Men at Work – Season 2

So langsam beginne ich dank Streaming Serien weiterzuverfolgen, die zuvor bereits wieder von meinem Radar verschwunden waren. Kürzlich ist mir mit „Men at Work – Season 2“ eine Serie über den Weg gelaufen, die ich nie weitergeschaut habe, obwohl ich deren erste Staffel recht unterhaltsam fand. Da ich ohnehin auf der Suche nach einer 20-minütigen Sitcom war, kam mir die Serie gerade recht…

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Was für ein Vergnügen! Wie ich nach meiner Sichtung der ersten Staffel bereits beschrieben hatte, fühlt sich „Men of Work“ wie ein Relikt aus dem TV-Programm der 90er Jahre an. Inszenierung, Charaktere und Drehbücher wirken einfach aus der Zeit gefallen. Schon die musikalische Untermalung der Schauplatzwechsel löst bei mir Flashbacks zur goldenen Zeit der klassischen Sitcom mit Lachspur aus. Kaum zu glauben, dass diese Staffel erst 2013 gelaufen ist. Dabei habe ich nicht einmal das Gefühl, den Machern wäre diese nostalgische Komponente bewusst.

Auch dieses Jahr geben wieder erstaunlich viele Gaststars ihr Stelldichein: von J. K. Simmons („Whiplash“) über Jason Lee („My Name is Earl“) bis hin zu Ashton Kutcher, mit dem Danny Masterson ja bereits in „That ’70s Show“ aufgetreten ist. Dies zeigt deutlich, dass Showrunner Breckin Meyer sehr gut in Hollywood vernetzt ist.

Mit nur 10 Episoden ist die Staffel extrem kurz, gerade für eine klassische Sitcom. Auch wenn die Handlung alles andere als innovativ ist, so hätte ich doch gerne mehr davon gesehen. Einfach sympathische Unterhaltung, die gerade aufgrund ihrer altmodischen Aspekte erstaunlich anders wirkt. Habe ich wirklich sehr gerne gesehen: 7/10 (7.4) Punkte.

Cougar Town – Season 4

Im Comedy-Bereich habe ich meinen „3rd Rock from the Sun“-Marathon zurzeit für eine andere Serie unterbrochen. Eigentlich hatte ich für „Cougar Town – Season 4“ gar nicht mehr so hohe Erwartungen, doch während der Sichtung musste ich abermals feststellen, wie gut diese Serie inzwischen einfach funktioniert. Der Senderwechsel hat ihr glücklicherweise nicht geschadet…

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Man hätte ja vermuten können, dass die Serie nach dem Wechsel von ABC zu TBS (z.B. „Men at Work“) irgendwie an Qualität verlieren würde. Ich schaue parallel die vierte Staffel von „Damages“ und diese hat mit dem Wechsel von FX zu DirecTV nach der dritten Staffel deutlich an Produktionsqualität eingebüßt. Auf „Cougar Town“ trifft dies jedoch nicht zu und somit stehen neuen Abenteuern mit der Cul-de-Sac-Gang nichts im Wege. Darüber freue ich mich sehr!

Inhaltlich steht das Eheleben von Jules und Grayson im Mittelpunkt, was für etliche Lacher sorgt. Von fehlender Spannung, da sie jetzt ja verheiratet sind, ist glücklicherweise nichts zu spüren. Diese findet man nun auch zwischen Travis und Laurie, was in meinen Augen allerdings ein wenig aufgesetzt wirkt. Am besten funktioniert die Serie immer noch dann, wenn die Gang einfach nur nichts macht und sich wunderbare Wortgefechte liefert oder Nachbar Tom durch den Kakao zieht. Herrlich fand ich z.B. die Episode „You Tell Me“, in der direkt Bezug auf etliche „Seinfeld“-Gags genommen wird. Toll!

Insgesamt sind die 15 Episoden der vierten Staffel abermals lockere Unterhaltung, die sich weder ernst nimmt, noch besonders hip sein will. Wunderbar sympathisch geschrieben und gespielt. So kann es gerne noch weitergehen – auch auf TBS: 8/10 (8.0) Punkte.

Men at Work – Season 1

Nach über 15 Monaten in Point Place war es nach dem Finale von „That ’70s Show“ nicht einfach den Übergang in eine andere Sitcom-Welt zu finden. Somit habe ich mit „Men at Work – Season 1“ nur einen kurzen Ausflug nach New York unternommen und war dabei immerhin in Begleitung von Danny Masterson – Mr. Steven Hyde aus „Die wilden Siebziger!“ höchst persönlich. Eine gute Wahl?

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Der Einstieg in die Serie ist mir nicht leicht gefallen. Während der ersten vier Episoden konnte ich mich nur schwer mit Mastersons neuer Rolle anfreunden, die so gar nichts von dem Charme seines bekanntesten Charakters zu haben schien. Auch das Setting wirkte extrem gewollt: wie eine 90er Jahre Sitcom, die auf Biegen und Brechen versucht modern zu sein. Die nur allzu bekannte Prämisse von Männern, die sich in der heutigen Welt zurechtfinden müssen, hatte man in den letzten Jahren zudem einfach schon zu oft gesehen – und das teils auch gelungener, wie z.B. in der von mir gerne gesehenen Serie „Man Up!“, die leider äußerst kurzlebig war.

Wenn ich die DVDs nicht schon zu Hause gehabt hätte und die Staffel länger als 10 Episoden laufen würde, hätte ich vermutlich nicht weitergeschaut. Dann jedoch hatte ich einen Abend eine gute Stunde Zeit und blieb gleich drei Episoden am Stück dran – und was soll ich sagen? Die Serie konnte mich für sich gewinnen. Einige Witze sind schon etwas platt, die Handlung ist meist auch vorhersehbar, doch werden die Charaktere – insbesondere Mastersons Milo – immer sympathischer. Mit den Gastauftritten von Laura Prepon (Donna) und Wilmer Valderrama (Fez) aus „That ’70s Show“ konnte die Serie bei mir zudem noch einige Punkte gut machen. Und dann noch eine „The Goonies“-Referenz – Sitcom-Herz, was willst du mehr?

Man darf sich nichts vormachen: „Man at Work“ ist keine sonderlich innovative Serie, doch wer gerne Sitcoms schaut, der dürfte recht gut unterhalten werden. Ich hatte nach einer gewissen Anlaufphase zumindest meinen Spaß und hätte durchaus mehr als 10 Episoden vertragen können – gerade wenn man sich als Zuschauer warm gesehen hat: 7/10 (7.4) Punkte.