), dann muss ich das nicht haben. In letzter Zeit sind mir übertriebene Nacktheiten besonders in „Game of Thrones“ aufgefallen, was zwar recht nett anzusehen ist und auch irgendwie in diese Welt passt, doch fällt der Fokus darauf – besonders im Vergleich zu Romanvorlage – schon extrem auf.
  7. Mein zuletzt gesehener Film ist „Gesetz der Rache“ und der war spannend und unterhaltsam, weil er viele Wendungen hatte, die man nicht unbedingt voraussehen konnte.

18 Gedanken zu “Media Monday #80

    • Da kann man jetzt geteilter Meinung drüber sind. Gibt sicher schlimmere Beispiele, doch es fällt schon stark auf, dass die Macher in nahezu jeder Szene überlegt haben, wo sie noch ein paar Brüste unterbringen können. Sehe ich ja auch immer gerne, doch nötig ist das wirklich nicht. In der Vorlage setzt GRRM auch Sex ein, doch viel gezielter und weniger inflationär – und dadurch eben auch wirkungsvoller.

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  1. Da ist es, das mir eben nicht eingefallene Beispiel: Californication 🙂 Ich denke auch, dass sich die Gewaltdarstellung aus dem Plot heraus selbst ergeben muss. Erotik-Szenen sollten ebenfalls den Plot unterstreichen. Californication war da ab der zweiten Staffel schon extrem, die dritte hat dem ganzen Spiel allerdings die Krone aufgesetzt :/

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    • In der zweiten Staffel hat das für mich noch recht gut funktioniert, da es meist noch einen Zusammenhang zwischen Sex-Szene und Plot gab, doch in Staffel 3 habe ich die Handlung schmerzlich vermisst. Wurde meiner Meinung nach danach aber wieder etwas besser.

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    • Wenn ich das so lese, wird es doch Zeit, dass ich mir „Californication“ endlich mal wieder vornehme. 😉 Nach der ersten Staffel hatte ich damals aufgehört, habe die zweite und dritte aber bereits im Regal stehen …

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      • Ja, mach mal. Die zweite Staffel fand ich noch wirklich ausgezeichnet. Danach geht es etwas den Bach runter, doch an den Brüsten wirst du dich ja bestimmt noch erfreuen können… 😉

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  2. Also wenn es in Game Of Thrones Brüste gibt, sollte ich dem vielleicht doch mal eine Chance geben! 😀

    Aber ich glaub, ich mach mich wenn erstmal an die Boardwalk Hupen. Das ist eher mein Sujet und die erste Staffel wird ja auch langsam erschwinglich.

    Kann sich nur noch um Wochen handeln. Hab ja grad Akte X angefangen und die Tage kommen 4 Staffeln Dexter. Da ist dann ja offenbar auch irgendwann Julia Stiles am Start. Mich wundert allerdings als noch unwissender, daß die Killerthematik nicht zu einem Vermerk zum Thema Gewalt geführt hat. Positiv oder negativ.

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    • Wobei die Qualitäten von sowohl „Game of Thrones“ als auch „Boardwalk Empire“ ganz woanders liegen. Sind beides auf ihre Art wirklich famose Serien. Reinschauen lohnt sich auf jeden Fall!

      In „Dexter“ ist die Gewalt ja die Triebfeder der Handlung. Insofern kann man sich die Diskussion da schon fast sparen. „Akte X“ würde ich auch mal wieder sehen. War in meiner Jugend meine Lieblingsserie, hatte aber nie weiter als Staffel 3 oder 4 geschaut.

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      • Akte X habe ich damals auch gemocht, aber so komisch holperig verfolgt. Ich erinnere mich noch an einen Hänger zwischendurch und daß der Kinofilm hier rauskam, als die dazugehörige Staffel noch nicht gesendet war.

        Konnte mich nun endlich durchringen, die Box bei Amazon zu kaufen, als sie wieder ganz gut im Kurs lag. Den Kinofilm bekommt man gebraucht auch günstig und der nachgeschobene Kinofilm soll ja nicht wirklich wichtig sein. Insofern freue ich mich nun auch, erstmals alles in richtiger Ordnung verfolgen zu können.

        Was mir bei Staffel 1 gleich auffiel, ist, daß der Look dann doch wirklich vom Alter gezeichnet ist. Gerade Scully, an deren Sexappeal ich mich noch so gut zu erinnern glaubte, wirkt in ihren Outfits von heute aus betrachtet wie eine junge Angie Merkel. Auch die Dialoge sind teils noch ungewöhnlich gestelzt, wenn man doch bedenkt, daß Akte X einen sehr hohen Einfluß auf die moderne Serienwelt gehabt hat, bis hin zu Supernatural, wo man noch viel mehr abgekupfert hat, als ich es bisher glaubte.

        Aber Spaß macht es trotzdem. In Staffel 2 geht es jetzt auch häufiger um größere Zusammenhänge. Diese „Einzelfälle“ sind schon damals nicht immer mein Ding gewesen.

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      • ‚Holprig verfolgt‘ beschreibt auch meine damalige Sichtung bei der deutschen Erstausstrahlung ganz gut. War zumindest immer der Abend, an dem ich meine Eltern vom Fernseher vertrieben hatte… 😉

        Die Serie war damals tatsächlich bahnbrechend und hat den Mystery-Boom ja erst so richtig losgetreten. Ohne „Akte X“ hätte es wohl auch kein „Lost“ und Konsorten gegeben. Die Einflüsse auf „Supernatural“ sehe ich übrigens eher von „Buffy: The Vampire Slayer“ kommend. Dafür hat die erste „Fringe“-Staffel oft ganz schön an die X-Akten erinnert.

        Ob ich jemals wieder reinschauen werde? Lust hätte ich schon, aber im Moment viel zu viel andere Serien im Regal stehen…

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  3. Wenn ich noch einmal O-Ton lese..! 😉 Ich glaube, ich bin da irgendwie ein Sonderfall als Filmgucker. Naja, zumindest kann ich bestätigen, dass der O-Ton zu gefühlten 95% gelungener ist als die deutsche Synchro.

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    • Bei mir ist das durch Serien gekommen, da diese in England viel früher erhältlich und zudem noch weit günstiger waren als bei uns. Und erst einmal damit angefangen gibt es kein zurück mehr. Selbst im Kino ertrage ich Synchros heute kaum noch. Luxusprobleme, ich weiß.

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      • Luxusprobleme – gefällt mir, das Wort. 😉 Aber vor allem das mit den Preisen kann ich nachvollziehen. Verhält sich bei Comics nicht anders. Kauft man bei Amazon einen Comic, ist er im Original um etwa 20-30% günstiger und zudem über ein halbes Jahr eher erhältlich. In diesem Sinne, heil O-Ton! Also, für alle, die es mögen. 😉

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      • Und man gewöhnt sich ja echt relativ schnell daran. Mit der Zeit sind dann selbst die fiesen Dialekte kein Problem mehr und zur Not gibt es meist ja noch Untertitel. Auch meine Frau ist inzwischen überzeugte O-Ton-Guckerin… 🙂

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